Umwelt News 2012

Umwelt News 2011
Umwelt News 2010
Umwelt News 2009
Themen des Jahres 2010:
Golf von Mexiko 2010

Ölkatastrophen 2010

Golf von Guinea 2010:
18.07. | 18.08./19.08. | 24.08.
25.08. | 09.11. | 17.11. | 13.12.2010

Wir sind Mitglied bei...
We are member of...



DEEPWAVE e.V. - Die Meeresschutzorganisation
Mehr Schutz für die Meere! Wir kämpfen dafür - helfen Sie uns dabei!


31.12.2010 Ein gutes Neues Jahr 2011 wünscht Peri-Life.de
Herzliche Grüße,
Ralf


TV-Tipp: Sonnenschein am Meeresgrund I & II
Teil I: 21:05 – 22:00 Uhr; Teil II: 22:05 – 23:00 Uhr bei N-TV

Ozeane bedecken mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche - und doch sind sie ein großes Geheimnis. Denn die Welt unterhalb der Wasseroberfläche kennt kaum jemand - sie liegt in völliger Dunkelheit und ist bis heute zu lediglich 5 Prozent kartographiert. Was kaum jemand ahnt: unterhalb des Meeresspiegels befindet sich eine gigantische Parallelwelt! Zum ersten Mal zieht diese Reportage den Stöpsel der großen Badewanne Erde und legt die gigantischen Berge und Schluchten der Unterwasserwelt frei! Mit Hilfe modernster Computeranimation wird das bislang Unsichtbare sichtbar gemacht - ein Einblick, der unser Verständnis von der Beschaffenheit unserer Erde für immer verändern wird... n-tv.de

In saubere Luft investieren: "Bäume statt Böller"
Millionen Euro lösen sich bundesweit an Silvester buchstäblich in Rauch auf. Das muss nicht sein, findet der Umweltverband Grüne Liga (waldaktie.de). Bei der Aktion "Bäume statt Böller" kann man stattdessen Waldaktien kaufen. Damit soll Wald aufgeforstet werden - als Investition in saubere Luft. n-tv.de

Gruß vom Silvesterkarpfen: Fische sind hoch entwickelte Lebewesen
Fische werden ihrem Ruf als primitive Lebewesen nicht gerecht: Sie zeigen eine Bandbreite von Intelligenzleistungen, die mit denen von Säugetieren oder Vögeln vergleichbar sind. Das sagt Jens Krause, Leiter der Biologie und Ökologie der Fische am Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie. "Auf dem Gebiet dieser sogenannten Kognitionsforschung tut sich momentan bei Fischen viel", erklärt Krause. Studien konnten demnach bereits zeigen, dass Fische beispielsweise zu Problemlösungsverhalten fähig sind, von Artgenossen lernen können und sogar Traditionen entwickeln. Aus diesen Erkenntnissen Schlussfolgerungen auf ihre Empfindungen oder die Leidensfähigkeit zu ziehen, bleibe allerdings Spekulation. "Eine respektvolle Behandlung haben aber alle Tiere verdient, auch die, die uns auf den ersten Blick fremd erscheinen", betont der Biologe. ... wissenschaft.de

Aus dem E-WDCS-Newsletter: Versende deine Neujahrs-SMS für Wale und Delfine

Liebe Wal- und Delfinfreundin,
lieber Wal- und Delfinfreund,

ein ereignisreiches Jahr 2010 klingt aus und wir freuen uns über einige Erfolge, wie z.B. die Verteidigung des kommerziellen Walfangverbots.

Für Wale und Delfine sind dies jedoch "nur" Etappensiege, sie brauchen weiterhin unsere Stimme – JETZT!

Neujahrs-Grüße für Delfine in Japan

Deshalb planen wir, gleich ab der zweiten Januar-Woche wieder vor Ort in Japan zu sein, um unsere Arbeit gegen die grausamen Delfintreibjagden fortzusetzen.

Dazu fehlen uns noch 1.500 Euro – oder 300 SMS-Spenden.

Sende deshalb dieses Jahr zu Neujahr deine Glückwünsche per SMS auch an 81190 (Kennwort DELFIN) und ermögliche mit einem Betrag von EUR 4,99, dass Hans Peter Roth (Co-Autor von DIE BUCHT, das Buch) auch 2011 wieder für die WDCS vor Ort in Japan sein kann.

Im Namen des WDCS-Teams wünsche ich allen Wal- und Delfinfreunden alles Gute für das Neue Jahr,

Nicolas Entrup


Manipulationsvorwürfe: Offenbar Verdacht auf gezielte Preistreiberei der Stromkonzerne
Das Bundeskartellamt geht einem Pressebericht zufolge Manipulationsvorwürfen bei den Strompreisen nach. Die Behörde untersuche seit einigen Monaten, ob die deutschen Energiekonzerne zu Spitzenzeiten gezielt Kraftwerke abschalten, um den Strompreis in die Höhe zu treiben. ... strom-magazin.de

Verbrauchermacht nutzen (!): Netzagentur rät zum Gasanbieterwechsel
Nahezu jeder zweite Haushalt könnte nach Einschätzung des Präsidenten der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, jährlich bis zu 300 Euro beim Wechsel seines Stromanbieters sparen. Auch beim Gasanbieterwechsel, der noch nicht so im Fokus der Verbraucher sei, gebe es deutliche Einsparpotenziale. ... strom-magazin.de

Ölförderung am Nordpol: Risiko Shell
Das BP-Desaster im Golf von Mexiko scheint vergessen zu sein. Der Ölkonzern Shell drängt in den USA auf eine Bohrgenehmigung in der Arktis. Und darf auf einen Erfolg hoffen.

Nach der Explosion der BP-Ölbohrinsel Deepwater Horizon im Golf von Mexiko im April dieses Jahres stoppte die US-Regierung auch alle Bohraktivitäten in der Arktis. Schließlich sprudelten aus dem Leck monatelang schwarzbraune Ölschwaden. Ein ähnliches Desaster sollte sich nicht wiederholen, schon gar nicht in den eiskalten Gewässern rund um den Nordpol, in denen sich das Öl noch langsamer abbaut als im Golf.
Fortan gehörte es zum Standardrepertoire der Chefs in der Ölindustrie zu betonen, das BP-Desaster habe die gesamte Branche verändert. Acht Monate später gibt es daran Zweifel.
Denn: Der niederländisch-britische Mineralölkonzern Shell macht Druck, er versucht das arktische Bohrmoratorium so schnell wie möglich zu kippen, und zwar über politische Lobbykanäle und über die Medien. So leuchtet seit wenigen Wochen auf vielen US-Medienseiten im Internet der gelb-rote Shell-Hinweis "Lets go!". Und in ganzseitigen Anzeigen verspricht der Konzern 35.000 neue Arbeitsplätze. Man habe Lehren gezogen aus dem Unglück im Golf von Mexiko, man sei "besser vorbereitet als je".
Dabei gibt es genügend Warnungen, auch neue. Die US-Umweltstiftung PEW hat erst vor Kurzem die bislang umfassendste Untersuchung über das Risiko von Offshore-Bohrungen in arktischen Gewässern veröffentlicht. Von "ungeklärten Risiken", "inakzeptablen Konsequenzen" ist da die Rede. ... taz.de

30.12.2010 TV-Tipps: Heute auf N-TV
Apokalypse der Urzeit: Das große Sterben – 01:00 - 01:50 Uhr

Vom ersten Massen-Aussterben vor 450 Millionen Jahren bis hin zu Zukunftsprognosen für die heutigen Erdenbewohner: Die achtteilige Reportagereihe Apokalypse der Urzeit wirft einen Blick auf die Entstehungsgeschichte unserer Erde, die Evolution der Tiere und des Menschen. Die Erde vor 250 Mio. Jahren: Die Kontinente und Meere wimmeln von Leben - doch im heutigen Sibirien kommt es zu einem gewaltigen vulkanischen Ausbruch, der Jahrtausende lang anhalten wird. Auf dem damaligen Superkontinent Pangea lassen sich die Verwüstungen durch nichts aufhalten. Es kommt zum schlimmsten Massen-Aussterben, das es je gab: 90% der Tiere überleben die Katastrophe nicht. Die extremen Bedingungen lassen in der Tierwelt einen erbitterten Kampf ums Überleben entbrennen...

Killer aus dem Tierreich – 23:10 - 00:00 Uhr
Ob unbemerkte Reisebegleiter oder als Schmuggelware illegal eingeführt - Tiere, die gezüchtet, verkauft und dann in fremdem Lebensraum freigelassen werden, stellen eine enorme Gefahr für Mensch und Tier dar. Denn sie haben keinerlei natürliche Feinde. So befindet sich die Küste Floridas bereits heute im Ausnahmezustand: gigantische Ratten, Echsen, unzähmbare Wildschweine und mörderische Schlangen wüten hier nahezu ungehindert und bedrohen Menschen und Tiere gleichermaßen. Ihre Population wächst stetig und entwickelt sich langsam aber sicher vom Problem zum Super-Gau. Diese Reportage stellt die neue Generation der Killer aus dem Tierreich vor und zeigt, was passiert, wenn sie ungehindert zuschlagen.

Wunder des Weltalls - Auf der Suche nach fremdem Leben – 22:04 - 22:50 Uhr:
Ozeane aus Gas, kochendes Eis und Regen aus Eisen - was wie Science-Fiction erscheint, gibt es in den Tiefen des Weltalls wirklich. Mit dem im März 2009 auf die Reise geschickten Weltraumteleskop 'Kepler' wollen NASA-Wissenschaftler nun diese fremden Welten jenseits unseres Sonnensystems erkunden. Und sie hoffen dabei Antwort zu erhalten auf die Frage: Gibt es im Universum einen Planeten mit fremden Leben oder gar eine Erde 2.0.? Anhand aufwendiger und modernster Computeranimation macht diese Reportage die Wunder des Weltalls sichtbar und geht gemeinsam mit den Astronomen auf die Suche nach fremdem Leben im Universum. n-tv.de

2010: Ölpest, Kolontar und Co.
Das Jahr 2010 aus Sicht der Umwelt
Von der Ölpest im Golf von Mexiko über die verheerenden Waldbrände in Russland bis hin zur Giftschlammlawine in Ungarn: Das UN-Jahr der Biologischen Vielfalt war für die Umwelt eher katastrophal als positiv – so die Bilanz der Umweltorganisation WWF. Besonders auffällig: Die Naturkatastrophen des Jahres 2010 waren allesamt menschgemacht.

Die Chronologie des Jahres 2010:

Januar
UN-Jahr der Biologischen Vielfalt: Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet in Berlin offiziell das internationale UN-Jahr der Biologischen Vielfalt. Umwelt zerstörende Subventionen, beispielsweise für die Landwirtschaft und die Fischerei, spielen dabei keine Rolle. Weltweit fließen jährlich 670 Milliarden Euro Staatshilfen in Branchen, die Anteil an der Zerstörung der Natur haben.
Olympia-Countdown: In Sotschi werden in Vorbereitung der Olympischen Winterspiele 2014 rund 14.000 Hektar Wald abgeholzt.

Februar
Ölpest I: In Italien fließen Tausende Kubikmeter Altöl in den Lambro, einen Zufluss des Pos. Kläranlagen der Region fallen als Folge aus, Abwässer gelangen ungereinigt in den Fluss.

März
Artenschutzkonferenz: Die 15. Washingtoner Artenschutzkonferenz in Katar endet ernüchternd. Bedrohte Arten wie Roter Tunfisch, Rote Koralle, Heringshai und Blauflossentunfisch dürfen weiter gehandelt werden - ein Sieg auf ganzer Linie für die Fischereilobby. Im chinesischen Jahr des Tigers wird immerhin beschlossen, die Zusammenarbeit im Kampf gegen Tiger-Wilderei und -Schmuggel zu verbessern. Nur 3.200 Tiger leben noch in freier Wildbahn.
Earth Hour: Rund um den Globus schalten am 27. März Millionen Teilnehmer der WWF Earth Hour für eine Stunde symbolisch das Licht aus. Weltweit nehmen über 3450 Städte in 121 Ländern teil. In Deutschland liegen u.a. München, Berlin, Köln, Leipzig und Flensburg im Dunkeln.

April
Ölpest II: Die Havarie des chinesischen Kohlefrachters Sheng Neng 1 bedroht das Great Barrier Reef vor Australien mit einer Ölpest. Für den WWF zeigt der Unfall einmal mehr die mangelnden Sicherheitsstandards auf See, er fordert eine Lotsenpflicht für ökosensible Gebiete und das Verbot des giftigen Schweröls als Schiffstreibstoff.
Ölpest III: Nach der Explosion der Bohrplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko sprudeln wochenlang Millionen Liter Rohöl vor der Küste des US-Staates Louisiana ins Meer. Die Ölpest trifft mit der beginnenden Brut- und Laichsaison vieler Arten zusammen, so dass der Nachwuchsjahrgang massiv geschwächt wird.
Neuentdeckung: Begeisternder Fund im "Herzen Borneos": Dort werden 123 bislang unbekannte Tier- und Pflanzenarten entdeckt. Darunter sind ein fliegender Frosch, der seine Haut- und Augenfarbe ändert, und eine flammenfarbene Schlange. Insgesamt finden die Forscher 67 Pflanzen, 17 Fische, fünf Frösche, drei Schlangen, einen Vogel, 29 Wirbellose und zwei Echsen.

Mai
Hochwasser: Die Flut in Süd-Polen ist für den WWF eine Folge des ineffizienten Hochwasserschutzes in Polen. Er fordert, Flut-Risikogebiete als solche auszuweisen, dort keine Bebauung mehr zu erlauben und Auwälder und Flusslandschaften zu renaturieren.
„Dorschwunder": Der Wissenschaftliche Rat zur Erforschung der Meere (ICES) präsentiert eine gute Nachricht: Seit 2006 ist der östliche Bestand des Dorsches in der Ostsee auf das Dreifache angewachsen. Die Gründe für das "Dorschwunder" sind ein konsequenter Wiederaufbauplan mit Schonung des Dorsches, Verkleinerung der Fangflotte sowie die Eindämmung der illegalen Fischerei um 30 Prozent.

Juni
Überfischung: Die Fangsaison für den bedrohten Roten Tunfisch im Mittelmeer wird vorzeitig beendet, nachdem die industriellen Fangflotten der EU ihre jährlichen Quoten bereits nach der Hälfte der vierwöchigen Saison erfüllt haben.
Wal-Konferenz: Die Verhandlungen über einen Kompromissvorschlag zum Walfang scheitern auf der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Agadir. Damit bleiben bedrohte Arten wie Finn- und Seiwal auf der Abschussliste Japans.

Juli
„Hitzewelle" am Nordpol: Ein Report zum arktischen Meereis weist einen neuen Rekord-Tiefststand aus. Demnach war die Eisfläche im Juni so klein wie in keinem Juni seit Beginn der Satelliten-Aufzeichnungen im Jahr 1979. Nach Schätzungen müssen einige Eisbären durch die veränderten klimatischen Bedingungen eine Fastenperiode von bis zu 160 Tagen überstehen.
Trinkwasser: Die UN verankern das Recht auf sauberes Wasser. Daran mangelt es bereits über einer Milliarde Menschen, Tendenz steigend. Im Kampf gegen die weltweite Wasserkrise fordert der WWF, Gewässer und Wasserressourcen grenzüberschreitend zu managen und zu bewirtschaften. Nur drei Prozent des Wassers auf der Erde ist Süßwasser.

August
Waldbrände: Mehr als 7.000 Waldbrände lodern rund um Moskau und im russischen Fernen Osten. Schuld ist nicht allein die aktuelle Hitzewelle, sondern vor allem mangelhafte Vorsorge und ein miserables Waldmanagement. Die Rauchschwaden enthalten Kohlenmonoxid, Feinstaub, Formaldehyd und andere giftige Verbindungen, die zu starken gesundheitlichen Belastungen der Bevölkerung führen.

September
Laufzeitverlängerung: Bestürzt reagieren Bürger und Umweltorganisationen auf die Laufzeitverlängerung der deutschen Kernkraftwerke. In einer umfassenden Studie hatte der WWF erst kürzlich gezeigt, dass die fast vollständige Vermeidung von CO2 bis 2050 ohne jegliche Laufzeitverlängerung möglich und bezahlbar ist. Das Energiekonzept der Bundesregierung bewertet der WWF als "Wegweiser in die klimapolitische Sackgasse".
Schimpansen-Entdeckung: Ein Forscherteam stößt in der Demokratischen Republik Kongo auf einige hundert Schimpansen, die einen Teil des Jahres fast komplett auf Bäumen verbringen. In der Regenzeit verlagern die Schimpansen ihr Leben auf die Baumwipfel.

Oktober
Rotschlamm-Lawine: Im ungarischen Kolontar birst der Speicher einer Aluminiumhütte der Ajka Aluminia Company. Bauxitschlamm ergießt sich auf 40 Quadratkilometern. Die Giftlawine erreicht auch die Donau. Der WWF belegt, dass bereits Wochen zuvor Risse die Behörden zum Handeln hätten bewegen müssen.
Bücher ohne Tropenholz: Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse bestätigen die Verlagshäuser Oetinger, Lingen und die Buchverlage der Holtzbrinck-Gruppe dem WWF schriftlich, im Laufe des kommenden Jahres vollständig auf FSC-Papier zu drucken oder Recyclingpapiere zu verwenden. Vorangegangen waren der Kosmos-Verlag, Piper und die Verlagsgruppe Random House.

November
EU-Gesetz gegen illegales Holz: Der EU-Rat nimmt in Brüssel das EU-Holzhandelsgesetz an. Damit ist die Einfuhr illegaler Holzprodukte nach Europa ab 2013verboten. Die EU ist einer der größten Märkte für Holzprodukte aus illegaler Herkunft. Perfekt ist das Gesetz noch nicht, aber ein Meilenstein gegen illegale Abholzung weltweit.
Tigergipfel: Vertreter aller dreizehn Tiger-Verbreitungsstaaten bekennen sich auf dem Tiger-Gipfel in St. Petersburg zu einem globalen Rettungsplan und wollen die Bestandszahlen des Tigers bis 2022 verdoppeln. Von den gut 350 Millionen US-Dollar, die dafür benötigt werden, kommen auf dem Gipfel 127 Millionen zusammen.

Dezember
Klimagipfel: Unerwartet gut endet in Cancún der 16. Weltklimagipfel. Jetzt liegt der Ball wieder im Feld der einzelnen Staaten, die Cancún-Beschlüsse mit Leben zu füllen. Dies bedeutet für die EU, schnellstmöglich die CO2-Reduktionsziele bis 2020 von 20 auf 30 Prozent zu erhöhen.
Volkszählung bei Berggorillas: Die Zahl der vom Aussterben bedrohten Berggorillas ist größer als angenommen. Eine "Volkszählung" im "Virunga Massiv" im Grenzgebiet von Uganda, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo kommt auf 480 Gorillas. Hinzu kommen noch ungefähr 300 Tiere in einem weiteren Nationalpark in Uganda. Gegenüber der letzten Bestandsaufnahme von 2003 ist das ein Zuwachs von über 25 Prozent. scinexx.de

Spiegel Online – Die Fotostrecke:
"Bilder der Forschung": Die schönste Gottesanbeterin kommt aus Malaysia spiegel.de
Bilder der Forschung: Schön, schöner, am schönsten spiegel.de
Cancún: Gipfel der Aktivisten spiegel.de
Census of Marine Life: Inventur in den Tiefen der Meere spiegel.de
Census of Marine Life: Volkszählung unter Wasser spiegel.de
Census of Marine Life: Bizarres Getümmel in der Tiefsee spiegel.de
Eisberg prallt auf Gletscherzunge: Jahrhundert-Crash der Eisriesen spiegel.de
Faszinierende Würmer: Grünes Leuchten im ewigen Schwarz spiegel.de
Osprey Reef: Spektakuläre Tiefseekreaturen spiegel.de
Prämierte Unterwasserbilder: Tintenfisch-Sex und schwimmende Riesen spiegel.de
Small World: Knipsen (Fotografieren) durchs Mikroskop spiegel.de
Wissenschaftsbilder 2010: Ölpest im Golf von Mexiko spiegel.de
Wissenschaftsbilder 2010: Die Blaualge breitet sich aus spiegel.de

29.12.2010 Höhere Strompreise: Brüderle ruft zu Anbieterwechsel auf
Berlin (dpa): Angesichts der Welle von Strompreiserhöhungen zum neuen Jahr hat Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) die Kunden zum Anbieterwechsel aufgerufen. „Wettbewerb kann nur funktionieren, wenn die Verbraucher ihre Rolle als Marktteilnehmer aktiv wahrnehmen“, sagte Brüderle am Mittwoch in Berlin.
Wer sich einen neuen Anbieter suche, könne häufig gutes Geld sparen. Zum 1. Januar wollen 500 von insgesamt 900 Stromversorgern die Preise im Schnitt um 7 Prozent anheben. Ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden muss durchschnittlich 66 Euro zusätzlich im Jahr bezahlen.
Brüderle will den Stromkonzernen strenger auf die Finger schauen. Es sei gut, dass das Kartellamt die Strompreisbildung überprüfe. Daneben werde die Regierung die Instrumente gegen Missbrauch im Strom- und Gasgroßhandel weiter verbessern. "Wir arbeiten intensiv an der Einrichtung einer Markttransparenzstelle beim Bundeskartellamt, um Manipulationen im Großhandel mit Strom und Gas effektiv ausschließen zu können."
Als wesentlichen Grund für die Preissteigerungen geben die Energieversorger die Umlage-Erhöhung nach dem Erneuerbare-Energie- Gesetz (EEG) von 2,047 Cent auf 3,53 Cent pro Kilowattstunde an. Mit dem Geld wird Öko-Energie wie Solarstrom gefördert. Verbraucherschützer sehen das nur als Alibi - die Stromriesen würden günstigere Einkaufspreise an die Kunden einfach nicht weitergeben.
Die Regierung will die Subventionen für die Solarindustrie weiter zurückfahren. „Gerade die Kosten, die die Verbraucher für Strom aus Photovoltaik tragen müssen, dürfen nicht durch die Decke gehen“, betonte Brüderle. Das Thema werde bei der Neufassung des EEG-Gesetzes im nächsten Jahr eine wichtige Rolle spielen. greenpeace-magazin.de

Artenschutz: Haifisch, Tiger & Co: Gewinner und Verlierer 2010
Menschenverursachtes Artensterben schreitet auch 2010 ungebremst voran. Grund zur Hoffnung: Staatengemeinschaft setzt sich ehrgeizige Ziele.
...
Die Verlierer 2010: Nashorn, Schuppentier, Hai, Tunfisch, Koralle und Wale. ...
Die Gewinner 2010: Tiger, Wolf und der Dorsch. ... wwf.de

Schildkröten-Schutz auf Bali - der Kampf geht weiter!
Durch den unermüdlichen Einsatz der Schildkröten-Schutzorganisation SOS Seaturtles kam der Handel mit den Meerestieren auf Bali praktisch zum Erliegen. Doch in letzter Zeit häufen sich wieder die Anzeichen, dass die skrupellose Turtles-Mafia wieder aktiv wird! ... tauchen.de

28.12.2010 Photovoltaik & Nanotechnik: Nano-Lichtfänger aus Gold
Antennen aus Metall könnten Stromerzeugung mittels Photovoltaik noch effizienter machen

Winzige Antennen aus Metall, die das Sonnenlicht einfangen, könnten in der Zukunft die Stromerzeugung mittels Photovoltaik noch effizienter machen. Würzburger Physiker haben nun solche Antennen aus Gold hergestellt – in bislang nicht gekannter Präzision, berichtet die Fachzeitschrift Nature Communications. ... scinexx.de

Stromkunden zahlen 2011 zwei Milliarden Euro zu viel (ein Wechsel lohnt immer!)
Leipzig: Laut einer im Auftrag der Grünen erstellten Studie dürften Stromkunden im kommenden Jahr rund zwei Milliarden Euro zu viel zahlen. Grund seien die von 570 Versorgern angekündigten Preiserhöhungen, berichtet die Leipziger Volkszeitung (Dienstagausgabe). Die höhere Umlage für Erneuerbare Energien (EEG), mit der die Erhöhungen begründet werden, ließe sich aber durch Einsparungen, die bisher nicht an die Verbraucher weitergegeben wurden, ausgleichen, so die Studie.
"Hier wird ein Vorwand genutzt, um ungerechtfertigte Preiserhöhungen zu kaschieren", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Bärbel Höhn. Gesunkene Beschaffungskosten würden aber nicht an die Kunden weitergegeben. So werde gleichzeitig mit der EEG-Erhöhung die Umlage für Kraft-Wärme-Koppelung um 0,1 Cent gesenkt. Laut der Studie dürften die Beschaffungskosten, die sich seit 2006 bereits um 1,1 Cent reduziert hätten, 2011 um weitere 0,6 Cent sinken. Das würde ausreichen, um die erhöhte EEG-Umlage zu kompensieren, so das Fazit der Untersuchung. lvz-online.de

Preiserhöhung: Stromkunden zahlen zuviel ... welt.de

In saubere Luft investieren: "Bäume statt Böller"
Millionen Euro lösen sich bundesweit an Silvester buchstäblich in Rauch auf. Das muss nicht sein, findet der Umweltverband Grüne Liga (waldaktie.de). Bei der Aktion "Bäume statt Böller" kann man stattdessen Waldaktien kaufen. Damit soll Wald aufgeforstet werden - als Investition in saubere Luft. n-tv.de

27.12.2010 Europa im Wärmebad: Die fantastische Reise mit dem Golfstrom (1/2 & 2/2)
Ein Film von Film von Volker Arzt und Sigurd Tesche, im 3SAT um 18:00-18:45 Uhr und der zweite Teil: Absturz im Eismeer, um 18:45-19:30 Uhr.

Jede Sekunde transportiert der Golfstrom, wissenschaftlich korrekt der "Nordatlantische Strom", 50 Millionen Kubikmeter Wasser - 30 Mal mehr als alle Flüsse der Erde zusammen. Von den Tropen bis in die eisige Arktis legt er 10.000 Kilometer zurück. Der Golfstrom beliefert uns kostenlos mit der Energie von einer Million Kernkraftwerken. Ihm sind bis hinauf nach Skandinavien saftige Wiesen, reiche Getreidefelder und üppige Wälder zu verdanken. Käme er zum Erliegen, was eine Reihe von Wissenschaftlern befürchtet, würde es arktisch kalt in Europa, und gewaltige Eisberge kreuzten vor unseren Küsten.
Der zweiteilige Film verfolgt den Lauf des Golfstroms. Der erste Reiseabschnitt führt aus dem Golf von Mexiko bis nach Europa, an die französische Küste. Vor Floridas Küste beobachten die Filmemacher frisch geschlüpfte Schildkröten, bei Kap Hatteras erklären sie, warum der Golfstrom dort einen Haken schlägt, den Atlantik überquert und Kurs auf Europa nimmt, und vor den Azoren taucht das Team auf den Meeresgrund und erlebt, wie der Strom dort Wärme aus dem Innern der Erde tankt. 3sat.de

Rätsel um Orchideen-Vielfalt gelöst
Wechselwirkungen mit anderen Lebewesen machten Pflanzen so erfolgreich

Insgesamt 22.500 Orchideenarten gibt es heute auf der Erde. Doch wie ist diese ungewöhnliche Artenvielfalt zu erklären? Einem internationalen Wissenschaftlerteam ist es jetzt gelungen, die Ursachen dafür entscheidend weiter aufzuklären. ... scinexx.de

Gelegenheit macht Liebe
Vielmännerei bei Eichhörnchen als biologische Sackgasse?

Bei den Eichhörnchen herrscht verkehrte Welt: Nicht die Männchen, sondern die Weibchen sind besonders promiskuitiv. Wenn ein Weibchen viele Bewerber hat, paart es sich mit fast jedem. Das aber widerspricht völlig der geltenden Lehrmeinung von dem wählerischen, weil nur wenige Nachkommen bekommenden Weibchen. Was hinter der rätselhaften Vielmännerei der Eichhörnchen steckt, haben kanadische Forscher jetzt aufgeklärt. ... scinexx.de

Riesenwespe 'läuft' möglicherweise auf Sonnenenergie
Jerusalem: Die Orientalische Hornisse ist eine im Mittleren Osten und Teilen Südeuropas angesiedelte Wespensorte.

Eine Gruppe israelischer Wissenschaftler, die schon seit längerem neugierig allerlei biologische Eigenschaften des Außenskeletts der Hornisse studiert, ist nun auf etwas sehr Interessantes gestoßen. Im Außenskelett der Insekten sind Oberflächenstrukturen in winziger Größe zu finden, die Lichtenergie absorbieren. Darin berichten sie in der wissenschaftlichen Zeitschrift Naturwissenschaften. ... (Update: 11.12.2011) dnews.de

24.12.2010 Frohes Fest und schöne Feiertage wünscht Peri-Life.de

TV-Tipp: aus der ORF-Reihe Universum - Weiß wie Schnee
Ein Film von Klaus T. Steindl und B. Puskas

Das Wort "Schnee" löst eine Vielzahl an Assoziationen aus: Man denkt an stimmungsvolle Momente am offenen Kamin, an Weihnachten und Skifahren, aber auch an tödliche Kälte. Aber was ist Schnee? Wie entsteht er?
Der Film begleitet einen Grazer Meteorologen bei seinem Flug in die Wolken: Mit speziellen Messinstrumenten erforscht er die Bedingungen, bei denen Schnee entsteht. Animationen enthüllen, wie sich knapp unterhalb des Gefrierpunkts Schneekristalle bilden. Der Film nähert sich dem Phänomen "Schnee" jedoch nicht nur naturwissenschaftlich, sondern auch kulturphilosophisch an. Außerdem werden Menschen und Tiere, die ihr ganzes Leben im Schnee verbringen, ebenso vorgestellt wie Menschen, in deren Wortschatz es keine Bezeichnung für diese Niederschlagsform gibt. 3sat.de

Paarungszeiten verändern sich: Amphibien kommen durcheinander
Die Paarungszeit der Amphibien verschiebt sich wegen des Klimawandels um bis zu zwei Monate. Die gravierende Veränderung wurde innerhalb nur eines Jahrzehnts festgestellt. Die untersuchten Amphibien paarten sich, je nach Art, früher oder später als sonst. Einige behielten ihre Paarungszeiten auch bei. ... n-tv.de

Hurra Deutschland – neue Pläne: Castor-Blockierer sollen "Wegtragegebühr" bezahlen
Mecklenburg-Vorpommern will einem Zeitungsbericht zufolge Demonstranten zur Kasse bitten, wenn sie die Strecke des Castor-Transports ins atomare Zwischenlager bei Lubmin mit einer Sitzblockade behindern. Berichten zufolge könnten pro "Wegtragevorgang" über 100 Euro anfallen. ... strom-magazin.de

Widersprüchlich: Deutsche sind umweltbewusst - aber nicht beim Strom
Die meisten Deutschen sind laut einer aktuellen Umfrage der Ansicht, Staat und Wirtschaft sollen mehr für den Umweltschutz tun. Dabei sind die Bürger durchaus bereit, selbst ihren Beitrag zu leisten. Das zeigt sich im Kaufverhalten und Konsum - aber weniger beim Umstieg auf Ökostrom. ... strom-magazin.de

Positive Steigerung: Erneuerbare decken 17 Prozent des Strombedarfs
Der Anteil erneuerbarer Energien am Strom in Deutschland ist in diesem Jahr erneut leicht gestiegen. Wind, Wasser, Sonne und Co. lieferten 2010 voraussichtlich 102,3 Milliarden Kilowattstunden Strom, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Donnerstag in Berlin nach ersten Schätzungen mitteilte. ... strom-magazin.de

22.12.2010 TV-Tipp: Expeditionen ins Tierreich - Luchse - Vom Wohnzimmer in die Wildnis
20:15 - 21:00 Uhr [VPS 20:15] im NDR

Der Luchs, Europas einzige große Raubkatze, ist vom Aussterben bedroht. Viele Versuche, den scheuen Einzelgänger wiederanzusiedeln, sind gescheitert.In den Wäldern der Westkarpaten jedoch gibt es noch große Jagdreviere und reichlich Verstecke für die schönen Katzen mit den Pinselohren. In dem abgelegenen Gebiet will Wildhüter Milos Majda zwei Luchse auswildern.
Doch wie gewöhnt man Raubkatzen, die nur ihr Gehege im Zoo und eine Waldhütte kennen, an die Wildnis? ... ndr.de

Gestresste Fische sterben früher
Bereits kurzzeitige Erhöhung des Stresshormons Kortisol führt Monate später zu verfrühter Wintersterblichkeit

Kurzzeitiger Stress bleibt ohne dauerhafte Folgen für alle Organismen – dachte man zumindest bisher. Ein internationales Forscherteam hat nun aber in einer neuen Studie an kanadischen Großmaulbarschen herausgefunden, dass bereits eine fünftägige Erhöhung des Stresshormons Kortisol Monate später zu einer verfrühten Wintersterblichkeit führt. Bislang gingen Wissenschaftler davon aus, dass nur chronischer Stress Auswirkungen auf Überleben und Fitness bei Fischen hat. ... scinexx.de

Afrikanische Elefanten trennten sich vor Millionen Jahren
Nairobi (dpa): Selbst Wissenschaftler gingen lange Zeit irrtümlich davon aus, dass es nur zwei Arten von Elefanten gibt - die asiatischen und die afrikanischen.
Ein DNA-Vergleich beweist nun: Bereits vor mehreren Millionen Jahren haben sich die afrikanischen Elefanten in zwei unterschiedliche Arten aufgeteilt. An dem Projekt waren Wissenschaftler der Harvard Medical School, der University of Illinois und der University of York beteiligt. Die Ergebnisse sind im online-Journal PloS Biology veröffentlicht.
„Die erstaunliche Erkenntnis ist, dass die Wald- und die Savannenelefanten in Afrika sich voneinander so stark unterscheiden wie asiatische Elefanten und Mammuts“, sagte der Genetiker David Reich von der Universität Harvard. Für die Wissenschaftler sei der frühe Zeitpunkt der Trennung der beiden Arten überraschend gewesen, sagte Michi Hofreiter von der britischen University of York. „Die Trennung der Wald- und der Savannenelefanten ist fast so alt wie die Trennung von Mensch und Schimpanse.“ ... sueddeutsche.de

Aus dem Newsletter: Deutsches MEERESMUSEUM Stralsund
Frühlingsgefühle im Schildkrötenaquarium mitten im Winter

Im Stralsunder MEERESMUSEUM herrschen trotz Winterkälte derzeit Frühlingsgefühle, denn bei den Unechten Karettschildkröten (Caretta caretta) hat wieder die Paarungszeit begonnen. So kann unter Umständen beobachtet werden, wie das größere 45jährige Schildkrötenmädel und ihr 41jähriger Angebeteter einträchtig als "Doppeldecker" durchs 350.000-Liter-Becken gleiten. Laut stellvertretendem Aquarienleiter Mirko Becker kam es bereits zur ernsthaften Paarung. Sollte diese tatsächlich erfolgreich gewesen sein, besteht die Chance auf Schildkrötennachwuchs. Das wäre eine kleine Sensation. Auf den "Ernstfall" ist man im MEERESMUSEUM gut vorbereitet: unmittelbar am Schildkrötenaquarium gibt es einen kleinen künstlichen Sandstrand, der beheizbar ist. Die Temperaturen im und am Schildkrötenbecken mit ca. 25°C sind ideal für die Familienplanung der Meeresschildkröten. Ob das Weibchen allerdings die Bedingungen als ebenso ideal ansieht und letztendlich wirklich Eier ablegen sollte, ist abzuwarten. Es bleibt also spannend. meeresmuseum.de

21.12.2010 Neozonen: Eingeschleppte Arten mit Langzeitwirkung
Globalisierung von heute führt zu biologischen Invasionen von morgen Wirtschaftswachstum und Globalisierung haben auch die Tier- und Pflanzenwelt auf der Erde in Bewegung gebracht. Die oft unbeabsichtigte Einwanderung von gebietsfremden Arten zeigt jedoch ökologische und ökonomische Langzeitwirkungen, die weitreichender sind als bisher angenommen. Zu diesem Schluss ist jetzt ein internationales Forscherteam im Fachblatt Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) gekommen. ... scinexx.de

Artenschutz, & Biologische Vielfalt: Zwischen Ölpest und Dorschwunder - das Naturjahr 2010
WWF-Chronologie: Jahr der Biologischen Vielfalt mit menschgemachten Katastrophen
... wwf.de

ITCHY POOPZKID - WHY STILL BOTHER *official video* for SONARSUCKS.COM

Verhaltensforschung: Was Affenmädchen mögen
Das Spielen mit Puppen liegt Schimpansenmädchen im Blut

Weibliche Schimpansenjungtiere spielen mit Stöcken wie Mädchen mit Puppen. Diese Beobachtung haben zwei US-Forscher bei Schimpansen in freier Wildbahn gemacht. Primatenmädchen, nicht jedoch ihre männlichen Artgenossen, behandeln demnach ausgewählte Äste ähnlich wie Affenmütter ihre Babys. Dieses Gebaren verschwindet, sobald die Weibchen ihren ersten Nachwuchs zur Welt bringen. Ein solches geschlechterspezifisches Spielverhalten sei erstmalig bei wildlebenden Primaten beobachtet worden, berichten Sonya Kahlenberg und Richard Wrangham von der Harvard University in Cambridge. ... wissenschaft.de

20.12.2010 TV-Tipp: Adventure X - Im Visier der Grizzly-Giganten
Ein Film von Andreas Kieling, heute 21:15-22:00 Uhr auf 3SAT

Obwohl der Bestand der Grizzly-Bären in Alaska gesichert ist, nahm die Zahl der extrem großen Tiere rapide ab. Solche Bären wurden zuletzt in den 1930er Jahren erlegt. Trotzdem halten sich noch Gerüchte um einige Riesenbären in abgelegenen Landstrichen, die Buschpiloten oder Indianer gesichtet haben wollen. 1997 gab es endlich einen klaren Nachweis: Goldsucher fanden ein Bärenskelett von geradezu unglaublicher Größe. Das Tier muss aufgerichtet etwa 4,50 Meter groß und dürfte an die 1.300 Kilo schwer gewesen sein. Die Untersuchung des Schädels ergab, dass das Tier vor rund 20 Jahren starb. ... 3sat.de

TV-Tipp: Abenteuer Amazonien (1/4)
Eine Reise durch den Regenwald, ein Film von Stefan Schaaf – 18:30-19:00 Uhr im 3SAT

Der Amazonas ist vom Volumen her der größte Fluss der Welt, 6.800 Kilometer lang, ein riesiges Wassersystem mitten in Lateinamerika. 190.000 Kubikmeter Süßwasser fließen pro Sekunde in den Atlantik, 10.000 Flüsse nimmt er bis zur Mündung auf. Manchmal schwillt er bis auf 100 Kilometer Breite an und umfließt - ganz nebenbei - die größte Flussinsel der Welt. Gern spricht man von der "grünen Lunge" der Welt, wenn man an Amazonien denkt. Doch die Realität sieht anders aus: "Wir kämpfen doch allein gegen alle", sagt Eriberto Jualinga, ein Quechua-Indianer aus Ecuador. Er lebt in dem Dorf Sarayacu, das sich schon seit Jahren gegen internationale Ölfirmen wehrt, die das Amazonasgebiet erschließen wollen. Die schöne heile Welt des Amazonas gibt es schon lange nicht mehr, der Urwald ist bedroht.
Die vierteilige Reihe Abenteuer Amazonien folgt dem Lauf des Amazonas und stellt die Region und ihre Bewohner vor. 3sat.de

Die drei weiteren Folgen der vierteiligen Reihe Abenteuer Amazonien zeigt 3sat an den kommenden Tagen jeweils um 18.30 Uhr.

Hormonschub bringt Pflanzen ans Licht
Molekulare Grundlagen der Schattenvermeidungsreaktion aufgedeckt

Wenn Pflanzen beim Konkurrenzkampf ums Licht ins Hintertreffen geraten, weil Größere sie überwachsen, steuern sie gegen: Sie bilden schneller längere Triebe aus und recken ihre Blätter zur Sonne. Die molekularen Grundlagen dieses so genannten Schattenvermeidungssyndroms waren bislang ungeklärt. Forscher aus Utrecht und Bochum haben jetzt aber endlich einen entscheidenden Steuerungsweg aufgeklärt. ... scinexx.de

Pflanzen & Mikroben: Leben erhält einen Riesenschub - eine Umwälzung vor drei Milliarden Jahren
Dank einer verbesserten Nutzung des Sonnenlichtes machen primitive Lebensformen auf der Erde vor rund drei Milliarden Jahren einen gewaltigen Entwicklungssprung. Das Aufkommen einer biologischen Schlüsselfunktion versetzt seitdem Pflanzen und Mikroben in die Lage, über die Photosynthese Energie aus Sonnenlicht zu erzeugen und Sauerstoff aufzunehmen.
Wissenschaftler des Massachusetts Instituts of Technology (MIT) veröffentlichten am Sonntag in der Fachzeitschrift Nature die Ergebnisse einer Untersuchung, wonach über einen Zeitraum von etwa 500 Millionen Jahren das gemeinsame Erbgut aller Lebewesen massiv wuchs und 27 Prozent der heute existierenden Genfamilien entstanden. Zu den Ergebnissen kamen die Forscher mit Hilfe eines mathematischen Modells, das die Evolution von tausend heute existierenden Schlüsselgenen berechnete. ... n-tv.de

18.12.2010 TV-Tipp: BBC Exklusiv - Unglück in der Tiefe
Heute 23:05 – 00:10 Uhr bei VOX

Am 20. April 2010 ereignete sich im Golf von Mexiko die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA. Der sogenannte Blowout-Preventer der schwimmenden Öl-Plattform 'Deepwater Horizon' hatte versagt - die Bohrinsel geriet in Brand und versank in wenigen Tagen. Millionen Liter Öl schossen in einer Tiefe von über 1.000 Metern ins Meer. Die packende Dokumentation 'Unglück in der Tiefe' zeichnet die Chronologie dieser Katastrophe nach und rekonstruiert den fieberhaften Kampf von Wissenschaftlern, US-Regierung und dem Ölkonzern BP gegen das außer Kontrolle geratene Leck. Das Unglück auf der Deepwater Horizon und die daraus resultierende Umweltkatastrophe entwickelten sich schnell zu einem verbalen Krieg zwischen der US-Regierung und dem britischen Öl-Riesen BP. Doch während sich in den Medien alles um Schuldzuweisungen, mangelnde Sicherheitsvorkehrungen und den Zorn der amerikanischen Bevölkerung drehte, spielte sich tief unter dem Meeresspiegel noch bis Mitte Juli 2010 der eigentliche Kampf ab - ... vox.de

TV-Tipp: BBC Exklusiv - Welt unter Wasser
21:50 bis 23:05 Uhr bei VOX

Basierend auf den Forschungsergebnissen des NASA-Astrobiologen und Archäologen Peter Ward macht dieser Film deutlich, was passieren würde, wenn die CO2-Emissionen die nächsten 100 bis 300 Jahre nicht eingedämmt werden. Mit Hilfe von Archivaufnahmen und aufwendigen Animationen wird ein detailliertes und realistisches Bild geliefert, was der Menschheit bevorsteht, wenn der Meeresspiegel kontinuierlich weiter ansteigt. Große Sintfluten gab es in der Menschheitsgeschichte nicht nur in der Bibel: Schon während einer Warmperiode vor rund 6.500 Jahren stiegen die Meeresspiegel an. Wissenschaftler vermuten, dass diese Flut das Vorbild für die biblischen Erzählungen und andere Mythen war. Im Eozän vor 60 Millionen Jahren war die Erde sogar ein echtes Treibhaus ohne vereiste Pole. Fossilienfunde verraten, dass damals die Ozeane die niedrig gelegenen Regionen unseres Planeten völlig überflutet hatten. Und wenn die CO2-Emissionen nicht gedrosselt werden, werden wir bereits in den kommenden Jahrzehnten die ersten ähnlichen Auswirkungen zu spüren bekommen. ... vox.de

Stopp für umweltschädliche Subventionen!
NABU zieht verhaltene Bilanz zum Ende des UN-Jahres der biologischen Vielfalt

Mit Blick auf das zu Ende gehende Internationale Jahr der biologischen Vielfalt fällt die Bilanz des NABU ernüchternd aus. Weltweit wollten die Regierungen bis Ebde 2010 den Rückgang der Arten aufgehalten oder zumindest stark gebremst haben. In der Realität ist dieses Vorhaben gescheitert. ... (Link update: 12.12.2011) nabu.de

Wale imitieren fremde Dialekte
Orcas sind zweite Meeressäuger-Art, die fremde Rufe imitieren kann

Orcas leben in Familiengruppen, die über einen jeweils eigenen „Dialekt“ ihrer Rufe verfügen. Jetzt haben Forscher erstmals Lautäußerungen eingefangen, die nicht aus dem Dialekt der beobachteten Familie stammten, sondern eine exakte Imitation von „fremden“ Lautäußerungen waren. Damit sind die Schwertwale nach dem Delfin die zweite Meeressäuger-Art, die Lautimitationen beherrscht. ... scinexx.de

17.11.2010 Auch in Krisenzeiten Mehrheit der Deutschen für Umweltschutz
Eine Studie belegt, dass nicht diejenigen am meisten für die Umwelt tun, die am lautesten darüber reden, sondern die schweigende Mehrheit den Ausschlag gibt.

Berlin. Zwei Drittel der Deutschen sind der Meinung, dass der Staat mehr für den Umweltschutz tun sollte. Das ergab eine Umfrage über das Umweltbewusstsein in Deutschland, die alle zwei Jahre vom Umweltbundesamt Dessau-Roßlau präsentiert wird.
In der Rangliste der politischen Aufgabenfelder finden zwar über die Hälfte der Bundesbürger, dass die Arbeitsmarktpolitik das Wichtigste von allen sei. Danach folgt die Wirtschafts- und Finanzpolitik sowie erstmalig auf dem dritten Platz der Umweltschutz, der den sozialen Themenbereich vom Bronzeplatz verdrängte.
Jochen Flasbarth, Präsident des Amtes, wertete das als Beweis, dass das Umweltbewusstsein auch in Krisenzeiten in Deutschland einen sehr hohen Stellenwert besitzt. Hohe Erwartungen haben die 2008 Befragten, darunter 406 Ostdeutsche, an die Wirtschaft. 89 Prozent fordern, dass Industrie und Energieversorger umweltfreundlicher produzieren und 84 Prozent fordern von der Automobilindustrie, dass sie ökologischere Fahrzeuge herstellt. ... otz.de

Wälder: Mehr Schutz für Amazonas-Regenwald
Auf Basis deutscher Forschungsergebnisse erlässt Brasilien neue Holznutzungsgesetze Die Holzwirtschaft in einem besonders sensiblen Teil des Amazonas-Regenwaldes wird künftig nachhaltiger. Eine Gesetzesnovelle des brasilianische Bundesstaats Amazonas hat jetzt Abholzungsregeln für die so genannten Várzea-Wälder erlassen, die strenger und biologisch sinnvoller sind. Die wissenschaftliche Basis dafür legte ein duetsches Forscherteam. ... scinexx.de

16.12.2010 Tabakpflanzen 'schreien' um Hilfe: Mit verschiedenen Duftmustern
Tabakpflanzen kommunizieren miteinander. Und zwar anhand unterschiedlicher Duftstoffe, wie Wissenschaftler der Uni Rostock analysierte. Die Erkenntnisse könnte besonders für Züchter interessant. ... n-tv.de

Meere & Küsten: Küstenschutz-Abgabe - unwürdiges Spiel zulasten der Natur
Husum: Die Landesregierung in Schleswig-Holstein versucht, Maßnahmen des Küstenschutzes künftig ohne Ausgleich der eingetretenen Naturschäden durchzuführen, um so Finanzmittel einzusparen. Die Schutzstation Wattenmeer und der WWF übten deutliche Kritik an den Plänen. Die Diskussion sei überflüssig, zumal das Vorhaben ohnehin an EU-Recht scheitern werde. ... wwf.de

Traurig - keine Einwände: Wulff unterzeichnet Gesetz für längere AKW-Laufzeiten
Bundespräsident Christian Wulff hat das umstrittene Gesetz zur Verlängerung der Akw-Laufzeiten unterzeichnet, damit kann die Regelung endgültig in Kraft treten. Kritiker hatten bis zuletzt gehofft, Wulff werde das Gesetz nicht unterzeichnen, und wollen nun vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. ... strom-magazin.de

Marodes Atommülllager: Weitere Hiobsbotschaft aus der Asse (Upd.)
Der vermehrte Zufluss radioaktiv belasteter Lauge in das Atommülllager Asse hat die Debatte über die Bergung der radioaktiven Abfälle neu entfacht. Landesregierung und Opposition in Hannover forderten am Mittwoch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf, die Pläne zur Räumung des Bergwerks den neuen Umständen anzupassen. ... strom-magazin.de

AKW-Störungen: Erneut Zwischenfälle in Krümmel und Brunsbüttel
In den seit fast dreieinhalb Jahren abgeschalteten schleswig-holsteinischen Atommeilern Krümmel und Brunsbüttel ist es erneut zu meldepflichtigen Ereignissen gekommen. In Krümmel war eine Pumpe defekt, in Brunsbüttel wurden zum wiederholten Male fehlerhafte Dübelplatten entdeckt. ... strom-magazin.de

Meere & Küsten: Nicht nur gute Noten für die Quoten
WWF fordert Ende der Fisch-Verschwendung und bessere Kontrollen
... wwf.de

15.12.2010 TV-Tipp: Abenteuer Wissen: Orang-Utans - Die letzten ihrer Art
22.15 – 22:45 Uhr im ZDF

Kein Tier ist den Menschen emotional so nahe wie die Orang-Utans. Ihre Gesichter wirken fast wie Spiegel unserer Seele. Doch seit langem schweben die Orang Utans in Lebensgefahr: Ihre Zahl ist in den letzten 75 Jahren um 80 Prozent zurückgegangen. (Update: 12.12.2011) zdf.de

TV-Tipp: Expeditionen ins Tierreich: Helgoland - Insel im Sturm
20:15 - 21:00 Uhr im NDR

Helgoland ist Deutschlands einzige Hochseeinsel und etwas ganz Besonderes. Seit Jahrhunderten trotzt der rote Felsen den Elementen und bietet Mensch und Tier einen Zufluchtsort inmitten der rauen Nordsee. Tausende Zugvögel rasten hier auf ihrem Kräfte zehrenden Weg über die Deutsche Bucht, Seehunde und Kegelrobben bringen an den Stränden ihre Jungen zur Welt. ndr.de

Wälder & Artenschutz: Papierfirmen bedrohen Tiger, Orang-Utans und Elefanten
WWF deckt Machenschaften eines der größten Papierproduzenten der Welt auf

Berlin - Nach Recherchen des WWF und indonesischer Organisationen rodet der Papiergigant Asia Pulp & Paper/Sinar Mas Group (APP/SMG), einer der größten Papierproduzenten weltweit, auf der indonesischen Insel Sumatra weiter Naturwälder. 60.000 Hektar sind seit 2004 auf undurchsichtige Weise abgeholzt worden. Der betroffene Wald rund um den Nationalpark Bukit Tigapuluh wird von internationalen Wissenschaftlern als einer der 20 wichtigsten für das Überleben des Tigers eingestuft. Der rund 320.000 Hektar große Regenwald ist auch einer der letzten Lebensräume für Orang-Utans und Elefanten. ... wwf.de

Nord- und Ostseefischer müssen Fänge reduzieren
Brüssel (dpa): Die Fischer in der EU müssen im kommenden Jahr ihren Fang einschränken. Nach harten Verhandlungen um die heftig umstrittenen Fangquoten beschlossen die zuständigen EU-Minister in Brüssel den Rückgang der Fischmengen - und setzten damit einen Trend fort. ... (Update: 10.12.2011) welt.de

EU-Minister einig: 2011 weniger Fisch fangen
Brüssel: Die Fischer in der Nordsee und im Nordatlantik dürfen im kommenden Jahr insgesamt weniger Fisch fangen als 2010. Darauf haben sich die zuständigen EU-Minister in Brüssel am frühen Morgen einstimmig geeinigt. ... nachrichten.ch

14.12.2010 Artenvielfalt: Klimawandel bedroht Spezialisten
Entstehung neuer Lebensgemeinschaften wirkt sich unterschiedlich aus

Der Klimawandel trifft nicht alle Arten gleich: Während sich die positiven Effekte auf Generalisten beschränken, könnte die Kombination aus Klimawandel und fremden Arten zu einer Gefahr für spezialisierte einheimische Arten werden, berichtet jetzt ein internationales Forscherteam im Fachblatt Biological Reviews. ... scinexx.de

Verhaltensforschung bei Bienen: Aus der Reihe getanzt
Schlafmangel beeinträchtigt die Kommunikation bei Bienen

Unausgeschlafene Bienen haben Schwierigkeiten, sich mit ihren Artgenossen zu verständigen. Das haben US-amerikanische Wissenschaftler durch Beobachtungen herausgefunden. Demnach beeinträchtigt Schlafmangel nicht nur das Mitteilungsvermögen des Menschen, sondern bleibt auch für die Insekten nicht ohne Folgen: Bei Honigbienen, die nachts nicht schlafen, sieht der sogenannte Schwänzeltanz anders aus als bei ausgeschlafenen Insekten. Das dürfte sich auch auf den Erfolg bei der Futtersuche auswirken, vermuten die Forscher. Denn mit Hilfe dieses Tanzes erklären die vom Honigsammeln heimgekehrten Bienen den im Bienenstock Zurückgebliebenen, wo sie ertragreiche Nektarquellen finden. ... wissenschaft.de

Lemur mit 'Federzunge' entdeckt
Berlin: Ein amerikanischer Wissenschaftler hat auf Madagaskar eine offenbar neue Lemuren-Art entdeckt.

Eine genetische Analyse muss den Fund noch bestätigen. Der unbekannte Lemur wurde vom Primatologen Russ Mittermeier in der Region Daraina im Nordosten Madagaskars entdeckt. Das Tier hat eine besondere, federartige Struktur unter seiner Zunge, die ihm wahrscheinlich zum Sammeln von Nektar dient. ... (Update: 11.12.2011) dnews.de

Süßwasser, Meere & Küsten: Wie lässt sich Patient Ems wiederbeleben?
Experten diskutieren Möglichkeiten der Renaturierung bei WWF-Konferenz in Emden

Berlin: Wie lässt sich die Mündungsregion der Ems ökologisch wiederbeleben? Dieser Frage widmet sich heute eine Konferenz der Umweltschutzorganisation WWF in Emden. Experten aus dem In- und Ausland erörtern mit Akteuren aus der Region, Verwaltung und Umweltverbänden vorhandene und neue Ideen zur Sanierung der Unterems. Auf der Suche nach Lösungen werden Erfahrungen aus anderen europäischen und deutschen Ästuaren ausgewertet und auf die Ems übertragen. Ein zu niedriger Sauerstoffgehalt und zunehmende Verschlickung zählen nach WWF-Angaben zu den größten Problemen im Mündungsbereich des Flusses, der als europäisches Naturschutzgebiet ausgewiesen wird. Hauptursache für die ökologischen Probleme sind &xnbsp;Ausbauten und Baggerungen für die Überführung großer Kreuzfahrtschiffe von Papenburg nach Emden. ... wwf.de

13.12.2010 TV-Tipp: Die Energiemacher - Eine Region erzeugt selbst Wärme und Strom
Ein Film von Karin Haug

Sebastian Damm verbringt seine Arbeitszeit auf Feldern mit chinesischem Schilfgras, im Holzhackschnitzelwerk und auf Müllplätzen. Der agile 31-Jährige ist im Schatten des Kernkraftwerkes Obrigheim aufgewachsen und berät heute Menschen bei der Bioenergie. Er ist Energiemanager für die drei Landkreise Hohenlohe, Odenwald und Tauber - HOT genannt. Mit Hilfe von Sebastian Damm wollen die Landkreise ebenso viel Energie herstellen wie sie auch verbrauchen. Das heißt "Nullemission". Seit einem Jahr sind die HOT-Landkreise eine der Modellregionen des Bundes - das gibt Fördergelder, schafft aber auch eine hohe Verpflichtung.
Ziel ist die Energieunabhängigkeit. Sebastian Damm ist Triebfeder, Vermittler und Werbeagentur: Wenn ein Metzgermeister chinesisches Schilfgras zum Heizen anbaut, ein Landwirt auf neuartige Energiepflanzen für Biogasanlagen umstellt oder das Müllsystem von Rosenberg umgestaltet wird. Jetzt ist Halbzeit in dem Projekt und Sebastian Damm muss eine Zwischenbilanz vorlegen. Denn die Energiewende soll die Arbeitsplätze und die landwirtschaftlichen Betriebe erhalten. phoenix.de

Sendetermine:
Mo, 13.12.10, 16.00 Uhr & um 18.00 Uhr

Alles eine Folgeerscheinung der großen Gier nach dem Öl:
Ölrausch im dreckigen Delta - US-Depeschen zu Nigeria
Ölkonzerne beuten die reichen Quellen im Nigerdelta aus - und bekommen es mit Piraten, Rebellen und korrupten Politikern zu tun. US-Depeschen zufolge ist es unter einheimischen Studenten sogar üblich, sich in Semesterferien als Kidnapper zu verdingen. Szenen aus einer mafiösen Schattenwelt.
... spiegel.de

Klima-Kompromiss: Wenig mehr als nichts in Cancún
Die positive Nachricht zuerst: Der Klimagipfel in Cancún ist nicht gescheitert. Gemeinsam haben sich die Regierungschefs trotz aller Widerstände auf eine gemeinsame Linie geeinigt. Von einem Durchbruch kann dennoch keine Rede sein.

Cancún: Die erste Euphorie über die beim Klimagipfel in Cancún am Samstag in letzter Minute erzielten Kompromisse ist bereits verflogen. Wirtschaft, Wissenschaft und verschiedene Umweltverbände bewerten die Ergebnisse zurückhaltend.
Die internationale Staatengemeinschaft hatte sich in Cancún zu einer Reihe von Beschlüssen im Kampf gegen die Erderwärmung durchgerungen. So einigten sich die Delegierten auf Details eines Hilfsfonds für arme Länder und einen besseren Waldschutz. Die Verhandlungen über ein Nachfolgeabkommen für das Ende 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll wurden allerdings vertagt. Das Kyoto-Protokoll schreibt einer Reihe von Industriestaaten rechtlich verbindlich bestimmte Emissionsreduktionen vor und stellt den Kern des Klimaschutzes unter UN-Regie dar. ... h-blatt.com

Forscher: Wärmster je gemessener November
Potsdam (12.12.2010): Der vergangene Monat war nach Forscherangaben mit Abstand der wärmste November seit Beginn der weltweiten Messungen. ... (Update: 11.12.2011) dnews.de

Einziger Querschläger: Bolivien will Klima-Kompromiss gerichtlich stoppen
Buenos Aires/La Paz/ Cancún (dpa; vom 12.12.2010): Bolivien will nach seiner gescheiterten Blockade das beim Weltklimagipfel in Cancún vereinbarte Klimaschutzpaket nun vor Gericht stoppen.

„Wir werden vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag gegen den Text von Cancún klagen“, zitierte die bolivianische Regierungszeitung El Cambio am Sonntag den UN-Botschafter des südamerikanischen Landes, Pablo Solón. Das Klimapaket von Cancún war von allen anderen 193 Teilnehmerstaaten abgesegnet worden. Nur Bolivien sträubte sich, weil dem südamerikanischen Land die Anstrengungen zum Klimaschutz nicht weit genug gehen. ... sueddeutsche.de

Klimaschutz & Politik: WWF zu den Ergebnissen von Cancún - "Es geht also doch"
Cancún/Berlin (vom 11.12.2010): Die Klimaverhandlungen in Cancún sind soeben zu Ende gegangen. Die Regierungen haben sich im Vorlauf zur entscheidenden Klimakonferenz in Durban (Südafrika) im kommenden Jahr zu einer Reihe von Beschlüssen verpflichtet.
Die Ergebnisse von Cancún kommentiert Regine Günther, Leiterin Klima- und Energiepolitik der Umweltstiftung WWF:
"Heute hat die internationale Gemeinschaft bewiesen, dass sie doch in der Lage ist, gemeinsam wichtige Schritte gegen den Klimawandel einzuleiten. Mit der Übereinkunft von Cancún wurde eine gute Grundlage für die kommenden Klimaverhandlungen in Südafrika gelegt. Jetzt liegt der Ball wieder im Feld der einzelnen Staaten, die Beschlüsse durch entschiedenes Handeln mit Leben zu füllen. Dies bedeutet für die EU, schnellstmöglich die CO2- Reduktionsziele bis 2020 von 20 auf 30 Prozent zu erhöhen." ... wwf.de

11.12.2010 TV-Tipp: BBC Exklusiv - Unsichtbare Welten - 22:05 Uhr - 00:05 Uhr auf VOX
Das menschliche Auge ist ein absolutes Präzisionswerkzeug. Ein Wimpernschlag dauert weniger als 100 Millisekunden und trotzdem entzieht sich im Alltag Vieles unseren Blicken. Manche Phänomene ereignen sich außerhalb des sichtbaren Spektrums, sie passieren innerhalb von Sekundenbruchteilen oder sie sind zu langsam, als dass wir sie wahrnehmen könnten. Das Spektrum reicht von seltsamen Wetterphänomenen bis zu einzigartigen Wärmebildaufnahmen aus der Tierwelt: 'Unsichtbare Welten' enthüllt mit zum Teil eigens entwickelten Aufnahmetechniken so manches Geheimnis der Wissenschaft. Das Ergebnis sind überraschende Einsichten in bisher unbekannte Naturphänomene: Blitze, die sich von unten nach oben entladen, Schockwellen von Explosionen, die Tonnen von Gestein in die Luft jagen, Wasserblasen, die Metall zerstören können, und Pilzsporen, die schneller als ein Düsenjet durch die Luft katapultiert werden. ... vox.de

Details: dctp SPECIAL; Dokumentation;
Großbritannien 2010; Länge: 120 Minuten

Klimawandel aktuell: Hitzerekorde vor allem an der Nordsee
Physiker berechnen Zusammenhang zwischen Klimaerwärmung und Temperaturrekorden Der heißeste Sommer – der heißeste Tag: Temperaturrekorde scheinen fast schon die Regel. Doch gibt es sie tatsächlich immer häufiger? Und wenn ja: Haben die Hitzerekorde etwas mit der Klimaerwärmung zu tun? Dies haben jetzt Kölner Forscher in einer neuen Studie untersucht. Ergebnis: Die Hitzeextreme haben in den letzten 30 Jahren mit der steigenden Erwärmung zugenommen. Etwa fünf heißeste Tage mehr pro Jahr hat uns die Klimaerwärmung in diesem Zeitraum beschert. ... scinexx.de

Apfelschnecke: Abschreckend bunt
Schnecken-Eier bereiten Fressfeinden Verdauungsprobleme

Selbst der gefräßigste Räuber sollte besser seine Finger von den Eiern der Apfelschnecke (Pomacea canaliculata) lassen: Sie enthalten neben einem starken Nervengift auch noch einen gefährlichen Farbstoff. Letzterer verleiht ihnen nicht nur ihre typische grell rosa Farbe, sondern sorgt zusätzlich dafür, dass es Fressfeinden schlecht ergeht - er hemmt Enzyme im Magen der Eierdiebe und stört damit deren Verdauung, wie argentinische Forscher nun herausgefunden haben. Eine derartige Schutzstrategie war bisher nur von Pflanzen bekannt. Die Apfelschnecke ist damit das erste Tier, bei dem dieser Abwehrmechanismus nachgewiesen wurde. ... wissenschaft.de

10.12.2010 Golf von Mexiko: Trügerische Normalität nach dem Öl-Inferno
Tote Korallen, zerstörte Austerngründe: Öl und Chemie verseuchen weiter die Tiefsee vor Louisiana. Viele Folgen bleiben unerforscht, weil das Geld fehlt. ... zeit.de

Zoologie: Auch kleine Zugvögel setzen auf Gleitflug
Studie: Bienenfresser werden beim Segeln nicht langsamer und sparen sogar mehr Kraftreserven als größere Arten

Große Zugvögel wie Störche sparen auf ihrem Flug Kraftreserven, indem sie auf thermischen Strömungen dahinsegeln. Bei kleineren Zugvögeln war dieses Verhalten bisher nicht bekannt. Jetzt haben Wissenschaftler jedoch herausgefunden, dass auch Arten wie der europäische Bienenfresser Merops apiaster zeitweise im Gleitflug fliegen. ... scinexx.de

„O du fröhliche ...“ - Weihnachten als Umweltproblem?
Wo gibt's in Deutschland Weihnachtsbäume?

Überall, doch wenn schon Weihnachtsbäume, dann bitte aus ökologischer Waldwirtschaft oder aus anerkannt ökologischen Weihnachtsbaumkulturen, empfiehlt Roobin Wood. ... robinwood.de

Japan gegen Kyoto-Nachfolger - Konferenz vielleicht bis Samstag
Cancún (dpa): Beim Klimagipfel in Cancún hat Japan in der Nacht zum Freitag erneut seine Ablehnung eines Kyoto-Nachfolgeabkommens verteidigt, aber weitere Verhandlungsbereitschaft gezeigt. "Ein Nachfolgeabkommen ist kein effektiver Weg, um den Klimawandel zu bekämpfen", sagte der japanische Delegierte Akira Yamada am Freitagabend. Es umfasse nur 27 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen. ... greenpeace-magazin.de

Wälder: Schlechtes Holz in den Hütten
WWF-Unternehmensbefragung 2010: Etliche Händler mit fragwürdigen Tropenholzprodukten

Berlin: Unternehmen in Deutschland bieten ihren Kunden immer noch Holzprodukte an, die aus illegalem Holzeinschlag stammen könnten. Das ist das Ergebnis der aktuellen WWF-Unternehmensbefragung. Bei Stichproben fand der WWF bei etlichen Unternehmen Tropenholzprodukte ohne FSC-Zertifikat, das illegalen Holzeinschlag ausschließt. Besonders erschreckend: Mehrere Unternehmen machten falsche Angaben oder konnten nichts zur Herkunft oder Holzart ihrer Produkte sagen. „Die Firmen kaufen munter Holz und Holzprodukte, ohne eine Ahnung zu haben, ob sie damit Wälder zerstören“, sagt WWF-Experte Johannes Zahnen. „Das ist skandalös. Die Einkaufspolitik deutscher Unternehmen muss sich radikal ändern.“ ... wwf.de

"Kleinstaaterei": Oettinger will Energiepolitik zur Europasache machen
Der neue EU-Energiekommissar Günther Oettinger fordert Medienberichten zufolge eine länderübergreifende Lösung in der Energiepolitik. Gerade was die erneuerbaren Energien angeht, müsse in Europa stärker zusammengearbeitet werden. Der Ausbau der Stromnetze sei eine wichtige Voraussetzung. ... strom-magazin.de

Eine weise Entscheidung, doch wohin damit?:
Röttgen verbietet Atomtransport nach Russland

Umweltminister Röttgen (CDU) hat die Genehmigung für den umstrittenen Atomtransport nach Russland verweigert. Laut Röttgen könnten in der russischen Wiederaufarbeitungsanlage Majak die 951 Brennelemente nicht schadlos verwertet werden. Deshalb sei es "gegenwärtig" nicht möglich, die Brennstäbe dort aufzuarbeiten. ... strom-magazin.de

09.12.2010 Der Preis der Macht
Dominante Schimpansen sind häufiger Opfer von Parasiten

Aggressive Schimpansen-Männchen (Gattung: Pan) haben nicht nur einen höheren sozialen Status, sondern auch mehr Parasiten. Das haben US-amerikanische Forscher in einer Studie herausgefunden, in der sie zum einen das Dominanz-Verhalten männlicher Schimpansen beobachtet und zum anderen sowohl den Testosteron-Spiegel als auch den Darmparasitenbefall der einzelnen Affenmännchen bestimmten. Ergebnis: Je mehr Testosteron ein Männchen im Blut hat, desto höher ist sein sozialer Rang - und desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass das Tier von Parasiten geplagt wird. Verantwortlich dafür könnte ein durch das Geschlechtshormon geschwächtes Immunsystem oder aber der bei den dominanten Tieren intensivere Kontakt zu den anderen Tieren der Gruppe sein. ... wissenschaft.de

Microbiologie: Meeresflocken überraschen
Forscher Kohlenstofftransport im Ozean: Auf die Flockengröße kommt es an

Forscher haben Transportprozesse im Meer untersucht und sind dabei auf ein überraschendes Verhalten poröser Flocken aus abgestorbenem organischen Material gestoßen, das die Bilanzierung des Kohlenstofftransports wesentlich beeinflussen könnte. ... scinexx.de

Energieverbrauch bei Balaenoptera musculus: Gefräßige Meeresgiganten
Schon ein Maul voll Nahrung liefert Blauwalen riesige Kalorienmengen

Blauwale nehmen den Mund buchstäblich ziemlich voll: Mit einem einzigen Schluck Nahrung nehmen die Meeressäuger schon bis zu 480.000 Kilokalorien zu sich - etwa 240 Mal so viel, wie ein Mensch durchschnittlich am Tag benötigt. Das haben Biologen mit Hilfe von Hochrechnungen herausgefunden, als sie den Energieverbrauch der Meeresgiganten untersuchten. Wofür die Tiere diese immense Energiemenge benötigen, ist bislang allerdings nicht ganz klar - für die Beutezüge an sich würde ein Bruchteil der Kalorien ausreichen. Möglicherweise brauchen die Tiere jedoch die zusätzliche Energie, um trotz ihres weit geöffneten und mit Wasser gefüllten Mauls ihre massiven Körper beschleunigen zu können. ... wissenschaft.de

08.12.2010 Welt am Sonntag: Fluch des Öls
Das Ogoniland im Süden Nigerias ist ein Friedhof: der Kampf um das Öl hat die Natur zerstört. Zurückgeblieben sind Menschen, die sich mit illegalen Raffinerien ein Stück vom entgangenen Reichtum sichern wollen

Diese Stille. Irgendwann dringt sie ins Bewusstsein. Fast jeden Ort begleiten ein paar Geräusche, doch am Ufer des Bodo-Jetty-Flusses ist es einfach nur still. Grabesstill. Morastiges Öl hat das Wasser zu einer schmierig glänzenden Sumpflandschaft gemacht, und es wirkt fast so, als sei nicht nur das Leben in diesem Nass erstickt, sondern auch das darüber. Die frei gespülten Wurzeln der Mangrovenbäume sind mit klebrigem Schwarz umhüllt, die Vögel verscheucht. Das Ogoniland im Süden Nigerias ist unter einer gigantischen Öllache versunken. ... welt.de

Die gute Nachricht des Tages: Zahl der Berggorillas ist wieder gestiegen
Nairobi/Kigali (dpa): Eine „Volkszählung“ bei den Berggorillas in Afrika gibt Anlass zu neuen Hoffnungen für die bedrohten Menschenaffen. Die Zahl der Tiere in den Vulkanbergen des Virunga-Massivs im Grenzgebiet zwischen Kongo, Ruanda und Uganda ist auf 480 gestiegen, teilte eine Sprecherin des Naturschutzbündnisses GVTC in Kigali mit. Das sind 100 Tiere mehr als noch vor sieben Jahren. Die im Frühjahr gezählten Gorillas leben in 36 Familiengruppen. ... greenpeace-magazin.de

Aus dem Greenpeace-Newsletter: Welcher Fisch darf auf den Teller? greenpeace.de
Liebe Umweltschützerin, lieber Umweltschützer,

essen Sie gerne Fisch, aber möchten dies bewusst und verantwortungsvoll tun? Greenpeace hat letzte Woche erneut den Ratgeber „Fisch – beliebt, aber bedroht“ veröffentlicht. Sie können ihn ab sofort bei uns bestellen. In diesem Newsletter will ich Ihnen erläutern, welche Bewertungskriterien für die Listung innerhalb des aktuellen Fisch-Ratgebers herangezogen werden.

Für diese 5. Auflage haben wir den Umfang unserer Recherchen nochmals erhöht. Insgesamt wurden 80 Fischarten untersucht und bewertet, die sich wiederum in 380 Wildfischereien und Aquakulturen aufteilen. ...

Greenpeace-Ratgeber kostenlos bestellen: service.greenpeace.de

07.12.2010 Geringe Überlebenschance: Einzigartige Albinos entdeckt
Blauflügel-Kookaburras (Dacelo leachii) ohne blaue Flügel haben Wanderer in Australien entdeckt. Die beiden Jungvögel sind völlig weiß und haben rote Augen - Albinos. Das von dem Deutschen Harry Kunz gegründete Eagles Wildlife Hospital in der Nähe von Ravenshoe etwa 170 Kilometer südwestlich von Cairns kümmert sich jetzt um die Tiere. Die Mitarbeiter glauben, dass noch nie Albinos dieser Eisvogelart gefunden wurden. Sie hätten in der Wildnis kaum Überlebenschancen. ... n-tv.de

Klima aktuell: Brasilien ist Klimaschutz-Weltmeister
Klimaschutz-Index 2011: Nationaler Klimaschutz erstmals besser als internationale Klimapolitik

Germanwatch und CAN Europe haben gestern auf dem Klimagipfel in Cancún ihren Klimaschutz-Index (KSI) 2011 vorgestellt. Ergebnis: Die ersten drei Plätze blieben erneut frei. Diese sind reserviert für Länder, die genug Klimaschutz umsetzen, um unterhalb der globalen Erwärmung von 1,5 Grad Celsius zu bleiben. ... scinexx.de

Shark Severs Kampagne: Das Entsetzen über das grausame Hai-Finning
Campaingn Video from Shark Severs: "I Pledge Not to Eat Shark Fin Soup" (in english)




Wälder & Klimaschutz: Warten auf poltischen Hurrikan
Halbzeit bei der UN Klimakonferenz in Cancún (vom 06.12.2010)

Berlin, Cancún: Die Hurrikan-Saison am Golf von Mexiko geht gerade zu Ende. Auf einen politischen Sturm, der frischen Wind in die festgefahrenen Verhandlungen bringen könnte, wartet man bislang allerdings vergeblich. „Die erste Woche verlief erwartungsgemäß unspektakulär“, zieht Regine Günther, Leiterin des Bereichs Klima- und Energiepolitik beim WWF Deutschland eine erste Bilanz. Trotzdem erwartet der WWF, dass es mit Eintreffen der Minister in dieser Woche zumindest in Teilaspekten vorangeht.
Das im Kopenhagen-Accord formulierte Ziel, die globale Erwärmung auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen, müsse auch formal bestätigt werden. ... wwf.de

Weitere Informationen zum Thema:
Kann Cancún mehr als Kopenhagen? Themenseite zur UN-Klimakonferenz in Mexiko

REDD: Waldschutz ist Klimaschutz REDD (Reducing Emissions from Deforestation and Degradation - Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und Schädigung von Wäldern.

06.12.2010 TV-Tipp: Kaltblütig - Meister der Anpassung
Die Überlebenskunst der Reptilien und Amphibien, heute 19:30 - 20:15 Uhr auf ARTE

Der bekannte britische Naturfilmer Sir David Attenborough berichtet von der einzigartigen Überlebenskunst der Reptilien und Amphibien - einer Tiergruppe, die Eiszeiten und Massensterben überdauert hat, die es schon seit Millionen von Jahren gibt und die den Säugetieren und Vögeln zahlenmäßig weit überlegen ist. Dieses naturgeschichtliche Filmepos vervollständigt David Attenboroughs filmisches Wirken über das Leben auf unserem Planeten, das 1979 mit Life on Earth begann. Die erste Folge zeigt die Vielfalt von Reptilien und Amphibien, ihre Brutpflege und ihre Kommunikationsformen. Dass sie die Sonne als Energiequelle nutzen, ist dabei nur eines der Geheimnisse ihrer Lebensweise, die sich von denen der Säugetiere, Vögel und Fische stark unterscheidet. ... arte.tv

Wiederholung:
13.12.2010 um 14:00 Uhr
Kaltblütig - (Grossbritannien, 2008, 43mn)
WDR - Regie: Miles Barton

Klimagipfel: Großer Druck für Ministerrunde in Cancún
Cancún (dpa): Der Erfolgsdruck auf dem Klimagipfel in Cancún wächst. Um den Verhandlungsverlauf zu beschleunigen, setzte Konferenzpräsidentin Patricia Espinosa am Sonntag (Ortszeit) für die wichtigsten Themenbereiche jeweils zwei Minister ein - je einen aus einem Industrie- und einem Entwicklungsland. So werden sich Großbritannien und Brasilien besonders um das Thema Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls kümmern.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) wird am Dienstag erwartet, wenn die offizielle Ministerrunde beginnt.
Gegen eine Fortsetzung des Kyoto-Prozesses hatte sich eine Gruppe um Japan in scharfer Form ausgesprochen und damit insbesondere die Entwicklungsländer brüskiert. Letztere bestehen auf einer Weiterführung des verbindlichen Abkommens. Weitere Ministerpaare sind zum Beispiel Neuseeland und Indonesien für den Bereich Reduktionsziele sowie Australien und Bangladesch für Finanzen.
Verhandlungsleiterin Espinosa bekräftigte ihre Vorgehensweise, weiter alles transparent zu verhandeln. "Es wird keinen separaten oder parallelen Ministerprozess geben", sagte sie bei dem informellen Treffen, zu dem bereits zahlreichen Minister angereist waren.
Bundesumweltminister Röttgen warnte vor zu hohen Erwartungen an die Klimaverhandlungen. Es müsse versucht werden, die unverbindlichen Vereinbarungen von Kopenhagen in kleinen Schritten umzusetzen, sagte der CDU-Politiker dem Deutschlandfunk. Ganz vorne stehe das Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu beschränken.
Röttgen zeigte sich zuversichtlich, dass es in einzelnen Bereichen Fortschritte geben werde. Als Beispiele nannte er den internationalen Waldschutz, die Technologiekooperation zwischen den Industrie- und Entwicklungsländern sowie die langfristige Finanzierung von Umweltschutzmaßnahmen in den Entwicklungsländern.
Ein Hauptstreitpunkt in Cancún ist zudem, welche Form ein künftiges Abkommen haben sollte. Diskutiert wird ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll, eine andere Vereinbarung oder zwei parallele Verträge. greenpeace-magazin.de

Welt: EU-Pläne für Erneuerbare Energie
Berlin (dpa): Die EU-Kommission will Deutschland nach einem Bericht der Zeitung die Welt dazu zwingen, die Energiepolitik europäischer zu gestalten. Milliarden Euro könnten gespart werden, wenn die EU-Staaten erneuerbare Energien als Handelsware auf dem Binnenmarkt nutzen würden statt nur auf ihrem eigenen nationalen Markt, heißt es in einem Entwurf der EU-Kommission, aus dem die Zeitung in ihrer Montagausgabe zitiert.
Energiekommissar Günther Oettinger dränge die 27 Mitglieder dazu, die Finanzierung umweltfreundlicher Energiegewinnung, etwa durch Solar- und Windkraftanlagen, über nationale Grenzen hinaus und damit Kosten sparend zu konzipieren. Nach Berechnungen europäischer Wissenschaftler könnten so bis zum Jahr 2020 rund 100 Milliarden Euro gespart werden, wenn beispielsweise Sonnenkraft aus dem Süden der Union und Windkraft aus der Nordsee europaweit vertrieben würde. europeonline-magazine.eu

Klimagipfel: Röttgen warnt vor zu hohen Erwartungen an Cancún
Berlin (dpa): Umweltminister Norbert Röttgen hat vor zu hohen Erwartungen an die Klimaverhandlungen in Cancún gewarnt. Man müsse versuchen, die unverbindlichen Vereinbarungen von Kopenhagen in kleinen Schritten umzusetzen. Ganz vorne stehe das Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu beschränken, sagte Röttgen dem Deutschlandfunk. Er glaubt aber an Fortschritte in einzelnen Bereichen. Als Beispiele nannte er den internationalen Waldschutz und die langfristige Finanzierung von Umweltschutzmaßnahmen in den Entwicklungsländern. ... focus.de

Innere Uhr: Wie Mäuse zu Eulen werden
In Tierversuchen belegt: Die Tageslänge zu Beginn des Lebens beeinflusst die innere Uhr nachhaltig

Winter- oder Sommerkinder: Die Tageslänge, die während der ersten Lebensmonate eines Menschen vorherrscht, könnte einen nachhaltigen Einfluss auf seine innere Uhr haben. Diesen Zusammenhang legen Studienergebnisse US-amerikanischer Forscher nahe, die die Wirkung unterschiedlicher Tageslängen auf Mäusebabys untersucht haben. Versuchstiere, die in winterlich kurzen Lichtphasen aufwuchsen, zeigten demnach im späteren Leben eine zeitlich nach hinten verschobene Tagesaktivität. Die Forscher vermuten einen ähnlichen Effekt auch beim Menschen. Dies könne eine Erklärung für saisonal bedingte Depressionen und das möglicherweise auch für das beobachtete häufigere Auftreten von Schizophrenie bei wintergeborenen Menschen sein. ... wissenschaft.de

Riesenschildkröte gefährdet: US-Reptil frisst Futter weg
Die Riesenweichschildkröten gehören zu den am stärksten bedrohten Schildkrötenarten. Es gibt vermutlich nur noch wenige Exemplare. Und die werden von sehr anpassungsfähigen Eindringlingen bedroht. ... n-tv.de

05.12.2010 TV-Tipp: ZDF.umwelt - aus Cancun: Die Rettung des Weltklimas - nächster Versuch
Sondersendung zur UN-Klimakonferenz in Mexiko, 13:25 - 13:50 Uhr im ZDF
(Update: 11.12.2011) zdf.de

TV-Tipp: ZDF.umwelt - Wie viel Klimaschutz will China?
Spätestens seit der Klimakonferenz in Kopenhagen vor einem Jahr ist klar: China und Amerika als die größten Emittenten von Treibhausgasen blockieren das Zustandekommen eine Kyoto-Folgeabkommens. Nach dem Ausgang der amerikanischen Zwischenwahlen ist von der Obama-Administration auch nicht mehr Engagement zu erwarten. Die Hoffnung richtet sich also auf die Chinesen. Werden sie einen neuen Beitrag zum Klimaschutz leisten? Im mexikanischen Cancun, dem Ort der laufenden 16. UN-Klimakonferenz, sprach unser Moderator Volker Angres mit dem Chef-Verhandler der chinesischen Delegation, Su Wei. (Update: 10.12.2011) zdf.de

04.12.2010 TV-Tipp: Tödliches Tierreich - Schlangen
heute 15:05 - 16:00 Uhr auf N-TV

Der Angriff einer Schlange ist blitzschnell, treffsicher und für ihre Opfer tödlich. Doch so simpel ein Schlangenbiss auch erscheinen mag - seine Perfektion benötigte Jahrmillionen und ist eine Verkettung hochkomplexer Vorgänge. Mit Hilfe spektakulärer Computeranimation und Hochgeschwindigkeitsaufnahmen zeigt diese Reportage wie ein Schlangenangriff abläuft und macht erstmals für das menschliche Auge sichtbar, was in der Natur lediglich einen Bruchteil von Sekunden lang dauert. n-tv.de

Deutschem Spinnenschmuggler drohen 20 Jahre Haft
Nach neunmonatigen Ermittlungen ist ein Spinnenschmuggler aus NRW US-Ermittlern ins Netz gegangen. Ihm droht eine harte Strafe.

Die US-Behörden haben einen Deutschen festgenommen, der hunderte Vogelspinnen ins Land geschmuggelt haben soll. Der 37-Jährige aus Nordrhein-Westfalen sei am Donnerstag bei seiner Ankunft in Los Angeles gefasst worden, teilte die Staatsanwaltschaft in der kalifornischen Stadt am Freitag mit. Er habe dort einen vermeintlichen Kontaktmann treffen wollen. Dem Spinnenschmuggler, der teils durch das Washingtoner Artenschutzabkommen geschützte Spinnensorten vertrieb, drohen nun 20 Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von 250.000 Dollar (knapp 189.000 Euro).
Der Festnahme gingen den Angaben zufolge neunmonatige Ermittlungen unter dem Codenamen Operation Spiderman voraus. Anlass war der Fund eines Pakets mit 300 lebenden Vogelspinnen durch den US-Zoll im März. Die Ermittler gaben sich darauf selbst als Interessenten aus und bestellten weitere Spinnen. Nachdem der Mann aus Wachtberg sich offenbar zunächst weigerte, persönlich in die USA zu reisen, konnten die Ermittler ihn schließlich doch in ihr Netz locken. Der Spinnenschmuggler soll mit Verkäufen von Spinnen in etwa ein dutzend Länder bisher rund 300.000 Dollar verdient haben. welt.de

03.12.2010 Deepwater Horizon: Für BP ist viel weniger Öl ins Meer geflossen
Der britische Konzern BP geht auf Konfrontation zur US-Regierung – und bringt andere Zahlen zur Menge des ausgelaufenen Öls ins Spiel.

Der britische Ölkonzern BP hat Zweifel an der Schätzung der US-Regierung zur Menge des bei der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ausgetretenen Öls. Die Anwälte des Konzerns seien der Meinung, dass die Einschätzung der Regierung um 20 bis 50 Prozent zu hoch sei, hieß es am Freitag aus Kreisen der von Präsident Barack Obama eingesetzten Untersuchungskommission.
Für BP würde eine entsprechende Korrektur der Ölmenge eine Milliardenersparnis bedeuten, da die Höhe der Strafen nach ausgeflossenen Litern berechnet wird. ... welt.de

TV-Tipp: Ritt durchs Riff - Auf den Spuren der Seepferdchen
19.30 – 20:15 Uhr (Deutschland, 2010, 43mn) WDR; Regie: Sigurd Tesche auf ARTE

Seepferdchen zählen zu den skurrilsten Bewohnern der Meere. Die filmische Reise auf den Spuren der zu den Fischen zählenden Lebewesen führt in die schönsten Unterwasserparadiese der Erde. Dabei kommen nicht nur Seepferdchen vors Objektiv, sondern die ganze Palette der farbenfrohen und formenreichen Bewohner der besuchten Riffe, Seegraswiesen und Schiffswracks. Filmemacher Sigurd Tesche gelangen beeindruckende Verhaltensstudien, die seine Aufnahmen zu einem herausragenden Dokument einer akut bedrohten Welt machen. ... (Update: 12.12.2011) arte.tv
Wiederholung - Ritt durchs Riff:
10.12.2010 um 14:00 Uhr

Überfischung & Ausbeutung der Meere: Die Fischgründe sind weltweit ausgereizt (erschöpft)
Systematisch hat die Fischerei in den vergangenen Jahrzehnten ihre Fanggründe ausgeweitet. Nun stößt sie an ihre Grenzen. Schutz für überfischte Gebiete gibt es kaum.

Mit 90 Millionen Tonnen gefangenem Fisch erreichte die kommerzielle Fischerei in den späten 1980er Jahren ihren Höhepunkt. Seitdem steigen die Fangmengen, die Fischer weltweit jedes Jahr aus den Ozeanen ziehen, nicht mehr. Und diese extreme Ausbeutung der Meere hat ihren Preis: Nicht etwa Schutzmaßnahmen halten die Fangquote konstant, sondern "wir haben schlicht keinen Raum mehr, um die Fischereigewässer auszudehnen", sagt Wilf Swartz vom Fischereizentrum der Universität von British Columbia in Vancouver (Kanada). ... zeit.de

Wälder & Weihnachten: TV-Star Nina Eichinger - kauft Öko-Weihnachtsbäume!
Moderatorin wirbt mit WWF-Tattoo für giftfreie FSC-zertifizierte Weihnachtsbäume

Berlin: Die TV-Moderatorin Nina Eichinger ruft für den WWF zum Kauf umweltfreundlicher Weihnachtsbäume mit dem FSC-Siegel auf. Mit Fotos, auf denen sie unter anderem mit einem tätowierten WWF-Panda zu sehen ist, wirbt der aus der Sendung „DSDS“ bekannte TV-Star für eine Stille Nacht ohne böse Folgen für die Umwelt.
„Für mich ist es unglaublich wichtig, dass ich einen Baum aus einem nachhaltig bewirtschafteten Wald habe. So habe ich die Garantie, dass die Natur intakt bleibt. Ich habe lieber eine leicht schiefe Tanne dafür aber ohne Gift. Mit dieser Gewissheit lässt sich das herrliche Tannen Aroma im Wohnzimmer doch ganz anders genießen!“ so Nina&xnbsp; Eichinger. ... wwf.de

Madagaskars Wälder retten: Ein Paradies in Gefahr
Die Vereinten Nationen haben 2011 zum Internationalen Jahr der Wälder erklärt, um auf die rasante Vernichtung der Wälder und die Folgen für Mensch und Natur aufmerksam zu machen. Madagaskar ist eines der ärmsten Länder, hat eine der höchsten Abholzungsraten weltweit und ist Heimat einer einzigartigen Artenvielfalt: Alle hier lebenden Affenarten (wie Sifakas |Gattung: Propithecus], Lemuren [Teilordnung: Lemuriformes], Makis*), 99,6 Prozent der Amphibien, über 95 Prozent der Reptilien und fast 90 Prozent aller Pflanzen kommen nur hier vor. Sie haben eines gemeinsam: ihre Lebensgrundlage ist der Wald – und genau das wird ihnen nun zum Verhängnis. Denn der Wald auf Madagaskar verschwindet in erschreckendem Tempo. Vier Fünftel der auf der Insel geschlagenen Bäume werden als Brennholz genutzt. Um die verbliebenen Wälder vor Rodung zu bewahren und das Klima zu schützen, fördert Pro Wildlife den Einsatz von Solarkochern. ... prowildlife.de
* der großteil gehört der Unterordnung der Feuchtnasenaffen (Strepsirhini) an.

Fledertiere: Immun gegen tödliches Gift
Fledermäuse jagen gefährliche Skorpione

Fledermäuse der Art Otonycteris hemprichii haben eine Immunität gegen das in der Regel tödlich wirkende Gift verschiedener Skorpionarten entwickelt (z.B.: der Gelbe Mittelmeerskorpion [Leiurus quinquestriatus]). Das hat ein internationales Forscherteam durch Feld- und Laborstudien herausgefunden. Zuvor waren zwar bereits Überreste von Skorpionen in den Hinterlassenschaften von Fledermäusen gefunden worden, doch nun konnten die Wissenschaftler erstmals beobachten, dass die Säugetiere gar nicht erst versuchten, den Giftstacheln der Spinnentiere auszuweichen. Stattdessen nahmen die Fledermäuse sogar wiederholt Stiche ins Gesicht in Kauf, um ihre Beute in Kopf und Vorderleib zu beißen, bis diese sich nicht mehr regte. Anschließend verspeisten sie die Skorpione, oftmals einschließlich Stachel und Giftdrüse, berichten die Wissenschaftler um Marc Holderied von der University of Bristol. ... wissenschaft.de

Bakterienstamm GFAJ-1: Revolutionäre Entdeckung
Ein bizarres Bakterium kann Arsen statt Phosphor als elementaren Lebensbaustein nutzen

Die Erde besitzt ihre eigenen Aliens: Forscher haben ein Bakterium entdeckt (Stamm: aus der Familie: Halomonadaceae), das anstelle des lebenswichtigen Phosphors das giftige Element Arsen für die Produktion wichtiger Zellbausteine verwenden kann. Es überlebt dadurch die hohen Arsenkonzentrationen in dem Salzsee Mono Lake in Kalifornien. Mittels moderner Analysemethoden konnten die Wissenschaftler den Ersatz des Phosphors durch Arsen in vielen Zellbestandteilen dokumentieren, sogar beim Erbmaterial des skurrilen Bakteriums. Aus dieser Erkenntnis ergäben sich Schlussfolgerungen und Konsequenzen nicht nur für das irdische Leben, sondern auch für mögliche Lebensformen auf anderen Planeten: "Wenn ein Wesen unseres eigenen Planeten schon so etwas Unerwartetes tun kann, wirft das ein neues Licht auf die Möglichkeiten des Lebens generell", sagt Studienleiterin Felisa Wolfe-Simon vom astrobiologischen Institut der NASA in Kalifornien. ... wissenschaft.de

02.12.2010 Methylquecksilber: Umweltgift macht Vogelart schwul
London: Ein weit verbreitetes Umweltgift macht Weißeibisse (Eudocimus albus) homosexuell.
...
... Das Umweltgift reichert sich etwa in Raubfischen und Vögeln an und hat zahlreiche schädliche Wirkungen auf Wirbeltiere einschließlich des Menschen. (Update: 11.12.2011) dnews.de

Gruppenhaltung für Legehennen verboten
Karlsruhe: Das Bundesverfassungsgericht hat die sogenannte Kleingruppenhaltung für Legehennen untersagt. Das widerspreche dem Grundgesetz. ... tz-online.de

Stark umstrittene Energiepreise: Strompreise steigen trotz fallender Einkaufspreise
Mindestens jedem zweiten deutschen Haushalt wurden in den vergangenen Wochen höhere Strompreise mitgeteilt. Die Strompreise für private Verbraucher steigen seit Jahren stetig an. Gleichzeitig sind die Einkaufspreise für die Stromanbieter deutlich gesunken, was jedoch bei den Verbrauchern nie angekommen ist. ... strom-magazin.de

Heiler in Wurmgestalt
Mit Würmern gegen chronische Darmentzündung: Forscher entdecken das Wirkprinzip der Wurmkur

Forscher haben entdeckt, warum das gezielte Ansiedeln von Würmern im Darm chronische Darmentzündungen lindern kann: Die Parasiten erhöhen die Schleimproduktion und regen die Bildung von Eiweißen an, die die entzündeten Schleimhäute abheilen lassen. Das schließen die Wissenschaftler aus Untersuchungen eines Patienten mit der chronischen Darmentzündung Colitis ulcerosa. Sie hatten dazu Gewebeproben vor und nach der erfolgreichen Behandlung mit dem Peitschenwurm Trichuris trichiura verglichen. Bereits zuvor war der positive Effekt einer Wurmtherapie in Tierversuchen und kleineren klinischen Studien belegt worden, der Wirkmechanismus dahinter war allerdings bisher unklar. ... wissenschaft.de

Biodiversität: Weniger Tierarten - mehr Krankheitserreger
Artenvielfalt sichert die Gesundheit des Menschen

Der zunehmende Verlust der Artenvielfalt fördert die Verbreitung von Krankheitserregern und gefährdet so die Gesundheit des Menschen. Zu dieser Schlussfolgerung kommen US-amerikanische Forscher nach der Auswertung einiger früherer Studie zum Thema. Der Grund für den Anstieg der Infektionskrankheiten bestehe vor allem darin, dass sich dank des Aussterbens vieler Tiere und Pflanzen vor allem Organismen vermehren können, die die Verbreitung von Krankheitserregern direkt oder indirekt fördern. Betroffen seien dabei alle möglichen pathogenen (krankheitsauslösende) Organismen - Viren, Bakterien und auch Pilze, berichtet das Team um Felicia Keesing vom Bard College in New York. ... wissenschaft.de

Artenschutz: Den letzten Pandas auf der Spur
WWF-Kamerafalle knippst Pandabären im Naturschutzgebiet Yele.

Frankfurt: Zum ersten Mal ist es gelungen einen fotografischen Nachweis für die letzten lebenden Großen Pandabären (Ailuropoda melanoleuca) im Yele-Naturschutzgebiet in der chinesischen Provinz Sichuan zu erbringen. Drei Jahre lang mussten sich Ranger und Experten der Umweltschutzorganisation WWF gedulden, bis ein Großer Panda in eine der installierten Fotofallen tapste. „Es war schon lange bekannt, dass es eine kleine Panda-Population im Schutzgebiet gibt. Doch wir haben bisher keinen vor die Kamera bekommen. ... wwf.de

01.12.2010 TV-Tipp: Das Geheimnis der Pferdesprache -
Kommunikation zwischen Mensch und Tier, heute 16:50 bis 17:35 Uhr in ARTE

Die Dokumentation eröffnet neue (vielleicht Tierfreundlichere) Perspektiven des Reitens. Wenn der Reiter begreift, wie sein Pferd den Menschen wahrnimmt, ist das die Grundvoraussetzung für ein tiefes Vertrauensverhältnis. Dem Reiter soll es gelingen, das Pferd zu "verstehen" und damit eine Möglichkeit zur Kommunikation aufzubauen. ... arte.tv

Im Dezember "Happy Hour" im MEERESMUSEUM
Stralsund: Um die Wartezeit auf den Weihnachtsmann zu "versüßen", bietet das MEERESMUSEUM Stralsund vom 1. bis zum 23. Dezember 2010 wochentags zwei Stunden Museumsbesuch zum Spartarif an. Von Montag bis Freitag jeweils von 15 bis 17 Uhr gilt für jedermann der einheitliche Eintrittspreis von zwei Euro pro Person. Kinder bis einschließlich drei Jahre haben nach wie vor freien Eintritt.
Wer also einen schönen Nachmittag inmitten tropischer Aquarien verbringen möchte, der sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Insbesondere Großeltern und Enkel, Schüler und Studenten sowie Menschen mit kleinem Geldbeutel sind aufgerufen, mal wieder "Meer hinter Klostermauern" zu entdecken, um beim Betrachten der Meeresschildkröten, Haie und farbenfrohen Korallenfische den Alltag für eine Weile hinter sich zu lassen. meeresmuseum.de

Wissenschaft & Sammlungen: Schatzkammer des Lebens
Über 30 Millionen Objekte umfassen die Sammlungen des Berliner Naturkundemuseums. Abenteurer und Gelehrte haben diese seit dem 18. Jahrhundert aus allen Winkeln der Erde zusammengetragen. (Update: 11.12.2011) ardmediathek.de

Meteorologie: Kommt ein Jahrhundertwinter? (Trotz der Klimaerwärmung weiterhin möglich!)
Eiskalte Luft hat sich über Mitteleuropa gelegt – und viele Meteorologen fragen sich, ob der aktuelle Kaltluftvorstoß lediglich ein Vorgeschmack auf den Winter sein wird. Dabei spielt auch das Jahr 1709 eine Rolle. ... badische-zeitung.de

Klima und Wetter: Das Fieber steigt weiter
Immer mehr Hitzerekorde: Ursache ist tatsächlich die Klimaerwärmung

Die Zahl der Hitzerekorde in Europa und Nordamerika ist in den vergangenen 30 Jahren deutlich angestiegen – und zwar infolge des Klimawandels und nicht, wie mehrfach diskutiert, aufgrund eines natürlichen Statistikeffekts. Das haben die beiden deutschen Physiker Joachim Krug und Gregor Wergen von der Universität zu Köln jetzt in einer umfassenden Studie gezeigt. Allerdings seien deshalb nicht alle Rekorde ausschließlich auf die Klimaerwärmung zurückzuführen, schränken die Forscher ein: Natürliche Rekorde habe es immer gegeben und werde es immer geben. Besonders deutlich zeigt sich der Effekt der zunehmenden Klimaerwärmung in Frankreich und an der Nordsee - dort häuften sich die Rekorde in den vergangenen Jahren besonders stark. Die Wissenschaftler erwarten für die Zukunft eine weitere Zunahme von Rekordtemperaturen, berichtet die Universität zu Köln. ... wissenschaft.de

30.11.2010 Tiefsee: EU einigt sich auf Fangquoten für Tiefseefische
Brüssel: Die EU schützt weiter Tiefseefische. 2011 und 2012 werde es keine zusätzlichen Fangmöglichkeiten in EU-Gewässern und in internationalen Gewässern des Nordost-Atlantik geben, berichteten Diplomaten am Montagabend in Brüssel nach Beratungen der zuständigen EU-Minister.
Tiefseefische gelten generell als gefährdet, die sich sie langsamer fortpflanzen als andere Bestände. „Die negativen Auswirkungen der Tiefsee-Schleppnetzfischerei auf die Lebensräume am Meeresgrund und das Ökosystem (geben) weiterhin Anlass zur Besorgnis“, schrieb die EU-Kommission anlässlich der Verhandlungen. Wie die Diplomaten berichteten, bleiben die Fangquoten entweder stabil oder sinken. Der Fang von Tiefseehaien solle 2012 ganz eingestellt werden. nachrichten.ch

Archäologie & Klima: Verwirrte Flora
Steigende Wintertemperaturen verkürzen die Wachstumsdauer von Pflanzen

Warme Winter lassen möglicherweise nicht alle Pflanzen besser wachsen und gedeihen: Sie könnten bei einigen die Wachstumsperiode sogar verkürzen. Betroffen wären dabei speziell solche Gewächse, die für ihre Entwicklung ein Kältesignal benötigen, schließt ein internationales Forscherteam aus der Analyse von Wachstumsdaten und Klimawerten im tibetanischen Hochland. Obwohl vielen Pflanzen durch das zeitigere Einsetzen des Frühlings und den späteren Beginn des Winters dort eine längere Wachstumsphase geboten werde, zeige sich seit einigen Jahren ein negativer Trend, berichten die Wissenschaftler. Sie vermuten, dass auch in anderen Teilen der Erde irgendwann die Winter zu warm werden und sich dadurch die Wachstumsperioden verkürzen könnten. Über ihre Ergebnisse berichten die Wissenschaftler um Haiying Yu vom Kunming Institute of Botany in chinesischen Kunming. ... wissenschaft.de

Klimaschutz: Klimaschutz muss Fahrt aufnehmen
WWF fordert EU auf, Klimaschutzziele für 2020 ambitionierter zu gestalten

Berlin: Ab heute (29.11.2010) verhandeln im mexikanischen Cancún Vertreter von 193 Staaten, um auf der UN-Klimakonferenz ein globales Abkommen auf den Weg zu bringen. "Nach den mageren Ergebnissen der letzten Verhandlungsrunde ist es wichtig, dem politischen Prozess wieder anzustoßen. Auch die EU steht hier in einer besonderen Verantwortung, dass der internationale Klimaschutz wieder Fahrt aufnimmt", unterstreicht Regine Günther vom WWF Deutschland. Sie fordert, die europäischen Klimaschutzziele bis 2020 von heute 20 Prozent auf mindestens 30 Prozent zu erhöhen.
Auf dem Klimagipfel in Mexiko werden die Delegationen aller Voraussicht nach keinen globalen Klimavertrag mit klaren Verpflichtungen schaffen. Der WWF weist darauf hin, dass die Diskrepanz zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und der politischen Handlungsbereitschaft selten so groß war wie jetzt. Während die Hochrechnungen und Szenarien der Klimawissenschaftler immer belastbarere Daten liefern, die zeigen, dass das Ausmaß des Klimawandels noch immer unterschätzt wird, stagnieren die internationalen Verhandlungen "Nach Kopenhagen gab es keine wesentlichen Fortschritte. ... wwf.de

29.11.2010 TV-Tipp – Internet Stream: Steffens entdeckt - Amazonien - Grüne Lunge der Erde
Heute 18:45 – 19:30 Uhr im ZDFneoWelten

Beeindruckende Landschaften, unberührte Wildnis und faszinierende Tiere: Die Dokumentationsreihe Steffens entdeckt zeigt die letzten Paradiese der Erde. Moderator Dirk Steffens reist rund um die Welt - von Australien bis Patagonien, von Afrika bis Grönland. Er besucht ausgesuchte Nationalparks und trifft Menschen, die sich für den Erhalt der Natur einsetzen. Mit Forschern, Rangern und Umweltschützern spricht er über Klimawandel, Natur- und Tierschutz und fragt nach dem aktuellen Stand der Dinge, den Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten. Als eine Art "Praktikant des Fernsehens" ist er vor Ort und hilft bei der täglichen Arbeit - die Kamera begleitet ihn dabei. Keine Hochglanzbilder, keine Effekte - das Konzept der Sendereihe setzt auf direktes Fernsehen und Authentizität. "Steffens entdeckt" ist ein neuartiges Dokumentationsformat, das die Zuschauer mitnimmt, Wissen über die Naturregionen vermittelt und zugleich Mut macht, sich für ihren Erhalt einzusetzen. ... Update: 23.12.2011 zdf.de

TV-Tipp – Internet Stream: Verbotenes Paradies - Die Tiere von Pripjat
Ein Film von Marion Pöllmann, Peter Hayden und Pete Venn, um 15:15 – 16:00 Uhr im RBB

Die Sperrzone Pripjat gehört zu dem am stärksten kontaminierten Gebieten der Welt. Unweit von hier, in Tschernobyl, ereignete sich 1986 das bislang größte Reaktorunglück. Hier findet ein einmaliges Experiment statt: eine Welt ohne Menschen.
Seit die Menschen fort sind, sind Tiere und Pflanzen im Begriff, das Land zurückzugewinnen. Schritt für Schritt werden die verwahrlosten Gärten von der ungezügelt wachsenden Vorhut des Waldes eingenommen. Wo sich niemand um die Gebäude kümmert, schreitet der Verfall voran, alles vermodert und verrottet. Und noch bevor der Wald die Gärten vollständig erobert hat, tauchen jene Geschöpfe auf, derer sich der Mensch einst bitter erwehrt hat: Braunbären. Seit über einem Jahrhundert wurden sie in dieser Gegend nicht mehr gesehen. (Update: 11.12.2011) rbb-online.de

TV-Tipp – Internet Stream: Wildes Afrika
Waldwelten Film von Patrick Morris und Andrew Murray

An manchen Stellen im afrikanischen Regenwald fallen zehn Meter Niederschlag pro Jahr. Der Regen, der den Wald seit Jahrtausenden immer wieder aufs Neue formt, bringt auch tagtäglich kleine Veränderungen. Und jede noch so kleine Veränderung bietet neue Chancen für die Tier- und Pflanzenwelt. - Der Film Wildes Afrika - Waldwelten stellt Flora und Fauna im Regenwald vor. zdf.de

Forscher entdecken augenlosen Höhlenfisch
Jakarta: Wissenschaftler haben in der Region Papua im Osten Indonesiens einen augenlosen Höhlenfisch entdeckt.
"Nach unseren Erkenntnissen ist es der erste Höhlenfisch, der in Papua entdeckt wurde", sagte der Wissenschaftler des Institute of Research and Development (IRD) im französischen Montpellier, Laurent Pouyaud, der Nachrichtenagentur AFP. Die neu entdeckte Art habe sich in einer bislang unbekannten Höhle entwickelt und habe weder Augen noch eine Pigmentierung.

Zu den neu entdeckten Arten zählt auch ein Frosch, der seinen Nachwuchs auf dem Rücken transportiert. Die IRD-Forscher untersuchten Höhlen, unterirdische Flüsse und Dschungel in der abgelegenen Lengguru-Region. Sieben Wochen lang erkundete das Team von Biologen, Paläontologen und Archäologen das ausgedehnte Kalkstein-"Labyrinth", in dem sich isolierte Arten über Millionen Jahre entwickelt haben.

Das Archäologenteam war Pouyaud zufolge "überwältigt" von Höhlenmalereien und aus Muscheln gefertigten Werkzeugen, die einen weiteren Beweis für die historische Völkerwanderung von Asien auf den australischen Kontinent vor etwa 40.000 Jahren lieferten. Pouyaud wies darauf hin, dass die Artenvielfalt in Papua durch Pläne gefährdet werde, Plantagen und den Bergbau in der Region auszubauen. (Update: 11.12.2011) dnews.de


27.11.2010 TV-Tipp: Kraftwerk Ozean - Strom aus dem Meer
12:10 - 13:00 Uhr bei N-TV

Strom ist nicht gleich Strom! Spätestens seit Experten vor den Folgen der globalen Erderwärmung warnen, ist die Nachfrage an umweltfreundlicher Energie kontinuierlich gestiegen. Die Methoden, um Öko-Strom zu gewinnen sind dabei so vielfältig wie ausgefallen! Drei revolutionäre Projekte nutzen die immense Kraft der Ozeane, um besonders umweltfreundlichen Strom zu gewinnen: der Wellenenergie-Konverter, der SeaGen und eine Turbinen-Landschaft am Meeresgrund, die Strom für 20.000 Haushalte liefern soll. Die Reportage stellt diese außergewöhnlichen Projekte vor, zeigt wie sie funktionieren und wieviel Strom sie wirklich erzeugen können. n-tv.de

Neue Zwergaffen-Art entdeckt
Forscher kamen neuer Spezies durch deren Gesang auf die Spur

Ein internationales Forscherteam hat in den Regenwäldern Sulawesis eine neue Art von Zwergaffen entdeckt. Die Tarsius wallacei getauften Koboldmakis verrieten ihre Anwesenheit durch ihren Gesang, der sich von dem der bekannten Arten deutlich unterschied. Genanalysen der Affen enthüllten zudem überraschende Unterschiede zwischen zwei nur wenig voneinander entfernt lebenden Populationen, wie die Forscher im International Journal of Primatology berichten. ... scinexx.de

Klimaschutz: Schmutzige deutsche Klimadeals
WWF-Studie zeigt große Lücken im Emissionshandelssystem der EU auf

Berlin: Der europäische Emissionshandel erweist sich für die beteiligten Unternehmen als lukratives Geschäft. Der WWF zeigt in einer neuen Studie, dass der angestrebte Klimaschutz dabei allerdings mehr und mehr auf der Strecke bleibt. Im Auftrag des WWF hat das Öko-Institut die kostenlose Zuteilung und die Nutzung von externen Gutschriften im EU-Emissionshandel unter die Lupe genommen. Untersucht wurden sowohl die fünf Hauptbranchen, die im Emissionshandel verpflichtet sind – Stromerzeugung, Eisen & Stahl, Raffinerien, Chemie, und Zement - als auch 13 deutsche Firmen, die zusammen für rund zwei Drittel der Emissionen des EU-Emissionshandels verantwortlich sind. ... wwf.de

26.11.2010 TV-Tipp: Kraftwerk Ozean - Strom aus dem Meer
19:05 - 20:00 Uhr bei N-TV

Strom ist nicht gleich Strom! Spätestens seit Experten vor den Folgen der globalen Erderwärmung warnen, ist die Nachfrage an umweltfreundlicher Energie kontinuierlich gestiegen. Die Methoden, um Öko-Strom zu gewinnen sind dabei so vielfältig wie ausgefallen! Drei revolutionäre Projekte nutzen die immense Kraft der Ozeane, um besonders umweltfreundlichen Strom zu gewinnen: der Wellenenergie-Konverter, der SeaGen und eine Turbinen-Landschaft am Meeresgrund, die Strom für 20.000 Haushalte liefern soll. Die Reportage stellt diese außergewöhnlichen Projekte vor, zeigt wie sie funktionieren und wieviel Strom sie wirklich erzeugen können. n-tv.de

Geheimverträge: Greenpeace will Atomverträge mit Russland einsehen
Radioaktiver Abfall aus der geplanten Wiederaufarbeitung deutschen Atommülls könnte zukünftig in Russland in den Untergrund gepumpt werden. Die rechtliche Absicherung dieses Verfahrens durchlaufe zurzeit den Gesetzgebungsprozess der russischen Staatsduma. Nun fordert Greenpeace die Offenlegung aller Majak-Verträge.
... strom-magazin.de

Lukrative Tierquälerei (durch Firma Böhmerwald und andere)
Tierschützer erheben schwere Vorwürfe gegen den bayerischen Bettwarenhersteller Böhmerwald. Die Firma soll für ihre Decken Daunen von lebend gerupften Tieren verwendet haben. Achtung Reportage nichts für schwache Nerven! ardmediathek.de

Artenschutz & Tourismus: Willkommen auf der Welt! – Nachwuchs bei den Flachlandgorillas
Dzanga-Sangha: Ökotouristen beobachten erstmals Gorillageburt
... wwf.de

25.11.2010 TV-Tipp: Länder - Menschen - Abenteuer: Alaska - Glacier Bay Nationalpark
Heute um 20:15 bis 21:00 Uhr [VPS 20:15] im NDR

Die Reportage führt ans südöstliche Ende Alaskas in die unberührte Wildnis: der Glacier Bay National Park - ein Refugium von atemberaubender Schönheit.
Hier findet man schneebedeckte Gipfel, Fjorde, Wälder, Strände, Buchten und vor allem Gletscher. Und eine große Zahl wilder Tiere. ... ndr.de

Tipp - die Dokufiction: 2075 - Verbrannte Erde
Welches Erbe werden wir unseren Kindern hinterlassen?

Die Dokufiction 2075 - Verbrannte Erde zeigt, wie die Welt nach den Prognosen des UN-Klimarates im Jahr 2075 aussehen könnte. ... zdf.de

Bilderserie der Dokufiction: Die Welt im Jahre 2075 zdf.de

24.11.2010 TV-Tipp – Reportage: Öl-Inferno im Golf von Mexiko
Heute 17:05-18:00 Uhr, in N-TV

Am 20. April 2010 kommt es im Golf von Mexiko rund 80 Kilometer vor der Küste von Louisiana auf der Ölplattform Deepwater Horizon zu einer folgenschweren Explosion. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich dort 126 Menschen. Elf von ihnen sterben bei dem Unglück, die anderen können - teils schwer verletzt - gerettet werden. Schließlich schluckt das Meer die in Flammen stehende Plattform. Doch das ist erst der Beginn einer Katastrophe, wie sie die Welt bis dato nicht kannte. In 1.500 Metern Tiefe sprudelt das Öl ungehindert aus drei Bohrlöchern ins offene Meer. Die Betreiberfirma BP schätzt zunächst, dass jeden Tag rund 800.000 Liter ausströmen. In Wirklichkeit sind es achtmal so viel: Von täglich 6,4 Millionen Litern gehen Experten im Juni 2010 aus. Dies ist die verheerendste Umweltkatastrophe in der Geschichte der Menschheit, mit verheerenden Auswirkungen insbesondere für die USA. Die Küsten der Bundesstaaten Texas, Louisiana, Mississippi, Alabama und Florida werden von einer gigantischen Ölpest heimgesucht. Die Regierung ist machtlos. Allein der wirtschaftliche Schaden für BP ist so immens, dass in den Medien bereits über eine Insolvenz des Konzerns spekuliert wird. Diese Reportage zeigt, wie alles begann. Ein Team von NATIONAL GEOGRAPHIC war vor Ort und begleitete die Rettungs-Crew bei ihren verzweifelten Versuchen, der Flammen auf der Plattform Herr zu werden. In packenden Bildern rekonstruieren die Aufnahmen die ersten 36 Stunden nach der Explosion der Deepwater Horizon - bevor das gigantische Bauwerk schließlich im Meer versinkt. n-tv.de

Thema der Woche - Geo-Engineering: "Wir müssen alle Optionen offenhalten" (müssen wir das?)
Der Klimaforscher Martin Visbeck beschäftigt sich mit Geo-Engineering, der Manipulation des Klimas durch Großtechnologie. Er ist skeptisch, aber: "Es könnte passieren, dass die nächste Generation in 30, 40 Jahren froh ist, wenn sie Alternativen in der Hand hat." n-tv.de

Raffiniertes Natur-Patent
Flexible Hautschuppen machen den Makohai (Isurus oxyrinchus) zum gewandten Unterwasser-Flitzer

Forscher sind dem Geheimnis der Wendigkeit eines der schnellsten Fische der Welt auf die Spur gekommen: Der Makohai kann mit Hilfe spezieller Schuppen auf seinen Körperseiten besonders effektvoll die Richtung ändern. Mit den winzigen, zahnartigen Strukturen beeinflussen die Raubfische die so genannte Strömungsablösung. Dieses Phänomen ist auch aus der Luftfahrttechnik bekannt: Objekte verursachen in der Luft oder im Wasser Wirbel, die Geschwindigkeit und Stabilität beeinflussen. Dieses System macht sich der Makohai für seine Schwimmmanöver zu Nutze, wie die genauen Untersuchungen seiner Hautstruktur nahelegen. Über ihre Studie berichten die Forscher um Amy Lang von der University of Alabama in Birmingham auf dem jährlichen Treffen der American Physical Society Division of Fluid Dynamics in Long Beach, Kalifornien. ... wissenschaft.de

Artenschutz: Eine Zukunft für den Tiger - positive Signale aus St. Petersburg
Staats- und Regierungschefs bekennen sich zu globalem Tiger-Rettungsplan. / WWF mahnt konkrete Maßnahmen an.



© Joseph Vattakavan / WWF
Frankfurt: Staats- und Regierungschefs sowie hochrangige Minister aller dreizehn Tiger-Verbreitungsstaaten haben sich auf dem Tiger-Gipfel im russischen St. Petersburg klar zu einem globalen Tiger-Rettungsplan bekannt. Auch auf das Ziel, die Bestandszahlen des Tigers bis 2022 zu verdoppeln, konnten sich die Politiker verständigen. Der WWF sprach von einem „historischen Moment für den Artenschutz“, mahnte zugleich zu „schnellen und konkreten Taten“, die den Worten folgen müssten.

Vor allem die Finanzierung der akut anstehenden Rettungsmaßnahmen in den kommenden fünf Jahren ist noch nicht gesichert. Von den schätzungsweise 350 Millionen US-Dollar die benötigt werden, wurden auf dem Gipfel 127 Millionen angekündigt. Geberländer wie Deutschland und die USA, aber auch Institutionen wie die Weltbank, Privatpersonen wie Hollywoodstar Leonardo DiCaprio und Organisationen wie der WWF haben bereits finanzielle Zusagen getätigt. ... wwf.de


Klimaschutz: Mängel im Netzausbauszenario
WWF kommentiert dena II-Studie zum Ausbau des deutschen Stromnetzes

Berlin: „Wenig zielführend“, so bewertet der WWF die heute vorgestellte Studie der Deutschen Energieagentur (dena II Studie). Darin sollte der Modernisierungs- und Ausbaubedarf des deutschen Stromnetzes transparent skizziert werden. Es blieb bei dem Versuch. „Eine glaubwürdige Weichenstellung für die Entwicklung einer langfristigen und nachhaltigen Infrastruktur muss noch entwickelt werden“, so Regine Günther, Leiterin des Fachbereichs Energiepolitik und Klimaschutz des WWF Deutschland. Die Studie liefere leider nicht den notwendigen Beitrag zur Entschärfung des Infrastrukturengpasses. ... wwf.de

Landwirtschaft: Ökolandbau in Deutschland in Gefahr
WWF: Regierung verstößt gegen eigenen Koalitionsvertrag
... wwf.de

Artenschutz: DiCaprio spendet für den Tiger
Leonardo DiCaprio unterstützt Tiger-Schutz mit einer Millionen US-Dollar. / Hollywoodstar wird in St. Petersburg erwartet.
... wwf.de

23.11.2010 Geo-Engineering: Neue Chance zur Rettung der Welt oder einschneidende Eingriffe in die Natur mit verheerenden Folgen?
Zum Themenschwerpunkt Geo-Engineering gibt’s ein paar Links zum Thema:
- Geo-Engineering/ Geoengineering

- Geoengineering Wer bekommt die Welt in den Griff?
Direkte Eingriffe in die Atmosphäre galten lange als Sündenfall. Aber sie könnten zum letzten Mittel des Klimaschutzes werden. ... zeit.de

- Drehen am globalen Thermostat: "Wie Selbstmord aus Angst vor dem Tod" n-tv.de

Tiefseeplünderung: Aufschlussreiche Schalen (- verräterische Schalen)
Muscheln liefern Hinweise auf Erzvorkommen in der Tiefsee

In Muschelschalen schlummern Informationen über Erzvorkommen der Tiefsee: Forscher um die Geochemiker Michael Bau und Andrea Koschinsky von der University Bremen haben Exemplare der Art Bathymodiolus (Miesmuschel) untersucht und festgestellt, dass die Schalen der Weichtiere mit seltenen Elementen angereichert sind, wenn Erzvorkommen unter dem Meeresboden lagern. Die Industrieländer liefern sich derzeit ein Wettrennen auf der Jagd nach sogenannten „Seltenen Erden“ (= seltene Metalle). Diese sind für viele Schlüsseltechnologien von Bedeutung. Interessant sind dabei sowohl die Seltenen Erden selbst als auch die Metalle, mit denen sie häufig vermischt sind, berichtet die Universität. ... wissenschaft.de

Artenschutz: Vier Millionen Euro für den Tiger
Tiger-Gipfel in St. Petersburg: Deutsches Umweltministerium kündigt neues Schutzprojekt an. / Bikin-Report des WWF: Von Tigern, Kiefernzapfen und Klimaschutz.
... wwf.de

22.11.2010 TV-Tipp: Wahnsinn Handy
Film von Wolfgang Luck, heute im 3Sat von 20:15 - 21:00 Uhr

Wie war das eigentlich, als es noch keine Handys gab? Dunkel erinnert man sich an weit entfernte Telefonzellen, besetzte Festnetzanschlüsse und fragt sich, wie man sich je auf überfüllten Bahnhöfen getroffen hat ohne ständig zu fragen: "Ich bin hier - wo bist du?".
Heute ist das Handy-Geklingel allgegenwärtig. Ob in Straßenbahnen, Kneipen oder auf der Straße, jeder redet munter drauf los. Wer gerade nicht telefoniert, schreibt eine SMS, hört Musik oder nutzt das Mobiltelefon als Wasserwaage.
Der Film dokumentiert den alltäglichen Handy-Wahnsinn. Er porträtiert Menschen, die sich nackt fühlen, wenn sie einmal ohne Telefon aus dem Haus gehen, zeigt, wie in einem Media-Labor ein Handy mit Herzschlag entwickelt wird und, was passiert, wenn an Schulen das Handy zur Waffe wird. Der Film wirft aber auch einen Blick in die Zukunft des Mobil-Telephons und stellt Internet-Handy-Programme vor, die noch kaum einer kennt, die aber schon bald den Alltag bestimmen werden. 3sat.de

Schwerpunktthema der Woche: Klimaschutz durch Geo-Engineering
Was tun, wenn der Klimaschutz auch in den nächsten Jahren nicht in Gang kommt? Einige Politiker, aber auch Wissenschaftler, scheinen hier inzwischen auf einen „Plan B“ zu setzen: „Geo-Engineering“ lautet das Schlagwort. ... scinexx.de

Inhalt

Ein alter Traum mit neuen Mitteln:

Was ist Geo-Engineering? ... scinexx.de

Kühlung durch künstliche Wolken:
Emission von Schwefelaerosolen als „Sonnenschirm“ ... scinexx.de

Die ganze Erde als Labor:
Großversuch mit unkalkulierbaren Risiken ... scinexx.de

Verhaltenskodex für die Forschung gesucht:
Interdisziplinäres Team untersucht übergreifende Auswirkungen ... scinexx.de

Lücken im internationalen Recht:
Geo-Engineering im Völkerrecht nicht vorgesehen ... scinexx.de

Wer haftet für die Folgen?
Risiken, Konventionen und offene Fragen ... scinexx.de

Zwischen Recht und Moral:
Der weite Weg zum Konsens ... scinexx.de

Hunger vs. Artenschutz: In Madagaskar bedroht - Schildkröten landen im Kochtopf
In Madagaskar leiden 70 Prozent der Bevölkerung an Unterernährung. Da wundert es nicht, dass die Inseleinwohner froh sind, etwas auf dem Teller zu haben, auch wenn dass vom Aussterben bedrohte Meeresschildkröten sind. ... n-tv.de
Anmerkung: hier wäre eine gerechtere Lebensmittelverteilung nötig, anstatt diese tonnenweise in den Reichen Industrienationen, gerade in Europa, einfach zu vernichten/verbrennen!

21.11.2010 TV-Tipp: Reportage - Der Gesang der Wale
Friedliche Giganten in der brasilianischen Hochsee, ein Film von Thomas Aders, 21:45 - 22:30 Uhr auf Phoenix.

Das größte Korallenriff Südamerikas mit 160 Korallenarten liegt nicht, wie man vielleicht erwarten könnte, in der südlichen Karibik, sondern in Brasilien. Es wird gebildet von den fünf Inseln der Abrolhos, die für die frühen Seefahrer und Entdecker eine tödliche Gefahr bildeten, aufgrund der messerscharfen, oft nur Zentimeter unter der Wasseroberfläche liegenden Felsen. Von der Angst der Kapitäne vor diesem gefährlichen Seegebiet stammt auch der Name der Insel-Gruppe: "Abri vossos olhos" bedeutet auf Portugiesisch: "Haltet eure Augen auf!". ... phoenix.de

20.11.2010 Endosymbiose: Bakterien bringen rote Blattläuse zum Ergrünen
Mit Hilfe bakterieller Untermieter (Regiella spec.) können die Insekten die Farbe wechseln.

Blattläuse können ihre Farbe ändern, indem sie eine Lebensgemeinschaft mit bestimmten Bakterien eingehen. Das hat ein japanisches Forscherteam herausgefunden, als es die Insekten genauer unter die Lupe nahm. Rote Erbsenläuse (Megoura crassicauda) werden demnach grün, wenn sie einen bestimmten Mikroorganismus in ihrem Körper beherbergen. Dieser fördert die Produktion grüner Pigmente, so dass sich das Verhältnis zwischen roten und grünen Farbstoffen zugunsten der grünen verschiebt. Dieser Farbwechsel kann den Blattläusen unter bestimmten Bedingungen das Leben retten: Sie fallen durch die grüne Farbe weniger auf und sind somit besser vor einigen Fressfeinden geschützt. ... wissenschaft.de

Tsutomu Tsuchida (RIKEN Advanced Science Institute, Wako) et al.: 2010 in Science, Bd. 330, p. 1102. royalsocietypublishing.org

Artenschutz: Unter Schmugglern: WWF veröffentlicht Undercover-Report
Tiger-Gipfel in St. Petersburg: WWF fordert Staats- und Regierungschefs zu „entschlossenem“ Handeln auf. / Undercover-Report: Niemandsland in Myanmar ist Drehkreuz des Artenschmuggels.

Frankfurt: Ab Sonntag treffen sich Staats- und Regierungschefs sowie Minister aus allen dreizehn Nationen, in denen heute noch Tiger leben, im russischen St. Petersburg zum Internationalen Tiger Forum (21. -. 24. Nov.). Es soll beraten werden, wie das Aussterben der majestätischen Großkatzenart noch verhindert werden kann. „Zum ersten Mal treffen sich Regierungschefs zu einer internationalen Konferenz, um über das Schicksal einer einzigen Tierart zu sprechen“, sagt Volker Homes, Leiter WWF Artenschutz und bewertet die Konferenz daher auch als einen „historischen Moment“ für die weltweiten Naturschutzbemühungen.
Anlässlich des Gipfelauftakts veröffentlichten der WWF und das Artenschutzprogramm TRAFFIC einen Undercover-Report zum illegalen Handel mit Produkten aus Tigern und anderen asiatischen Großkatzenarten. ... wwf.de

19.11.2010 Das Große Mausohr: Verkehrslärm behindert (stört) Fledermäuse beim Jagen
London (dpa): Verkehrslärm stört Fledermäuse beim Jagen. Das belegen umfangreiche Laborexperimente, schreiben zwei deutsche Forscher in den Proceedings B der britischen Royal Society. Je näher die Tiere (Großes Mausohr: Myotis myotis) einer befahrenen Straße kommen, desto schwieriger wird es für sie, die Geräusche ihrer Beute auf dem Boden zu orten. ... sueddeutsche.de

Assam-Makaken: Äffische Männerfreundschaften
Freundschaften verhelfen Makakenmännchen (Macaca assamensis) zu Macht und Vaterschaft

Männerfreundschaften zahlen sich für Makaken aus: Je geselliger ein Männchen ist, desto besser stehen seine Chancen, sich zu vermehren, hat ein deutsches Forscherteam entdeckt. Das Prinzip dahinter: Die Beziehungen - und zwar sowohl mit verwandten als auch mit nicht verwandten Artgenossen - verhelfen den Primaten zum Aufstieg in der sozialen Hierarchie in ihrer Gruppe. Damit erhöht sich für die Affen die Wahrscheinlichkeit, dass sie Nachwuchs zeugen. Bisher hatten die Forscher angenommen, dass es enge Beziehungen zwischen Männchen in der Tierwelt nur unter Verwandten gibt. Denn diese helfen bei der Weitergabe der eigenen Gene - und nur darum gehe es der gängigen Theorie nach, berichten die Wissenschaftler um Oliver Schülke von der Georg-August-Universität Göttingen. ... wissenschaft.de

Artenschutz: Tigerschutz mittles Geschäftchen
Anhand von Tigerkot können Forscher die Größe der Raubtierpopulationen bestimmen

Ausgerechnet ihre Hinterlassenschaften könnten dazu beitragen, die letzten Tiger vor dem Aussterben zu bewahren: Mit Hilfe ihrer Kotspuren lässt sich nämlich einfach und kostengünstig herausfinden, wie viele Tiger in einem bestimmten Gebiet leben, haben indische Forscher gezeigt. Diese Information ist entscheidend, um effektive Schutzmaßnahmen für die in Asien lebenden Raubkatzen einleiten zu können. Momentan zählen Forscher die Tiger entweder anhand ihrer Fußspuren, oder sie versuchen, die Katzen mit Hilfe von Kamerafallen zu filmen. Vor allem letzteres ist recht kostenintensiv, die Kotspuren wären daher eine günstige Alternative, berichtet das Team um Yadvendradev Jhala vom Wildlife Institute of India. ... wissenschaft.de

18.11.2010 Artenschutz: 3.200 minus 1
Russland: Amur-Tiger wird von Wilderer getötet.

Frankfurt: Nur kurz vor Beginn des internationalen Tiger-Gipfels in St. Petersburg am 21. November, wird in der russischen Provinz Primorsky (nahe Wladiwostok), ein männlicher Tiger tot aufgefunden. Das Tier verendete an einer Schussverletzung, die ihm wahrscheinlich ein Wilderer zugefügt hatte. In Hinblick auf eingeleitete, laufende Ermittlungen konnten weder die Umweltschutzorganisation WWF, die mit einem Ranger vor Ort war, noch die Jagdbehörden nähere Angaben zum Tathergang machen. ... wwf.de

Artenschutz & Kampagnen: Bedrohter Tiger wird zum Comic-Helden
WWF Trickfilmwettbewerb: Premiere auf dem Kinderkurzfilm Festival KUKI in Berlin
... wwf.de

Energie News:
Stichtag - Strompreise steigen im Schnitt um 7,4 Prozent

Über 16 Millionen Haushalte müssen im kommenden Jahr mehr für Strom bezahlen. Ein Sprecher des Online-Verbraucherportals Verivox sagte am Dienstag dem Deutschlandfunk, die Strompreise stiegen zum 1. Januar um durchschnittlich 7,4 Prozent. Bislang haben schon rund 180 Versorger höhere Strompreise angekündigt. ... strom-magazin.de

Tuerung: Vattenfall erhöht Strompreis offenbar um 9 Prozent
Die Berliner müssen sich offenbar auf eine kräftige Strompreiserhöhung gefasst machen. Nach Informationen der Berliner Zeitung (Mittwochsausgabe) erhöht der Grundversorger Vattenfall seine Strompreise zum Jahreswechsel um etwa neun Prozent. Inzwischen haben knapp 180 Anbieter höhere Preise ab Januar angekündigt. ... strom-magazin.de

In vier Wochen: Neuer Castor-Transport angeblich am 16. Dezember
Der für dieses Jahr erwartete Castortransport nach Lubmin bei Greifswald soll am 16. Dezember erfolgen. Bislang waren vor allem Atomkraftgegner davon ausgegangen, dass der Transport später stattfindet. Bestätigen wollte den Termin bis dato offenbar niemand. Die vier Behälter kommen aus Cadarache in Frankreich. ... strom-magazin.de

Blockade möglich: Die Atomsteuer könnte sich verzögern
Die Bundesregierung könnte mit ihrer geplanten Brennelementesteuer einem Pressebericht zufolge in Verzug geraten. Einem Pressebericht zufolge will der Finanzausschuss der Länderkammer den Vermittlungsausschuss einschalten. Hintergrund sind offenbar sinkende Einnahmen der Kommunen wegen der Zusatzsteuer. ... strom-magazin.de

Betrugsversuch: Fingierte Stromrechnungen in Millionenhöhe eingefordert
Der versuchte Betrug mit fingierten Stromrechnungen einer so genannten Stadtwerke GmbH hat größere Ausmaße als bislang angenommen. In den vermeintlichen Rechnungen war der Eindruck erweckt worden, Stromkunden müssten hohe Nachzahlungen leisten. Insgesamt seien rund zwei Millionen Euro eingefordert worden. ... strom-magazin.de

14 Prozent mehr Umsatz: RWE erhöht Strompreise trotz hoher Gewinne (Upd.) Der Stromanbieter RWE will trotz seiner Milliardengewinne zum Jahreswechsel die Strompreise auf breiter Front erhöhen. Inzwischen wurde ein Pressebericht dementiert, demzufolge rund 2000 Stellen gestrichen werden sollen. RWE räumte jedoch ein, Modelle für Altersteilzeit zu prüfen. ... strom-magazin.de

Meere: Tunfisch braucht Taten!
WWF fordert starkes Rettungsprogramm für Blauflossentunfisch im Mittelmeer

Hamburg: Zum heutigen Start der entscheidenden Tunfisch-Konferenz&xnbsp; fordert der WWF fordert ein ambitioniertes Rettungsprogramm für den bedrohten Blauflossentunfisch. Dazu gehöre ein Aussetzen der zerstörerischen, industriellen Fischerei mit Ringwadentechnik ebenso wie ein Eindämmen der illegalen Fischei durch die verantwortliche Kommission (ICCAT - Internationale Kommission zum Schutz der Atlantischen Tunfischs). Durch Jahrzehnte der rücksichtslosen Ausbeutung ist der Bestand des Blauflossentunfisches im Mittelmeer um 85 Prozent eingebrochen, so dass hier das Risiko einer kommerziellen und biologischen Ausrottung dieser Art besteht. Ein internationales Handelsverbot nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen war im März am Widerstand der Fischereilobby gescheitert. Schlüsselstaaten des Internationalen Tunfischhandels, darunter die EU und Japan, hatten sich stattdessen verpflichtet, wissenschaftlichen Empfehlungen für Schutzmaßnahmen zu folgen und diese im Rahmen der ICCAT-Konferenz vom 17.-27. November in Paris zu beschließen. ... wwf.de

17.11.2010 TV-Tipp: STERN TV - Gequält für den Luxus: Das schlimme Geschäft mit Reptilienleder
Im Weihnachtsgeschäft sind Taschen, Schuhe und Uhrenbänder aus Reptilienleder begehrte Luxus-Produkte. Doch diese Art Geschenk hat schlimme Folgen - heute: 22:15 Uhr, RTL. (Update: 11.12.2011) stern.de

Nigerdelta: Christian Lutz - Tropical Gift
Nigeria zählt zu den führenden Ölproduzenten der Welt – aber nach wie vor leben 90% der Bevölkerung von weniger als 2 Dollar im Tag. Die sozialen Dienste sind rudimentär, das Schulsystem liegt darnieder, Korruption prägt den Alltag und die Ölfördergebiete im Nigerdelta sind längst ökologische Notstandgebiete. Der Genfer Fotograf Christian Lutz hat die Wenigen ins Visier genommen, die vom Ölgeschäft profitieren. ... nzz.ch

Ölpest am Golf von Mexiko: Behörde gibt fast alle Gebiete für Fischerei frei
Die Ölpest im Golf von Mexiko – die größte Umweltkatastrophe der USA - liegt erst wenige Monate zurück. Doch laut einer Behördenanalyse sind weder Fische noch Garnelen in der Meeresregion mit Öl oder Chemikalien belastet. Dem Fischfang im Golf steht daher nichts mehr im Weg. ... (Das Öl müsste immer noch vorhanden sein, nur meist nicht mehr sichtbar, es könnte trotz der behördlichen Entwarnung trotzdem weiterhin um ein gefährliches Unterfangen handeln Meerestiere zu verzehren.) spiegel.de

Ahnenforschung mit Haifischflosse
Die Weißen Haie des Mittelmeers sind Nachfahren australische Einwanderer

Der berüchtigtste Raubfisch des Mittelmeers hat einen Migrationshintergrund: Die Vorfahren der dort ansässigen Weißen Haie stammen aus australischen Gewässern. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forscherteam nach Erbgutanalysen der prominenten Räuber. Es widerlegt die Annahme, dass es sich bei diesen Haien um Tiere handelt, die aus dem nahen Atlantik eingewandert sind. Wahrscheinlich haben sich während einer der vergangenen Eiszeiten Weibchen aus dem Indopazifik ins Mittelmeer verirrt und waren dann gezwungen, dort ihren Nachwuchs zur Welt zu bringen, sagen die Biologen. Da Weiße Haie (Carcharodon carcharias) ähnlich wie Lachse immer wieder zum Ort ihrer Geburt zurückkommen, um sich selbst fortzupflanzen, hat sich auf diese Weise die Hai-Population im Mittelmeer etabliert. Heute sind die Tiere stark bedroht, schreiben die Forscher um Chrysoula Gubili von der University of Aberdeen. ... wissenschaft.de

16.11.2010 Kaltwasserkorallen vor Mauretanien entdeckt
Korallenmauer am Kontinentalhang misst 50 bis 60 Meter in der Höhe und ist 190 Kilometer lang

Wissenschaftler an Bord des Forschungsschiffs Maria S. Merian haben jetzt auch weit im Süden der Nordhalbkugel, vor der Küste Mauretaniens, das erste Kaltwasserkorallenriff mit lebenden Tieren entdeckt. Die Korallenmauer am Kontinentalhang misst 50 bis 60 Meter in der Höhe und ist 190 Kilometer lang. ... scinexx.de

Für das Überleben verstümmelt: Simbabwe enthornt Rhinozerosse
Um die vom Aussterben bedrohten Rhinozerosse vor dem Abschuss durch Wilderer zu schützen, greift Simbabwe zu drastischen Maßnahmen: In einer teuren, schmerzhaften und nicht ungefährlichen Prozedur enthornt es die Nashörner selbst. Insgesamt 700 Tier, darunter 400 Spitzmaulnashörner und 300 Breitmaulnashörner. ... n-tv.de

(Diese Aktion ist arg bedenklich, und meiner Meinung setzt es am falschen Problemende an, die Menschen, allen voran die Chinesen, müssten aufgeklärt werden das dieses Horn der Nashörener weder als Wundermittel bei der Behandlung von Kopfweh [Aspirin] - und vor allem auch als Aphrodisiakum [wuschdenken] – nichts taugt.)

Klima aktuell: Regenwald florierte in urzeitlicher Hitzeperiode
Thermisches Maximum vor 56 Millionen Jahren vergrößerte Artenvielfalt der Tropenwälder Der tropische Regenwald gilt als extrem gefährdet, wenn die globalen Temperaturen weiter steigen. Doch möglicherweise schadet ihm die zukünftige Klimaerwärmung weniger als gedacht: Eine jetzt in Science erschienene Studie belegt, dass die Tropenwälder vor gut 56 Millionen Jahren noch höhere Temperaturen und CO2-Werte erstaunlich gut überstanden. Ihre Artenvielfalt nahm während dieses thermischen Maximums sogar noch zu. ... scinexx.de

15.11.2010 Artenschutz: Leonardo DiCaprio - Wenn wir den Tiger schützen, schützen wir unseren Planeten.
Tigergipfel in St. Petersburg: WWF und Hollywood-Star DiCaprio fordern Staats- und Regierungschefs zum Handeln auf.
... wwf.de

WWF-Studie: Chinas Fußabdruck immer größer
Wirtschaftswachstum, steigender Konsum und Verstädterung treibende Kräfte.
... wwf.de

Sumpfpflanzen: Klappe zu, Fliege tot
Wie die Venusfliegenfalle das Zusammenklappen ihrer Blätter bewerkstelligt, haben Forscher um Minoru Ueda von der Universitäten Tohoku (Japan) entdeckt. Die Pflanze habe ein "Gedächtnis": Um nicht auf jeden falschen Alarm zu reagieren, klappt sie erst nach mindestens zwei Reizen zu. Bei jedem Kontakt werde Signalsubstanz produziert, die oberhalb eines Schwellenwertes die Aktion auslöst. Die Forscher stellten einen Pflanzenextrakt her und trennten diesen in einzelne Stofffraktionen auf. Einige Fraktionen lösten das Zuschnappen aus, auch ohne dass Borsten gereizt wurden. Am Ende gelang es, zwei verantwortliche Stoffe zu isolieren. Eine ließ sich identifizieren: ein glucosehaltiger Abkömmling des Pflanzenhormons Jasmonsäure, berichten die Wissenschaftler. ... welt.de

Borsten nicht nötig: Wenn die Venusfliegenfalle zuschnappt
Aufgrund der Stimulation von Insektenborsten schnappt die Venusfliegenfalle nicht zu. Forscher entdecken, dass zwei bestimmte chemische Verbindungen den Vorgang auslösen. Dabei kommt es auf die Menge und nicht auf eine bestimmte Konzentration an. ... n-tv.de

Partnerwahl bei Fruchtfliegen: Sag‘ mir, was du isst
Fruchtfliegen paaren sich nur mit anderen Fruchtfliegen, wenn diese das gleiche gegessen haben. Denn die Nahrung beeinflusst maßgeblich die gebildeten Sexuallockstoffe. Forscher sehen darin die Hologenom-Theorie der Evolution bestätigt. ... n-tv.de

Atommüll-Castoren im Dezember ins Zwischenlager Nord
dpa: Atomkraftgegner erwarten den Transport für die Tage vom 21. bis 23. Dezember und kündigten schon „Aktionen in Lubmin, Greifswald und ganz Mecklenburg-Vorpommern“ an. Für den 18. Dezember sei als Auftakt eine Großdemonstration in Greifswald geplant. Wie bei den jüngsten Massenprotesten im Wendland solle es auch Schienenblockaden geben. Er sei „nicht glücklich“ darüber, dass das Land die Transporte hinnehmen müsse ... greenpeace-magazin.de

13.11.2010 Das Zedonk - Ergebnis einer tierischen Affäre
Nairobi: Manchmal kommt im Tierreich zusammen, was eigentlich nicht zusammen gehört.

In einem nun im Kenia bekanntgewordenen Fall ein Zebra und ein Esel. Ein verletztes Zebraweibchen, das an einer Missionsstation im nordkenianischen Maralal gesund gepflegt wurde, fand jedenfalls Gefallen an einem der dortigen Esel.
Das Ergebnis der tierischen Affäre ist ein "Zedonk", wie Wissenschaftler der Naturschutzbehörde KWS die ungewöhnliche Mischung nannten - eine Zusammensetzung aus Zebra und dem englischen Begriff für Esel, "Donkey". Das Tier hat an den Beinen die typischen Zebrastreifen, deutlich kürzere Ohren als ein Esel und ist auch größer als die meisten Hausesel. ... (Update: 11.12.2011) dnews.de

Katzen beißen um zu trinken
Katzen bauen beim Trinken mit ihrer Zunge eine Flüssigkeitssäule auf, von der sie im genau passenden Moment „abbeißen“. Dieses Verhalten ist nach der Beobachtung von US-Forschern ein brillantes Beispiel für die Nutzung der Flüssigkeitsdynamik. ... focus.de

Auge in Auge
Insekten und Menschen setzen beim Sehsinn auf ähnliches Prinzip

Mensch und Fliege nutzen beim Sehen ein ähnliches System der Bildverarbeitung: Nervenzellen in den Augen der Insekten spalten ebenso wie bei Wirbeltieren das Gesehene auf und erzeugen daraus parallele Bildsequenzen, die an das Gehirn gesendet werden. Dieses damit offenbar sehr alte Funktionsprinzip haben jetzt Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried bei Taufliegen (Drosophila melanogaster) nachgewiesen. Diese Art der Verschaltung beim Sehen ist vermutlich besonders energiesparend und wurde daher während der Evolution über die verschiedensten Tierarten hinweg beibehalten, vermuten die Forscher. Über ihre Ergebnisse berichtet das Team um Alexander Borst. ... wissenschaft.de

11.11.2010 Empfindlicher Kieslaicher in klaren Bächen
Die Europäische Äsche (Thymallus thymallus) ist Fisch des Jahres 2011

Der Verband Deutscher Sportfischer (VDSF), das Österreichische Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) haben die Äsche zum „Fisch des Jahres 2011“ gewählt. Mit der Wahl soll auf die Gefährdung ihrer Bestände in unseren heimischen Gewässern und auch auf die Beseitigung der Ursachen hingewiesen werden. ... nabu.de

Die Natur des Jahres 2011 im Überblick:
Vogel des Jahres: Der Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus)
Insekt des Jahres: Die Große Kerbameise (Formica exsecta)
Höhlentier des Jahres: Das Große Mausohr (Myotis myotis)
Gefährdete Nutztierrasse des Jahres: Das Limpurger Rind, ist die älteste Rinderrasse Württembergs.
Baum des Jahres: Die Elsbeere (Sorbus torminalis)
Blume des Jahres: Die Moorlilie (Narthecium ossifragum)
Pilz des Jahres: Der Rote Gitterling (Clathrus ruber)
Regionale Streuobstsorten des Jahres: Die Metzrenette (HE)
Heilpflanze des Jahres: Der Rosmarin (Rosmarinus officinalis)
Staude des Jahres: Die Fetthenne (Sedum, auch Mauerpfeffer genannt)
Landschaft des Jahres: Der Slowakische Karst (2010 und 2011)
Flusslandschaft des Jahres: Die Emscher (2010 und 2011)
Alle gewählten „Jahreswesen“ auf einen Blick: nabu.de

Paläontologie: Uralte Meeresfrucht – ältester Nachweis aller Zehnfußkrebse
Eine Versteinerung zeigt die älteste Garnele der Welt

Rund 360 Millionen Jahre alt ist die Versteinerung einer Garnele (Aciculopoda mapesi), die US-Forscher in Oklahoma entdeckt haben. Das Fossil ist erstaunlich gut erhalten, sodass sogar noch die Muskeln zu erkennen sind. Die etwa acht Zentimeter lange Ur-Garnele lebte in den Tiefen eines Ozeans, der einst das heutige Oklahoma (USA) bedeckte. Die älteste Garnele der Welt ist möglicherweise auch der älteste Nachweis aller so genannten Decapoden (Zehnfußkrebse), zu denen neben den heutigen Garnelen beispielsweise auch die Hummer gehören. Die versteinerte Garnele ermöglicht einen wichtigen Schritt bei der Erforschung der Entwicklungsgeschichte der Zehnfußkrebse, sagen die Forscher. Über ihre Untersuchungen berichten Rodney Feldmann und Carrie Schweitzer vom Kent State University’s Department of Geology. wissenschaft.de

Zwei Fotos des Fossils finden sich hier: focus.de

Fadenwurm: "Keuschheitsgürtel" entpuppt sich als Geschenk
Männchen sind entgegenkommender als gedacht

Männchen sind manchmal entgegenkommender als gedacht – zumindest bei Fadenwürmern: Ein gelatineartiger Propfen, den die Männchen nach der Paarung hinterlassen, galt bisher immer als eine Art „Keuschheitsgürtel“, der nachfolgende Paarungen mit Konkurrenten verhindern sollte. Stattdessen hat sich der Kopulationspropf jetzt als nährendes und keineswegs behinderndes Geschenk entpuppt, wie Forscher jetzt in der Fachzeitschrift Frontiers in Zoology berichten. ... scinexx.de

10.11.2010 Die Wüstenapotheke
Film von Daniel Oliver Bachmann und Rolf Jost, heute 15:45 – 16:30 im 3SAT

In der Wüste wachsen Pflanzen, die erstaunliche Heilerfolge bei ernsten Erkrankungen aufweisen. Bisher wurden diese Heilpflanzen von der westlichen Welt kaum beachtet. Jetzt hat die Wissenschaft ihre gewinnbringenden Eigenschaften erkannt und die Jagd auf die "Wüstenapotheke" eröffnet. Schon die "Dschungelapotheke" wurde rücksichtslos ausgebeutet. Droht der "Wüstenapotheke" das selbe Schicksal?
Der Film begleitet einige Protagonisten und gibt Antworten auf diese Frage. 3sat.de

Laubheuschrecken haben die größten Hoden
London: Eine Laubheuschreckenart besitzt die größten Hoden der Welt, zumindest in Relation zu ihrem Körpergewicht.

Das haben Forscher der englischen Universitäten Derby und Cambridge herausgefunden. Außerdem haben sie entdeckt, dass in größeren Hoden nicht unbedingt mehr Samenzellen produziert werden, wie Biologen bislang vermutet hatten. Die Untersuchung ist in den Biology Letters the Royal Society in London erschienen. Insgesamt untersuchten Sie 21 Heuschreckenarten. ... (Update: 11.12.2011) dnews.de

Wale: Sonnensensible Giganten
Dunkelhäutige Wale bekommen seltener Sonnenbrand als helle Arten

Auch Wale profitieren beim Sonnenbaden von einer dunkleren Haut, hat ein mexikanisch-britisches Forscherteam entdeckt: Ähnlich wie hellhäutige Menschen tragen auch hellere Wale sehr viel mehr Hautschäden durch die UV-Strahlung der Sonne davon als dunklere Tiere. Der Grund ist - ebenfalls wie beim Menschen - die Menge des dunklen Farbstoffs Melanin in der Haut: Im Vergleich zu dunkelhäutigen Walen besitzen die hellen Meeressäuger weniger Pigmentzellen, die das Melanin produzieren, und damit auch weniger Schutz vor der UV-Strahlung. Die zunehmende UV-Belastung, die mit der Abnahme der Ozonschicht einhergeht, stelle demnach nicht nur für den Menschen, sondern auch für Wildtiere wie beispielsweise Wale eine Bedrohung dar, schreiben Wissenschaftler um Laura Martinez-Levasseur vom Institute of Zoology in London. ... wissenschaft.de

Meere, Küsten & Green Energie:
Kabelanbindung für Offshore-Windkraft: Kompromiss im Wattenmeer gefunden

Kiel: Der Weg für die Kabelanbindung der künftigen Offfshore-Windparks durch das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer ans Festland ist frei: Am 7. September hat die TenneT Offshore GmbH im Wege der Befreiung die naturschutzrechtliche Genehmigung zur Netzanbindung aller vor der Westküste Schleswig-Holsteins geplanten und vom Bund genehmigten Windparks durch das Wattenmeer und damit durch den Wattenmeer-Nationalpark erhalten. Umweltministerin Dr. Juliane Rumpf bewertete das als „entscheidenden Schritt nach vorn hin zur Realisierung der vor der schleswig-holsteinischen Westküste geplanten Windparks mit einer Nennleistung von 2.800 Megawatt. Es ist uns gelungen, den oft schwierigen Konflikt zwischen den Zielen des Klimaschutzes und den Anliegen des Naturschutzes aufzulösen“, sagte Frau Rumpf. „Das ist auch ein Ergebnis der guten Zusammenarbeit mit dem ehrenamtlichen Naturschutz, vertreten durch den Landesnaturschutzverband, die Schutzstation Wattenmeer und den WWF, sowie mit der TenneT Offshore GmbH als Antragstellerin“, erläuterte sie weiter. ... wwf.de

Artenschutz: Was vom Tiger übrig bleibt
Schmuggelreport - über 1000 getötete Tiger in zehn Jahren. / WWF fordert internationale Tiger-Taskforce.
... wwf.de

09.11.2010 Christian Lutz: Tropical Gift
Nigeria zählt zu den führenden Ölproduzenten der Welt – aber nach wie vor leben 90% der Bevölkerung von weniger als 2 Dollar im Tag. Die sozialen Dienste sind rudimentär, das Schulsystem liegt darnieder, Korruption prägt den Alltag und die Ölfördergebiete im Nigerdelta sind längst ökologische Notstandgebiete. Der Genfer Fotograf Christian Lutz hat die Wenigen ins Visier genommen, die vom Ölgeschäft profitieren. ... nzz.ch


Der Geist von Stuttgart 21 lebt in Gorleben weiter.
Bildausschnitt eines Fotos von Reuters.
Castoren bald nach Russland?
Friedliche Blockade in Gorleben


Während der Atommüll-Transport nach Gorleben hierzulande für heftige Proteste sorgt, trifft die Bundesregierung Vorbereitungen für drei Castor-Transporte nach Russland. Ein deutsch-russisches Abkommen ist unterschriftsreif.

In Gorleben gibt es derweil "fröhliche Sitzblockaden". Langsam aber sicher macht die Polizei den Weg frei und trägt die Blockierer von der Zufahrtsstraße zum Zwischenlager. ... n-tv.de

08.11.2010 Die Südsee – Feuerinseln im Ozean (NDR/WDR), ein Film von Huw Cordey.
Sendetermin: Heute um 20.15 Uhr im Ersten (ARD)

Die Südsee - Trauminseln mit schneeweißen Stränden und türkisfarbenem Wasser. Doch diese Paradiese sind aus Feuer geboren. Der pazifische "Ring of Fire" zählt zu den Regionen mit der höchsten vulkanischen Aktivität der Erde. ...
... Anpassung an extreme Lebensbedingungen
Viele Tiere haben sich an die extremen Bedingungen angepasst und wissen sie auf ihre Art zu nutzen. Auf den Salomonen nutzen Bismarckhühner geschickt die vulkanische Hitze: Sie vergraben ihre Eier in der warmen Erde und lassen sie ausbrüten. Auf den teils schneebedeckten Gipfeln der Vulkane auf Hawaii lebt ein Käfer, der ein Frostschutzmittel in seinen Tracheen besitzt. So kann er selbst Temperaturen unter dem Gefrierpunkt überdauern. ... daserste.de

ZDF.umwelt vom 07.11.2010 mit folgenden Themen:

- Hoch aktuell: Kein Endlager, Castoren und unsinige Subventionen
- Die Katastrophe ist noch nicht vorbei: Der Golf von Mexiko
- Das Freiwellige Ökologische Jahr
zdf.de

Deutschlands schwache Stromkabel: Droht der totale Netzkollaps?
Auf dem Weg zum neuen Energiekonzept für Deutschland schiebt sich ein riesiger Stolperstein ins Blickfeld: Beim Netzausbau fürchtet die Regierung viele kleine "Stuttgart 21". Ohne Netze sei ein Atomausstieg Utopie, heißt es. Der Umweltminister spricht schon jetzt von massiven Problemen. (Bemerkung: Wenn man schon vor mindestens 20 Jahren von dem Problem wusste und es regelrecht verschlafen hat, warum hat man es versäumt? Vielleicht weil reale Probleme, um die man sich nicht „kümmert“ [wie es in der Politik so schön des öfteren benannt wird], nicht Existieren?)

Bundesumweltminister Norbert Röttgen macht sich große Sorgen. "Wir sind in einigen Regionen in Grenzbereichen der Netzstabilität", sagt der CDU-Politiker. Erst so langsam dämmert den Bürgern*, dass der Traum von mindestens 80 Prozent Ökostrom bis 2050 ohne eigene Opfer nicht funktioniert. Die Ökoenergie-Branche fürchtet, dass ohne Netze immer häufiger ihre Windräder und Solaranlagen abgeschaltet werden müssen. ... n-tv.de

* Der Satz ist meiner Ansicht nach falsch und müsste so geschrieben werden:
Erst so langsam dämmert es den Politikern, dass Sie was verschlafen haben, nur die „Opfer“ müssen hingegen wieder die Bürger tragen, wie so oft. Welche Opfer dürfen wir noch bringen? Wir warten auf die nächsten Botschaften!


Meere & Küsten: Massiver Betrug in Tunfisch-Industrie aufgedeckt
WWF warnt: Mittelmeerfischerei auf Blauflossentunfisch ist außer Kontrolle

Hamburg: Eine unabhängige Untersuchung hat einen komplexen internationalen Schwarzhandel für Blauflossentun (auch Roter Tunfisch) im Wert von 4 Milliarden US-Dollar aufgedeckt. Ein internationales Netzwerk investigativer Journalisten (ICIJ) hat sich in einer achtmonatigen Recherche mit der Fischerei und dem Handel des extrem wertvollen Tunfischs befasst, der gleichzeitig als lokal vom Aussterben bedroht gilt. Der Enthüllungsbericht bestätigt die Warnungen, die der WWF seit langem ausspricht: Diese Fischerei ist außer Kontrolle.
„Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass diese Fischerei und ihre gesamte Wertschöpfungskette illegale Charakterzüge haben“ sagt Karoline Schacht, WWF Fischereiexpertin. „Kein Unternehmen, keine Verbraucher und keine Regierung kann sicher sein, dass sie es mit legal gefangenem und gehandeltem Blauflossentunfisch zu tun haben – die gesamte Produktionskette ist unterwandert.“ ... wwf.de

Sonderausgabe Newsletter des Deutschen MEERESMUSEUMS in Stralsund:
Anlässlich seines 60. Geburtstages ermöglicht das Deutsche Meeresmuseum einen Blick in die Sammlungs- und Tierbestände seiner vier Standorte sowie in seine Archive und zeigt eine Auswahl von faszinierenden Aquarienbewohnern, Exponaten und Präparaten. Darunter finden sich auch exklusiv hinter den Kulissen viele Ausstellungsstücke, die normalerweise nicht in der Öffentlichkeit gezeigt werden. Ebenso beeindruckend und bedeutend ist die Geschichte, die Architektur und Technik der vier Standorte des Deutschen Meeresmuseums selbst. Dort gilt es, modernste Aquarientechnik sowie historische Kuriositäten und Großexponate zu entdecken.
Staunen Sie über die Vielfalt des maritimen Lebens, die Bandbreite der Meeresforschung und die ungewöhnlichen Lebensräume der Tiefsee auf der neuen Webseite des Meeresmuseums: 365-entdeckungen.de

Castorzug: Neutronenmessung ergibt 480-fach erhöhte Strahlung
Greenpeace-Experten messen seit 10.23 Uhr am Verladebahnhof in Dannenberg die Neutronen- und Gammastrahlung am Castortransport. Die Messungen nach den ersten drei Behältern zeigen, dass die Dosisleistung auch bei diesem Transport wieder hoch ist. Selbst in einer Entfernung von etwa 14 Metern konnte Greenpeace noch 4,8 Mikrosievert pro Stunde nachweisen, über 480-mal mehr als die wenige Stunden zuvor am gleichen Ort gemessene Hintergrundstrahlung durch Neutronen. ... greenpeace.de

Strahlenmessung des Castorzuges startet
Bundespolizei lässt Untersuchung erst nach Konfrontation mit Greenpeace zu

Erst nach einer Konfrontation mit Einsatzkräften der Bundespolizei konnten Experten von Greenpeace heute Nacht mit zweieinhalb Stunden Verspätung eine Strahlenmessung beginnen. Die Rechtsberaterin der Einsatzleitung, Frau Dannemann, musste die Beamten in Dahlenburg dazu telefonisch anweisen. ... greenpeace.de

Polizei lässt Strahlenmessung erst nach Konfrontation zu
Eine Konfrontation mit Einsatzkräften der Polizei verzögerte die Strahlenmessung des Castorzuges. Erst nach zweieinhalb Stunden konnten Experten von Greenpeace mit der Messung beginnnen. Die Rechtsberaterin der Einsatzleitung musste die Beamten in Dahlbenburg telefonisch dazu anweisen. ... greenpeace.de

07.11.2010 Terra X - Supertiere - mit Dirk Steffens (2/2)
Teil II: Die Cleveren, 19:30 Uhr - 20:15 Uhr im ZDF

Können Tiere denken? (Eindeutig JA!) Lange Zeit hielt man den Menschen für die einzige Spezies, die in der Lage ist, logische Problemlösungen für bestimmte Aufgaben zu finden. Doch mittlerweile belehren uns Schimpansen und Orang-Utans, Delfine, Krähen, Papageien und Kraken eines Besseren. ... terra-x.zdf.de

06.11.2010 Die Anfänge der Menschheit - Vom Affen zum Mensch (1) 20:15 Uhr - 21:05 Uhr auf ARTE
Vor dem Hintergrund der neuesten Entdeckungen von Paläontologen zeichnet "Die Anfänge der Menschheit" die Evolutionsgeschichte des Homo sapiens nach. Spannende medizinische Untersuchungen, Spezialeffekte und Computerbilder veranschaulichen die wissenschaftlichen Fakten. Die erste Folge beschäftigt sich mit den Anfängen der Fortbewegung auf zwei Beinen. ...

Die dreiteilige Reihe "Die Anfänge der Menschheit" veranschaulicht die Evolutions- und Überlebensgeschichte des Homo sapiens anhand von spannenden medizinischen Untersuchungen, Spezialeffekten und Computerbildern. arte.tv

Atommüll, Atomkraft & Politik:
Elf Mal Tschernobyl für Gorleben – der Castor-Transport rollt

In Frankreich starten die Castoren Richtung Gorleben, werden aber schon kurze Zeit später von Atomkraftgegnern aufgehalten. Es dauert Stunden, bis die Polizei die angeketteten Aktivisten von den Gleisen bekommt. Laut Greenpeace sind die Behälter mit der tödlichen Fracht heißer als in den Jahren zuvor. Jeder Castor enthalte so viel radioaktives Material, wie bei der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl freigesetzt wurde. ... n-tv.de

Aus gegebenem Anlass möchte ich nochmals auf die Petition von AVAAZ.org hinweißen.
Atomausstieg jetzt: avaaz.org

05.11.2010 Kleinster Frosch der Welt entpuppt sich als Giftzwerg
Eleutherodactylus iberia besitzt giftige Alkaloide* in seiner Haut



Eleutherodactylus iberia: Foto: © Ariel Rodriguez & Miguel Vences
Giftige Frösche gibt es nicht nur in den Regenwäldern Südamerikas oder Madagaskars sondern überraschenderweise auch in der Karibik.

Denn die nach dem Guinness-Buch kleinste Froschart der Welt, der kubanische Zwergfrosch Eleutherodactylus iberia, besitzt in seiner Haut giftige Alkaloide, die wahrscheinlich einen wirksamen Mechanismus zur Abwehr von Feinden darstellen.

Diese erstaunliche Entdeckung ist jetzt einem kubanisch-deutschen Wissenschaftlerteam gelungen. ... scinexx.de

* Alkaloide: siehe hier in wikipedia.org


Artenschutz: Harry Potters Freundin wird Opfer der „Schwarzen Magie“
WWF: Indische Eulen durch Wilderei und lokalen Handel bedroht.

Nach einer aktuellen Untersuchung der Umweltschutzorganisationen TRAFFIC und WWF werden in Indien jedes Jahr tausende von Eulen durch Wilderer und Fallensteller aus ihrer natürlichen Umgebung gerissen oder getötet. Neben der für die Tiere oft tödlichen Verwendung durch Schamanen und Wunderheiler, werden die Vögel auch von Straßenkünstlern gehalten oder wegen ihres Fleisches bejagt. Krallen und Federn finden außerdem als exotischer Kopfschmuck Verwendung. „In der Harry Potter-Saga werden die Eulen von den Magiern nicht getötet. Die Realität sieht leider ganz anders aus“, warnt WWF-Experte Susanne Honnef. „Die Verwendung der Eulen in der Schwarzen Magie endet für die Tiere zumeist tödlich. Einzelnen Körperteilen werden zudem heilende Kräfte bei bestimmten Krankheiten zugeschrieben.“ ... wwf.de

Internationaler Greenpeace-Chef ruft zu friedlichem Castor-Protest auf
Kumi Naidoo spricht am Samstag zu Demonstranten im Wendland

Der Geschäftsführer von Greenpeace International, Kumi Naidoo, ruft die Demonstranten zum friedlichen massenhaften Protest gegen den geplanten Castor-Transport auf. Der 45-jährige Südafrikaner trifft heute Abend im Wendland ein und wird morgen Mittag bei der Auftaktkundgebung zur Großdemonstration in Dannenberg eine Rede halten. Zur Demonstration werden 30.000 Teilnehmer erwartet. Heute Nachmittag soll der Zug mit dem hochradioaktiven Atommüll aus der Wiederaufbereitungsanlage in La Hague (Frankreich) ins niedersächsische Gorleben aus dem französischen Bahnhof Valognes starten. ... greenpeace.de

04.11.2010 TV-Tipp: Kieling - Expeditionen zu den Letzten ihrer Art (2/2)
Film von Andreas Kieling, von 17:15 - 18:00 Uhr in 3SAT

Heute stehen viele Tierarten kurz vor ihrer Ausrottung. Andere haben sich in die letzten unberührten Regionen zurückgezogen. Tierfilmer und Abenteurer Andreas Kieling macht sich auf die Suche nach ihnen: mit Filmkamera und Abenteuerausrüstung versucht er, die Letzten ihrer ... 3sat.de

Pilze & Pflanzen: Ein uraltes Erfolgsteam
Die Zusammenarbeit von Pflanzen und Bodenpilzen machte einst die Erde grün

Das Erfolgsgeheimnis der ersten Landpflanzen war ihre enge Zusammenarbeit mit Bodenpilzen: Sie ließ die Erde vor fast einer halben Milliarde Jahren ergrünen. Diesen bisher nur theoretisch formulierten Zusammenhang haben britische Forscher jetzt durch Versuche mit heute lebenden, urtümlichen Pflanzen untermauert. Sie konnten damit dokumentieren, welche enormen Vorteile eine solche auch Symbiose genannte Lebensgemeinschaft den Pflanzen unter den Bedingungen der Urzeit verschaffte: Im Austausch für Kohlenhydrate lieferte der Pilz den Gewächsen wichtige Düngermineralien, die er aus dem kargen Boden gewann, und gab ihnen dadurch Kraft für die Eroberung des Landes. Über ihre Ergebnisse berichten die Wissenschaftler um Claire Humphreys von der University of Sheffield. ... wissenschaft.de

03.11.2010 Mäusedelikatessen: Erarbeitete Nahrung ist besonders lecker
Für Mäuse ist Anstrengung der beste Koch: Wenn sie nur unter großen Mühen an ein Nahrungsmittel herankommen, avanciert es für sie zur Delikatesse. Diese Beobachtung haben jetzt US-amerikanische Wissenschaftler gemacht. Die Versuchstiere zogen Futter, für das sie eine Leistung erbringen mussten, anderer Nahrung vor, an die sie mit deutlich weniger Aufwand herankamen. Dies galt sogar dann, wenn das mühsam erarbeitete Futter weniger Kalorien enthielt als das leicht zugängliche. Durch die Anstrengung wird das Futter subjektiv als besser schmeckend empfunden, erklären die Forscher den Effekt. ... wissenschaft.de

02.11.2010 TV-Tipp: Anlässlich der Castor-Transporte - Schwerpunkt zu Gorleben im NDR Fernsehen
Voraussichtlich vom 5. bis zum 8. November sollen elf Castor-Behälter mit hochradioaktivem Atommüll von der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in das Zwischenlager ins niedersächsische Gorleben gebracht werden. Atomgegner haben zahlreiche Protestaktionen angekündigt, u. a. eine Großdemonstration am 6. November. Das NDR Fernsehen informiert in der Woche vor dem Transport in mehreren Sendungen über die Auseinandersetzungen um den Salzstock Gorleben, der derzeit wieder auf seine Eignung als Atom-Endlager erkundet wird. ... ndr.de

Start: Am heutigen Dienstag, um 23.45 Uhr im NDR:
Streitfall Gorleben - Eine Chronik
und am Mittwoch, den 3. November um 22.35 Uhr:
Panorama - die Reporter: Apokalypse Gorleben - die Lüge vom sicheren Endlager

Delfine: Mütterliches Erfolgsrezept - Freunde und Gene
Delfinweibchen pflanzen sich effektiver fort, wenn sie viele Gefährtinnen und die richtige Veranlagung haben

Für Delfinmütter zahlt es sich besonders aus, neben guten Genen auch viele Freundinnen zu haben: Zwar steigert auch jeder Faktor für sich den Fortpflanzungserfolg, in Kombination ergibt sich jedoch ein Effekt, der größer ist als die Summe der Teile. Das schließt ein internationales Forscherteam aus Daten über eine freilebende Delfinpopulation, die seit über 25 Jahren intensiv beobachtet wird. Die Fülle an Informationen über die Verwandtschaftsverhältnisse einerseits und die sozialen Gewohnheiten der Tiere andererseits habe erstmals ermöglicht, den Einfluss von genetischer Veranlagung und Sozialstruktur auf den Fortpflanzungserfolg gemeinsam zu untersuchen, erläutern die Forscher. ... wissenschaft.de

Betörende Mikroben
Bakterielle Mitbewohner im Verdauungstrakt beeinflussen die Partnerwahl von Fliegen

Welchen Partner eine Taufliege wählt, hängt auch von den bakteriellen Untermietern in ihrem Verdauungstrakt ab. Das haben israelische und US-amerikanische Wissenschaftler entdeckt. Nachdem sie die Fliegen in zwei Gruppen unterteilt und mit zwei unterschiedlichen Futterquellen versorgt hatten, stellte sich schon nach einer Generation ein messbarer Effekt ein: Die Taufliegen bevorzugten Partner, die das gleiche Futter wie sie selbst gefressen hatten. Dieser Effekt war jedoch nicht auf die Futterquelle selbst zurückzuführen, zeigten weitere Versuche. Vielmehr veränderte sich durch die unterschiedliche Nahrung die Zusammensetzung der Bakteriengemeinschaft, die den Verdauungstrakt der Insekten bevölkert. Daraus wiederum resultiert eine Veränderung des Stoffwechsels, die sich unter anderem in einer veränderten Produktion der Sexuallockstoffe niederschlägt, vermuten die Forscher. ... wissenschaft.de

Aus dem Oktober Newsletter des Museums:
Deutsches Meeresmuseum mit eigener Briefmarkenserie



Grafik: OZEANEUM; Briefmarkenserie des Deutschen Meeresmuseums
Vor der besonderen Kulisse von Deutschlands größtem Schildkrötenaquarium im Stralsunder MEERESMUSEUM wurde vom Verlagshaus Nordkurier und dem Deutschen Meeresmuseum eine neue Briefmarkenserie der Öffentlichkeit präsentiert. Der Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Dr. Harald Benke, und der Betriebsleiter des OZEANEUMs, Janek Wiederänders, nahmen die ersten Exemplare von Nordkurier-Geschäftsführer Tilo Schelsky und Lothar Kuhlmann, Geschäftsführer des Nordkurier-Briefdienstes ZVG Nordvorpommern, entgegen.

Entstanden sind vier Briefmarkenmotive - was kein Zufall ist, sondern der Tatsache geschuldet, dass zur Stiftung Deutsches Meeresmuseum vier Museumshäuser gehören. Gestaltet wurden die Briefmarken von Museumsgrafiker Thomas Korth, die Fotos stammen von Johannes-Maria Schlorke.

Die limitierte Briefmarken-Edition des Deutschen Meeresmuseums ist die mittlerweile 12. Auflage des Verlags. Außerdem wurde ein Ersttagsbrief mit 1.000 Exemplaren aufgelegt, der bereits auf den 60. Geburtstag des Deutschen Meeresmuseums in 2011 hinweist. Erhältlich sind die limitierten Artikel im Shop des OZEANEUMs sowie beim Nordkurier. ... meeresmuseum.de




31.10.2010 TV-Tipp: Dirk Steffens Supertiere
Terra X-Zweiteiler über Starke und Clevere, um 19:30 Uhr - 20:15 Uhr im ZDF

In unserem Zweiteiler kommt nahezu alles vor, was Zuschauer in Erstaunen versetzt: Fliegende Eichhörnchen, Vögel, die das Geräusch einer Motorsäge imitieren, Echsen, die übers Wasser gehen, Kraken, die Labyrinthe beherrschen, rechnende Affen und ein Exemplar mit dem Namen "psychedelischer Froschfisch". ... Update: 23.12.2011 terra-x.zdf.de

Sonntag, 31. Oktober, 19.30 Uhr: Die Starken
Film von Friederike Haedecke und Tine Weimer

Sonntag, 7. November, 19.30 Uhr: Die Cleveren
Film von Georg Graffe, Michael Leja und Sonja Trimbuch Redaktion Alexander

30.10.2010 TV-Tipp: Auftrag Antarktis – Dokumentarfilm um 20:15 Uhr - 22:10 Uhr – ARTE
An Bord der Sedna, eines 51 Meter langen Dreimasters, befinden sich Kameraleute und Wissenschaftler. Sie durchqueren den Südatlantik, eine der sich am schnellsten erwärmenden Gegenden der Erde. Dort wollen sie Informationen über die Auswirkungen des Klimawandels sammeln und hoffen, im bislang kaum erforschten Ökosystem des Südatlantiks weitere Aufschlüsse über das Klimasystem der Erde zu finden. ... arte.tv
Wiederholungen: 06.11.2010 um 09:45 Uhr
Auftrag Antarktis (Frankreich, 2007, 116mn): ARTE F, Regie: Jean Lemire

Klima & Wetter: Schrumpfende Antarktis
Umfassende Studie bestätigt: Eisschmelze am Südpol wird direkt vom Klimaphänomen El Niño beeinflusst

Die Klimaphänomene El Niño und La Niña haben eine deutlichen Einfluss auf die Eismassen des Südpols. Zu diesem Schluss sind Wissenschaftler des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ in Potsdam gekommen, nachdem sie von Schwerefeldsatelliten erhobene Daten über die Südpolregion ausgewertet hatten. Die Studie der Forscher um Ingo Sasgen bestätigt und präzisiert die Theorie, wonach Niederschlagsschwankungen im Polargebiet in direktem Zusammenhang mit der El-Niño-Warmphase und der La-Niña-Kaltphase stehen. Bislang stützte sich diese Annahme lediglich auf die Daten, die einzelne Wetterstationen ermittelt hatten. Durch die Erfassung mit Hilfe der Satelliten steht nun eine breitere Datenbasis zur Verfügung und die Theorie somit auf stabileren Füßen. ... wissenschaft.de

Gefahr für Mensch & Natur
Medizin: Kunststoff kontra Kinderwunsch
Kunststoffchemikalie Bisphenol A verschlechtert die Spermaqualität ...
wissenschaft.de
Hormone aus der Dose: Getränkedosen enthalten Bisphenol A ...
Schnuller geben hormonell wirksames Bisphenol A ab ... bund.net
Wer etwas mehr zum Thema wissen möchte: Bisphenol A (BPA) (bisphenol A) wasser-wissen.de

28.10.2010 TV-Tipp zu Lebensmittelproduktion: Food, Inc.
Heute den 28. Oktober 2010, 23.15 - 00.49 Uhr im WDR.
Ein Dokumentarfilm von Robert Kenner, (USA 2008)

47.000 Produkte führt ein durchschnittlicher amerikanischer Supermarkt. Das Angebot scheint grenzenlos. Doch betrachtet man die augenscheinliche Vielfalt genauer, zeichnen dafür nur eine Handvoll Firmen verantwortlich. Das stellen Produzent und Regisseur Robert Kenner und die Journalisten Eric Schlosser und Michael Pollan bei ihren Recherchen über den amerikanischen Lebensmittelmarkt fest.
Wenige große Konzerne beherrschen den Markt. Beispiel Fleisch: Gab es 1970 noch tausende von Schlachthöfen in den USA, gibt es heute gerade noch 13. Hühner werden heute in der Hälfte der Zeit wie vor 50 Jahren doppelt so schwer. Dabei nehmen sie so schnell zu, dass die Knochen die Fleischmassen nicht tragen können und die Tiere alle paar Schritte umkippen. Hühnerhalter werden durch hohe Kredite abhängig von den großen Fleischkonzernen. Wer die Tiere nicht nach deren Vorgaben hält, nämlich in riesigen Hallen ohne Tageslicht, oder wer Filmteams auf seine Anlage lässt, dem wird der Vertrag gekündigt. Die gleichen Zustände herrschen auf dem Saatgutmarkt. 90 Prozent aller Sojabohnen in den USA enthalten Gene, auf die Monsanto ein Patent hat. Ehemalige Monsanto-Mitarbeiter, die in die Politik gewechselt sind, waren federführend an der Entscheidung beteiligt, gentechnisch veränderte Produkte nicht zu kennzeichnen. Mit dem Ergebnis, dass heute 70 Prozent aller verarbeiteten Produkte in einem amerikanischen Supermarkt gentechnisch veränderte Zutaten enthalten.
"Es geht nicht nur darum, was wir essen oder um unsere Gesundheit, sondern darum, was wir wissen dürfen." Dieses Zitat stellen die Filmemacher an den Anfang des Filmes. Und ziehen am Ende den Schluss: "Einer der wichtigsten Kämpfe der Verbraucher ist der Kampf um das Wissen, was in unserem Essen ist und wie es hergestellt wurde." Mit aller Macht verhindern große Konzerne in Amerika, dass Verbraucher erfahren, wie ihr Essen hergestellt wird. Kritiker werden mit Prozessen überzogen und so mundtod gemacht. Auch wenn manche der geschilderten Zustände zunächst "typisch amerikanisch" scheinen, gibt es doch viele der gezeigten Entwicklungen auch in Europa. Auch hier erfahren Verbraucher oft nicht, was hinter dem schönen Schein der bunten Etiketten steckt. (Link update: 11.12.2011) wdr.de

Weltnaturschutzgipfel: Droht ein Scheitern?
Deutscher Naturschutzring zieht kritische Halbzeitbilanz

Zur Halbzeit der 10. Vertragsstaatenkonferenz über die biologische Vielfalt (COP 10 CBD) in Nagoya hat der Deutsche Naturschutzring (DNR), der Dachverband der deutschen Natur- und Umweltschutzverbände, eine erste kritische Bilanz gezogen. ... scinexx.de

Flamingos tragen Make-up
Natürliche Farbe aus der Bürzeldrüse macht Vögel attraktiver

Spanische Forscher haben gezeigt, dass Flamingos ihren Federn eine Art natürliches Make-up verpassen, um auf Sexualpartner attraktiver zu wirken. Zum ersten Mal liefert die neue Studie damit den Nachweis, dass Vögel die Farbpigmente in Form von Karotinoiden aus den Sekreten ihrer Bürzeldrüse aus kosmetischen Gründen im Gefieder verteilen. ... scinexx.de

27.10.2010 Artensterben: Schwindender Artenreichtum
Neue Studie zeigt das bedrohliche Ausmaß des Artensterbens

Der Artenreichtum der Erde schwindet rasant: 20 Prozent der Wirbeltierarten sind momentan vom Aussterben bedroht, und jedes Jahr erhöht sich für 52 weitere Arten der Gefährdungsstatus. Diese Schätzung geht aus einer Auswertung von mehreren unterschiedlichen Studien zur Entwicklung der Artenvielfalt hervor. Sie ermöglicht es einem internationalen Team aus 23 Wissenschaftlern zum ersten Mal, das Ausmaß des globalen Artensterbens zu beurteilen. Ihre Ergebnisse zeigen, dass unser Planet momentan das sechste Massensterben seiner Geschichte durchmacht. Die Berechnungen der Forscher zeigen allerdings auch, dass Naturschutzmaßnahmen durchaus Erfolg haben können. Demnach wäre die Lage wesentlich dramatischer, wenn es in den letzten 40 Jahren nicht Projekte gegeben hätte, um die Natur und bedrohte Aren zu schützen. ... wissenschaft.de


Artenschutz & Süsswasser: 1200 neue Arten im Amazonas entdeckt
WWF-Bericht auf Artenschutzkonferenz Nagoya vorgelegt
... wwf.de

Insekten: Klevere Spinnenfresser
Raubwanzen tricksen Spinnen in ihrem eigenen Netz aus

Auf ihrer Jagd nach Spinnen benutzt eine australische Raubwanze (Stenolemus bituberus) einen cleveren Trick, um ihr potenzielles Futter zu sich zu locken: Sie imitiert die Bewegungen von Beutetieren, die im Netz der Spinne zappeln, haben australische Biologen entdeckt. Daraufhin nähert die Spinne sich ihrem vermeintlichen Futter - und wird selbst zur Beute. Die Raubwanzen versetzen das Netz allerdings nur in leichte Vibrationen, die denen eines kleinen oder erschöpften Insekts ähneln. Damit schützen sie sich vor allzu heftiger Gegenwehr der Spinnen, vermuten die Forscher. ... wissenschaft.de

Niesende Affen im Regen
Forscher finden neue Affenart mit regenempfindlicher Nase

Im Norden Myanmars haben Forscher eine bisher unbekannte Affenart entdeckt, die bei schlechtem Wetter ein echtes Problem hat: Das Regenwasser läuft den Tieren in ihre großen, nach oben gerichteten Nasenlöcher, so dass sie ständig niesen müssen. Um das zu vermeiden, verbringen sie solche Tage am liebsten mit dem Kopf zwischen den Knien, erfuhren die Wissenschaftler von einheimischen Jägern. Diese wissen bereits seit langem von der Existenz der für die Wissenschaft neuen Affenart - schließlich seien die Tiere bei Regen wegen der Niesattacken sehr leicht zu finden. Wie für viele neu entdeckte Tiere ist jedoch auch für Rhinopithecus strykeri, so der offizielle Name der Affen, die Zukunft ungewiss: Sie wurden sofort als "vom Aussterben bedroht" eingestuft. ... wissenschaft.de

26.10.2010 Weltrekord
Forscher entdecken größtes Virus der Meere

Ein britisch-kanadisches Forscherteam hat das größte im Meer lebende Virus identifiziert, das zugleich auch das zweitgrößte bislang bekannte Virus überhaupt ist. Im Gegensatz zu den meisten anderen Viren, die sehr einfach aufgebaut sind und nur wenige Gene besitzen, ist das Erbgut des großen Meeres-Virus sehr umfangreich: Es übertrifft sogar das einiger komplexer Einzeller. Damit verwischt es nach Aussagen der Wissenschaftler die Grenze zwischen lebenden Organismen und den Viren, die nach bisheriger Einstufung der Wissenschaft keine Lebewesen sind. Das Virus hat höchstwahrscheinlich großen Einfluss auf das Ökosystem der Ozeane, da es eine weit verbreitete Plankton-Art (Cafeteria roenbergensis) befällt. Plankton wiederum bildet die Basis der marinen Nahrungskette. ... wissenschaft.de

24.10.2010 Universum der Ozeane - mit Frank Schätzing (3/3)
Die Klimageschichte der Arktis, 19:30 Uhr - 20:15 Uhr, im ZDF

Die letzte Etappe der abenteuerlichen Zeitreise führt in die eisigen Weiten des Nordens. Das erste Ziel liegt in der Arktis. Und als ob das noch nicht kalt genug wäre, macht Frank Schätzing auf seiner Stippvisite durch Zeit und Raum auch Halt in der fernen Vergangenheit, als unser Heimatplanet durch eine Laune der Natur komplett einfror und über Jahrmillionen ein gewaltiger Schneeball blieb. ... terra-x.zdf.de

23.10.2010 Atomkraft: Wo bitte geht’s zum Castor? - Greenpeace macht mobil
Aktivisten informieren über die Anti-Atom-Demo in Dannenberg

Bundesweit informieren Greenpeace-Aktivisten ab heute eine Woche lang interessierte Bürger darüber, wie sie sich an den Anti-Atom-Demonstrationen rund um die anstehenden Castortransporte beteiligen können. An Infoständen, die als mobile Reisebüros umgebaut wurden, erklären sie den Passanten, wie sie zu der Großdemo am 6. November ins wendländische Dannenberg kommen können. Sie geben auch Auskunft zu Anlaufstellen für Übernachtung und Verpflegung. ... greenpeace.de

22.10.2010 Der WWF zum Tode von Loki Schmidt
WWF würdigt Verdienste um den Naturschutz

Der WWF trauert um sein langjähriges Kuratoriums- und Stiftungsratsmitglied Loki Schmidt (* 3. März 1919 in Hamburg-Hammerbrook; † 21. Oktober 2010 in Hamburg-Langenhorn). Sie war in der Nacht auf Donnerstag im Alter von 91 Jahren in ihrem Haus im Hamburger Stadtteil Langenhorn verstorben. Auf ihre Initiative wurde die jährliche Würdigung des „Blume des Jahres“ 1980 ins Leben gerufen. Loki Schmidt veröffentlichte zahlreiche Bücher über botanische Themen. Für ihre Verdienste um die Botanik wurde sie vielfach ausgezeichnet, etwa mit einem Ehrensenatorinnen-Titel der Hamburger Universität. Loki Schmidt war von 1980 bis 1993 Mitglied im Stiftungsrat und seit 1993 Mitglied im Kuratorium des WWF.
Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland:
„Mit Loki Schmidt verliert nicht nur der WWF, sondern der Naturschutz insgesamt eine ganz besondere Mitstreiterin, die ihre Prominenz auf unnachahmliche Weise für die Natur eingesetzt hat; bescheiden, fundiert und konsequent. Vor allem ihre Verdienste für die Botanik verdienen allergrößte Anerkennung. Wir verneigen uns in tiefstem Respekt vor Loki Schmidt“. wwf.de

TV-Tipp: Was Darwin noch nicht wusste, um 21.45 Uhr auf ARTE
Eineinhalb Jahrhunderte nach Darwin sind Wissenschaftler in der Lage, eines der größten Geheimnisse der Natur zu lüften. Die evolutionäre Entwicklungsbiologie schlägt eine Brücke zwischen Entwicklungs- und Evolutionsbiologie und kann so Antworten auf Fragen geben, die für Darwin noch unlösbare Rätsel darstellten. Der Dokumentarfilm nimmt die Zuschauer mit auf eine anschauliche und informative Reise von den Galapagos-Inseln zur Antarktis und durch Millionen von Jahren vom Kambrium bis zur Neuzeit, in der die unermessliche Vielfalt des Lebens in Hightechlaboratorien erforscht wird. ... arte.tv
Wiederholung: 30.10.2010 um 10:05 Uhr (USA, 2009, 98mn); Regie: John Rubin

Rettung vor dem Aussterben?: Spinnen in Küche gezüchtet
Die Gerandete Wasserspinne (Dolomedes plantarius) lebt im unmittelbaren Uferbereich von Gewässern. Sie steht auf der Roten Liste und ist gesetzlich geschützt. Um ihr Aussterben zu verhindern, greift eine Spinnenforscherin zu unorthodoxen Methoden. ... n-tv.de

Malariamücken: Aus eins mach zwei
Forscher befürchten rasche Entwicklung neuer Arten

Schlechte Nachrichten im Kampf gegen Malaria: Die Mückenart Anopheles gambiae sensu stricto, die zu den Hauptüberträgern zählt, steht offensichtlich kurz vor einer Aufspaltung in zwei verschiedene Arten. Zu diesem Schluss kommen gleich zwei wissenschaftliche Studien. Die beiden internationalen Forscherteams hatten unter anderem das Erbgut von zwei Anopheles-gambiae-Stämmen verglichen, die rein physiologisch betrachtet identisch sind. Dabei stellten sie jedoch derart umfassende genetische Unterschiede fest, dass sie eine bevorstehende Aufspaltung in zwei neue Arten vorhersagen. Diese Informationen seien wichtig für die Entwicklung neuer Strategien zur Malariabekämpfung: Insektengifte etwa müssten daraufhin überprüft werden, ob sie tatsächlich gegen beide Mückenstämme helfen, erklären Mara Lawniczak vom Imperial College London, die an beiden Studien beteiligt war, und ihre Mitarbeiter. ... wissenschaft.de

21.10.2010 Rückschau: Frisch auf den Müll (WDR/NDR)
Die globale Lebensmittelverschwendung (Ein Film von Valentin Thurn)

Sendetermin Mittwoch, 20. Oktober 2010, 23.30 Uhr im Ersten.
Hier der Trailer dazu: ardmediathek.de
Hier ist mehr zum Thema zu erlesen (Link update: 11.12.2011): daserste.de

Greise Sammlerinnen - auch ältere Bienen bauen geistig ab
Bienen haben im Alter ebenfalls Probleme mit dem Gedächtnis: Amerikanische und norwegische Forscher konnten nun zeigen, dass ältere Bienen Schwierigkeiten haben, ihren Weg in den heimischen Bienenstock zu finden, wenn der Standort des Nestes verändert wird. Ähnlich wie beim Menschen gibt es aber auch bei den Bienen dabei individuelle Unterschiede: Während einige alte Bienen große Probleme mit dem Umlernen hatten, fiel es anderen offenbar leichter, sich an die neue Position ihres Bienenstocks zu gewöhnen. Die Ergebnisse könnten deshalb helfen, die Variabilität der Gedächtnisfunktionen zwischen verschiedenen Individuen zu verstehen. Über ihre Resultate berichten die Wissenschaftler um Daniel Münch von der Arizona State University in Tempe und der Norwegian University of Life Sciences in Aas. ... wissenschaft.de

Studien zum Thema Strom:
Studie: Atomstrom müsste eigentlich 4 Cent pro Stunde mehr kosten

Die wahren Kosten für Atom und Kohle liegen einer neuen Studie zufolge bei zusätzlichen 4,0 Cent pro Kilowattstunde. Ein Bündnis aus rund 100 Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und Kirchen fordert nun ehrliche Strompreise und die vorrangige Einspeisung erneuerbarer Energien. ... strom-magazin.de

Studie: Strom-Giganten fahren trotz Krise Milliarden ein
Deutsche Stromanbieter erwirtschaften trotz Krise Rekordgewinne. Die Frankfurter Rundschau berichtete vorab unter Berufung auf eine Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes im Auftrag der Grünen, die drei Konzerne E.ON, RWE und EnBW hätten allein 2009 zusammen 23 Milliarden Euro Profit eingefahren. ... strom-magazin.de

20.10.2010 TV-Tipp: Frisch auf den Müll - Die globale Lebensmittelverschwendung
Film von Valentin Thurn, heute 23:30 – 0:15 Uhr im Programm der ARD

Mehr als die Hälfte unserer Lebensmittel landet im Müll! Das meiste schon auf dem Weg vom Acker in den Laden, bevor es überhaupt unseren Esstisch erreicht: jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot. Das entspricht etwa 500.000 Lkw-Ladungen pro Jahr. Für die ARD-Themenwoche „Essen ist Leben" (23. - 29. Oktober 2010) hat Regisseur Valentin Thurn das Ausmaß dieser Verschwendung international recherchiert - in den Abfall-Containern der Großmärkte, Lagerhallen und Supermärkte. Dokumentiert hat er überwältigende Mengen einwandfreier Nahrungsmittel, teilweise noch original verpackt, oft auch mit noch gültigem Mindesthaltbarkeitsdatum. Bis zu 20 Millionen Tonnen Lebensmittel werden jedes Jahr allein in Deutschland weggeworfen. Und es werden immer mehr! ... daserste.de

Tarnen & Täuschen: Woher der Leopard seine Punkte hat
Der Lebensraum prägt die Zeichnung im Fell der Katzenarten

Gepunktet, gestreift oder einfarbig - Forscher sind den Ursachen für die unterschiedlichen Fellzeichnung von Löwe, Leopard und Verwandten auf die Spur gekommen: Je dichter bewachsen der Lebensraum der jeweiligen Katzenart ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Tiere ein stark gemustertes Fell haben. Dieser Zusammenhang gilt auch für dämmerungsaktive Katzenarten, die im Spiel von Licht und Schatten auf die Jagd gehen. Zu dieser Faustregel kommen die Wissenschaftler, nachdem sie Fellmuster von 35 Katzenarten miteinander verglichen und in Bezug zu den jeweiligen Lebensgewohnheiten der Tiere gesetzt haben. Die Fellzeichnung dienen dabei grundsätzlich der Tarnung und lassen die Tiere optimal mit ihrer jeweiligen Umgebung verschwimmen. ... wissenschaft.de

7 statt 10: Ein skurriles Tier im Visier
Faultiere haben doch nur sieben Halswirbel

Das Faultier galt lange Zeit zu Unrecht als Ausnahme unter den Säugetieren: Ihm wurden fälschlicherweise 10 Halswirbel zugeschrieben - tatsächlich hat es jedoch lediglich die üblichen sieben, hat jetzt ein internationales Forscherteam unter der Beteiligung von Vera Weisbecker von der Friedrich-Schiller-Universität Jena nachgewiesen. Die Biologen hatten die Entwicklung der Halswirbel an Faultier-Embryonen untersucht und dabei festgestellt, dass es sich bei den vermeintlichen Halswirbeln nur um Brustwirbel handelt, denen die Rippenfortsätze fehlen. Über die Untersuchungen der Forscher berichtet die Friedrich-Schiller-Universität Jena. ... wissenschaft.de
Faultiere doch keine Wirbel-Exoten Studie:
Tierart weist den für Säugetiere typischen Wirbelsäulenbauplan auf
...
Veröffentlicht wurde die Studie in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS). ... scinexx.de

19.10.2010 TV-Tipps: Perlmuschel, Eremit und Eisvogel - Seltene Tiere in Hessen
20:15 - 21:00 Uhr im Hessischen Rundfunk (HR).

Den pfeilschnellen Eisvogel bekommt man nur selten zu Gesicht. Schon in den sechziger Jahren haben Naturschützer in Hessen davor gewarnt, dass dieser keine Nisthöhlen mehr findet, wenn immer mehr Gewässer begradigt und verschmutzt werden.
Herta Eller-Bartl, heute 86 Jahre alt, hat damals mit ihrem Mann im Vogelsberg einen Film über das Leben des Eisvogels gedreht und kehrt heute noch einmal an die Drehorte zurück. Passend zu den beindruckenden Filmausschnitten erzählt sie von den Schwierigkeiten, über ein Jahr lang versteckt in und an der Nidda zu drehen: ... hr-online.de

Lebendiger Fels - Baustein der Erde und des Lebens: Kalk
14:15 - 15:00 Uhr im Hessischen Rundfunk (HR).

Kalk baut gewaltige Gebirge auf, und er bedeckt rund zwei Drittel aller Meeresböden. Er bildet faszinierende Formen in der Wunderwelt der Minerale, wächst zu glitzernden Kristallen und zu bizarren Tropfsteinen.
Er liefert den Baustoff für die fantastischen Gehäuse und Schalen vieler Lebewesen - und für die Korallenriffe, die größten von Organismen errichteten Bauwerke. Auch dem Menschen dient er als Baustoff. Die Pyramiden der Ägypter, die Kolossalbauten der Griechen und Römer, die Tempelstätten der Mayas, die Kathedralen in der Normandie - sie alle sind aus Kalk gebaut. Der Film verfolgt das Werden und Vergehen dieses einzigartigen Baustoffs der Natur. Filmautor Walter Sigl besucht die Inselwelt der Bahamas, wo sich Kalk aus dem Meerwasser niederschlägt und wo unzählige Lebewesen ständig neuen Kalk produzieren, und er reist in die Gebirge und Landschaften, die aus Kalk aufgebaut sind: ... hr-online.de

Klima aktuell: Bromelien "speien" Methan
Pflanzen erhöhen Gaskonzentration über tropischen Regenwäldern

Im Jahr 2003 wurden weltweit erhöhte Methankonzentrationen über tropischen Regenwäldern entdeckt, deren Ursprung bis heute nicht endgültig geklärt ist. Nun hat ein internationales Forscherteam wichtige Indizien dafür gefunden, wie es zu dieser Methanansammlung kommt. ... scinexx.de

Algen: Cleverer Sonnenschutz
Blaualgen regieren auf zu starkes Licht mit Sonnenschutzmaßnahmen

Blaualgen wandeln ein Zuviel an Licht in Wärme um, um sich vor übermäßiger Strahlung zu schützen. Wie sie das machen, haben jetzt Forscher von der Ruhr-Universität Bochum entdeckt: Sie tauschen eines der Schlüsselproteine der Photosynthese gegen ein zwar verwandtes, aber leicht abgewandeltes Eiweißmolekül aus. Dadurch stellen sie diesen Prozess so um, dass er nicht mehr auf den maximalen Energiegewinn aus dem Sonnenlicht abzielt. Stattdessen wird ein Teil der Energie in Form von unschädlicher Wärme abgeführt. Lässt der Lichtstress wieder nach, schalten die Algen einfach auf die Produktion des normalen Proteins zurück, das eine maximale Ausbeute an Energie ermöglicht. Über die Ergebnisse der Forscher um Marc Nowaczyk berichtet die Ruhr-Universität Bochum. ... wissenschaft.de

Biodiversität: Neue Weltkarte der Artenvielfalt
Wissenschaftler stecken Grenzen von Bioregionen neu ab

Wie sind Tier- und Pflanzenarten auf der Erde verteilt? Seit 150 Jahren werden die Grenzen zwischen so genannten Bioregionen, die die Muster biologischer Vielfalt auf Kontinenten und global beschreiben kontrovers diskutiert. Wissenschaftlern ist es nun gelungen, ein neues Verfahren zu entwickeln, mit der sie eine aktuelle Weltkarte der Artenvielfalt von Säugetieren erstellt haben. Diese weicht von früheren klassischen Einteilungen ab. ... scinexx.de

18.10.2010 Tiefseeforschung: Forscher entdecken blinden Fisch Aberdeen: Wissenschaftler haben in einem der tiefsten Teile des pazifischen Ozeans eine bisher unbekannte Fischart entdeckt.


Foto: © University of Aberdeen Oceanlab, 2010; Tiefesee-Diversität (‚Vielfalt'): die
Mannschaft gewann Tausende von Bildern des Lebens im Graben die eine große
Biodiversität aufweisen, höher als noch vor ein paar Jahrzenten angenommen
wurde.
Die neu entdeckten Fische haben eine Länge von ungefähr 25 cm und sind zum ersten Mal im Peru-Chilegraben gesichtet worden, einer 8.000 Meter tiefen Spalte im Meeresgrund vor der Küste von Chile und Peru. Wissenschaftler der Universität von Aberdeen reisten dort hin, um die Tiere in 7.000 Metern Tiefe zu fotografieren, meldete BBC News.

'Perfekt angepasst'
Die Tiefseefische haben sich perfekt an das Leben in großer Tiefe angepasst. Sie sind blind und jagen kleine, krebsartige Tiere, welche sie mit einer Art Bewegungssensor an ihrem Kopf orten. "Wenn sie Bewegung aufspüren, öffnen sie ihr Maul und saugen so viel Wasser wie möglich ein. Dabei hoffen sie, dass die Schalentiere sich darin befinden“, erklärt Untersuchungsleiter Alan Jamieson.

6.000 Fotos
Die Forscher machten ihre Entdeckung mit Hilfe einer Unterwasserkamera, die sie Tiefen von zwischen 4.500 und 8.000 Metern in den Ozean hinunter ließen. Die Kamera machte insgesamt 6.000 Fotos. In dem Tiefseegraben trafen die Wissenschaftler neben der neuen Fischsorte noch viel mehr Tiere an, wie beispielsweise Krebstierchen und Aale. “Ich würde darauf wetten, dass sich darunter noch mehr neue Arten befanden“, sagte Jamieson. (Update: 11.12.2011) dnews.de

Deep void yields new fish species
Science and nature reporter, BBC News - by Victoria Gill bbc.co.uk


TV-Tipps: nano spezial: "Wertsache Vielfalt"
Kaum ein Pflanzenöl ist so begehrt, wie das der Ölpalme - doch für Palmöl-Plantagen muss der Urwald weichen

Moderation: Kristina zur Mühlen, eine Erstausstrahlung: 18:30-19:00 Uhr im 3sat.
Im Jahr 2002 einigte sich die Weltgemeinschaft darauf, die Rate des Verlusts der biologischen Vielfalt bis 2010 zu reduzieren, das Artensterben auf der Erde zu stoppen. Jetzt, gegen Ende des Internationalen Jahres der Biodiversität, treffen sich die Staatsvertreter im ... 3sat.de

hitec: Gasrausch
Wie hoch ist der Preis für die Ausbeute von Schiefergas?

Film von Robert Richter im 3sat, 21:30-22:00 Uhr, eine Erstausstrahlung.
Deutschland ist der größte Erdgasimporteur in Europa. Bald könnte sich das ändern, denn das Land verfügt über große Erdgasressourcen, zum Beispiel in Niedersachsen. Allerdings ist das kein konventionelles Erdgas, das in Blasen lagert, sondern Schiefergas. So nennt sich ... 3sat.de

Universum der Ozeane - mit Frank Schätzing – Teil 2/3
Herrscher der Weltmeere: Auf der Reise durch das Universum der Ozeane trifft der Zuschauer diesmal auf einige der großen Herrscher der Weltmeere, denen der Mensch erst seit kurzer Zeit den Rang als gefährlichstes Raubtier unter Wasser streitig macht. Die Geschichte von den Topjägern der blauen Welten ist voller Überraschungen, und nicht immer sind es die Größten und Bissigsten, die den Kampf ums Überleben gewinnen. Schon häufig erwiesen sich in der Evolution die vermeintlich Zarten und Schwachen als Sieger. zdf.de

Atmosphärenforschung - dem Wind geht die Puste aus
Hat dies langfristigen Einfluss auf Windkraftanlangen?

Der Wind bläst uns auf der Nordhalbkugel immer schwächer um die Ohren. Um fünf bis 15 Prozent habe seine Stärke in Bodennähe in den vergangenen 30 Jahren nachgelassen, berichten französische Atmosphärenforscher. Ein Teil dieses Effektes könnte auf das Konto steigender Bebauung und Vegetation gehen, schreiben die Forscher im britischen Fachjournal Nature Geoscience. ... n-tv.de

15.10.2010 Klimaschutz: Ein Stern der solaren Revolution ist erloschen
WWF zum Tod von Hermann Scheer (* 29. April 1944 in Wehrheim; † 14. Oktober 2010 in Berlin)

Der WWF Deutschland trauert um Hermann Scheer. „Hermann Scheer war der herausragende Kopf, wenn es darum ging, den Übergang von einer fossilen zu einer solaren Energiewirtschaft vorzudenken, lebendig zu schildern und gegen alle Kritiker zu verteidigen“, sagt Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland zum Tod von Hermann Scheer. Brandes ergänzt: „Unermüdlich hat er die Vision einer erneuerbaren Zukunft in konkrete Politikentwürfe übersetzt und sich gegen alle Widerstände Gehör verschafft. Seine Handschrift ist unter anderem im Erneuerbaren Energiegesetz zu erkennen. Seine lebendigen Beschreibungen einer möglichen Zukunft ohne fossile oder nukleare Energie werden uns alle in Erinnerung bleiben und uns eine Inspiration sein. Seine Energie und seine Unbeugsamkeit machen ihn für alle zu einem Vorbild. Seine Ideale bleiben nicht nur erstrebenswert, sondern auch nach wie vor realistisch. Auch wenn es Meinungsunterschieden heiten über den richtigen Weg zu Erreichung einer regenerativen Zukunft gab, werden wir uns dafür einsetzen, seinen und unseren Traum Wirklichkeit werden zu lassen.“ wwf.de
Die Internetpräsenz von Hermann Scheer hermannscheer.de

Verbesserte Haftbedingungen
Feuchte Geckofüße kleben fester als trockene

US-Forscher haben herausgefunden, warum Gecko-Füße in feuchter Luft noch besser an glatten Oberflächen haften als in trockener: Ähnlich wie langes Baden Finger- und Zehennägel aufweicht, lässt die Luftfeuchtigkeit das hornartige Material der winzigen Härchen an den Gecko-Fußsohlen weich werden, die für die schier unglaubliche Haftwirkung verantwortlich sind. In diesem Zustand können sich die Härchen noch besser an die jeweilige Oberfläche anschmiegen und so die Haftung verstärken. Angst davor, festzukleben, brauchen die Geckos trotzdem nicht zu haben - im Gegenteil: Die weicheren Härchen erleichtern es ihnen sogar, ihre Füße wieder von der Oberfläche abzuziehen, berichten Jonathan Puthoff vom Lewis and Clard College in Portland und seine Kollegen. ... wissenschaft.de

13.10.2010 Landebahn für dicke Brummer
Hummeln fliegen bevorzugt gestreifte Blüten an

Wer Hummeln mag, sollte rote und gestreifte Blumen pflanzen: Britische Forscher haben entdeckt, dass die pummeligen Brummer rote und gestreifte Blüten bei der Nektarsuche bevorzugen. Die Streifen entlang der Adern der Blüten stellten für die Hummeln eine Art Landebahn dar und würden ihnen bei der Orientierung helfen, erklären die Forscher das Phänomen. Gärtner könnten die Hummelpopulationen entsprechend unterstützen, indem sie Pflanzen mit den bevorzugten Blüten wählen: Die pelzigen Insekten seien nicht nur wichtige Bestäuber im heimischen Garten, sondern spielten diesbezüglich auch eine wichtige Rolle in der Landwirtschaft. ... wissenschaft.de

Klima & Wetter: Sensibles System
Eisausdehnung in Schlüsselregion der Arktis ist auf historischem Tiefstand

Die Eisausdehnung in der Laptevsee ist so gering wie nie zuvor. Diese Erkenntnis haben Forscher des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften in Kiel von einer fünfwöchigen Expedition in das arktische Gewässer mitgebracht, wie das Institut mitteilt. Die nördlich von Russland und Asien gelegene Randregion des Nordpolarmeers gilt als eine der Schlüsselregionen der Arktis, da dort rund ein Drittel des arktischen Meereises entsteht. Zwar müssten die während der Expedition gesammelten Messergebnisse erst noch vollständig ausgewertet werden. Schon nach einer ersten Datensichtung sei jedoch deutlich geworden, dass das sensible System der Arktis alles andere als stabil sei. ... wissenschaft.de

12.10.2010 Gefährliches Abenteuer im Kongo
Hannes Jaenicke bei den letzten Berggorillas

Hannes Jaenicke macht sich erneut auf Spurensuche - nach den Orang-Utans, Eisbären und Weißen Haien zieht es ihn diesmal zu den größten Primaten unserer Erde: Gorillas. Drei von vier Gorilla-Arten gelten als unmittelbar vom Aussterben bedroht. Der einzige Lebensraum der Gorillas, der Regenwald Zentralafrikas, wird immer weiter gekappt. ... (Update: 11.12.2011) hannesjaenicke.zdf.de
Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Gorillas (Update: 10.12.2011) zdf.de
Die Bilderserie: Berggorillas im Kongo (Update: 10.12.2011) zdf.de

Weltmeer-Erkundung: Zum Terra X-Dreiteiler mit Frank Schätzing
Drei Viertel der Erdoberfläche sind von den Weltmeeren bedeckt, und doch wissen wir weniger über sie als über ferne Planeten. Nur die oberen Schichten sind von Licht durchdrungen, darunter herrscht ewige Finsternis und rätselhaftes Leben. Der Dreiteiler "Terra X - Universum der Ozeane" erkundet mithilfe einer Vielzahl technischer und visueller Möglichkeiten Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Meere. ...

Universum Ozeane mit Frank Schätzing – Teil 1/3 zdf.de

Evolutionsforschung: Künstliche Nacktschnecken
Platin-Ionen lassen Schnecken ihr Haus verlieren

Bereits eine kleine Menge Platin kann bei Schneckenkindern entscheidende Weichen stellen: Kommen sie während einer bestimmten Phase ihrer Entwicklung mit Platin-Ionen in Kontakt, bilden sie später nicht wie üblich ein gedrehtes Schneckenhaus außerhalb ihres Körpers. Stattdessen wächst ein kleiner Hohlkegel ins Körperinnere der Tiere hinein, der ebenfalls mit einer kalkigen Schale ausgekleidet ist. Das haben Tübinger Forscher jetzt am Beispiel einer Süßwasserschnecke namens Marisa cornuarietis gezeigt. Die Entdeckung, die das Team um Heinz Köhler eher zufällig gemacht hat, wirft ein neues Licht auf die Evolution von Schnecken und insbesondere auf die Entwicklung von Nacktschnecken: Da diese ebenfalls verkleinerte innere Schalen ausbilden, hat möglicherweise auch in der Natur ein kleiner Anstoß gereicht, um sie aus haustragenden Vorfahren entstehen zu lassen. ... wissenschaft.de

Paarungstanz steckt Schnecken im Gehäuse
Spitzschlammschnecken (Lymnaea stagnalis) führen je nach Windungsrichtung ihres Gehäuses einen unterschiedlichen Paarungstanz aus

Das Paarungsverhalten der Spitzschlammschnecke hängt direkt mit der Drehrichtung ihres Schneckengehäuses zusammen: Schnecken mit einem rechtsseitig gewundenen Schneckenhaus umkreisen ihren Geschlechtspartner vor der Paarung im Gegenuhrzeigersinn, während Schnecken mit einem linksseitig gewundenen Haus sich im Uhrzeigersinn um ihren Partner bewegen, haben britische Biologen um Angus Davidson von der Universität von Nottingham herausgefunden. Die Drehbewegung der untersuchten Wasserschnecke Lymnaea stagnalis hängt mit einer Asymmetrie des Gehirns zusammen, die auch Lateralisation genannt wird. Aus der bevorzugten Hirnhälfte, in der die Prozesse für die Paarung ablaufen, folgt die Drehrichtung, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Biology Letters. ... wissenschaft.de

07.10.2010 Klima und Wetter: Fragile Ökosysteme
Tropischen Lebensgemeinschaften macht der Klimawandel besonders zu schaffen

Der Klimawandel bedroht die Ökosysteme in den Tropen mehr als die in den kühleren Zonen, obwohl die Temperaturen in Äquatornähe weniger steigen.
Das schließen US-Forscher aus einer Auswertung von Temperaturdaten der vergangenen fünfzig Jahre. Der Grund dafür liege in den Auswirkungen auf den Stoffwechsel der tropischen Tiere: Die Erhöhung der ohnehin schon recht warmen Temperaturen steigert die Stoffwechselrate der wechselwarmen Tropenbewohner, die ihre Körpertemperatur der Umgebungstemperatur anpassen. Das Leben der Insekten, Reptilien und Amphibien wird sich dadurch grundlegend verändern - und das wird sich über die Nahrungsketten auf das gesamte tropische Ökosystem auswirken. wissenschaft.de

06.10.2010 Lebensmittel Wahrheiten zdf.de

Natur: Je bunter, desto besser
Farbstoffe schützen das bunte Federkleid des Papageis vor Bakterien

Die einzigartigen Farbstoffe in den Federn von Papageien verleihen ihnen nicht nur leuchtende Farbenpracht, sie schützen das Gefieder auch vor Bakterienbefall. Das konnten US-amerikanische Forscher zeigen, die die unterschiedliche Widerstandsfähigkeit von Federn gegenüber dem Abbau durch Bakterien untersucht haben. Ihren Ergebnissen zufolge ist der Schutzeffekt bei roten Federn am größten. Verantwortlich dafür sei ein spezielles Farbpigment, Psittacofulvin, das in roten Federn am höchsten konzentriert ist. Es hält Bakterien, die im Gefieder der Vögel leben, davon ab, die Federn zu zersetzen. ... wissenschaft.de

Ein Fünftel aller Pflanzen vom Aussterben bedroht
Erste Rote Liste für Pflanzen enthüllt Gefährdungsstatus weltweit

Eine von fünf Pflanzen weltweit ist vom Aussterben bedroht, am stärksten betroffen sind Arten in den Tropen und im tropischen Regenwald. Das ist das Ergebnis der ersten weltweiten Erhebung des Gefährdungsstands der Pflanzenwelt. Sie zeigt unter anderem, dass der Verlust des Lebensraums eine der Hauptursachen für den Verlust pflanzlicher Artenvielfalt ist. Dieser erste Rote Liste Index für Pflanzen ist ein wichtiges Werkzeug für den weltweiten Artenschutz und kann nun als Referenz für weitere Erhebungen dienen. ... scinexx.de

Nutztierhaltung, Qualität & Gesundheit: Gesunde Kühe geben bessere Milch
Wissenschaftler entdecken Vorteile eines speziellen Melkrhythmus

Die Strategie beim Melken ist entscheidend für die Qualität der Milch und die Gesundheit der Kuh. Das schließen deutsche Forscher aus einer zwei Jahre dauernden Studie. Demnach geben Kühe bessere Milch, wenn sie während oder nach der Trächtigkeit in einem speziellen Rhythmus gemolken werden. Durch kleine Veränderungen im Melkrhythmus kann eine Kuh so Milch mit einem höheren Eiweißanteil geben. Das ist nicht nur gesünder für den Verbraucher, die Bauern erzielen für hochwertigere Milch auch höhere Preise. Das neue Vorgehen sei außerdem für die Kühe gesünder als die traditionelle Melkmethode. ... wissenschaft.de

02.10.2010 Heute, schalten wir (der WDCS) die Webseite www.sonarsucks.com frei!
Aus der Gestrigen E-Mail:
SONAR SUCKS. Mir platzt der Schädel. Für eine Vision vom Stillen Ozean.
Eine Kampagne, die sich an Regierungen, Industrie und Militärs richtet.
Eine Kampagne, die wütend ist.
Wütend über die fortlaufende Zerstörung des Lebensraumes Meer.
Wütend über die brutale Vernichtung von Walen und Delfinen.


sonarsucks.com

Gutachten: Biblis B soll über 80 Sicherheitsmängel aufweisen
Das hessische Atomkraftwerk Biblis B hat einem Zeitungsbericht zufolge offenbar gravierende Schwachstellen. Die Süddeutsche Zeitung berichtet in ihrer Dienstagsausgabe von einem Gutachten im Auftrag des Bundesumweltministeriums über sicherheitstechnische Mängel. ... strom-magazin.de

01.10.2010 Frackträger: Die Eleganz kam später
Die Urahnen der Pinguine trugen noch keinen Frack

Ihren charakteristischen schwarzen Frack entwickelten die Pinguine erst nachdem sich ihre Flügel und Federn an das Leben im Wasser angepasst hatten. Das schließen Paläontologen aus Untersuchungen an einem 36 Millionen Jahre alten fossilen Pinguin aus Peru. Seine schmalen und stabilen Flügel und die dicht gepackten Federn, die wie Dachziegel übereinanderliegen, entsprechen denen der heutigen Pinguin-Arten. Die Pigmente der Federn sorgten jedoch für eine Überraschung: Sie ähneln mehr denen anderer lebender Vögel als denen heutiger Pinguine. Die Federn des fossilen Pinguins waren demnach rotbraun bis grau gefärbt, im Gegensatz zu dem Frack der heutigen Pinguine. "Das Fossil gibt uns Aufschluss über die Anpassung dieser Vögel an das Leben im Wasser", sagt Studienleiterin Julia Clarke von der University of Texas in Austin. wissenschaft.de



30.09.2010 ROBIN WOOD geht gegen Diffamierung von S21-Gegnern durch Ministerpräsident Mappus vor ... robinwood.de

Gedanken um Stuttgart 21: Laut gedacht
Als ich das Foto des Mannes sah, wurde mir ganz anders – dieser Mann könnte mein Vater sein und wird so behandelt, warum? Weil er friedlich gegen Stuttgart 21 demonstriert! Bei meiner Ankunft im Schloßgarten konnte ich auch nicht verstehen, warum einige Hunderte Stuttgart 21-'Gegner' lautstark die Polizisten als „Kinder schläger“ bezeichneten. Mittlerweile nach den Nachrichten (23:45 Uhr am 30.09.2010) kann ich dies durchaus nachvollziehen!

Dieses Bild trieb mich auf die Straße:

Im Schlosspark Stuttgart setzte die Polizei Reizgas und Wasserwerfer gegen Demonstranten
ein, die gegen das Fällen von etwa 300 Bäumen protestierten. Dieser Mann wurde an den
Augen verletzt. Foto: © Marijan Murat/dpa

zeit.de
stern.de

Aus dem Newsletter des Meeresmuseums: Neue Haie in Stralsund
Im Hai-Aquarium des MEERESMUSEUMs tut sich was: kürzlich sind Leopardmarderhaie (Glatthaie aus der Familie: Triakidae) in das Becken eingezogen. Die Fische mit dem markanten namengebenden Muster auf der Haut können in freier Wildbahn durchaus bis zu zwei Meter lang werden. Dort leben sie vor allem in den Flachwasserzonen der Küsten.
Im Stralsunder Meeresmuseum haben die "Neuen" ein 50 000-Liter-Zuhause, dass der "Hai-WG" auf jeden Fall einen Vorteil bietet: das Futter, bestehend aus Tintenfischen, Garnelen und kleinen Fischen, steht immer pünktlich auf dem Tisch - Verzeihung: auf dem Riff.
Die etwa 1,20 Meter großen Haie müssen übrigens keine Angst haben, dass ihnen die seltenen Faden-Makrelen oder die Weißkehl-Doktorfische das Futter weg schnappen. Die kleineren Mitbewohner der Haie bevorzugen nämlich Kleinkrebse, Muscheln und pflanzliches Futter. Übrigens, auch für die farbenfrohen Riffbewohner hat die regelmäßige Fütterung der Haie einen Vorteil: sie müssen nicht befürchten, selbst auf deren Speiseplan zu landen.
Wer einmal bei einer Fütterung am Haibecken dabei sein möchte, sollte sich Dienstag oder Freitag um 14:00 Uhr vor dem zweitgrößten Aquarium im Meeresmuseum einfinden. meeresmuseum.de

Alternativer Nobelpreis: Ehre für unbekannte Helden
Mit kleinen Projekten bewirken sie Großes: Der Alternative Nobelpreis geht in diesem Jahr an einen Bischof, einen Umweltschützer, einen Entwicklungshelfer und eine Ärzteorganisation. SPIEGEL ONLINE stellt die Geehrten vor. ... spiegel.de
Alternative Nobelpreise für „Wandel von unten“ ... greenpeace-magazin.de

Moratorium: „Unruhetag“ im Wendland
Ab dem 1. Oktober 2010 soll nach dem 10-jährigen Moratorium am Gorlebener Salzstock weiter gearbeitet werden, wie kürzlich der niedersächsische Umweltminister Sander verkündete. Die Aufhebung des Moratoriums ist für die Atomkraft-Gegner in Wendland und den umliegenden Regionen ein fataler Fehler: Mit einem "(Un-) Ruhetag" wollen sie am 2. Oktober auf den behördlichen Bescheid reagieren. ... wendland-net.de

Verlust der Artenvielfalt gefährdet langfristig die Ernährungssicherheit
Quedlinburg (JKI): Die genetische Vielfalt unserer Kulturpflanzen und mit ihnen verwandter Wildarten ist für die Ernährungssicherung von essenzieller Bedeutung. Kürzlich ging an der Universität Madeira ein Symposium zu Ende, bei dem europäische Agrarwissenschaftler und Artenschützer neue Schutzkonzepte und Forschungsergebnisse diskutierten. Im Zentrum des Interesses stand das Projekt AEGRO. In ihm entwickeln Wissenschaftler aus acht EU-Ländern unter Koordination des Julius Kühn-Instituts (JKI) Strategien, Methoden und Werkzeuge, um gefährdete Wildpflanzenarten sowie Landsorten zu erhalten, die mit unseren Kulturpflanzen wie Hafer, Raps, Rüben oder Kirschen verwandt sind. „Als besonderen Erfolg werten wir als Projektteam die Teilnahme von renommierten Wissenschaftlern aus den USA und China, Vertretern internationaler Agrarforschungszentren sowie eines Repräsentanten der Europäischen Kommission“, sagte Koordinator Dr. Lothar Frese vom JKI.
Bereits im Jahr 2001 beschloss die EU beim Gipfeltreffen in Göteborg, dem Verlust der biologischen Vielfalt bis zum Jahr 2010 Einhalt zu gebieten. Trotz einiger Fortschritte verfehlt die Gemeinschaft der EU-Mitgliedsländer diese Zielsetzung mit hoher Wahrscheinlichkeit. ... greenpeace-magazin.de

Verhaltensforschung: Das bin ich!
Makaken erkennen ihr eigenes Spiegelbild

Vermutlich haben sogar Rhesusaffen ein Bewusstsein für ihr eigenes Selbst: Sie scheinen sich im Spiegel zu erkennen, obwohl sie den typischen Markierungstest, bei dem ein Punkt im Gesicht eines Tieres angebracht wird, nicht bestehen. Zu diesem Schluss kommen amerikanische Verhaltensforscher nach einer ausführlichen Beobachtung der Tiere. Aufgrund des Spiegeltests hatten Wissenschaftler bisher von den Primaten nur den Menschenaffen ein Selbstbewusstsein zugeschrieben, nicht aber Vertretern der weniger hochentwickelten Affenarten. Luis Populin von der University of Wisconsin-Madison und seine Kollegen sind nach ihrer Rhesusaffenstudie jedoch überzeugt, dass auch diese Affen sich selbst erkennen können. Die Punkt-Prüfung sei daher möglicherweise nicht so aussagekräftig wie bisher angenommen. ... wissenschaft.de

Korallensterben programmiert: Bisherige Klimaziele reichen nicht
Betreiben wir den Klimaschutz so wie bislang, erwärmt sich die Erde in den nächsten 90 Jahren um 4,2 Grad. Die 2-Grad-Grenze mit den bisherigen Maßnahmen einhalten zu können, wäre illusorisch - sagen Forscher. ... n-tv.de

29.09.2010 Traurige Gewissheit & Machtlosigkeit: Stuttgart 21- Die Kettensägen kommen ab Freitag!
... Gerade die besonders wertvollen alten Großbäume können technisch und biologisch bedingt nicht verpflanzt werden, sie sind nur durch einen Baustopp zu retten. Deshalb werden die ROBIN WOOD AktivistInnen und Parkschützer auch weiterhin vehement für ihre Bäume kämpfen.
„Der Mittlere Schlossgarten im Herzen der Stadt ist nicht zu ersetzten, weder in seiner Funktion als Naherholungsgebiet noch in seiner ökologischen und klimatischen Funktion. Da helfen auch ‚Ausgleichsflächen‘ in den Randbezirken und außerhalb der Stadt nichts“, sagt Klaus Gebhard, Gründer der Parkschützer. „Um das Kronenvolumen, den Gasumsatz und die Filterfunktion eines einzigen Großbaums zu ersetzten, wären 2.000 junge Bäume notwendig!“ Insgesamt sollen für 'Stuttgart 21' 282 Bäume weichen. ... giessener-zeitung.de

Öl im Golf von Mexiko: Forscher zweifelt US-Regierungsangaben an
Der Streit um die Umweltfolgen der Ölpest im Golf von Mexiko bekommt eine neue Wendung: Ein Meeresforscher glaubt, dass es noch deutlich mehr Öl unter Wasser gibt, als die US-Regierung zugibt. Sand und Gesteinsreste überdecken demnach die gefährlichen Substanzen.
... spiegel.de

Weniger Tiere ausgestorben als befürchtet: Über ein Drittel wiederentdeckt
Der seltene Loris tardigradus nycticeboides wurde seit 1937 nur viermal gesehen und schien zwischen 1939 und 2002 vollkommen verschwunden.

Doch nicht ausgestorben: Der seltene Loris tardigradus nycticeboides schien vollkommen verschwunden, nun wurde er kürzlich fotografiert.
Weltweit sind wahrscheinlich viel weniger Säugetiere ausgestorben als befürchtet. Mehr als ein Drittel der seit seit dem Jahr 1500 ausgestorben geglaubten Arten seien wiederentdeckt worden, berichten zwei Forscher der australischen Universität von Queensland in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B. Insgesamt seien 67 der 187 zunächst als ausgestorbenen erklärten oder lange nicht gesichteten Tiere wieder aufgetaucht.
Nach Angaben der Autoren sterben Arten aus verschiedenen Gründen aus: wenn der Lebensraum etwa durch Abholzen oder Überweidung verloren geht, wenn zu viele Tiere gejagt werden und wenn sich im Verbreitungsgebiet neue Arten ansiedeln oder Krankheiten eingeschleppt werden. Vor allem für Tiere, deren Verschwinden auf einen Verlust des Lebensraums zurückgeführt wird und die einst in einem größeren Verbreitungsgebiet lebten, gibt es Hoffnung, schreiben die Forscher: sie werden am ehesten wieder entdeckt.
"Unsere Ergebnisse, wonach Säugetiere, deren Verschwinden auf den Verlust von Lebensraum zurückgeführt wird, am ehesten wieder entdeckt werden, legen nahe, dass die Zahl der durch Lebensraumverlust ausgestorben geglaubten Tiere wahrscheinlich überschätzt wird", schreiben Diana Fisher und Simon Blomberg. Nötig seien mehrere Expeditionen, um Tiere zu suchen. Andererseits betonen sie: "Naturschutzgelder sind herausgeschmissenes Geld, wenn damit nach Arten gesucht wird, bei denen die Chance auf Wiederentdeckung gleich null ist." n-tv.de

Geowissenschaften: Urzeitliche Krabbenwanderung
Süßwasserkrebse dokumentieren die Kontinentaldrift Indiens

Verwandtschaftsverhältnisse von Süßwasserkrabben können zeigen, wie die Plattentektonik das Gesicht der Erde veränderte: Deutsche Forscher haben durch Erbgut-Analysen herausgefunden, dass die Vorfahren südostasiatischer Süßwasserkrabben ursprünglich aus Indien kamen. Dieses Ergebnis legt den Schluss nahe, dass der indische Subkontinent einst sehr nahe an Südostasien vorbei driftete, sogar eine Landbrücke entstand und die Krebse so den benachbarten Erdteil besiedeln konnten. ... wissenschaft.de

Klimaschutz: Wegweiser in die klimapolitische Sackgasse
Der WWF zum Energiekonzept der Bundesregierung
wwf.de

Süßwasser: WWF-Stellungnahme zum aktuellen Hochwasser in Sachsen
... WWF-Hochwasserexperte Georg Rast sagt: „Effektives Hochwassermanagement in Deutschland kann nur durch eine ausgewogenen Mischung aus Deichrückverlegungen und Poldern gewehrleistet werden.“ Besonders bei langanhaltenden Hochwasserwellen seien Polder allein vollkommen ungeeignet, um die Folgen abzumildern. ... wwf.de

28.09.2010 Erneuerbare Energie: Größtes Solarschiff zu Weltumseglung gestartet
Monaco/Kiel: Das größte Solarschiff der Welt ist am Montag von Monaco aus zu einer ersten Weltumseglung gestartet. ... (Update: 11.12.2011) dnews.de

Tierquälerei: Neuseeländer schwingt Kaninchen an den Ohren - Geldstrafe
Wellington (dpa): Weil ein Neuseeländer ein lebendes Kaninchen zur Belustigung anderer an den Ohren geschwungen hat, muss er eine Geldstrafe wegen Tierquälerei zahlen. "Ich dachte, es würde die Leute amüsieren, die sonst keine Kaninchen sehen", meinte der 53-Jährige.
Er hatte mit dem Kaninchen in einer Einkaufsstraße in Auckland herumgewedelt. Ein Richter sah das anders: Der Mann habe dem Tier unnötiges Leid zu gefügt. Der Mann muss 500 neuseeländische Dollar - 273 Euro - zahlen.
Erst vor wenigen Tagen machten die Neuseeländer wegen ihres außergewöhnlichen Umgangs mit Tieren Schlagzeilen: Schüler schleuderten für einen Wettbewerb tote Possums durch die Luft. Die Schule nördlich von Wellington kam ohne Strafe davon.
Possums gelten in Neuseeland als Pest und werden gejagt. Der Schuldirektor meinte, seine Schüler seien vom Land, ihr Umgang mit toten Tieren ganz natürlich. (Update: 11.12.2011) general-anzeiger-bonn.de

Sogenante TV-Sendung: Tierschützer kritisieren Bohlens Elefantenritt greenpeace-magazin.de
Der Grund: "Tiere zu Unterhaltungszwecken zu missbrauchen lässt kein großes menschliches Talent erkennen und sollte der Vergangenheit angehören", schrieb die Tierschutzorganisation in einer Presseerklärung.
Vier Pfoten forderte RTL auf, "endlich auf ein zeitgemäßes Sendekonzept zu setzen und nur menschlichen Begabungen eine Plattform zu bieten". Dieter Bohlen und Co. sollten sich zukünftig nur von menschlichen Akteuren begeistern lassen, hieß es abschließend. (Link update: 11.12.2011) satundkabel.de

Atomkraft: Greenpeace-Protest an allen AKW-Standorten
Die ersten Fotos kommen aus Biblis und Philippsburg. Dann geht es Schlag auf Schlag: Atomkraft schadet Deutschland! Es ist früh am Morgen. Nach und nach taucht die Leuchtschrift an Reaktoren und Kühltürmen der zwölf deutschen AKW-Standorte auf. Greenpeace-Aktivisten protestieren mit den Projektionen gegen die geplanten Laufzeitverlängerungen. Die Bundesregierung will heute im Kabinett die dafür notwendigen Gesetze beschließen. ... greenpeace.de

Biologe Succow warnt vor Naturzerstörung
Stralsund (dpa): Zu Beginn des 30. Deutschen Naturschutztages hat der Träger des Alternativen Nobelpreises, Michael Succow, vor einer weiteren Naturzerstörung gewarnt. Seit 200 Jahren greife der Mensch massiv in die Naturkreisläufe ein. Von der Natur entsorgte Stoffe würden wieder in den Kreislauf gebracht, sagte Succow am Dienstag in Stralsund. Der Mensch zerstöre Ökosysteme wie die Moore. „Entwässerte Moore sind Kohlenstoffbomben.“ Die Moore nähmen drei Prozent der Erdoberfläche ein, binden jedoch 30 Prozent des terrestrischen Kohlenstoffes. Deren Wiedervernässung sei eine effektive Maßnahme zum Klimaschutz. greenpeace-magazin.de

27.09.2010 Meere & Küsten: 25 Jahre Nationalpark Wattenmeer - nur halber Grund zum Feiern
Naturschutzverbände warnen vor Schwächung des Nationalparks in Schleswig-Holstein

Hamburg: Anlässlich des 25jährigen Geburtstags des Nationalparks Wattenmeer in Schleswig-Holstein bekennen sich die Naturschutzverbände NABU, Schutzstation Wattenmeer und WWF klar zum Nationalpark und seinen Erfolgen. Zu ihnen zählen der bessere Schutz der Salzwiesen, das Verbot der Jagd auf rastende Wasservögel oder die Bestandserholung von Seehunden und Kegelrobben. Ein großer Erfolg sei auch die breite Zustimmung der Öffentlichkeit für den Schutz und die Anerkennung des Nationalparks als Weltnaturerbe, die 2009 gemeinsam mit dem niedersächsischen und dem niederländischen Wattenmeer erreicht wurde.
Die Naturschutzverbände warnen angesichts zahlreicher Schutzprobleme im Nationalpark zugleich aber vor einem wachsenden Glaubwürdigkeitsproblem: „Die Nationalparkverwaltung wird bei vielen entscheidenden Fragen innerhalb des eigenen Nationalparks gar nicht beteiligt“, sagte Hans-Ulrich Rösner, Leiter des Wattenmeerbüros beim WWF. Ihr fehle zu oft der Rückhalt der Landesregierung zum Erreichen der Schutzziele. Es sei nach 25 Jahren Nationalpark nun wichtiger denn je, dass Schleswig-Holsteins Umweltministerin Juliane Rumpf den Vorrang der Natur im Nationalpark durchsetzt. ... wwf.de

Demo in Stuttgart: Atomkraftwerke abschalten!
Keine Laufzeitverlängerungen - Energiewende sofort!
endlich-abschalten.de

Meer: Ozeane versauern schneller als je zuvor in der Erdgeschichte
Erste gemeinsame Konferenz: Über 200 Wissenschaftler aus ganz Europa beraten über zunehmende Ozeanversauerung

Für vier Tage wird das Thema Ozeanversauerung im Zentrum der Meeres- und Polarforschung stehen. Das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft ist Gastgeber der Konferenz, zu der mehr als 200 Wissenschaftler aus ganz Europa im Conference Center Bremerhaven erwartet werden.
Das Treibhausgas Kohlendioxid führt nicht nur zu einer Erwärmung des globalen Klimas und damit auch der Meere, sondern auch zunehmend zu einer Versauerung der Ozeane. Ihre jüngsten Ergebnisse zum Thema Ozeanversauerung werden die Wissenschaftler in der nächsten Woche auf der ersten gemeinsamen Konferenz der Großprojekte EPOCA (European Project on Ocean Acidification), BIOACID (Biological Impacts of Ocean ACIDification) und UKOARP (UK Ocean Acidification Research Program) diskutieren.
Die Weltmeere nehmen jährlich etwa ein Drittel des Kohlendioxids (CO2) aus der Verbrennung fossiler Energieträger auf. Wenn sich Kohlendioxid im Meerwasser löst, bildet sich Kohlensäure, und der Säuregrad des Wassers steigt (pH-Wert sinkt). Seit Beginn der Industrialisierung haben die Ozeane bereits soviel Kohlendioxid aufgenommen, dass die Säuremenge um 30 Prozent zugenommen hat. Folgen: Durch die Säure nimmt die Konzentration von Karbonat-Ionen im Meerwasser ab. Viele Meeresorganismen wie Kalkalgen, Muscheln und Schnecken haben Schwierigkeiten, ihre Schalen oder Skelettstrukturen zu bilden. Betroffen sein werden aber auch ganze Ökosysteme, wie beispielsweise Korallenriffe. deepwave-blog.de

Klima: Wetterextreme richten Milliardenschäden an
München (dpa): Schwere Unwetter und riesige Feuersbrünste haben in den ersten neun Monaten des Jahres tausende Menschen das Leben gekostet und Schäden in Milliardenhöhe angerichtet.

Zwischen Januar und September registrierte der weltgrößte Rückversicherer Munich Re 725 Katastrophen, die mit dem extremen Wetter in Zusammenhang stehen. Das sei die zweithöchste Zahl für diesen Zeitraum seit 1980, wie der Konzern am Montag in München mitteilte.
"Die Wettermaschine schaltet gewissermaßen einen Gang höher", sagte der Leiter der Georisikoforschung der Munich Re, Peter Höppe. Die deutliche Zunahme dieser Ereignisse sei ein starkes Indiz für den Klimawandel.
Allein bei den verheerenden Überschwemmungen in Pakistan seien mehr als 1700 Menschen gestorben. Auch die Folgen der wochenlangen Waldbrände in Russland seien katastrophal gewesen. Für viele Wettergefahren sei die Datenlage aber noch nicht ausreichend, um gesicherte Aussagen zur Verbindung mit dem Klimawandel zu machen.
Weltweit starben rund 21.000 Menschen, die gesamtwirtschaftlichen Schäden summierten sich auf mehr als 65 Milliarden US-Dollar (48 Mrd Euro), hat der Rückversicherer errechnet. 2010 sei bisher das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen vor 130 Jahren, allein die zehn wärmsten Jahre habe es in den letzten zwölf Jahren gegeben.
"Verbindliche CO2-Reduktionsziele müssen deshalb auf der Tagesordnung bleiben, sonst tragen künftige Generationen die Folgen", sagte Höppe in Hinblick auf den Weltklimagipfel Ende November in Mexiko. Schon jetzt seien die Auswirkungen einer wärmeren Atmosphäre und der höherer Temperaturen in den Ozeanen deutlich zu spüren. sueddeutsche.de

Atomkraft: Die wichtigsten Punkte im Energiekonzept
Berlin (dpa): Am Dienstag will erstmals eine Bundesregierung die Energieversorgung für die nächsten Jahrzehnte konkret skizzieren. Bis 2050 soll der Ökostrom-Anteil auf 80 Prozent steigen, ebenso sollen die klimaschädlichen Treibhausgasausstöße um 80 Prozent gesenkt werden. Einige Punkte wurden in den Koalitionsberatungen aber noch aufgeweicht und vieles bleibt vage oder wurde als Prüfauftrag formuliert. Deshalb ist unklar, wie realistisch die Ziele sind. Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick.
ATOM: Die Laufzeiten der sieben vor 1980 ans Netz gegangenen Meiler werden um acht, die der anderen zehn Akw um 14 Jahre verlängert. Dafür will die Regierung im Gegenzug rund 30 Milliarden Euro von den zusätzlichen Gewinnen der Betreiber abschöpfen. Die Endlagersuche in Gorleben soll forciert werden; dafür sind als letztes Mittel auch wieder Enteignungen möglich. Die Kernenergie soll eine Brücke sein, weil nach Meinung der Regierung nur so der Umstieg auf mehr Öko-Energien möglich ist.
ÖKO-ENERGIEN: Die Regierung setzt weniger auf Solarkraft, sondern vor allem auf Windparks in Nord- und Ostsee. Um die Offshore-Windleistung bis 2030 auf 25 Gigawatt auszubauen, sollen insgesamt etwa 75 Milliarden Euro investiert werden. Um das alles zu beschleunigen, werden Genehmigungsverfahren vereinfacht. An Land sieht die Regierung geringe Ausbaukapazitäten; vor allem sollen alte Anlagen gegen leistungsstärkere Windkrafträder ausgetauscht werden. Die Biomasse soll auch eine wichtige Rolle bekommen.
NETZE UND SPEICHER: Der Ökostrom-Ausbau geht so rasant vonstatten, dass die Regierung bis 2020 mit einem Anteil von 35 bis knapp 40 Prozent rechnet. Dafür sind mehr als 1000 Kilometer neuer Leitungen notwendig, vor allem um den Windstrom von der Küste in den Süden zu bekommen. Da Wind- und Sonnenstromproduktion je nach Wetter stark schwanken, sind dringend Stromspeicher notwendig, zum Beispiel Pumpspeicherwerke. Die Regierung will hier viel Geld investieren.
ENERGIE-EINSPARUNG: Weniger Verbrauch bedeutet auch, dass weniger Strom und Wärme notwendig sind; deshalb liegt ein Schlüssel beim Konzept bei mehr Effizienz. Die Sanierungsquote für Gebäude soll von derzeit jährlich weniger als 1 Prozent auf 2 Prozent des gesamten Gebäudebestands verdoppelt werden. Durch bessere Dämmung soll bis 2050 rund 80 Prozent des heutigen Wärmebedarfs eingespart werden. Im Verkehrsbereich soll der Endenergieverbrauch bis 2020 um rund 10 Prozent und bis 2050 um rund 40 Prozent gegenüber 2005 zurückgehen.
KLIMASCHUTZ: Die Regierung will bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge und bis 2030 sechs Millionen auf die Straße bringen. Bei der klimaschädlichen Stromgewinnung aus Kohle setzt sie auf das CCS-Verfahren zur Abscheidung von Kohlendioxid und Verpressung unter der Erde. Dagegen gibt es aber in den Ländern großen Widerstand. greenpeace-magazin.de

Stadtnähe schützt Vogelnester vor Räubern
Alternative Nahrungsquellen in der Stadt halten Nesträuber von Vogelnestern fern
... wissenschaft-aktuell.de

25.09.2010 Süßwasser: Widerstand gegen Mega-Staudämme
Elf Staudammprojekte am Mekong gefährden Ökosysteme und Ernährungssicherheit. / Konsequenzen für Entwicklungszusammenarbeit?

Frankfurt: Die Umweltschutzorganisation WWF fordert ein zehnjähriges Moratorium für geplante Mega-Staudämme auf dem Hauptarm des Mekongs und zeigt sich zugleich über die Absicht der laotischen Regierung, den Bau des Sayabouly Staudamms zügig voranzutreiben, schockiert. „Sollte der Sayabouly-Damm nach den derzeitigen Plänen gebaut werden, würde das die Ernährung von 60 Millionen Menschen in Gefahr bringen“, erklärte WWF-Experte Martin Geiger. Ganze Fischpopulationen drohten aufgrund der Verbauung ihrer natürlichen Wanderwege zusammenzubrechen, auch die seltenen Giganten des Mekongs, wie etwa die 350 Kilogramm schweren Mekong-Riesenwelse, seien in Gefahr. Zugleich könnte der Damm die Nährstoffanreicherung im fruchtbaren Mekong-Delta, der Korn- und Reiskammer Vietnams, erheblich beeinträchtigen. „Es ist ein Hohn, dass die Vereinten Nationen über das Erreichen der Millenniumsziele debattieren, während die Ernährungssituation in Südostasien durch die Planung und den Bau solcher Mega-Staudämme unnötig verschärft wird“, sagte Geiger. „Sollten&xnbsp; Laos und Kambodscha die geplanten Staudammprojekte tatsächlich umsetzen, treiben sie große Teile ihrer eigenen Bevölkerung in die Armut. Als Konsequenz daraus, sollte Deutschland dann die Entwicklungshilfe aussetzen, solange die Auswirkungen nicht sauber erfasst und sinnvolle Alternativen entwickelt sind.“ Insgesamt sind nach WWF-Angaben elf Damm-Projekte auf dem Hauptarm des Mekongs geplant. ... wwf.de

Atomkraft: Verfassungsklage gegen Laufzeitverlängerung
Das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit ist eines der wichtigsten Grundrechte überhaupt. Doch genau dieses Recht verletzt die Laufzeitverlängerung für Deutschlands Atomkraftwerke, denn sie erhöht das Risiko eines schweren Reaktorunfalls. Bei einem solchen Unfall wären große Teile der Bevölkerung in tödlicher Gefahr. Deshalb legt Greenpeace zusammen mit Anwohnern verschiedener Kraftwerke jetzt Klage beim Bundesverfassungsgericht ein. ... greenpeace.de

Meere & Küsten: Hohe See unter Schutz
Erfolg bei der Ausweisung von Schutzgebieten, Enttäuschung hinsichtlich Tiefseebohrungen

Hamburg: Der WWF zieht eine gemischte Bilanz aus dem Umweltministertreffen der Nordostatlantikstaaten (OSPAR-Abkommen). Dort wurden sechs neue Schutzgebiete in internationalen Gewässern ausgewiesen – ein absolutes Novum. Daher verleiht die internationale Umweltorganisation ihre höchste Anerkennung „Geschenk an die Erde“ (Gift to the Earth), gleich zweimal: An die OSPAR-Kommission zum Schutz der Meeresumwelt im Nordostatlantik sowie an das Sekretariat des Abkommens zum Schutz des Südpolarmeeres (CCAMLR). Beide Abkommen und ihre Vertragsstaaten hatten in diesem Jahr Meilensteine bei der Einrichtung von Schutzgebieten auf Hoher See gesetzt. Enttäuscht zeigt sich der WWF indes darüber, dass die Teilnehmer keine bindenden Beschlüsse zu Tiefseebohrungen gefasst haben. ... wwf.de

24.09.2010 Indien: Elefanten durch Güterzug in Indien getötet
Bei dem Versuch zwei Kälber aus den Gleisen zu retten, wurden sieben Elefanten getötet. Der Zug soll viel zu schnell gefahren sein. ... welt.de

Brasilien: Ölkonzern startet weltgrößte Kapitalerhöhung
Es sieht alles nach einem Rekord aus: Brasiliens Öl-Multi Petrobras will mit einer historischen Kapitalerhöhung 70 Milliarden Dollar einsammeln. An diesem Freitag beginnt der Handel an der Börse - mit dem Geld sollen neue Erdölquellen im Atlantik erschlossen werden. ... spiegel.de

Neuseeland: Dramatische Rettungsaktion beginnt
In Spirits Bay an der äußersten Nordspitze Neuseelands kämpfen Tierschützer um das Leben von 24 gestrandeten Grindwalen. Rund 80 Meeressäuger hatten sich dort auf den Strand verirrt – Dutzende sind bereits tot. ... n-tv.de

Paläontologie: Blühende Urahnen
Versteinerte Blume liefert Informationen zum Ursprung von Sonnenblume und Co

Eine sehr gut erhaltene fossile Blume erlaubt neue Erkenntnisse über den Ursprung der Korbblütler, zu denen viele Zier- und Nutzpflanzen gehören. Das Fossil wurde in 47,5 Millionen Jahre altem Gestein im Nordwesten Patagoniens entdeckt und von einem Forscherteam um Viviana Barreda vom Argentinischen Museum für Naturwissenschaften in Buenos Aires näher untersucht. Die Versteinerung gibt Aufschluss darüber, wie sich die Familie der Korbblütler im Lauf der Evolution entwickelt und auf der Erde ausgebreitet hat. Zu den Vertretern dieser Pflanzenfamilie gehören viele prominente Gewächse wie beispielsweise Sonnenblume, Gänseblümchen oder auch der Kopfsalat. ... wissenschaft.de

Golf von Mexiko: Üble Ölmassen
Forscher schätzen Ölmenge im Golf von Mexiko auf knapp 700 Millionen Liter

Zwei US-Forscher haben mit Hilfe von Videomaterial abgeschätzt, wieviel Öl in den letzten Monaten tatsächlich in den Golf von Mexiko geströmt ist: Pro Tag traten demnach zwischen 8,9 und 10,8 Millionen Liter aus dem Leck aus. Insgesamt lag die freigesetzte Ölmenge bei über 699 Millionen Litern. Es handle sich allerdings um eine noch recht grobe Schätzung, allerdings stimmen die Werte recht gut mit den offiziellen Hochrechnungen überein. ... wissenschaft.de

23.09.2010 Windiges Großbritannien - Die Insel setzt auf Offshore-Strom
Von Michael Donhauser Ramsgate (dpa): Großbritannien ist das windigste Land Europas. Ununterbrochen weht eine Brise, oft ist sie sogar recht steif. Die internationalen Energiekonzerne haben das Potenzial erkannt. Sie blasen zum Sturm auf die Küsten vor England, Schottland und Wales und investieren, was das Zeug hält. Mehr als 100 Milliarden Pfund (120 Milliarden Euro) sollen in die Windmühlen gesteckt werden, tausende Rotoren werden sich in den nächsten Jahren vor Großbritannien drehen - dabei wäre schon ein einziges Windrad stark genug, um 230 Millionen Tassen Tee zu kochen.
Der schwedische Konzern Vattenfall hat gerade vor der Südostküste im Ärmelkanal den bis dato größten Offshore-Windpark der Welt gebaut, am Donnerstag wurde er eröffnet. 100 Windräder drehen sich im Windpark Thanet, jedes hat eine Nennleistung von drei Megawatt. Nach eineinhalb Jahren Bauzeit hat Vattenfall fast eine Milliarde Euro in das Projekt gesteckt.
Den Superlativ des größten Offshore-Parks sind die Schweden schon bald wieder los. In den nächsten Jahren geht es Knall auf Fall. Sage und schreibe 32 000 Megawatt Windkraftleistung sollen vor den britischen Küsten entstehen, auch mit Hilfe deutscher Stromkonzerne und Zulieferer wie RWE oder der Münchner Stadtwerke. Das sind mehr als die 25 000 Megawatt, die Windkraft-"Europameister" Deutschland in den letzten 25 Jahren an Windkraftpotenzial an Land zusammengesammelt hat. Großbritannien produziert schon jetzt mehr Windstrom auf See, als alle anderen Länder der Welt gemeinsam, hat der Branchenverband RenewableUK errechnet. "Tempo und Größe in Großbritannien sind wirklich aufregend", sagt Vattenfall-Vorstandschef Øystein Løseth. ... greenpeace-magazin.de

Fraunhofer-Institut warnt vor längeren Laufzeiten
Berlin (dpa): Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts sehen in längeren Atomlaufzeiten eine große Gefahr für den Ausbau der Öko- Energien. „Das Argument ist falsch, dass eine Laufzeitverlängerung dem Einstieg in die erneuerbaren Energien dient“, sagte Professor Eicke Weber am Donnerstag in Berlin am Rande eines Energiekongresses. So sei seit 2008 mit immer stärkeren Öko-Strom-Anteilen die Erzeugung von Kernenergie deutlich zurückgegangen.
„Schon heute stellen wir mehr Strom her, als wir verbrauchen.“ Das 2002 festgelegte Abschaltszenario sei daher der „eindeutig richtige Weg“. Zudem hätten die Erneuerbaren deutliche Dämpfungseffekte beim Strompreis, sagte Weber, der Sprecher der Fraunhofer-Allianz Energie ist. Er warnte daher davor, falsche Zahlen über angeblich hohe Kosten für den Öko-Energie-Ausbau in die Welt zu setzen. Das widerspräche den wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Nach Angaben des Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft, Hans-Jörg Bullinger, wurden durch die zunehmende Nutzung von erneuerbaren statt fossilen Energieträgern 2009 in Deutschland Umweltschäden in Höhe von 7,8 Milliarden Euro vermieden. Die Kosten für die Subventionierung des grünen Stroms würden damit praktisch ausgeglichen, so dass der Volkswirtschaft kaum Kosten durch den Ausbau der Öko-Energien entstünden. Zudem seien bereits 300.500 zusätzliche Arbeitsplätze in diesem Sektor geschaffen worden.
Der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU) betonte, der Ausbau von Wind- und Solarenergie sei weltweit ein riesiger Wachstumsmotor und diene auch der Armutsbekämpfung. „Armut ist zuallererst Energiearmut“, sagte Töpfer. ... greenpeace-magazin.de

Energie: 100 Prozent Ökostrom ist möglich
Der Ausbau der erneuerbaren Energien macht einen massiven Netzausbau nötig

Potsdam: Das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Kassel hat gezeigt, wie es geht. Die Forscher haben bewiesen, dass allein Sonne, Wind und Biogas Deutschland zuverlässig mit Energie versorgen könnten. Die Wissenschaftler schalteten bundesweit drei große Windparks, 26 Sonnenstrom-Anlagen und vier Biogas-Kraftwerke unter anderem in Brandenburg quasi zusammen und zeigten, dass so etwa 8000 Einwohner dauerhaft und vor allem kontinuierlich nach ihrem konkreten Bedarf mit Ökostrom versorgt werden könnten.
Ob Flaute oder Schatten, die Versorgungssicherheit wurde kein einziges Mal beeinträchtigt. Herrschte bei einem Windpark Windstille, kam der Saft halt von einem anderen. Drehten sich die Rotoren nirgends, schien zumindest an anderer Stelle die Sonne und brachte die Photovoltaik-Module auf Touren. Blieben immer noch Lücken, wurden die mit Strom aus den Biogasanlagen geschlossen. In einer Simulation sprang auch noch ein Pumpspeicherkraftwerk ein, mit dem überschüssige Energie für Mangelzeiten bewahrt werden konnte. ... (Update: 11.12.2011) maerkischeallgemeine.de

Kippt die Bundesregierung nun auch die positiven Ansätze im Energiekonzept?
Berlin (Germanwatch): Mit der Vorstellung der Kampagne "100 Prozent Zukunft" setzen wichtige Akteure einen Kontrapunkt zum Energiekonzept der Bundesregierung, das auf immer wackeligeren Füßen steht. So mehren sich in der CDU-CSU-Fraktion die Stimmen, die die wesentlichen Errungenschaften des Entwurfes in Frage stellen. Damit wackelt das zentrale Ziel einer 80prozentigen Treibhausgas-Reduktion bis 2050. Die Effizienzziele für den Gebäudesektor und das Bonus-Malus-System als zentrale Eckpunkte des Entwurfs werden in Frage gestellt. Von den großen Energieversorgern gibt es Forderungen, den Vorrang der Einspeisung von Erneuerbarem Strom in Frage zu stellen. "Mit den Laufzeitverlängerungen für Kernkraftwerke und dem Weiter-so für Kohle baut schon der Entwurf des Energiekonzepts ein gewaltiges Investitionshemmnis für Energieeffizienz und Erneuerbare Energien auf. Wenn jetzt noch das 80-Prozent-CO2-Reduktionsziel, die ehrgeizige Gebäudestrategie oder der Einspeisevorrang für Erneuerbare Energien gekippt werden, fällt die von der Kanzlerin angekündigte Energie-Revolution gänzlich in sich zusammen", kommentiert Klaus Milke, Vorstandsvorsitzender von Germanwatch. Im Rahmen der Kampagne "100 Prozent Zukunft" demonstrieren Germanwatch und eine wachsende Zahl von Partnern, dass eine Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien bis 2050 auch mit einem Festhalten am Atomausstieg und ohne den Neubau von Kohlekraftwerken möglich ist. ... greenpeace-magazin.de

Autounfall: Tierfilmer Malcolm Douglas ist tot
Sydney: Der Australier Malcolm Douglas (* 1941 in Melbourne; † 23. September 2010 in Broome), einer der bekanntesten Tierfilmer des fünften Kontinents, ist tödlich verunglückt. Der 70-Jährige raste am Donnerstag in seinem Tierreservat Wilderness Park in Broome in Westaustralien in einen Baum. Er war in den 90er Jahren auch im deutschen Fernsehen mit der Sendung Unterwegs mit Malcolm Douglas zu sehen.
Der Premierminister von Westaustralien, Colin Barnett, bezeichnete Douglas in einem Nachruf als "wahren Abenteurer". "Er hat vielen von uns die wilden Tiere im Norden des Landes näher gebracht und uns gezeigt, wie wichtig es ist, die Natur zu schützen." ... wz-newsline.de

22.09.2010 Der Golf von Mexiko: Amerika und die Öl-Katastrophe
Am 23.09.2010 um 0:35 Uhr im ZDF oder in der ZDF-Mediathek
zdf.de

Energie aktuell: Tiefsee-Öl - Bundesregierung macht Rückzieher
Wirtschaftsministerium kippt Forderung nach Stopp neuer Öl-Bohrungen

Nur wenige Wochen nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat die Bundesregierung ihre Forderung nach einem sofortigen Moratorium für Ölbohrungen in Tiefsee-Gebieten wieder aufgegeben. Anders als von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) angekündigt, setzt sich Deutschland auf der diese Woche beginnenden Ministerkonferenz zum Schutz der Meeresumwelt nun doch nicht für einen sofortigen Stopp neuer Tiefsee-Ölbohrungen im Nordost-Atlantik ein. ... scinexx.de

Testflug: Solar Impulse erfolgreich in Zürich gelandet
Die Solar Impulse hat ihren ersten Testflug quer durch die Schweiz erfolgreich gemeistert. Das Solarflugzeug setzte am Mittwochnachmittag um 14.15 Uhr auf der Piste 34 des Flughafens Zürich auf. ... landbote.ch

Ägypten: Vier Delfine in Privatpool zwischengelagert
Bei den Tieren handelt es sich um Große Tümmler, die in einer Wohngegend des vor allem bei Tauchtouristen beliebten Ortes an der Küste des Roten Meeres in einen Swimming Pool gepfercht, „zwischengelagert“ werden, bevor ihnen der Transport in ein neuerbautes Delfinarium an der Makadi Bay bevorsteht. Die vier Delfine sollten dort in Zukunft als Attraktion in Delfinshows auftreten, wie fertige Werbeflyer der Einrichtung bereits ankündigen.
"Exporte" aus Japan (evtl. aus Taiji)
Die vier Delfine stammen mit größter Wahrscheinlichkeit aus Japan, wo die grausame Treibjagdsaison seit Anfang September erneut begonnen hat. ... wdcs-de.org

Ausgestorbene Amphibien wieder entdeckt
Es ging um zwei Froscharten und einen mexikanischen Salamander. Jahrzehntelang glaubten Forscher sie verloren – diese galten bis zu diesem Zeitpunkt als ausgestorben. Nun wurden sie auf verschiedenen Expeditionen wiederentdeckt: der Mexikanische Salamander (Chiropterotriton mosaueri), Hyperolius nimbae und Hyperolius sankuruensis. ... (Update: 11.12.2011) dnews.de

Klimawandel und Blütezeit: Trockensträuße werden Forschungsobjekt
Wie wirkt sich eine Klimaänderung auf das Wachstum und die Blütezeit von Pflanzen aus? Langzeitstudien zu diesem Thema gibt es nur wenige, doch getrocknete Blumen können aufschlussreich sein.
... n-tv.de

Wale: Erneute Massenstrandung vor Neuseeland
Nach einer Massenstrandung von Pilotwalen an einem abgelegenen Küstenstreifen Neuseelands ist eine aufwändige Rettungsaktion angelaufen. Mehr als 70 Pilotwale strandeten zuvor auf einem zwei Kilometer langen Strandstreifen nördlich von Kaitaia – 50 von ihnen waren bereits tot, als die ersten Helfer den Strand erreichten.
Trotz rauher See, starkem Wind und wenigen Helfern konnten 9 Tiere unter Anleitung der Abteilung für Naturschutz wieder zurück ins Wasser gebracht werden. Viele der Helfer wurden durch Organisationen wie Project Jonah genau für solche Einsätze geschult. ... wdcs-de.org

Golf von Mexiko: "Es ist überhaupt nicht vorbei, noch lange nicht!"
Die Unglücks-Quelle im Golf von Mexiko ist geschlossen. Jetzt kommt das lange Nachspiel

Die Operation Bottom Kill - Cement injected into the annulus [1] - war erfolgreich. "Die Quelle ist endlich tot", erklärte [2] der Nationaler-Zwischenfall-Kommandeur Admiral Thad Allen gestern. Behörden dürften von BP zwar noch eine Reihe kleinerer Verschlussaktionen erwarten, wie die britische Zeitung Telegraph berichtet [3], doch Gefahren würden laut Thad Allen von der Macondo-Quelle im Golf von Mexiko nicht mehr drohen.
Für die große internationale Öffentlichkeit dürfte der Vorhang zum Thema "Ölpest im Golf" damit erstmal gefallen sein. Die empörten Proteste [4] von Betroffenen - "Es ist überhaupt nicht vorbei, noch lange nicht!", z.B. in Fourchon Beach [5], wo nach Augenzeugenberichten [6] viel Öl unter einer dünnen Sandschicht verborgen ist, schaffen es nicht mehr in die Top-News. Auch nicht die einzelnen Schicksale solcher Geschäftsleute, die vom Meer leben und durch den Deepwater-Horizon-Unfall zum Teil schwer geschädigt wurden. Die Aussagen [7] einzelner Betroffener deuten an, dass die bisherige Entschädigung durch BP öfter weit hinter den Erwartungen zurückblieb. Ob sich das durch die Klagen vor Gericht ändern wird, ist fraglich. ... deepwave-blog.de
Vollständiger Artikel: heise.de

Beispielhaft: Ohne Volkes Stimme keine Endlager in der Schweiz
Von Heinz-Peter Dietrich, dpa Genf (dpa) - Im beschaulichen Kanton Nidwalden in der Zentralschweiz geht es in einigen Tagen um eine Schicksalsfrage. Die Bürger stimmen am kommenden Sonntag darüber ab, ob spätestens bis Ende 2039 kein Atomstrom mehr aus ihren Steckdosen fließen soll. Einem Endlager in ihrer Region haben sie schon zweimal die rote Karte gezeigt.
So geht das in der Schweiz: Das Volk bestimmt die Atompolitik - und damit auch darüber, wo der radioaktive Müll aus den fünf Schweizer Kernkraftwerken hinkommen soll. Und es ist von Anfang an in jede Planung mit einbezogen. ... greenpeace-magazin.de

Superfetation neu entdeckt: Hasen werden doppelt schwanger
Feldhäsinnen können erneut schwanger werden, obwohl sie noch Nachwuchs im Bauch haben. Das haben Berliner Forscher vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung jetzt genau untersucht. Dabei zeigte sich, dass die Häsinnen tatsächlich während der Schwangerschaft neu befruchtet wurden und nicht einfach Samenzellen von einer vorhergehenden Befruchtung im Reproduktionstrakt speichern, wie die Wissenschaftler um Kathleen Röllig im britischen Fachjournal Nature Communications berichten. ... n-tv.de

Neue Menschenaffen-Art
Deutsche Forscher identifizieren neu Menschenaffenart

Die Menschenaffen haben Familienzuwachs bekommen: Forscher vom Deutschen Primatenzentrum (DPZ) in Göttingen haben zusammen mit US-amerikanischen und vietnamesischen Wissenschaftlern eine bisher unbekannte Gibbonart identifiziert, die in Südostasien zu Hause ist. Entlarvt wurde die neue Art, die von den Forschern "Nördlicher Gelbwangen-Schopfgibbon" (Nomascus annamensis) getauft wurde, durch ihren Gesang und ihre Ausscheidungen. Sie gehört zur Familie der Schopfgibbons, die zu den am stärksten bedrohten Affen der Welt zählen. Erkenntnisse über ihre Lebensweise und Verwandtschaftsbeziehungen sind für ihren Schutz deshalb besonders wichtig. ... wissenschaft.de

21.09.2010 Tausende bei Montagsdemo gegen Stuttgart 21
Stuttgart (dpa) - Die Stuttgart 21-Gegner gehen weiter auf die Straße. Auf der schon traditionellen

"Montagsdemonstration" wurden rund 6000 Teilnehmer gezählt - so die Polizei. Das "Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21" kam auf 19.600 Teilnehmer. Die Kritiker halten Stuttgart 21 für zu teuer und verkehrspolitisch fragwürdig. Das Projekt sieht vor, den Hauptbahnhof für mindestens 4,1 Milliarden Euro in eine unterirdische Durchgangsstation umzubauen und an die Schnellbahntrasse nach Ulm anzuschließen. sueddeutsche.de

Protest gegen Atompolitik der Bundesregierung
Tschimpke (von NABU): Das letzte Wort über Laufzeitverlängerung ist noch nicht gesprochen
nabu.de

Heuschrecken: Lärmunterdrückung hilft bei Feindortung
Hörsinneszellen unterdrücken Umgebungslärm wenn Fledermäuse nahe sind

Laubheuschrecken (Pseudophylline) besitzen ein besonders angepasstes „Feindortungssystem“: Ihre Hörsinneszellen unterdrücken den Umgebungslärm, sobald sie Feldermauslaute wahrnehmen und ermöglichen so ein genaues Detektieren des gefährlichen Fressfeinds. Wie Forscher im Journal of Experimental Biology berichten, ist dieses Ortungssystem um ein Mehrfaches genauer als im Handel erhältliche technische Fledermausdetektoren. ... scinexx.de

Brasilien (APA): Brand vernichtet Teile von Brasílias Nationalpark
Seit Wochen kein Regen in der Region

Ein Waldbrand hat bisher ein Viertel des etwa 42 000 Hektar großen Nationalparkes der brasilianischen Hauptstadt Brasília vernichtet. Das teilte am Montag das dem Umweltministerium angegliederte Institut Chico Mendes in Brasília mit. 300 Feuerwehrleute kämpfen inzwischen am Boden gegen die an einigen Stellen bis zu zehn Meter hoch schlagenden Flammen.
Seit Montag sind nach Angaben lokaler Medien auch Helikopter und Flugzeuge im Einsatz. Sie versuchen, das Feuer mit Wasser aus der Luft zu löschen. Starke Winde begünstigen die Ausdehnung des Brandes. In der Region um Brasília hat es seit Wochen nicht mehr geregnet.
Das Feuer entzündete sich am Sonntagmorgen. Die Ursache ist bisher noch unklar. Brandstiftung wird aber nicht ausgeschlossen. Der Brandherd ist nur etwa zehn Kilometer vom Zentrum der Hauptstadt Brasília entfernt. In dem im Landesinneren liegenden Hauptstadt-Distrikt leben etwa 2,6 Millionen Menschen. derstandard.at

Vattenfall hält an deutschen Atomkraftwerken fest
Stockholm (dpa): Der schwedische Energiekonzern Vattenfall will an seinen seit 2007 fast ständig stillstehenden Atomreaktoren Krümmel und Brunsbüttel festhalten. Bei der Vorstellung der neuen Vattenfall-Organisationsstrategie sagte Konzernchef Øystein Løseth am Dienstag in Stockholm.
Gerüchte über einen bevorstehenden Verkauf in Deutschland seien falsch. "Wir wollen, dass sie möglichst schnell wieder ans Netz gehen", erklärte er. Als Ziel für die Wiederaufnahme der Produktion nannte Løseth den Jahreswechsel 2011 für Krümmel und den Sommer 2011 für Brunsbüttel. "Dies ist mit den jetzt erweiterten Laufzeiten für deutsche Atomreaktoren für uns eine sehr wichtige Sache", betonte er.
Der Vattenfall-Chef widersprach Berichten auch über einen Ausstieg aus den umstrittenen Kohlekraft-Aktivitäten in Deutschland. Der geplante Neubau des Hamburger Kraftwerkes Moorburg soll wie geplant durchgeführt werden. Einen Rückzug aus dem umstrittenen ostdeutschen Braunkohleabbau in der Lausitz hatte Vattenfall schon in der vergangenen Woche ausgeschlossen.
Das Unternehmen will sich europaweit stärker auf erneuerbare Energien konzentrieren und seinen CO2-Ausstoß von derzeit 90 Millionen Tonnen auf 65 Millionen Tonnen bis 2020 vermindern. sueddeutsche.de

US-Millionär zeigt Herz für australische Wombats
Sydney (dpa): Der Wombat, ein uriges australisches Beuteltier, hat es einem amerikanischen Millionär angetan. So sehr, dass der Mann einer kleinen Hilfsorganisation aus heiterem Himmel acht Millionen US-Dollar (6,1 Millionen Euro) geschenkt hat. Die Wombat Awareness Organisation in Mannum bei Adelaide war am Dienstag platt: "Wir stehen noch unter Schock", sagte Direktorin Brigitte Stevens im Rundfunk. "Wir fragen uns immer noch, ob jemand kommt und sagt, das Geld kommt doch nicht."
Der Amerikaner, der seinen Namen nicht veröffentlicht haben wollte, hatte die Wombat-Retter vor zwei Jahren besucht und war begeistert. Er meldete sich als Spender an, doch ahnte Stevens damals nicht, welche Geldmengen der Mann im Auge hatte. Die Organisation kümmert sich vor allem um die Südliche Haarnasenwombats (Lasiorhinus latifrons). Sie rettet Tiere, die von Autos angefahren werden oder krank sind - etwa 200 im Jahr.
Die nachtaktiven Tiere gibt es nur in Australien. Die ersten Siedler hielten sie für eine Dachsart. Doch handelt es sich um Beutelsäuger, die ihre Kleinen bis zu acht Monate im Beutel herumtragen. Die Öffnung ist nach hinten, damit beim Buddeln kein Dreck im Beutel landet. Zwei Arten haben gesunde Populationen. Doch gilt vor allem der Nördliche Haarnasenwombat als bedroht. Davon gibt es nur noch 115 Exemplare. greenpeace-magazin.de

BP-Bohrloch endgültig zu
Zementierung tief im Meeresboden

Im Golf von Mexiko ist es BP am Wochenende gelungen, das defekte Bohrloch der Ölplattform Deepwater Horizon endgültig zu verschliessen. Laut dem Unternehmen haben Drucktests den Erfolg der Entlastungsbohrung bestätigt, durch die Ende letzter Woche von unten Zement in das Bohrloch gepumpt worden war. Auch der von der amerikanischen Regierung eingesetzte Sonderbeauftragte, Admiral Thad Allen, erklärte das Bohrloch am Sonntag für "tot". Man könne nun definitiv sagen, dass es keine Gefahr mehr für den Golf von Mexiko darstelle. nzz.ch


88 Tage - BPs Ölpest im Golf von Mexiko:
Live-Counter & Livestream von den ROVs
(Remotely Operated Vehicles)



360 Tage einer Langzeit-Simulation zur Ölkatastrophe im Golf von Mexiko


Animation: In diesem Modell nutzten die Wissenschaftler insgesamt acht Millionen virtuelle schwimmende Partikel, um die Ölmassen nachzustellen. Eine Konzentration von rund zehn Partikeln pro Rasterfläche entspricht in etwa einer Ölkonzentration von zwei Kubikmetern pro Quadratkilometer.





20.09.2010 European Shark Week 2010:
Augenmerk aufs Finning (vom 09. bis 17. Oktober 2010)

Deepwave-Aktion: "Tage der Haie" im Troparium Hagenbeck in Hamburg am 9. und 10. Oktober; Unterschriftenaktion an die Europaparlamentarier; Haischutz muss weitergehen!

Jedes Jahr im Oktober organisieren die Mitglieder der Shark Alliance in Europa eine Aktionswoche für Unterstützer und alle Haifans, die mehr über Haie und den Schutz dieser Tiere erfahren möchten. Sie bietet außerdem jedem die Gelegenheit, die politischen Entscheidungsträger aufzufordern, das zukünftige Wohlergehen der Haibestände zu sichern.

Während der European Shark Week (ESW) 2009 wurden mehr als 300 Veranstaltungen in 15 europäischen Ländern durchgeführt und über 93.000 Menschen unterzeichneten eine Petition, die im Januar dieses Jahres den spanischen Behörden überreicht wurde. Darin wurde Spanien eindringlich gebeten, seine Opposition gegen eine Verbesserung des EU-Finningverbots aufzugeben, damit die EU effizientere Verordnungen erlassen kann.

Weitere Informationen und Bilder zu den letztjährigen Veranstaltungen sowie die Ergebnisse unseres Malwettbewerbs für unsere jüngsten Unterstützer finden Sie hier: europeansharkweek.de

In diesem Jahr müssen wir weiter Druck machen.

Vor über drei Jahren riefen Mitglieder des Europäischen Parlaments (MdEPs) die Europäische Kommission dazu auf, das Finning-Verbot der EU zu verschärfen, das immer noch mit Gesetzeslücken durchsetzt ist und Haie gefährdet. Im nächsten Jahr soll das Europäische Parlament über eine neue Verordnung abstimmen, die die Kommission in Kürze entwirft und zur Konsultation vorlegt.

Wir müssen sicherstellen, dass die MdEPs als unsere gewählten Vertreter weiterhin auf das beharren, was sie vor mehr als drei Jahren gefordert haben und dabei helfen, die Gesetzeslücken zu schließen.

Die Shark Alliance wird mit MdEPs kooperieren, um deren Unterstützung zu sichern. In diesem Oktober sollen sie aber noch viele andere Stimmen hören, die sich für dieses Ziel einsetzen.

Streichen Sie sich den 9. bis 17. Oktober rot im Kalender an. Halten Sie sich hier über Pläne, Ideen, neue Materialien und Aktionsaufrufe auf dem Laufenden. Wenn Sie mehr erfahren möchten, oder noch besser, Ihre Unterstützung anbieten möchten - kontaktieren Sie

Dipl. Biol. Heike Zidowitz: haiwoche@elasmo.de
Dr. Onno Groß: info@deepwave.org
Quelle (Update: 11.12.2011): deepwave-blog.de

Weitere Informationen: sharkalliance.org

Bestimmen Ölmultis die amerikanische Politik?
ZDF-Dokumentation über Ursache und Folgen der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko

Fünf Monate nach dem Brand der BP-Ölplattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko berichtet ZDF-Korrespondentin Heike Slansky über die Folgen der Katastrophe, aber auch über die Ölkonzerne und ihre politischen Verstrickungen. Die Dokumentation "Schmierige Geschäfte", die am Mittwoch, 22. September 2010, 0.35 Uhr, im ZDF gesendet wird, beschäftigt sich unter anderem mit folgenden Fragen:
Wie sehr bestimmen die Ölmultis die amerikanische Politik? Warum hat die US-Regierung keine vernünftigen Sicherheitskonzepte verlangt? Mit welchen Methoden schaffen es die Konzerne, ihre Interessen durchzusetzen? Und: Wie sicher sind eigentlich Tiefseebohrungen? Die Dokumentation "Schmierige Geschäfte" ist auch das Protokoll einer Katastrophe, die zu verhindern gewesen wäre.
Seit der Explosion am 20. April 2010, zirka 70 Kilometer vor der Küste von Louisiana, mag den BP-Managern nichts mehr richtig gelingen. Die Notfallpläne waren zumeist nach kurzer Zeit hinfällig, die Angaben über das wahre Ausmaß der Katastrophe mussten regelmäßig korrigiert werden, und das Krisenmanagement des Konzerns trieb die Administration von US-Präsident Barack Obama zur Weißglut.
Fassungslos beobachtet Amerika, wie BP die Katastrophe herunterspielt und Politiker bis hin zum Präsidenten zögerlich reagieren und offenkundig nicht Herren der Lage sind. Noch immer steht nicht bis ins Detail fest, wie es zu diesem Desaster kommen konnte. Die Anhörungen im Kapitol bringen allerdings eine bedrückende Vorgeschichte ans Licht. Mangelhafte Aufsicht und schlechte Sicherheitssysteme waren kein Zufall. Vielmehr sind sie wohl das Ergebnis eines zu engen Verhältnisses zwischen Kontrolleuren und Kontrollierten. Politiker und Ölkonzerne sind in den USA auf das engste miteinander verwoben. Großzügige Spenden der Unternehmen an die führenden Repräsentanten der großen Parteien sind an der Tagesordnung. Die BP-Spende in Höhe von 77 000 US-Dollar an den damaligen Wahlkämpfer Barack Obama ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel. (Update: 11.12.2011) deepwave-blog.de

Quarks & Co: Die Jagd nach dem Öl
Was kann man aus Katastrophen lernen?

Die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko beherrschte monatelang die Schlagzeilen. 780 Millionen Liter Öl gelangten in die Tiefsee. Seitdem wird viel spekuliert, welche Folgen das für die Umwelt und die Menschen in der Region haben wird. Quarks & Co zieht Bilanz, beleuchtet Hintergründe und fragt, wie es weiter geht mit der Jagd nach dem Öl der Tiefsee. wdr.de

Quarks & Co: Die Schwarze Serie
Die größten Ölkatastrophen der letzten 50 Jahre

FLASH-Version wdr.de
HTML-Version wdr.de

Größtes Spinnennetz der Welt entdeckt
Amsterdam: Amerikanische Wissenschaftler sind in Madagaskar auf ein Spinnennetz gestoßen, dass fast drei Quadratmeter groß ist.

Das gigantische Netz befindet sich über dem Fluss Namorana. Das Fangnetz für Insekten wurde von einer Spinne der Gattung Caerostris darwini (aus der Familie der Radnetzspinnen) gebaut und ist etwa 2,8 Quadratmeter groß. Nie zuvor wurde ein so großen Spinnennetz entdeckt.
Zudem fanden die Forscher heraus, dass das Material des Netzes das wahrscheinlich stärkste Biomaterial auf der Erde ist. Ihre Beobachtungen hielten die Forscher in dem Magazin PLoS One fest. (Update: 11.12.2011) dnews.de

Ökologie aktuell: Kröten könnten Kakaoernte in Indonesien sichern
Einheimische Amphibie (Ingerophrynus celebensis) frisst eingeschleppte, schädliche Ameisenart

Eine kleine Kröte könnte sich für Kakaobauern auf Sulawesi zukünftig als bester Verbündeter erweisen: Denn das Tier frisst bevorzugt einen gefürchteten Schädling, eine eingeschleppte, sich sehr aggressiv ausbreitende Ameisenart (Anoplolepis gracilipes). Wie Forscher in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society – Biological Sciences berichten, eröffnet sich hier möglicherweise auch ein Weg der natürliche Bekämpfung der invasiven Ameisen. ... scinexx.de

18.09.2010 Der Sprecher von Stuttgart 21 schmeißt hin
CDU und Grüne spotten über den Rückzug des Sozialdemokraten Wolfgang Drexler - Zehntausende wollen heute wieder demonstrieren

Berlin/Stuttgart: Der Protest gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 hat mit dem Rücktritt von dessen Sprecher Wolfgang Drexler (SPD) zu einer ersten personellen Konsequenz geführt. Drexler reagierte damit auf die neue Positionierung seiner Partei, die nun für eine Volksabstimmung über das milliardenteure Vorhaben plädiert und bis dahin einen Baustopp verlangt. Die SPD reagierte auf Drexlers Schritt erleichtert, die anderen Parteien mit Spott. Die schwarz-gelbe Landesregierung wirft den Sozialdemokraten vor, "umgefallen" zu sein. Auch heute werden wieder Zehntausende Demonstranten in Stuttgarter erwartet. ... welt.de

Greenpeace-Lügendetektor: Schwarz-Gelb - Scheingrünes Energiekonzept (II)
Vergangene Woche ging es an dieser Stelle schon einmal um das – von der Bundesregierung – über den grünen Klee gelobte Energiekonzept. Und tatsächlich finden sich in dem 39-seitigen Papier auch Dinge, die beim Klimaschutz und dem Umstieg auf Erneuerbaren Energien nützen. Beispielsweise will die Bundesregierung künftig verhindern, dass sich Energiekonzerne Standorte für Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee sichern, dann aber doch nicht investieren und dadurch mögliche Konkurrenten ausbremsen (S. 9). Künftig soll die Industrie für Nachlässe bei der Strom- und Energiesteuer zumindest einige Gegenleistungen erbringen (S. 13). Stärker als bisher soll der Ausbau von Stromnetzen und -speicherkapazitäten gefördert werden (S. 19ff). All dies ist prima, Umweltverbände fordern es seit langem. Doch daneben gibt es versteckte Fallstricke, heuchlerische Phrasen – und viele traurigen Versäumnisse. ... (Update: 12.12.2011) greenpeace-magazin

Ornithologie: Verschlafene Piepmätze
Viel- und Wenigschläfer: Blaumeisen (Cyanistes caeruleus) haben individuelle Schlafgewohnheiten

Auch unter Blaumeisen gibt es Langschläfer, Morgenmuffel und Frühaufsteher. Das hat eine Forschergruppe vom Max-Planck-Institut für Ornithologie entdeckt, als sie eine Blaumeisenkolonie über zwei Jahre lang genau beobachtete. Demnach sind die Schlafgewohnheiten der Tiere zwar geprägt von Jahreszeit und Lichtverhältnissen, zusätzlich gibt es jedoch auch sehr große Unterschiede zwischen einzelnen Vögeln und auch zwischen den Geschlechtern. Einige Verhaltensmuster erscheinen dabei sehr vertraut: Weibchen wachen beispielsweise nachts sehr viel häufiger auf als Männchen, und junge Blaumeisen lungern nach dem Aufwachen gerne noch eine Zeit im Nistkasten herum. Dies sei das erste Mal, dass derartig große individuelle Unterschiede in freie Wildbahn beobachtet werden konnten, berichtet das Institut in Seewiesen über die Arbeit von Corinna Steinmeyer und ihren Kollegen. ... wissenschaft.de

Klimaschutz: Energiekonzept der Bundesregierung - gewogen und für zu leicht befunden
WWF fordert deutliche Nachbesserungen und verbindliche Regeln

Der WWF hat den Entwurf Bundesregierung für ein Energiekonzept unter die Lupe genommen und zeigt deutliche Lücken auf.&xnbsp; Es sei zwar zu begrüßen, dass die Regierung erstmals konkrete Klimaschutzziele bis 2050 vorgelegt habe, aber in vielen wichtigen Punkten bliebe der Entwurf „fahrlässig unkonkret“. „Es fehlen ein konkreter Zeitplan, Verbindlichkeiten&xnbsp;und Verantwortlichkeiten“, bemängelt WWF-Vorstand Eberhard Brandes. Während man bei der Verlängerung der Laufzeiten der Kernreaktoren sehr detaillierte Regelungen gefunden habe, fehlen in vielen Bereichen die notwendigen Vorgaben, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Das Konzept müsse deutlich nachgebessert werden. ... wwf.de

Doch kein Bohrstopp in der Tiefsee? Bundesregierung macht Rückzieher!
Deutschland setzt sich - entgegen der öffentlichen Aussage von Umweltminister Röttgen - doch nicht für einen Stopp neuer Tiefsee-Ölbohrungen ein. Hat der Umweltminister gekniffen? Fakt ist: Auf Druck von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle ließ Röttgen einen entsprechenden Antrag an die zuständige Meeresschutzkonferenz für den Nordost-Atlantik (OSPAR) deutlich abmildern. ... greenpeace.de

17.09.2010 Stuttgart 21: Grünen-Chef fordert Baustopp für Bahnhof
Grünen-Chef Cem Özdemir hält einen Baustopp für das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 für zwingender denn je. Er begrüßte, dass Baden-Württembergs SPD-Fraktion sich nun auch dafür aussprach. "Die SPD robbt sich langsam an die Realität heran", sagte Özdemir am Donnerstag. Nun sei es an der Union, endlich auf die Bevölkerung zuzugehen (!).
... welt.de

Pseudoryx nghetinhensis - Seltenes Waldrind eingefangen: („Fundsache“, Nr. 898)
Erstmals nach zehn Jahren sehen Dorfbewohner in Laos ein Vietnamesisches Waldrind und fangen dieses sogar ein. Nach nur zwei Tagen stirbt das mysteriöse Tier, das erst in den 1990er Jahren von europäischen Wissenschaftlern als Art entdeckt wurde und ein wenig an ein Einhorn erinnert. ... n-tv.de

Ornithologie: Verwirrte Sänger
"Lichtverschmutzung" verändert das Brutverhalten von Singvögeln
Die Zunahme von Kunstlichtquellen in der Umwelt bringt das Liebes- und Familienleben von Singvögeln durcheinander, haben Forscher vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen beobachtet: Wo es viele Straßenlaternen gibt, beginnen die Vogelmännchen morgens früher zu singen, sie gehen häufiger fremd und die Weibchen legen ihre Eier zu einem früheren Zeitpunkt ab als in Gebieten, in denen nachts Dunkelheit herrscht. Welche Folgen diese Veränderungen für die Vögel haben, könne bisher noch nicht abgeschätzt werden, sagen die Wissenschaftler um Bart Kempenaers. Sie vermuten jedoch, dass die betroffenen Populationen auf Dauer an Widerstandskraft und Fitness verlieren, wie das Institut in Seewiesen berichtet. ... wissenschaft.de

16.09.2010 Tausende Öl-Ruinen bedrohen Golf von Mexiko
Die im Golf von Mexiko tätigen Öl- und Gasfirmen sollen ungenutzte Bohrlöcher verschließen und verlassene Förderplattformen demontieren. Damit solle die Energieproduktion im Golf sicherer gemacht und möglichen Lecks vorgebeugt werden, sagte US-Innenminister Ken Salazar. Betroffen sind etwa 3500 Ölquellen und 650 Förderplattformen, einige davon sind schon seit Jahrzehnten außer Betrieb. ... tagesschau.sf.tv

Merkel macht Stuttgart 21 zum Wahlkampfthema (*LOL* – ohne Worte!)
Harte Kritik an Grünen und SPD - Kanzlerin: Landtagswahl wird zu einer echten Bürgerbefragung. ... welt.de

Trittin: Gorleben-Erkundung "größte politische Lüge"
Berlin (dpa): Der Grünen-Fraktionschef im Bundestag, Jürgen Trittin, hat erneut scharfe Kritik an der Haltung der Bundesregierung geübt, an einem atomaren Endlager Gorleben festzuhalten. Er sagte am Donnerstag im. ... greenpeace-magazin.de

Opposition: Schwarz-Gelb will Gorleben durchdrücken ... (Update: 11.12.2011) nachrichten.de

Umfrage: Längere Laufzeiten - Nur ein Drittel ist dafür
Nur rund ein Drittel (34,6 Prozent) der Bürger unterstützen einer neuen Umfrage zufolge die von der Regierung geplante Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke. Dagegen sind 60,4 Prozent, wie das Info-Forschungsinstitut am Dienstag der Nachrichtenagentur dapd mitteilte. ... strom-magazin.de

Atomgesetz: Enteignungen für Atommüll-Endlager wohl wieder möglich
Im Zuge der Suche nach einem Atommüll-Endlager will die Regierungskoalition offenbar auch Enteignungen von Immobilienbesitzern ermöglichen. Für den Bau von Anlagen zur Endlagerung radioaktiver Abfälle und für die Standorterkundung "ist die Enteignung zulässig", steht laut Spiegel in dem Entwurf zum Atomgesetz. ... strom-magazin.de

Artenschutz: Heilpflanzen auf dem Weg der Besserung
Studie stellt gutes Zeugnis für nachhaltige Wildsammlung mit FairWild-Standard aus
... wwf.de

Artenschutz: WWF-Expedition entdeckt „Sumpfschimpansen“ im Kongo-Becken
Erste Ergebnisse der Forschertour heute in Berlin vorgestellt / 15 Millionen Hektar Schutzgebiet geplant

Berlin: Überraschung im Regenwald: Ein WWF-Forscherteam ist in der Demokratischen Republik Kongo auf einige hundert Schimpansen gestoßen, die einen Teil des Jahres fast komplett auf Bäumen verbringen. In der Regenzeit, wenn das Gebiet in der Lac Tumba-Region im Westen des Kongo-Beckens überflutet ist, verlagern die Schimpansen ihr Leben auf die Baumwipfel. „Wir hatten keine Ahnung, dass in dieser Gegend überhaupt Schimpansen vorkommen“, sagt WWF-Projektleiter Inogwabini Bila-Isia. „Dass die Tiere es so lange in den Bäumen aushalten, hat uns die Sprache verschlagen.“ Er ist sicher, dass dies nicht die einzige Überraschung bleiben wird: „Das Gebiet war bisher quasi unerforscht und wir werden noch über Monate dort unterwegs sein.“ Die ersten Ergebnisse der Expedition stellt der WWF heute (15.09.2010) auf einer Biodiversitäts-Konferenz des Bundesministeriums für Entwicklung in Berlin vor. ... wwf.de

15.09.2010 TV-Tipp: Eine Arabisches-Bauprojekt mit vorbildfunktion für die gesamte Westliche Welt!
Mit Energie in die Zukunft: Masdar - Eine ökologische Modellstadt, heute 16:50 Uhr - 17:35 Uhr – ARTE

In einer Zeit, in der Erdölreserven und Bauland immer knapper werden, begegnen die vier Projekte dieser Dokumentationsreihe dem ständig wachsenden Energiebedarf mit neuen Methoden: In Kernfusion, Erdwärmegewinnung, energieneutraler Bauweise und nachhaltiger Stadtplanung liegt der Schlüssel zu den Energien der Zukunft. Der dritte Teil verfolgt den Bau einer Stadt in der Wüste Abu Dhabis, die der Erforschung von umweltfreundlichen Wohnlösungen dienen soll.

Abu Dhabi am Persischen Golf ist das größte und reichste der Arabischen Emirate. Der Erdölexport macht heute zwei Drittel der Volkswirtschaft aus, im Land selbst wird mit dem schwarzen Gold verschwenderisch umgegangen: Klimaanlagen, Autos mit hohem Kraftstoffverbrauch und energieintensive Anlagen zur Meerwasserentsalzung machen das kleine Land zu einem großen Umweltsünder.
Doch die Stadt Masdar, die nun aus der Wüste gestampft werden soll, ist eines der ehrgeizigsten Umweltprojekte der Welt. Keine Autos, kein Müll, kein CO2 - Masdar hat die Formel für die Ökostadt der Zukunft. 40.000 Menschen werden ab dem Jahr 2016 in der 22 Milliarden Dollar teuren Stadt wohnen können; geplant sind außerdem eine Universität, ein Solarkraftwerk und eine Meerwasserentsalzungsanlage. Masdar soll kein einziges Gramm CO2 erzeugen, seinen eigenen Strom produzieren und ein autofreies Transportsystem bekommen.
Doch lässt sich diese ehrgeizige Idee überhaupt verwirklichen? In 18 Monaten soll das Team vom Masdar Institute of Science and Technology den ersten Bauabschnitt abgeschlossen haben. Und da bei diesem Projekt keine halben Sachen gemacht werden sollen, darf die Ökostadt schon während ihrer Errichtung weder CO2 ausstoßen noch Müll produzieren. Der Film begleitet das Team um Sanad, Meg, Chris und Samir, die in der sengenden Hitze Abu Dhabis alles daran setzen, ihre Modellstadt termin- und budgetgerecht zu übergeben. (Update: 12.12.2011) arte.tv

Atomkraft: Regierung stützt sich auf mündliche Einschätzungen
(... komisch, sonst will der Staat immer alles Schriftlich, als absicherung! Damit sie bei “Vertragsbruch” gegen einen vorgehen kann.)

Berlin (dpa-AFX): Bei der geplanten Verabschiedung längerer Atomlaufzeiten ohne Einbindung der Länder stützt sich die Bundesregierung auf mündliche Einschätzungen. Das verlautete am Mittwoch aus einer Sondersitzung des Bundestags-Umweltausschusses. ... ad-hoc-news.de

Schnecken surfen auf Algen nach Neuseeland
Dunedin (dpa): Kleine Tiere wie Schnecken, Muscheln und Asseln „surfen“ von subantarktischen Inseln nach Neuseeland.

Die Reise über mehrere hundert Kilometer durch den Pazifik legen die Küstenbewohner auf abgerissenen großen Algen zurück, berichten Forscher in der britischen Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society.
Die Biologen der Universität Otago haben verglichen, ob sich Tiere genetisch unterscheiden, die auf der neuseeländischen Südinsel und auf Inseln in der Subantarkis leben. Sie haben herausgefunden, dass beispielsweise einige Schneckenarten aus der Subantarktis ihren nördlichen Artgenossen so stark ähneln, dass ein regelmäßiger Austausch zwischen den Populationen sehr wahrscheinlich ist.
Die Forscher hatten die Tiere von Seetang gesammelt, der an Stränden angespült wurde. Die Biologen berechneten, dass die Algen und ihre Mitreisenden mindestens 390 Kilometer von den Snaresinseln bis nach Neuseeland unterwegs waren. Wenn sie mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 0,2 Metern pro Sekunde drifteten, benötigten sie für die Strecke 20 bis 40 Tage. Eine theoretische Reise von Neuseeland auf die andere Seite der Antarktis nach Chile könnte in weniger als einem Jahr zurückgelegt werden. sueddeutsche.de

Kimawandel: Kein Eis mehr da: Walrosse stürmen Alaska
Zwischen Russland und Alaska gibt es im Sommer kein Eis mehr - für die Walrosse heißt es, dass der Weg zum Futter weiter wird. Für die Gemeinden an der Küste von Alaska heißt es, dass sie sich an die Walrosse gewöhnen müssen. ... n-tv.de

Klima aktuell:Arktisches Meereis wieder auf Rekordtief
Die Meereisbedeckung der Arktis erreicht in diesem Sommer einen der niedrigsten Werte der vergangenen 20 Jahre. ... scinexx.de

Nur noch eine letzte Hoffnung: Tiger kurz vor dem Aussterben
Mit der Veröffentlichung von erschreckenden Daten wollen Forscher die wildlebenden Tiger auf der Erde vor dem Aussterben retten. Die Experten benennen 42 Gebiete weltweit, die besonders schützbedürftig sind, damit sich die Raubkatzen auch in Zukunft fortpflanzen können. ... n-tv.de

Schöne Erpel: Entenweibchen mit Attraktiven Partnern legen größere Eier
Stockentenweibchen investieren mehr in die Qualität ihrer Eier, wenn ihr Partner attraktiv ist: So passen sie den Aufwand für die Brutpflege an die Erfolgschancen ihres Geleges an, denn ein schöner Erpel verspricht durch sein gutes Erbgut gesunde Küken. Diesen Zusammenhang konnte ein internationales Forscherteam um Mathieu Giraudeau von der Arizona State University in Tempe belegen. Sie konnten zeigen, dass vor allem die Farbe des Schnabels der Erpel den Weibchen als Anhaltspunkt für ihre Einschätzung dient. Ein kraftvoll leuchtender Schnabel der Männchen beeinflusst dadurch die Größe der Eier positiv und hängt mit einer höheren Konzentration an Abwehrstoffen im Eiweiß zusammen. ... wissenschaft.de

Buch-Tip: „Wut allein reicht nicht. Wie wir die Erde vor uns schützen können“
vom Gütersloher Verlagshaus

Noch ist es nicht zu spät, die Erde vor uns zu schützen! Der Schauspieler und Tierschützer Hannes Jaenicke begibt sich auf die Suche nach aussterbenden Tierarten wie Delfin oder Orang-Utan und ihren Lebensräumen, die es vielleicht bald nicht mehr geben wird. Über seine Erlebnisse hat er ein spannendes Buch geschrieben, mit dem er Einblicke in den Zustand der Erde gibt und aufzeigt, wie wir unseren Planeten und seine Schätze bewahren können. Einer seiner Gesprächspartner im Buch ist WDCS-Geschäftsführer Nicolas Entrup.
Mit dem Kauf des Buches unterstützen Sie die Arbeit der WDCS.
240 Seiten, 19,8 x 25,0 cm, Gewicht 886 g
€ 25,90 inkl. Versand
(Offizieller Buchpreis Deutschland: € 22,95, Österreich: € 23,60) wdcs-de.org

Atomkraft: Greenpeace klagt gegen Atomaufsicht
Bereits vor mehr als einem Jahr hat Greenpeace bei der Atomaufsicht Schleswig-Holstein einen Antrag auf Widerruf der Betriebsgenehmigung für den Pannenreaktor Krümmel gestellt. Die Atomaufsicht hat bisher nicht reagiert. Deshalb hat Greenpeace heute beim zuständigen Oberverwaltungsgericht eine Untätigkeitsklage gegen die Atomaufsicht eingereicht. Krümmel gehört zu den ältesten und unsichersten Atomkraftwerken in Deutschland und ist nicht ausreichend gegen Flugzeugabstürze geschützt. ... greenpeace.de

14.09.2010 Grüne wollen Stuttgart 21 im Bundestag stoppen
Erneut demonstrieren Tausende gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 und belagern die Staatsgalerie. Oberbürgermeister Schuster flieht vor Demonstranten durch den Hinterausgang. ... zeit.de

Protest gegen Stuttgart 21 reißt nicht ab
Stuttgart: Der massive Protest gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 reißt nicht ab: Gestern Abend versammelten sich nach Angaben der Initiatoren etwa 17 000 Menschen, um ihrem Ärger über den Umbau des Hauptbahnhofs in eine unterirdische Durchgangsstation Luft zu machen. Das wäre eine Rekordbeteiligung, denn vergangene Woche hatte das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 noch 16 000 gezählt. ... welt.de

Ölpest & die Deepwater Horizon: Nach BP-Katastrophe liegt dicke Ölschicht am Meeresboden
Wissenschaftler haben nach eigenen Angaben am Meeresboden im Golf von Mexiko eine etwa fünf Zentimeter dicke Ölschicht gefunden. Die Ölplacken sollen von der BP-Katastrophe stammen. Samantha Joye von der University of Georgia sagte, es sehe so aus, als sei das Öl erst vor kurzer Zeit aus dem Bohrloch ausgetreten.

Wissenschaftler haben nach eigenen Angaben bis zu fünf Zentimeter dicke Ölplacken auf dem Meeresboden im Golf von Mexiko gefunden, die offenbar von der BP-Katastrophe stammen. Das Öl bedecke tote Meerestiere und sehe aus, als wenn es erst vor kurzer Zeit aus dem defekten Bohrloch ausgetreten sei, sagte Samantha Joye von der University of Georgia. Die Placken wurden demnach in bis zu 130 Kilometern Entfernung von der explodierten Bohrplattform Deepwater Horizon entdeckt, der letzte am Montag. Mindestens zehn Proben sammelten die Wissenschaftler Joye zufolge vom Meeresboden in rund 1.500 Metern Tiefe. Tests sollen nun klären, ob sie von der BP-Bohrinsel stammen. focus.de

Strom-Preiserhöhungen garantiert: Bayern und Hessen wollen Geld nach Atom-Kompromiss
München (dpa): Der Atomkompromiss weckt Begehrlichkeiten: Bayern und Hessen verlangen, an den Zusatzeinnahmen beteiligt zu werden. Bayerns Umweltminister Markus Söder sagte der Süddeutschen Zeitung, 50 Prozent des Geldes sollten in die Standortländer fließen. Diese Bundesländer bräuchten das Geld, um die Energiewende zu schaffen. Außerdem sollten Standortländer insgesamt ein Mitspracherecht bei der Verwendung der zusätzlichen Milliarden bekommen. Ähnlich äußerte sich auch Hessens CDU-Umweltministerin Lucia Puttrich. ... sueddeutsche.de

Sogenannte Atompolitik & keine Sicherheitsansprüche:
Keine Sicherheitsnachrüstung für alte Atomkraftwerke

Die ältesten deutschen Atomkraftwerke gegen Flugzeugabstürze zu sichern, würde teuer werden. Kein Wunder also, dass die Atomkonzerne das lieber vermeiden würden. Mit dem Entwurf für einen neuen Paragraphen des Atomgesetzes erfüllt die Regierung ihnen diesen Wunsch. Die Kraftwerksbetreiber sollen erst in zehn Jahren einen ausreichenden Schutz nachweisen müssen. Bis dahin sind aber die ältesten Kraftwerke wahrscheinlich bereits vom Netz. ... greenpeace.de

Weltklima: Hafenstädte immer mehr bedroht – das Risiko von Jahrhundertfluten nimmt zu!
Der Klimawandel aber auch das Bevölkerungswachstum in den Hafenstädten sorgen dafür, dass immer mehr Menschen von einer Jahrhundertflut betroffen sein können. Gefahr besteht vor allem für viele asiatische Metropolen, aber auch an der Nordseeküste.
Immer mehr Menschen in den wachsenden Hafenstädten könnten in der Zukunft dem Risiko einer Jahrhundertflut ausgesetzt sein. Derzeit seien rund 40 Millionen Menschen in Hafenmetropolen vom Risiko einer Sturmflut bedroht, sagte der britische Wissenschaftler Robert Nicholls von der Universität Southampton in Hamburg. Im Jahr 2070 könnten es rund 150 Millionen Menschen sein. Gründe hierfür seien Effekte des Klimawandels, das Bevölkerungswachstum und der Zuzug vieler Menschen in die Städte.
Die Daten wurden für eine Untersuchung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erhoben. Darin wurden 136 Hafenmetropolen mit jeweils mehr als einer Million Einwohner berücksichtigt. Vor allem asiatische Städte seien betroffen, sagte Nicholls. Unter den im Jahr 2070 bedrohtesten Metropolen seien Kolkata und Mumbai (Indien), Dhaka (Bangladesch), Shanghai (China) und Ho-Chi-Minh-Stadt (Vietnam).
Für die deutsche Nordseeküste rechnen Forscher in den Jahren 2070 bis 2100 mit einer Erhöhung der maximalen Sturmwasserstände. Denkbar sei eine Größenordnung von 30 bis 110 Zentimetern, sagte Hans von Storch, Leiter am Institut für Küstenforschung des GKSS-Forschungszentrums Geesthacht. Das Institut ist einer der Veranstalter des Sturmflutkongresses. In Hamburg treffen sich bis zum Freitag Wissenschaftler aus 30 Ländern, um ihre Erkenntnisse über Sturmfluten auszutauschen. n-tv.de

Oily people („Ölmenschen“) protestieren vor Weltenergiekongress in Kanada
Eine Black Beach-Party der besonderen Art feierten diesen Sonntag über sechzig Greenpeace-Aktivisten. Anlässlich des World Energy Congress im kanadischen Montreal machten sie ölverschmiert auf das dreckige Geschäft mit dem Öl aufmerksam. Ihre Botschaft an die Vertreter aus Forschung, Energieindustrie, Interessengruppen und Regierung: Es ist Zeit, unsere Abhängigkeit vom Öl zu beenden und in saubere, erneuerbare Energien zu investieren!
... greenpeace.de

Klima: Meereis am Nordpol erneut stark zurückgegangen
Bremerhaven (dpa): Das Meereis rund um den Nordpol ist erneut stark geschmolzen. Zum Ende des Sommers werden nur noch etwa 4,9 Millionen Quadratkilometer des Arktischen Ozeans von Eis bedeckt sein. ... zeit.de

Klimawandel als Chance?
Neue Geschäftsmodelle auf Grönland
Eisfreie Fjorde, Erdbeeren und Weißkohl auf den Felder: Im Sommer schwitzte man auf Grönland bei über 30 Grad im Schatten. Der Klimawandel ist auf der Insel deutlich zu spüren. Manchen Einheimischen ist das gerade recht.

Auf Grönland scheint das Ende der Eiszeit in Sicht. Während im Norden die sommerliche Meereisbedeckung des Arktischen Ozeans schwindet, hat der Klimawandel den Süden der riesigen Insel bereits erfasst. "Wir können hier mittlerweile Kartoffeln anbauen und Freiland-Erdbeeren heranziehen", sagt der Leiter der Landwirtschaftlichen Versuchsanstalt in Upernaviarsuk, Anders Iversen.
Seit Mitte der 1970er Jahre haben sich die klimatischen Verhältnisse auf dem südlichen Teil der Insel dramatisch verändert. Doch so wie jetzt ist es erst seit kurzem. "Seit fünf Jahren ist der Fjord hier gar nicht mehr zugefroren", sagt die Einheimische Etta Lyberth. "Vor zehn Jahren konnten wir ihn im Winter noch mit dem Motorschlitten überqueren."
Einheimische durchaus zufrieden (… frage sich nur wie lange?) ... n-tv.de

13.09.2010 NABU-Projekt Meere ohne Plastik
Strand-Reinigungsaktionen und Umweltbildung im Vordergrund
Jahr um Jahr sterben viele tausend Tiere an dem Müll im Meer.

Plastik gefährdet die Meeresumwelt. Um dem zunehmenden Müllproblem in unseren Ozeanen etwas entgegenzusetzen, hat der NABU das Projekt Meere ohne Plastik ins Leben gerufen. Die Initiative wird vom Bundesumweltministerium durch die „Briefmarke mit dem Plus“ gefördert und inhaltlich vom Umweltbundesamt und anderen Fachbehörden des Bundes und der Länder unterstützt.
Mehr als 6,4 Millionen Tonnen Plastikmüll gelangen jedes Jahr in die Ozeane. Auch die Nord- und Ostsee sind inzwischen stark durch die Plastikflut bedroht. Es ist höchste Zeit, zu handeln. Alle sind aufgerufen, zu verhindern, dass die Meere weiter als Müllkippe missbraucht werden. Hauptverursacher in der Nordsee sind die Fischerei und Schifffahrt durch verloren gegangene Netze und illegal entsorgte Plastikabfälle, aber auch der Zufluss von Land über kommunale Abwässer und Mülldeponien ließen den Plastikmüll im Meer immer weiter anwachsen. ... nabu.de

Wo leben WIR eigentlich?: Kritik an Enteignungsplänen für Atomlagerbau
Hannover (dpa): Die Absicht der Bundesregierung, zum Bau eines Atomendlagers auch die Enteignung von Grundstückseigentümern zu ermöglichen, stößt bei Kernenergiegegnern in der Region Gorleben auf Kritik. „Wenn Enteignungen eingeplant werden, zeigt das, dass die Bundesregierung den Sack zumachen will“, sagte der Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), Wolfgang Ehmke, der in Hannover erscheinenden Neuen Presse (Montag). „Gorleben soll trotz der bekannten geologischen Einwände als Endlagerstandort durchgesetzt werden.“ Nach seinen Angaben zieht das Bundesamt für Strahlenschutz bereits Erkundigungen ein, welche Grundeigentümer betroffen sein könnten.
Der BI-Sprecher warf der Bundesregierung undemokratisches Vorgehen in der Endlagerfrage vor: „Das läuft alles ohne ein atomrechtliches Genehmigungsverfahren, ohne formale Beteiligungsrechte. Es gibt nicht eine einzige Möglichkeit der betroffenen Öffentlichkeit, dagegen zu klagen. Das ist Feudalismus.“ Gegen die Regierungspläne werde es großen Widerstand geben. „Wir werden einen der größten Anti-Atom-Proteste auf die Beine stellen, den das Wendland je gesehen hat“, sagte Ehmke. „Wir haben das Maisfeld bereits ausgesucht, wo eine Kundgebung mit Zehntausenden stattfinden kann.“ greenpeace-magazin.de

Eiskalt berechnent: Atomkonzerne gegen Gerichtsniederlage abgesichert
Öko-Institut: AKW-Laufzeit bis 2040

Ein wasserdichter Vertrag: Angeblich haben sich die AKW-Betrieber auch gegen eine Gerichtsniederlage abgesichert. Sollten die längeren Laufzeiten kassiert werden, müsste die Atomindustrie weniger in den Öko-Fonds zahlen, so die Deutsche Umwelthilfe.
Sollte das Bundesverfassungsgericht die geplante Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke von durchschnittlich 12 Jahren kippen, wäre vor allem der Bund der Leidtragende. Nach Auffassung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und mehrerer Juristen haben sich die Konzerne in der vergangene Woche bekanntgewordenen Vereinbarung juristisch auch gegen diesen Fall abgesichert. Sie würden dann weniger Geld in den geplanten Öko-Energie-Fonds einzahlen. Es gilt als möglich, dass das Gericht nicht den Atomkompromiss komplett kippen, sondern nur eine geringere Laufzeitverlängerung billigen könnte.
"Den Konzernen zu Diensten"
In der Vereinbarung heißt es, dass sich der Beitrag mindere, wenn "Bestimmungen zur Laufzeitverlängerung und zur Übertragbarkeit von Elektrizitätsmengen (...) geregelt, verkürzt, verändert, unwirksam oder aufgehoben werden oder in sonstiger Weise entfallen". Besonders der Passus "unwirksam oder aufgehoben" deutet darauf hin, dass auch der Fall einer Gerichtsniederlage bereits berücksichtigt wurde. ... heute.de

Atomkraft: „Wir wollen euren Mist nicht ausbaden!“
„Atomkraft ist gefährlich, das Müllproblem ist ungelöst und wir brauchen diese Technik nicht“, so Stina Hinrichs, 15 Jahre, Greenpeace-Jugendliche aus München. Sie ist eine von 150 Jugendlichen, die heute zwischen Bundeskanzleramt und Reichstag in die Spree gesprungen sind - aus Protest gegen die geplante Verlängerung der AKW-Laufzeiten. ... greenpeace.de

12.09.2010 N-TV – Dokumentationen:
Tödliches Tierreich: 16:10 – 17:00 Uhr

Diese Inselbewohner sind wahrlich zum Töten geboren! Ob Vampirfinken, die das Blut anderer Vögel trinken oder die Santa-Catalina-Klapperschlange, die ohne ohne Rassel-Geräusch aus heiterem Himmel zuschlägt - zahlreiche tierische Bewohner abgelegener Inseln sind wahrlich zum Töten geboren. NATIONAL GEOGRAPHIC wagt einen Blick in die Welt der tödlichen Inselbewohner und begegnet dabei den bizarrsten Kreaturen.

Tierisch Extrem: Großmäuler: 17:05 - 18:00 Uhr
"Da waren die Augen wohl größer als der Mund" - dieses Sprichwort gilt nicht für diese wahren Großmäuler des Tierreichs! Unglaublich, wie und welche Mengen Pythons, Pelikane, Krokodile und Co. sich mit Hilfe von ausklappbaren Kiefern, mehrfachen Zahnreihen und langen Zungen einverleiben können. Welche Tiere ganz weit vorne liegen, wenn es darum geht, das Maul weit aufzureißen, stellt Ihnen diese Reportage vor. n-tv.de

Milliarden Verpuffen: Grube räumt höhere Kosten bei Stuttgart 21 ein

Stuttgart (dpa): Bahnchef Rüdiger Grube schließt eine weitere Kostensteigerung beim umstrittenen Bahnprojekt Stuttgart 21 und der Strecke Wendlingen-Ulm nicht aus. „Bei Infrastrukturprojekten kann man nie sagen, was am Ende auf Heller und Pfennig herauskommt“, sagte Grube der Wirtschaftswoche.


Stuttgart 21 - NEIN!
Das ist die Meinung der meisten Stuttgarter!
Als Beispiel für steigende Kosten nannte der Manager höhere Sicherheitsanforderungen etwa beim Tunnelbau. Vor zehn Jahren sei bei Tunneln alle 1000 Meter ein Sicherheitsausgang erforderlich gewesen, heute alle 500 Meter.

Grube betonte jedoch, dass die derzeitige Größenordnung der Kosten bei beiden Projekten stimme und seriös durchgerechnet sei: „Ich war es, der als neuer Bahnchef realistische Zahlen auf den Tisch gelegt hat.“ Laut Deutsche Bahn kostet der Bahnhof rund 4,1 Milliarden Euro und die Neubaustrecke rund 2,9 Milliarden Euro.

Gegen das umstrittene Bahnprojekt gibt es massive Proteste in der Bevölkerung. Am Freitagabend gingen nach Veranstalterangaben in Stuttgart mehr als 69.000 Menschen auf die Straße - ein neuer Rekord. Die Polizei sprach von 35.000 Teilnehmern. In einem «Stuttgarter Appell» forderten bisher mehr als 54 000 Menschen einen Baustopp und eine Bürgerbefragung zu dem Milliardenvorhaben. Die oppositionelle SPD spricht sich für eine Volksabstimmung über das Bahnprojekt aus.

Der Fraktionschef der Sozialdemokraten im Stuttgarter Landtag, Claus Schmiedel, regte an, für einen Volksentscheid zu Stuttgart 21 die Landesverfassung zu ändern. Diesem Vorschlag erteilte die im Südwesten mitregierende FDP eine klare Absage. Der Fraktionschef der Liberalen, Hans-Ulrich Rülke, nannte den Vorschlag absurd. Zur Änderung der Verfassung ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit notwendig. Die Abrissarbeiten am Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofes gingen am Samstag unterdessen weiter.

Nach Spiegel-Informationen gab es vor der Amtszeit von Grube bereits Widerstand bei der Bahn gegen das Projekt. So habe der Bahn-Vorstand Stuttgart 21 schon 1994 als unwirtschaftlich abgelehnt, berichtet das Blatt unter Berufung auf ein internes Vorstandspapier. Selbst bei der Addition günstigster Annahmen würde sich der Bau nicht rechnen. Empfohlen wurde daher laut Spiegel: „Die Anfahrt Stuttgart Hbf wie heute.“ Bahn-Ingenieure hätten kritisiert, dass sich keine nennenswerte Reiseverbindung durch den Durchgangsbahnhof verbessern werde.

Ein Bahnsprecher sagte zu dem Bericht, 16 Jahre alte Dokumente wolle das Unternehmen nicht kommentieren. „Fakt ist: Das Projekt ist wirtschaftlich und bleibt wirtschaftlich“, betonte der Sprecher in Berlin. sueddeutsche.de


Tierschützer erhoffen Durchbruch im Robbenstreit
Gespräch: Michael Brehme, dpa

Brüssel (dpa): Im Gerichtsstreit um das Einfuhrverbot von Robbenfellen in die EU hoffen Tierschützer auf eine rasche Entscheidung. „Wir erwarten, dass das Verbot bis Ende September endgültig in Kraft treten wird“, sagte Adrian Hiel, EU-Sprecher des Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW), in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Brüssel.
Die neue EU-Vorschrift, wonach generell keine Robbenfelle mehr in die Union gelangen dürfen, ist zwar seit dem 20. August grundsätzlich in Kraft getreten. Doch das EU-Gericht in Luxemburg setzte den Bann auf Antrag von 16 Klägern de facto aus. Vor dem Gericht muss auch in einem weiterem Verfahren geklärt werden, ob ein Einfuhrverbot EU-Recht entspricht; dieses Verfahren könnte sich laut Hiel noch über mehrere Jahre erstrecken.
„Wir erwarten, dass das Gericht die Aussetzung erstmal aufhebt, auch wenn uns das zweite Verfahren in den kommenden Jahren weiter beschäftigen wird“, sagte Hiel. In den kommenden zwei bis drei Wochen rechne er mit einer ersten Entscheidung der Luxemburger Richter.
Robbenfelle der Kläger - darunter auch drei der größten Robbenfell-Fabrikanten - können wegen der Aussetzung weiter ungehindert nach Europa gelangen. „Das ist aber zu vernachlässigen. In dieser Zeit des Jahres gibt es sowieso keine kommerzielle Robbenjagd - die Saison ist im Winter und Frühjahr“, meinte Hiel.
Das Verbot gilt für sämtliche Robben-Produkte, darunter auch Öle, Häute und Tran, der in Kosmetik oder Medizin verwendet wird. Die Felle werden meist für die Herstellung von Pelzen, Mänteln und Mützen verwendet. Es gibt eine Ausnahme für die arktischen Ureinwohner Inuit, die keine kommerzielle Robbenjagd betreiben und deshalb vom Einfuhrverbot sowieso nicht betroffen wären.
„Wir akzeptieren diese Ausnahme absolut. Viele Menschen erkennen nicht, dass die Robbenjagd der Inuit eine völlig andere ist als die kommerzielle Robbenjagd“, erklärte Hiel. Ziel der Tierschützer sei es, die "eingewurzelte Grausamkeit" kommerzieller Jäger zu stoppen anstatt die Existenz der Ureinwohner zu gefährden. „Die Inuit jagen verschiedene Robben zu verschiedenen Jahreszeiten aus verschiedenen Gründen, Tausende von Kilometern entfernt und vor allem auf unterschiedliche Weise.“
Laut Schätzungen werden jährlich etwa 900 000 Robben getötet - „aber die Zahlen sind rückläufig“, sagte Hiel. In den vergangenen Jahren sei der Preis für Robbenpelze drastisch gesunken, somit habe auch das Interesse der Jäger nachgelassen. 2008 und 2009 hätten allein in Kanada eine halbe Million Robben mehr als üblich überlebt. In Deutschland schwankt der Umsatz mit Robbenprodukten nach Angaben des IFAW zwischen 200 000 Euro und einer Million Euro pro Jahr. eu-info.de

Bio-Äcker sind nicht immer besser: Landwirtschaft neu überdenken !
Artenschutz geht auch ohne Bio – und manchmal sogar besser. Das folgern britische Forscher aus einer Feldstudie.

Wissenschaftler der Universitäten York und Leeds wollten herausfinden, wie sich Artenschutz und Ackerbau am besten vereinbaren lassen. Dafür testeten sie zwei Szenarien. Szenario eins: Bio-Anbau. Szenario zwei: Konventioneller Anbau mit angrenzendem Schutzgebiet. Und so lautet das Ergebnis: Manchmal sind konventionelle Felder mit angrenzenden Naturschutzgebieten besser für die Artenvielfalt. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass das angrenzende Land nicht einfach nur brach liegt. Vielmehr muss es auch wie ein Naturschutzgebiet gepflegt werden, damit wildlebende Tiere sich dort gut ausbreiten können, schreiben die Forscher um Jenny Hodgson von der Universität York in den EcologyLetters.
Ursache für den überraschenden Zusammenhang sei, dass der konventionelle Anbau weniger Platz in Anspruch nehme als Bio-Anbau. Auf einem konventionellen Feld kann also mehr erwirtschaftet werden als auf einem gleichgroßen Bio-Feld.
Schmetterling als Indikator für die Artenvielfalt
Für die Studie beobachteten die Wissenschaftler Schmetterlinge in 16 englischen Schutzgebieten sowie Getreidefeldern und Weiden – konventionell und bio. Dort untersuchten sie Anzahl und Artenvielfalt der Tiere. Sie stellten fest, dass auf Bio-Äckern wie erwartet mehr Schmetterlinge leben als auf konventionellen Feldern. Aber: Ein kleinerer konventioneller Acker mit angrenzendem Schutzgebiet bietet auf derselben Fläche insgesamt Lebensraum für noch mehr Schmetterlinge – während dort dieselbe Menge Lebensmittel erwirtschaftet werden kann wie auf einem Bio-Acker.
Der konventionelle Anbau in Kombination mit einer Naturschutzfläche ist demnach immer dann besser für Schmetterlinge, sobald der Ertrag pro Hektar aus dem Bio-Anbau unter 87 Prozent desjenigen aus dem konventionellen Anbau fällt. Nach Angaben der Forscher bewegt sich der relative Ertrag aus dem Bio-Anbau meist zwischen 35 und 87 Prozent des konventionellen. Allerdings gilt diese Beobachtung zunächst nur für Schmetterlinge, die oft als Indikator für die Artenvielfalt benutzt werden. Gleichwohl räumen die Forscher ein, dass Untersuchungen mit anderen Tier- und Pflanzenarten zu einem anderen Ergebnis kommen könnten.
Die Studie gebe aber Anlass, die Landwirtschaft neu zu überdenken, meinen die Autoren: "Es könnte etwa bedeuten, dass benachbarte Landwirte zusammenzuarbeiten, um einen verbesserten Lebensraum zu schaffen. Oder sie bauen Partnerschaften mit Organisationen aus dem Naturschutz auf”, schreibt Hodgson. n-tv.de

11.09.2010 TV-Tipps: VOX-Day
Free-TV-Premiere von DIE BUCHT auf VOX (Update: 23.12.2011)
Im deutschen Fernsehen ist der mit dem Oscar prämierte Dokumentarfilm erstmals am 11. September um 20:15 - 21:50 Uhr auf VOX zu sehen. ... vox.de
Interview bei VOX: Ric O'Barry, Teil 1: 20:10 Uhr: Länge: 5 Minuten
Tierschützer Ric O'Barry war einmal der Mann, der Delfine für den Film-Flipper fing und dressierte. Heute kämpft er für die Freilassung aller Delfine aus menschlicher Gefangenschaft. In dem Küstenort Taijii in Japan will er eine Dokumentation über die intelligenten Meeressäuger drehen. Dabei stößt er auf ein grausiges Geheimnis, das er unter allen Umständen ans Licht bringen wird ... vox.de
BBC Exklusiv: Im Wassertropfen um die Welt
Start des Thementages: VOX Planet Blue - Der Tag des Wassers, um 12:05 Uhr vox.de
BBC Exklusiv: Zeitbombe Klima - Wie retten wir die Erde?
Dokumentation 10:05 Uhr; Großbritannien 2008 vox.de

Golf von Mexiko: BP ändert Plan zur Versiegelung der Ölquelle
Vier Monate nach der Explosion der Deepwater Horizon ist die Olquelle noch immer nicht endgültig versiegelt. Jetzt hat BP eine neue Idee. ... welt.de

Streit um Bahnprojekt: Zehntausende demonstrieren gegen Stuttgart 21
Gegner wie Befürworter des umstrittenen Projekts Stuttgart 21 fordern einen Volksentscheid, die SPD möchte dafür notfalls sogar die Verfassung ändern. Doch die Landeregierung ließ sich bislang nicht erweichen - trotz anhaltender Proteste. Am Freitag gingen wieder Zehntausende auf die Straße. ... spiegel.de

Termitenbauten sagen Veränderungen durch Klimawandel voraus
Nestverteilung zeigt Lage von wichtigen geologischen und ökologischen Grenzen an

Afrikanische Termiten haben sich als gutes Werkzeug für die Kartierung möglicher Vegetationsveränderungen durch den Klimawandel entpuppt. Da die Tiere ihre Nester nur auf gut entwässerten Böden bauen, verrät deren Lage den Verlauf wichtiger geologischer und hydrologischer Grenzen im Untergrund. Das zeigt eine jetzt in Nature Communications erschienene Studie. Die erste auf Termitenhügeln basierende dreidimensionale Kartierung von Untergrund und Vegetation gibt erstmals genauen Aufschluss über die zukünftige Verteilung von Wald und Grasland. ... scinexx.de

Alternative Kraftstoffe: Wunderhefe
Genmanipulierte Hefe produziert aus Pflanzenfasern Ethanol für Biokraftstoff
Forschern ist es gelungen, die Fähigkeiten eines Pilzes, der Pflanzenfasern verstoffwechselt, mit denen alkoholproduzierender Hefe zu kombinieren und dadurch Hefestämme zu schaffen, die durch Verdauungsvorgänge aus dem widerstandsfähigen Pflanzenmaterial Cellulose Alkohol bilden. Ihre Methode könnte für die Ethanolgewinnung in der Biokraftstoff-Industrie von großem Nutzen sein, denn bisher kann Ethanol noch nicht aus Pflanzenfasern gewonnen werden.
... wissenschaft.de

Quiz: Erneuerbare Energien
Ohne Sonne, Wind, Geothermie und Wasserkraft geht in Zukunft vermutlich kaum mehr etwas - zumindest in punkto Energieversorgung. Denn die erneuerbaren Energien gelten als klimafreundlich, emissionsarm und quasi unerschöpflich. Entsprechend erklärte auch die Bundesregierung im August 2010, den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2020 auf rund 18 Prozent ausbauen zu wollen. Wie gut kennen Sie sich im Reich der Erneuerbaren aus?
Testen Sie nun ihr Wissen rund um die erneuerbaren Energien! ... scinexx.de

Danksagung: Junichis und Torus Dank an alle die Unterstützten! ... greenpeace.de

Klima: Subtropisches Wasser schmilzt grönländische Gletscher
Wie schnell die grönländischen Gletscher schmelzen, ist eine der großen Unbekannten beim Berechnen des zukünftigen Meeresspiegels. Unter anderem erforschen Klimawissenschaftler im Moment, welchen Einfluss Meeresströmungen auf die Gletscherschmelze haben. Neueste Messungen von Greenpeace und Klimaforschern zeigen nun, dass subtropisches warmes Wasser das ganze Jahr über in arktische Fjorde eindringt. Dadurch schmelzen die Gletscher schneller. ... greenpeace.de

Äpfel und Birnen: Das sind die Zweifel am Energiegutachten
Monatelang hat die Bundesregierung auf das mit Spannung erwartete Gutachten zu den Auswirkungen unterschiedlicher Laufzeitverlängerungen verwiesen; nun liegen die Ergebnisse vor. Verbände und Wissenschaftler erheben deutliche Kritik an dem Gutachten. Wir haben die wichtigsten Kritikpunkte zusammengefasst.

Berlin (ddp/red): Wie es heißt, seien die Annahmen der Forschungsinstitute nicht plausibel. Auch kritisieren Verbände und Wissenschaftler, dass die Interpretation von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), das Gutachten lege Laufzeitverlängerungen zwischen 12 und 20 Jahren nahe, nicht gedeckt sei.
Die Nachrichtenagentur ddp dokumentiert die Kritikpunkte am Atomgutachten, das das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität Köln (EWI), die Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) und die Prognos AG in den vergangenen Wochen erstellt hatten:
Methodik der Studie
Strompreise
Klimaschutz
Energiepreise ... strom-magazin.de

Kritischer Bericht: Atom-Gutachten enthalte "haarsträubende Fehler"
In der Debatte um die Verlängerung der Atomlaufzeiten hat das Bundesumweltministerium laut einem Pressebericht Kritik an jenen Energieszenarien geübt, auf die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihre Forderung nach längeren Atomlaufzeiten stützt. ... strom-magazin.de

10.09.2010 Ölschwaden im Golf von Mexiko
Uferzonen können über einen langen Zeitraum immer wieder verseucht werden
... wissenschaft-aktuell.de

Evolution aktuell: Mütterliche Zuwendung schuf große Säugetier-Gehirne
Studie wirft neues Licht auf Gehirn-Evolution

Eine Studie eines internationalen Wissenschaftlerteams hat ein neues Licht auf die Evolution des Gehirns geworfen. Wie die Forscher in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) berichten, ließ höchstwahrscheinlich mütterliche Zuwendung die Säugetierhirne wachsen. ... scinexx.de

Grüne: Atomkonzerne ziehen Regierung über den Tisch
Berlin (dpa-AFX): Die Grünen haben den Vertrag der Bundesregierung mit den Atomkonzernen als nicht hinnehmbar bezeichnet. "Dieser Vertrag schützt ausschließlich RWE , Eon und Co., also die Atomindustrie", sagte Fraktionschef Jürgen Trittin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Atomkonzerne haben sich in dem Vertrag weitreichende Schutzklauseln zusichern lassen. Die Kosten für eine mögliche Nachrüstung der Atomkraftwerke wird auf 500 Millionen Euro je Kraftwerk begrenzt. Kosten die Nachrüstungen mehr, erhält der Bund weniger Geld für seinen geplanten Öko-Energiefonds. ... ad-hoc-news.de

Aus Mangel an Lebensraum: Süßwasserschildkröten droht Aussterben
Stockholm (dpa): Fast jede zweite Schildkrötenart, die im Süßwasser lebt, ist nach Ansicht von Naturschützern vom Aussterben bedroht. „Damit gehören sie zu den bedrohtesten Tieren auf unserem Planeten“, schreibt Peter Paul van Dijk von der Naturschutzorganisation Conservation International in seiner Studie. Die Untersuchung veröffentlichte er anlässlich der Weltwasserwoche in Stockholm. Gefährdet seien insgesamt mehr als 40 Prozent der Arten.
„Das Schlüsselproblem, dem diese Tiere ausgesetzt sind, ist die Veränderung ihrer Lebensräume - insbesondere wegen des Baus von Dämmen in den Flüssen, in denen sie leben“, sagte van Dijk. Hinzu komme, dass die Schildkröten gegessen oder als Haustiere gehalten werden. Besonders gefährdet sei die Jangtse-Riesenweichschildkröte (Rafetus swinhoei). Von diesen Tieren, die einen weichen, lederartigen Panzer haben, gebe es weltweit nur noch vier Exemplare. sueddeutsche.de

09.09.2010 Eine kleine Chronik: Die Katastrophe im Golf von Mexiko ... welt.de

Wälder: Waldbrände in Brasilien - Notstand in 14 Bundesstaaten
Brasília: Wegen der zunehmenden Zahl der Waldbrände hat Brasiliens Umweltministerium für 14 Bundesstaaten sowie den Distrikt der Hauptstadt Brasília den Umweltnotstand ausgerufen.

asu/sda: Ein entsprechendes, bereits am Montag erlassenes Dekret erlaubt den Regionalbehörden, zusätzliche Kräfte zur Brandbekämpfung ohne vorherige Ausschreibung unter Vertrag zu nehmen, wie das Ministerium bestätigte. Satelliten des brasilianischen Raumforschungsinstitutes (INPE) registrierten allein am Dienstag landesweit 1178 Brandherde. Danach ist die Lage vor allem in den zentral gelegenen Bundesstaaten Goiás, Tocantins und Mato Grosso sowie dem Hauptstadtdistrikt bedrohlich. Allein im August seien 28.608 Brände entdeckt worden, sagte Alberto Setzer, der beim INPE für das Monitoring-Programm für Waldbrände verantwortlich ist.
Diese Zahl sei viermal so hoch als im gleichen Vorjahresmonat. Von Januar bis August wurden danach rund 50.000 Brände registriert.
Zustände aber noch besser als vor drei Jahren
„Auch wenn diese Zahlen hoch sind, 2007 hatten wir noch eine schlimmere Situation mit 59.915 Brandherden in den Monaten von Januar bis August“, sagte Setzer. Er machte auch die große Trockenheit in diesem Jahr für die Brände verantwortlich, der „größte Schurke aber ist der Mensch“. Viele Feuer würden nur gelegt, um zu roden oder landwirtschaftliche Flächen zu säubern. nachrichten.ch

Cimex lectularius: Rabiate Wanzenmännchen
Anti-Aphrodisiakum schützt junge Bettwanzen vor heißblütigen Männchen

Bettwanzenlarven wissen sich gegen die Zudringlichkeit paarungswilliger Männchen zur Wehr zu setzen: Schwedische Forscher haben gezeigt, wie sich die Kleinen durch einen Duftcocktail für die aggressiven Männchen unattraktiv machen. Für unreife Larven stellt das hartnäckige Paarungsverhalten eine Gefahr dar, weil ihr Körper durch die Begattung verletzt wird. Bettwanzen-Männchen sind nicht wählerisch – sie besteigen jeden Artgenossen, der ihren Weg kreuzt und kümmern sich dabei weder um Alter noch um Geschlecht. Die Entdeckung der Abwehr-Düfte, könnte für die Entwicklung von Bekämpfungsstrategien gegen Wanzenplagen genutzt werden. ... wissenschaft.de

08.09.2010 BP-Bericht über den Golf von Mexiko:
Chemikalien bilden (anscheinend) keine gefürchteten „Todeszonen“

Die zur Zersetzung des Öls im Golf von Mexiko eingesetzten Mikroben bringen den Sauerstoffgehalt nicht aus dem Lot. Zwar hätten die Chemikalien in Teilen des Golfs von Mexiko den Sauerstoffgehalt verringert. Gefürchtete „Todeszonen“ seien durch die die Mirkoben jedoch nicht entstanden, teilte BP mit. ... focus.de

Ernste Gefahr: Erste Defizite in der Pflanzenbestäubung durch Bienenschwund
Klimawandel desynchronisiert zeitliche Rhythmen von Blüte und Insektenaktivität

Der schleichende Niedergang von Bienen und Hummeln wirkt sich bereits negativ auf die Bestäubung von Pflanzen aus. Vor allem im Frühjahr bleiben viele Blüten unbefruchtet, weil die Bestäuberinsekten fehlen. Diese langfristig auch für den Obstanbau bedenkliche Entwicklung enthüllt jetzt die längste jemals durchgeführte Studie zum Bestäubungsverhalten. ... scinexx.de

Chemie aktuell: Rätsel um tödliches Schlangengift gelöst
Bewegliche Giftproteine machen Vipernbisse so gefährlich

Vipernbisse können unbehandelt zum Absterben von Gliedmaßen des Opfers und sogar zu dessen Tod führen. Innsbrucker Chemiker haben jetzt erstmals nachgewiesen, dass diese gefürchtete Wirkung des Schlangengiftes von der Beweglichkeit eines Enzyms im Giftcocktail abhängt. Sie stellen die Ergebnisse ihrer neuen Studie im Journal of the American Chemical Society ausführlich vor. ... scinexx.de

Waldökologie aktuell: Erste hochauflösende Karte zeigt Wald-Kohlenstoffbilanz
Entwaldung steigert Kohlendioxidemissionen gleich zweifach

Zum ersten Mal haben Wissenschaftler eine hochauflösende Karte erstellt, die genau zeigt, wie viel Kohlenstoff in verschiedenen Pflanzengesellschaften des tropischen Regenwalds gespeichert ist. Die in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlichte Karte enthüllt auch, dass Entwaldung gleich in zweifacher Hinsicht zu einer Zunahme der Kohlendioxidemissionen beiträgt. Die neuen Daten liefern zudem der Waldschutz-Initiative der UNO, REDD, eine bessere Datenbasis als bisher. ... scinexx.de

Evolution: Zeitzeuge Lungenfisch
Die Vorfahren der Landwirbeltiere hörten lediglich unter Wasser gut

Als die ersten Tiere das Wasser verließen und das Land als Lebensraum eroberten, war ihr Gehör zunächst noch nicht auf die neue Umwelt ausgerichtet: Sie konnten noch keine luftgetragenen Frequenzen wahrnehmen. Das hat ein dänisches Forscherteam herausgefunden, als es das Lauschorgan des Lungenfischs untersuchte, des nächsten heute noch lebenden Verwandten der Landpioniere. Die Hörfähigkeiten des Lungenfischs spiegeln dabei die der frühen vierfüßigen Landwirbeltiere wieder, so die Annahme der Forscher. ... wissenschaft.de

Physarum polycephalum: Was Menschen und Schleimpilze gemein haben
Bei Entscheidungsfindungen geht Schnelligkeit zu Lasten der Genauigkeit

Wer Entscheidungen unter Zeitdruck fällen muss, trifft oft die falsche Wahl. Schleimpilzen geht es da nicht anders als den Menschen, wie zwei australische Biologinnen jetzt in Experimenten mit den Einzellern herausgefunden haben. Fehlentscheidungen waren dabei zudem umso wahrscheinlicher, je mehr die Organismen unter Stress standen. Derartige Zusammenhänge seien bislang vom Menschen und diversen Tierarten bekannt, die Liste müsse nun entsprechend erweitert werden, berichten Tanya Latty und Madeleine Beekman von der University of Sydney. ... wissenschaft.de

07.09.2010 Nachtlicht ist "krebserregende Umweltverschmutzung"
Die Steigerung des Krebsrisikos durch nächtliches Kunstlicht führen israelische Forscher auf den Mangel eines Hormons zurück.

Als “krebserregende Umweltverschmutzung” bezeichnen die Experten deshalb die vor allem in Städten durch die Straßenbeleuchtung und das Anstrahlen von Gebäuden verursachte enorme Helligkeit.
Das Team um Dr. Fuad Fares hat nun belegt, dass die Unterdrückung der Ausschüttung des speziellen Hormons die Krebsrate erhöhen kann: Nachts produziert der menschliche Körper eine hormonelle Substanz namens Melatonin, die den Schlaf fördert. Fällt Licht auf die Netzhäute, setzt der Körper geringere Mengen dieses “Schlafhormons” frei. Dies ist sogar dann der Fall, wenn es sich um künstliches Umgebungslicht handelt, das durch die geschlossenen Augenlider auf Menschen einwirkt. ... curado.de

Stuttgart 21: Gegner halten Baumhaus besetzt
Stuttgart (dpa): Die Polizei versucht derzeit, ein von Stuttgart 21 Gegnern besetztes Baumhaus im Mittleren Schlossgarten zu räumen. Die Gegner des umstrittenen Bahnprojektes halten es seit Freitag besetzt. Rund 100 Demonstranten bildeten eine Sitzblockade um den Baum herum. Die Aktivisten in der Krone sollen sich nach Angaben der Sprecherin der Umweltorganisation Robin Wood zeitweise an den Baum gekettet haben. Nur wenige Stunden zuvor hatte das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 überraschend das für Freitag geplante Spitzengespräch über das Milliarden-Bahnprojekt platzen lassen. ... sueddeutsche.de

Nach Atomkompromiss: Kommunale Versorger wollen Ausgleich
In der Nacht zum Montag hatten sich die Spitzen von Union und FDP auf eine Laufzeitverlängerung um 14 Jahre für neuere Kernkraftwerke - ab Baujahr 1980 - verständigt. Die letzten Meiler dürften damit 2040 oder sogar später abgeschaltet werden. Ältere Anlagen können 8 Jahre länger am Netz bleiben als bisher geplant. Die Atomindustrie soll langfristig bis zu 15 Milliarden Euro für einen Fonds zum Ausbau erneuerbarer Energien beisteuern. Dazu kommt die neue Atomsteuer, die von 2011 bis 2016 pro Jahr 2,3 Milliarden in die Bundeskasse spülen soll.
Die geplante Brennelementesteuer bringt dem Bund nach Angaben der Berliner Zeitung (Dienstag) jedoch weniger ein als geplant. Statt mit 2,3 Milliarden Euro pro Jahr könne Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) nur mit 1,5 Milliarden Euro rechnen. Bisher habe der Gesetzesentwurf vorgesehen, 220 Euro pro Gramm Uran von den Stromkonzernen zu verlangen. Nun sollten es 145 Euro sein. Das Bundesfinanzministerium räumte nach Angaben des Blattes auf Anfrage diese Verringerung ein. Dennoch bleibe es - bei einer isolierten Betrachtung der Brennelementesteuer - bei den 2,3 Milliarden, betonte ein Sprecher. Richtig sei aber, dass die Stromkonzerne diese Zahlungen beim Finanzamt als Betriebskosten absetzen könnten, wodurch die Nettoeinnahmen für den Staat geringer ausfielen. ... greenpeace-magazin.de

Apotheke Natur: Medizin aus Insekten
Forscher entdecken neuartige Antibiotika in Insektengehirnen

Schaben und Heuschrecken produzieren äußerst wirkungsvolle Antibiotika, um sich gegen Krankheitserreger zur Wehr zu setzen: Englische Forscher haben im Gehirn der Insekten eine Reihe von Molekülen entdeckt, die für viele Mikroben tödlich sind. Zukünftig könnten die Moleküle als Grundlage für neue Therapien gegen eine Vielzahl von krankheitserregenden Keimen dienen. Ersten Versuchen zufolge zeigen die Insekten-Antibiotika keine schädigende Wirkung auf menschliche Zellen, unerwünschte Medikamenten-Nebenwirkungen sollten somit ausbleiben. ... wissenschaft.de

Alternative Energiequellen & Klimaschutz: Solarenergie nach dem Vorbild der Natur
Neuartige Solarzellen schützen sich durch ständige Erneuerung vor Materialschäden

Ein Prinzip der Natur liefert spannende Perspektiven für die Erzeugung von Solarstrom: Ein neu entwickeltes Molekül kann Sonnenlicht einfangen und sich dabei zugleich selbst regenerieren. Das System orientiert sich an Strategien, die Pflanzen bei der Photosynthese verwenden und könnte in Zukunft für die Entwicklung besonders effektiver Solarzellen genutzt werden. Die neuartige Technologie imitiert dabei einen Mechanismus der Pflanzenzellen, bei dem sich die lichtempfindlichen Moleküle in den Chloroplasten ständig selbst regenerieren. ... wissenschaft.de

Artenschutz: Bitte nicht füttern!
WWF warnt vor Panikmache vor der Heimkehr der Wölfe

Bayern hat wieder einen Wolf. Seit mehreren Monaten durchstreift ein einzelnes Tier das österreichisch-bayerische Grenzgebiet. Der WWF freut sich über die Rückkehr von Isegrimm und fordert einen gelassenen Umgang mit den Tieren. Wichtig sei die Information der Bevölkerung.
"Die Menschen in Deutschland müssen erst wieder lernen, mit Beutegreifern wie Wolf und Bär zu leben", betont Volker Homes, Leiter des Bereichs Artenschutz beim WWF Deutschland. "Panische Forderungen nach einem Abschuss des Tieres sind völlig unangebracht. Natürlich sind Wölfe keine Vegetarier, Risse von Rehen oder Hirschen sind völlig normal und für ein gesundes Ökosystem wichtig" so Homes. wwf.de

Klimaschutz: Energiewende ausgebremst
Energieversorger diktieren der Politik ihre Bedingungen

Berlin - Der WWF äußert massive Kritik an der in der vergangenen Nacht von der Bundesregierung getroffenen Entscheidung zur Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke. Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland: "Das Ergebnis der vergangenen Nacht ist schlecht für den Klimaschutz, schlecht für die Energiewende und schlecht für die demokratische Kultur unseres Landes. Diese Vereinbarung blockiert den Ausbau der erneuerbaren Energien und behindert den Wettbewerb. Gut ist die Laufzeitverlängerung allein für die vier großen Energieversorger, die die Bundesregierung am Nasenring durch die politische Arena gezogen haben." ... wwf.de

06.09.2010 Lebensquelle, Lebensraum, Lebensbedrohung - Wasser ist alles!
VOX Planet Blue - Der Tag des Wassers am 11. September ab 12 Uhr

Köln (ots): Jeder Deutsche verbraucht pro Tag durchschnittlich 120 Liter Wasser. Während das Wasser in Deutschland nahezu selbstverständlich aus der Leitung kommt, haben weltweit mehr als eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Wasser ist lebensnotwendig - aber auch Lebensraum und Lebensbedrohung. Am 11. September beleuchtet der Kölner Sender VOX im Rahmen des VOX Planet Blue - Der Tag des Wasser ab 12 Uhr in spannenden, hochkarätigen und aufwendig recherchierten Reportagen und Dokumentationen alle Facetten der wertvollen Ressource und zeigt den Oscar-prämierten Dokumentarfilm Die Bucht als Free-TV-Premiere. ... (Update: 11.12.2011) presseportal.de

Kein Ausstieg vor 2040: Schwarz-Gelb verlängert Laufzeiten
Die Bundesregierung verlängert die Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke um durchschnittlich 12 Jahre. Schwarz-Gelb begründet die Entscheidung mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien. Denn für diesen Ausbau sollen die Atomkonzerne zahlen. Bleibt es bei dem Kompromiss, geht der letzte deutsche Meiler frühestens 2040 vom Netz.
... n-tv.de

Merkel knickt vor Atomlobby ein: Erneuerbare Energien werden ausgebremst!
NABU-Präsident Olaf Tschimpke erklärt zu der Einigung auf längere Atomkraftwerkslaufzeiten beim Koalitionsgipfel im Kanzleramt:

„Wenn Wissenschaft nicht weiterhilft, schlägt die Stunde der Ideologen. Kanzlerin Merkel knickt vor der Atomlobby ein und zieht den Ausstieg aus dem Atomausstieg durch, ohne sich um wissenschaftliche Erkenntnisse oder die Meinung der Bevölkerung zu scheren. Das von der Bundesregierung beauftragte Energiegutachten liefert jedenfalls keine belastbaren Begründungen für längere Laufzeiten der Atommeiler. Die vereinbarte Fördersumme für erneuerbare Energien ist ein Placebo-Effekt, da die echten Herausforderungen, wie zum Beispiel bei der Gebäudedämmung und dem Netzausbau, damit nicht zu erreichen sind.
Dabei schreiben die Gutachter der Kanzlerin durchaus sinnvolle Tipps zur Energiepolitik ins Stammbuch: Schärfere Standards bei Wärmedämmung und Heizung in Gebäuden sowie starke finanzielle Anreize für alle, die ihre Wohnungen energetisch sanieren wollen. Damit ließe sich wirklich das Klima schützen und die Energiekosten senken.
Die jetzt von der Koalition beschlossene Laufzeitverlängerung bremst dagegen die erneuerbaren Energien aus und sorgt für einen wachsenden Atommüllberg.
“ ... nabu.de

Guinea: Schimpansen bauen Wilderer-Fallen auseinander
Conakry: Wilde Schimpansen haben im afrikanischen Land Guinea herausgefunden, wie sie Fallen von Wilddieben ausschalten können. Die Affen scheinen die Fallen zu erkennen und einige von ihnen wissen, wie sie zu zerstören sind. In Afrika wird an vielen Orten nach wilden Tieren gejagt. Das sogenannte Buschfleisch gilt als Delikatesse und ist in vielen Teilen des Kontinents die einzige Möglichkeit, sich zu ernähren. Die Jäger nutzen unter anderem an Ästen festgemachte Schlingen.
Forscher beobachteten, wie sechs Schimpansen die Seile entfernten, ohne selbst hinein zu geraten.
"Sie scheinen zu wissen, welcher Teil der Falle gefährlich ist und welcher nicht", sagt Gaku Ohashi von der Universität Kyoto in Japan. Die Forschungsergebnisse wurden in der Zeitschrift Primates veröffentlicht.
Wissenschaftler und Tierschützer finden in Afrika regelmäßig Schimpansen in Fallen. Aus Guinea kommen schon seit einiger Zeit weitaus weniger diesbezügliche Meldungen, als aus anderen Gebieten. Daran scheinen die Fähigkeiten der Schimpansen einen großen Anteil zu haben. (Update: 11.12.2011) dnews.de

Verband: Merkel knickt vor Atomlobby ein
Berlin (dpa): Der Koalitionskompromiss im Atomstreit stößt bei Umweltverbänden und Atomgegnern auf Kritik. Der Naturschutzbund NABU warf der Koalition vor, sie bremse die erneuerbaren Energien aus und sorge für einen wachsenden Atommüllberg. Kanzlerin Merkel knicke vor der Atomlobby ein, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Die Anti-Atom-Initiative «ausgestrahlt» kündigte Massenproteste an. In der Nacht hatten sich die Spitzen von FDP und Union geeinigt, die AKW- Laufzeiten im Schnitt um 12 Jahre zu verlängern. sueddeutsche.de

Walschützer: Haft auf Bewährung für den Schutz der Wale!
Heute morgen verurteilten japanische Richter die beiden Greenpeace- Walschützer Junichi Sato und Toru Suzuki zu einem Jahr Haft, ausgesetzt für drei Jahre auf Bewährung. Damit verlassen die beiden Greenpeacer zwar den Gerichtssaal als freie Männer aber der fade Nachgeschmack über das Verfahren bleibt. Das Urteil wurde als Strafe für Diebstahl und Hausfriedensbruch ausgesprochen und stellt eine vollkommen inakzeptable Entscheidung dar. Denn Junichi Sato und Toru Suzuki hatten einen der größten Skandale in der japanischen Walfanggeschichte aufgedeckt und können die Unterschlagung und den privatprofitorientierten Verkauf von Walfleisch durch die Besatzung der japanischen Fangflotte beweisen.
... greenpeace.de

03.09.2010 Fehlalarm im Golf von Mexiko
Ohne unmittelbare Konsequenzen blieb die Explosion auf
der Bohrinsel Vermilion 380A Donnerstag Früh Ortszeit. Das neuerliche Unglück hat die Debatte um die Ölproduktion vor der US-Küste angeheizt.
... diepresse.com

Taiji/Japan: Delfin-Gemetzel in der Todes-Bucht
Das Fleisch wird in Supermärkten verkauft – für 1,50 Euro pro Kilo

Das Wasser in der kleinen japanischen Bucht Taiji färbt sich tiefrot. Fischer haben hier eine Gruppe von 20 Tümmlern zusammengetrieben und abgeschlachtet. Und ein Ende des Sterbens ist nicht in Sicht. Denn dass schlimmste Delfin-Schlachten der Welt hat gerade erst angefangen. ... (Link update: 11.12.2011) berlinonline.de

Brasiliens Cerrado stark bedroht: Agrarwirtschaft vernichtet Artenreichtum
Der Cerrado ist Brasiliens zweitwichtigstes Ökosystem nach dem Amazonas-Regenwald. Das Gebiet hat nahezu kontinentale Ausmaße, ist reich an Pflanzen- und Tierarten (es ist die Savanne mit der größten Artenvielfalt der Welt) und: erheblich bedroht.
... n-tv.de

Süßwasser: Weltwasserwoche 2010 - Wasserqualität weltweit bedroht
Jeden Tag sterben 4000 Kinder durch verschmutztes Wasser und unzureichende Hygienebedingungen

Frankfurt am Main: Zum Start der Weltwasserwoche 2010 warnt der WWF vor einer dramatischen Verschlechterung der Wasserqualität weltweit. Durch den zunehmenden Nutzungsdruck durch Bevölkerungswachstum, Verstädterung, Landwirtschaft und Industrie werden Gewässer weltweit immer mehr verunreinigt. In den Entwicklungsländern, so schätzt der WWF, werden 70 Prozent der städtischen und industriellen Abwässer ungeklärt in die Gewässer eingeleitet. Jedes Jahr sterben 1,4 Millionen Kindern an den Folgen verschmutzten Wassers und schlechter Hygienebedingungen – das sind rund 4000 Kinder pro Tag! Ökosysteme werden weit jenseits ihrer Belastungsgrenzen verschmutzt und zerstört. ... wwf.de

Atomkraft: Atommüllmenge würde sich verdreifachen!
Selbst mit moderater Laufzeitverlängerung blieben Atommeiler fast 70 Jahre am Netz

Sogar eine sogenannte moderate Laufzeitverlängerung von zehn Jahren könnte bedeuten, dass der letzte Atommeiler erst 2053 vom Netz geht. Heute haben Atomkraftwerke weltweit ein Durchschnittsalter von 22 Jahren, würde in Deutschland dann noch eines mit einem Alter von 67 Jahre laufen. Für den Atommüll bedeutet dies: Die anfallende Menge würde sich verdreifachen - im Vergleich zum Rot-Grünen Atomausstieg. ... greenpeace.de

Wieder Explosion einer Bohrplattform im Golf von Mexiko
Washington/New Orleans: Viereinhalb Monate nach dem Untergang der Bohrplattform Deepwater Horizon und dem folgenschwersten Öl-Leck der US-Geschichte ist gestern im Golf von Mexiko erneut eine Förderinsel explodiert. Das Unglück ereignete sich etwa 160 Kilometer vor der Küste Louisianas in der Vermilion-Bucht. Nach ersten Informationen wurden die meisten der 13 Arbeiter der Plattform ins Wasser geschleudert.
Sie trugen Schutzanzüge und konnten eine Stunde nach der Detonation von der Küstenwache mit Hubschraubern und Schiffen geborgen werden. Einer der Männer erlitt den Meldungen zufolge Verletzungen und wurde in eine Klinik gebracht. Die Plattform stehe in Flammen und habe noch nicht gelöscht werden können, so die US-Behörden gestern bei Redaktionsschluss.
Offiziell hieß es, man habe keine Erkenntnisse darüber, dass Öl ins Wasser austrete. Die dem Energiekonzern Mariner Energy gehörende Plattform mit dem Namen Vermilion sei zwar an der Erschließung eines Produktionsfeldes beteiligt gewesen, habe aber – so das US-Heimatschutzministerium – zum Zeitpunkt der Explosion noch nicht aktiv Gas oder Öl gefördert. Sie sei in nur 110 Metern Tiefe fest im Meeresboden verankert und gelte deshalb – anders als die Deepwater Horizon – nicht als Tiefwasser-Bohrinsel.
Bei der Katastrophe im April diesen Jahres hatte allerdings die Küstenwache zunächst fälschlicherweise berichtet, es trete kein Öl aus. Erst 48 Stunden später wurde das sich anbahnende Ausmaß der Explosion dann erstmals deutlich. Beide Unglücksorte liegen etwa 320 Kilometer auseinander.
Der dramatische Vorfall im Vermilion-Ölfeld dürfte erneut die Debatte um die Sicherheit der Anlagen im Golf von Mexiko und ein Produktionsmoratorium anfachen, das die US-Regierung nach der Deepwater Horizon-Katastrophe durchzusetzen versuchte und das ein Bundesgericht auf Drängen von Förderfirmen und Energiekonzernen dann wieder außer Kraft gesetzt hatte. Die US-Regierung halte vorsichtshalber Ressourcen zur Bekämpfung eines neuerlichen Ölaustritts bereit, hieß es gestern in Washington. suedkurier.de

Evolutionsgeschichte muss umgeschrieben werden:
Intelligente Würmer - die Evolution des Großhirns
EMBL Wissenschaftler entdecken das Pendant (Gegenstück) zu unserem Großhirn im Meeresringelwurm

Das Großhirn ist der faszinierendste Teil unseres Gehirns. Es macht uns Menschen aus: Kunst, Literatur und Wissenschaft existierten ohne diesen höchstenwickelten Teil unseres Gehirns nicht. Wie konnte das Großhirn im Verlauf der Evolution der Tiere entstehen, wie sah ein erster Vorläufer des Großhirns aus, was war seine Aufgabe und in welchen Tieren kam er vor? Wissenschaftler am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg haben eine unerwartete Entdeckung gemacht und berichten darüber heute in Cell: Ein echtes Gegenstück zum Großhirn findet sich bereits in einem Wirbellosen, dem Meeresringelwurm Platynereis dumerilii, einem entfernten Verwandten des Regenwurms. Die Forschungsergebnisse geben einen Hinweis darauf wie die ältesten hochentwickelten Gehirnregionen ausgesehen haben könnten, wann sie entstanden sind und welche Aufgaben sie hatten.
Nicht neu ist, dass wir — evolutionsbiologisch betrachtet — das Großhirn mit anderen Wirbeltieren teilen, unklar war bisher jedoch die frühe Evolution in wirbellosen Vorfahren. Selbst bei unseren nächsten wirbellosen Verwandten, dem Lanzettfischchen, konnte bislang keine dem Großhirn ähnliche Gehirnstruktur nachgewiesen werden. Jetzt haben EMBL Wissenschaftler im Meeresringelwurm, einem im Stammbaum der Tiere sehr viel weiter entfernt stehenden Lebewesen, Gehirnstrukturen entdecken, die dem Großhirn von Wirbeltieren ähneln und auf einen gemeinsamen Ursprung hinweisen. Dies ist umso erstaunlicher, da sich die Entwicklungspfade von Mensch und Wurm bereits vor etwa 600 Millionen Jahren trennten.
“Diese Ergebnisse sind in zweierlei Hinsicht verblüffend,“ sagt Forschungsgruppenleiter Detlev Arendt: „Erstens, das Großhirn ist wesentlich älter als man sich bisher vorstellen konnte, wahrscheinlich genauso alt wie die höheren Tiere selbst. Und zweitens wissen wir nun, dass sich diese besondere Struktur in Anpassung an das Leben in den Meeren des Präkambrium entwickelt hat.“
Zur Klärung der evolutionären Herkunft unseres Großhirns hat der verantwortliche Wissenschaftler, Raju Tomer, eine bestimmte Gehirnregion, die für die Verarbeitung von Geruchs- und anderen Sinnenreizen zuständigen sogenannten Pilzkörper, des Meeresringelwurms genauer untersucht.
Dazu entwickelte er eine neue Technik, das sogenannte Cellular profiling by image registration (PrImR), die es den Wissenschaftlern erstmalig ermöglicht, eine große Anzahl an Genen in einem kompakten Gewebe zu untersuchen und somit herauszufinden, welche Gene gleichzeitig in den selben Zelltypen aktiviert sind. Mit Hilfe dieser Technik gelang es Tomer, den molekularen Fingerabdruck jeder einzelnen Zelle zu bestimmen und anhand der jeweils exprimierten Gene auf den Zelltypus zu schließen — eine wesentliche Verbesserung zu der gängigen Bestimmung von Zellarten anhand ihrer Lage und spezifischen Form.
“Der Vergleich der molekularen Fingerabdrücke der sich entwickelnden Pilzkörper im Wurm mit den verfügbaren Daten von Wirbeltieren war eindeutig. Pilzkörper und Großhirn müssen einen gemeinsamen Vorläufer in der Evolutionsgeschichte gehabt haben, da sie zu ähnlich sind, als dass sie unabhängig voneinander enstanden sein könnten,“ sagt Tomer.
Diese Urstruktur war höchstwahrscheinlich eine Ansammlung dichtgepackter Zellen, die Geruchsinformationen empfangen und weiterverarbeitet haben und zugleich Bewegungen kontrollierten. Die Urahnen orteten Nahrung mit Hilfe des Geruchssinns, verarbeiteten diese Information in ihrem Großhirnvorläufer und bewegten sich dann zielgerichet auf dem Meeresboden auf die Nahrungsquelle zu. Möglicherweise nutzten sie diese Erfahrungen in einer frühen Form des Lernens.
„Bisher hat man angenommen, dass sich die Pilzkörper der Wirbellosen und das Großhirn der Wirbeltiere voneinander unabhängig entwickelt haben, wir konnten jedoch zeigen, dass dies wohl nicht der Fall war,“ sagt Tomer. Und Arendt fasst zusammen: „Die Evolutionsgeschichte unseres Großhirns muss neu geschrieben werden.“ embl.org
Brainy worms: Evolution of the cerebral cortex
EMBL scientists uncover counterpart of cerebral cortex in marine worms
embl.de

Source Article
Tomer, R., Denes, A., Tessmar-Raible, K., & Arendt, D., 26 August 2010:
Cellular resolution expression profiling reveals common origin of annelid mushroom bodies and vertebrate pallium. Cell.

Atomenergie & Manipulation: Umweltministerium rügt Atomgutachten
Berlin (dpa) - Das Bundesumweltministerium sieht laut der Süddeutschen Zeitung haarsträubende Fehler in dem Atomenergiegutachten. Auf das Gutachten stützt Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Forderung nach längeren Laufzeiten der Kernkraftwerke. Eine interne Einschätzung des Ministeriums werfe den Autoren sogar Manipulation vor, schreibt die Zeitung. So sollen die Kosten des Klimaschutzes für die privaten Haushalte mit fast 2000 Euro pro Jahr durch höhere Mieten und Verkehrskosten viel zu hoch angesetzt sein. sueddeutsche.de

02.09.2010 Stuttgart 21 & Co.: System politischer Täuschung beenden (!)
Bürger zahlen Steuer-Milliarden für irrsinnige Bauvorhaben

Berlin: Europas größte, derzeit äußerst kritisch diskutierte Infrastrukturvorhaben Stuttgart 21 im Süden und die feste Fehmarnbeltquerung ganz im Norden der Republik ähneln sich nicht nur in der vom Bundesrechnungshof massiv gerügten Kostenverdopplung. Auch die Art und Weise, wie die politische Zustimmung zu den Großprojekten zustande kam, folgt einem immer wiederkehrenden System. „Erst preisen Baulobbyisten die Segnungen für die Wirtschaft. Dann werden Prognosen geschönt, Zahlen zurechtgebogen und Gutachten frisiert, um den politischen Entscheidern die Zustimmung abzuringen“, sagte NABU Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Am Ende bezahle aber der ahnungslose Bürger mit Steuer-Milliarden die volkswirtschaftlichen und ökologischen Schäden.
Allein die feste Fehmarnbeltquerung und Stuttgart 21 bringen es bei einem zweifelhaften Kosten-Nutzen-Verhältnis, kritisch geschätzt, auf über 20 Milliarden Euro Baukosten. Über die Hälfte davon – etwa so viel wie das Loch in der gesetzlichen Krankenkasse– verbleiben beim Bund. Dem fehlen aber schon satte Steuereinnahmen und allein 20 Milliarden für Verkehrsprojekte des aktuellen Bundesverkehrswegeplans bis 2013. Eine feste Fehmarnbeltquerung ist übrigens im Budget bis heute noch nicht einmal enthalten. ... nabu.de

Ghana & Öl: Ghanas Angst vor dem "Öl-Fluch" – die Förderung soll bis zum Jahresende beginnen
Vor der Küste Ghanas wurden 2007 beträchtliche Öl- und Gasvorkommen entdeckt. Noch vor Jahresende soll mit der Förderung begonnen werden. Das Öl weckt viele Hoffnungen in dem armen Land - aber auch Ängste. Gewalt, Korruption, Umweltverschmutzung: Das Beispiel von Nigeria zeigt, welch verheerende Auswirkungen der Ölreichtum haben kann. Die Regierung Ghanas verspricht, alles besser machen zu wollen. Eine Nagelprobe für die noch junge Demokratie.
... (Update: 11.12.2011) tagesschau.de

Japan/Taiji: Das grausame Geschäft geht weiter - wieder Abschlachtung von Delfinen
Trotz weltweiter Proteste haben Japaner am Donnerstag im Walfangdorf Taiji wieder mit dem alljährlichen Abschlachten von Delfinen begonnen.

Zuerst wählen Tiertrainer dort die besten Exemplare für Delfinarien im In- und Ausland aus, dann werden die übrigen mit Speeren, Haken und Messern getötet. In seinem mit dem Oskar gekrönten Dokumentarfilm Die Bucht hat der amerikanische Taucher und Unterwasser-Fotograf Louie Psihoyos der Weltöffentlichkeit das Gemetzel mit Hilfe versteckter Kameras vor Augen geführt, das bis zum Frühjahr andauert.
Sechs Walfangboote verließen am frühen Morgen den Hafen von Taiji und orteten eine Gruppe von rund 20 Delfinen, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Durch Hämmern auf Metallstangen im Meer legen die Fischer den Orientierungssinn der Delfine lahm und treiben sie so in eine Lagune, die mit Netzen abgesperrt wird. Vor den Augen von Spaziergängern wählen Tiertrainer zunächst die besten Exemplare für Delfinarien aus. Was der Besucher des Ortes jedoch nicht sehen darf, ist das Gemetzel an den übrigen Tieren, das sich in einer versteckt hinter Felsen gelegenen Nachbarlagune abspielt.
Tausende von Delfinen fallen auf diese Weise in Taiji, rund 700 Kilometer südlich von Tokio, sowie wenigen anderen Orten Japans der Treibjagd zum Opfer – mit Billigung der Regierung, die Fangquoten setzt. Die Jagd an der Küste unterliegt nicht der Kontrolle der Internationalen Walfangkommission. Ein Teil des laut Umweltschützern hochgradig mit Quecksilber verseuchten Fleisches der abgestochenen Kleinwale gelangt später in den Handel. Unterdessen überreichte der amerikanische Delfinschützer Richard O´Barry in Tokio der US- Botschaft eine Liste mit Unterschriften von 1,7 Millionen Menschen in aller Welt, die ein Ende der Delfinabschlachtung in Japan fordern.
Der Amerikaner war in den 60er Jahren Trainer der Delfine für die TV-Serie Flipper, seit 1970 kämpft er weltweit aktiv für den Schutz der Meeressäuger. Die Jagd auf die Delfine sei grausam und könne nicht als Teil der japanischen Kultur verklärt werden, sagte er zu Journalisten. O´Barry, der auch im Internet die Kampagne Save Japan Dolphins betreibt, hält sich in Japan mit rund 60 Unterstützern auf, um erneut gegen die Delfinabschlachtung in Taiji zu protestieren. Die Delfinariums-Industrie biete erst den finanziellen Anreiz, um die Treibjagd in Taiji in Gang zu halten, hatte O´Barry anlässlich einer früheren Jagdsaison der Nachrichtenagentur dpa in Tokio gesagt. focus.de

Der Körber-Preis 2010 geht an Jiri Friml
Preisverleihung am 7. September im Hamburger Rathaus

Hamburg (ots): Am Dienstag, 7. September, um 11.30 Uhr überreicht die Körber-Stiftung im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses den mit 750.000 Euro dotierten Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft 2010 an den Molekularbiologen und Biochemiker Jiri Friml. Hamburgs Erster Bürgermeister Christoph Ahlhaus wird die geladenen Gäste begrüßen. Den Preisträger und sein Forschungsprojekt präsentiert Ranga Yogeshwar.
Im Mittelpunkt der Forschungen des tschechischen Molekularbiologen und Biochemikers Friml steht das Wachstumshormon Auxin. Dessen Verteilung reguliert, wo bei einer Pflanze oben und unten ist, wie stark sie in welche Richtung wächst und wo welche "Organe" angelegt werden. Diese Erkenntnisse gelten als Meilenstein zum Verständnis zahlreicher physiologischer Prozesse in der Pflanze. Aber auch für die agrar-wissenschaftliche und medizinische Forschung sind diese Ergebnisse von herausragender Bedeutung. ... presseportal.de

Tiefsee-Bakterium: Neue (?) Mikrobenart soll Öl im Golf von Mexiko vernichten
US-Forscher wollen neuartiges Bakterium in der Tiefsee gefunden haben/Andere Wissenschaftler bleiben eher skeptisch

Potsdam (Von Gerald Dietz): Eine bislang unbekannte Mikrobenart soll besonderen Appetit auf die Ölschwaden im Golf von Mexiko haben. Wie ein US-Forscherteam berichtet, verzehren die Mikroorganismen die in 1100 Meter Tiefe gefundenen Wolken offenbar in enormem Tempo ohne gefährliche Nebenwirkungen. Doch die Studie ist in der Forschung umstritten.
Rund 800 Millionen Liter Öl waren nach der Havarie der Ölplattform Deepwater Horizon des Konzerns BP in den Golf von Mexiko geströmt. Teile haben nie die Wasseroberfläche erreicht, weil sie von Chemikalien zu kleinsten Tröpfchen zerstäubt in Schwaden im Ozean treiben. Forscher hatten im Juni eine 35 Kilometer lange Wolke in großer Tiefe entdeckt.
Von einigen Bakterien ist bekannt, dass sie sich von Öl ernähren. Weil es im Golf von Mexiko schon immer natürliche Ölaustritte gab, tummeln sich dort viele verschiedene Arten. Allerdings hat die natürliche Entsorgung einen Haken. Meist verbrauchen die Mikroben bei ihrem Mahl jede Menge Sauerstoff. Der fehlt dann wiederum den Meeresbewohnern. So können Todeszonen im Wasser entstehen, in denen kaum noch Leben möglich ist.
Die vom Lawrence Berkeley National Laboratory im US-Bundesstaat Kalifornien entdeckten neuartigen Mikroorganismen scheinen indes trotz ihres großen Appetits wenig Sauerstoff zu benötigen. Das Forscher-Team um Terry Hazen, der auch dem von BP finanzierten Energy Bioscienes Institute in Berkeley angehört, hat 200 Wasserproben an 17 verschieden Standorten der Wolke genommen.
Mittels moderner gentechnischer Methoden suchten die Forscher nach ölabbauenden Mikroorganismen und fanden die bislang unbekannte Mikrobe in ungewöhnlich großer Menge. Zudem wurde der Sauerstoffgehalt außer- und innerhalb der Wolke untersucht. Das Ergebnis laut Hazen: Es gibt nur geringe Unterschiede in der Konzentration. Bei dem Tempo, in dem die Bakterien das Öl zersetzten, könnte die Ölwolke schon verschwunden sein, so das Fazit der Forscher.
Auch die US-Regierung hatte Anfang August unter Berufung auf eigene Wissenschaftler erklärt, fast drei Viertel des Öls im Golf sei bereits verschwunden. Es sei entweder verdunstet, zersetzt oder auch von Menschenhand abgeschöpft und abgefackelt worden. Noch kürzlich hatten allerdings Forscher des Woods Hole Oceanographic Institute (WHOI) im US-Bundesstaat Massachusetts einen Fund von Öl-Schwaden in über tausend Meter Tiefe gemacht, der nach ihrer Meinung wohl noch Monate bestehen wird.
Auch andere Forscher zeigen sich skeptisch gegenüber der Mystik der US-Regierung und Hazens Studie. Antje Boetius vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven etwa bezweifelt, „dass eine neue Art von Mikroorganismen in Windeseile das ganze Öl ohne Sauerstoffverbrauch verzehrt hat“. Die Meereswissenschaftlerin, die selbst auf der Tagung in Seattle (US-Bundesstaat Washington) war, wo die Studie vorgestellt wurde, sagt, die Öl- und Sauerstoffverzehrung in der Tiefsee sei nicht direkt gemessen worden. Zudem sei unklar, „ob die beobachteten Mikroorganismen wirklich diejenigen sind, die Öl oder Gas zehren“. Sie vertraue eher der WHOI-Studie.
Darauf, dass das Öl schneller abgebaut werde als gedacht, würden auch andere Arbeiten hinweisen, meint der Chemiker Friedrich Temps von der Christian-Albrechts-Universität in Kiel. Aber am Ufer werde immer noch mit dem Ölschlamm gekämpft. (Update: 11.12.2011) maerkischeallgemeine.de

Wälder: Waldbrände in Brasilien
Schwerste Brandsaison seit fünf Jahren



Insgesamt sind auf der heutigen Feuerkarte der Erde 12349 Punkte zu sehen,
wieviele Brandherde in Brasilien zu sehen sind, wird leider nicht
angegeben. Aber das Bild dürfte für sich sprechen.

Online Referenz:
NASA/University of Maryland. (2002) MODIS Hotspot / Active Fire Detections.
Data set. MODIS Rapid Response Project, NASA/GSFC [producer], University
of Maryland, Fire Information for Resource Management System [distributors].
Available on-line [http://maps.geog.umd.edu];
Last Updated: 2010-09-02 15:01
Frankfurt: Brasilien erlebt die schwerste Waldbrandsaison seit Jahren. Landesweit lodern immer mehr Feuer, von denen zahlreiche außer Kontrolle geraten sind. Von Januar bis jetzt hat sich die Zahl der Brände im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt, wie die Raumforschungs-
behörde INPE mitteilte. Hauptursache sind Brandrodungen von Waldflächen für die Landwirtschaft. Ungewöhnliche Trockenheit und hohe Temperaturen begünstigen die Feuer. Die Brände sind umso bedauerlicher, als das Brasilien in den vergangenen Jahren große Erfolge beim Waldschutz erzielt hat. Die Entwaldungs-
zahlen waren im vergangenen Jahr für den Amazonas Teil des Landes auf einen historischen Tiefstand gefallen.

„Die Brände sind ein Rückschlag im Kampf gegen die Zerstörung des brasilianischen Regenwaldes, für dessen Schutz die Regierung in den vergangenen Jahren viel getan hat“, so WWF Amazonasexperte Roberto Maldonado. „Teile der Wälder, die vor direkter Abholzung gerettet wurden, drohen nun abzubrennen oder zum Spekulationsobjekt landwirtschaftlicher Konzerne zu werden“.

Als einen wesentlichen Grund für die zunehmenden Brände sieht der WWF die geplante Aufweichung des Waldschutzes in Brasilien. Eine Gesetzesnovelle des Forstcodes sieht unter anderem eine Amnestie für illegale Landaneignung durch Abholzungen und Brandrodungen vor. Das Gesetzesvorhaben ist aktuell eines der umstrittensten in ganz Brasilien.

„Die Unsicherheit, wie es mit dem Waldschutz in Brasilien weitergeht, lädt zum abfackeln der Wälder geradezu ein“, so WWF Amazonasexperte Roberto Maldonado. „In Erwartung von Amnestien und milderen Strafen begehen Bauern angestiftet von den landwirtschaftlichen Konzernen sozusagen Straftaten auf Pump“.

Statt einer Aufweichung des Fortscodes fordert der WWF eine Intensivierung der Schutzmaßnahmen, eine Ausweitung von Schutzgebieten und harte Strafen gegen illegale Holzeinschläge und Brandrodungen. wwf.de


Klimawandel: Das Wetter wird immer extremer
In den vergangenen Jahren kam es immer häufiger zu extremen Wetterereignissen wie Starkregen und Hitzewellen. Nach Einschätzungen des Umweltbundesamts und des Deutschen Wetterdienstes (DWD) werden diese künftig noch öfter vorkommen und zudem stärker auftreten. Die Entwicklung der Wetterdaten entspricht den von Klimaforschern prognostizierten Auswirkungen der Erderwärmung.

Extreme Wetterereignisse wie Starkregen und Hitzewellen sind in den vergangenen Jahren häufiger geworden und werden künftig voraussichtlich noch öfter vorkommen und außerdem stärker werden. Diese Einschätzung haben das Umweltbundesamt und der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Donnerstag zu Beginn einer Fachtagung zum Thema Klimawandel und Extremwetter in Dessau-Roßlau abgegeben. Die Entwicklung der Wetterdaten bestätige bislang die Prognosen der Klimaforschung zu den potenziellen Auswirkungen der Erderwärmung.
„Die aktuellen Überschwemmungen in Pakistan, die lang anhaltenden Hitzewellen in Russland und Japan und das Hochwasser in Sachsen entsprechen den Erwartungen der Klimaforschung über die Zunahme von Extremwetterereignissen“, erklärte der Präsident des Umweltbundesamts, Jochen Flasbarth. Keines dieser Ereignisse lasse sich allein dem globalen Klimawandel zuordnen, gleichwohl bestätige sich statistisch der Trend einer Zunahme derartiger Extremereignisse.
Wie Umweltbundesamt und DWD in einer Erklärung mitteilten, stiegen die Jahresdurchschnittstemperaturen in Deutschland zwischen 1881 und 2009 um 1,1 Grad Celsius. Gemäß den Vorhersagen könnten sie sich bis Ende des Jahrhunderts um weitere zwei bis vier Grad erhöhen und damit mehr und stärkere Hitzeperioden verursachen. An einigen Messstationen des DWD habe sich die Zahl der Tage, an denen die Temperaturen 25 Grad und mehr erreichten, seit 1950 bereits mehr als verdoppelt. In Regionen wie Sachsen-Anhalt oder Brandenburg werde es bis 2050 im Vergleich zu heute 15 bis 27 zusätzliche Hitzetage mit Temperaturen von mehr als 25 Grad pro Jahr geben, erklärte der Präsident des DWD, Gerhard Adrian.
Umweltbundesamt und DWD riefen dazu auf, bei Baumaßnahmen und Investitionen schon heute diese Entwicklung einzuplanen. Hitzeperioden seien für viele Menschen eine gesundheitliche Belastung. Was es bedeute, wenn Klimaanlagen nicht für heftige Hitzeperioden ausgelegt seien, habe die Öffentlichkeit in diesem Sommer bereits in zahlreichen ICE-Zügen erlebt. Insbesondere bei sehr langfristigen Projekten wie dem Bau von Gebäuden, Straßen oder Kraftwerken müssten Normen und Richtlinien die künftigen Klimaverhältnisse berücksichtigen. focus.de

Gentechnik: Neue Ausgabe des Greenpeace-Gentechnikratgebers
Greenpeace macht das Einkaufen einfacher: Die neueste Ausgabe des Ratgebers Essen ohne Gentechnik zeigt ganz aktuell, welche Firmen kein gentechnisch verändertes Futter an ihre Kühe, Hühner oder Schweine verfüttern. Eine weitere gute Nachricht für die Verbraucher: Edeka-Nord hat eine neue Eigenmarke angekündigt, für die garantiert kein Genfutter verwendet werden soll.
... greenpeace.de

Forscher hält Ruß für Klimakiller: Filter gegen Erderwärmung
Wenn weltweit gar kein Ruß mehr produziert würde, könnte die Temperatur der Arktis um bis zu 1,7 Grad sinken. Das berechnet ein Experte der Stanford University in Kalifornien und plädiert für Rußfilter und Elektroautos.

Rußvermeidung ist der beste und schnellste Weg, das Eis der Arktis zu schützen. Diesen Schluss zieht Mark Jacobson von der Stanford University in Kalifornien aus einem Computermodell. Werde jeglicher Ruß aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Benzin weggefiltert, lasse sich die Lufttemperatur innerhalb von 15 Jahren um 0,3 bis 0,5 Prozent senken. Dieser Wert könne sich noch verbessern, wenn der Ruß aus der Holz- und Dung-Verbrennung wegfalle.
Ruß sei nach Kohlendioxid der zweitstärkste Treibhausfaktor, berichtet Jacobson im Journal of Geophysical Research. Doch herkömmliche Klimamodelle unterschätzten den Ruß-Effekt. "Ruß unter Kontrolle zu bringen, könnte die einzige Methode sein, die Erwärmung der Arktis in den nächsten zwei Jahrzehnten deutlich zu reduzieren", meint Jacobson. ... n-tv.de

01.09.2010 Gute Nachricht des Tages: Alle bolivianischen Flussdelfine gerettet!
Uns (den WDCS) haben gute Neuigkeiten aus La Paz in Bolivien erreicht: die Rettungs- bzw. Umsiedlungsversuche (geleitet von den WDCS Partnern Enzo Aliaga-Rossel und Mariana Escobar), um eine Gruppe von bolivianischen Flussdelfinen (Inia geoffrensis) zu befreien, war ein voller Erfolg!

Die Gruppe, die ursprünglich aus sechs ausgewachsenen Tieren, zwei Kälbern und einem Jungtier bestand, war in einem Nebenfluss gefangen, der durch Sedimentablagerungen vom Hauptfluss abgeschnitten war. Da der Wasserspiegel immer weiter fiel, waren die Delfine in großer Gefahr und wären – ohne eine Rettung – in einigen Wochen verendet. ... wdcs-de.org

Klima aktuell: Sommer 2010 - Wetterextreme ohne Ende
Schafskälte, Hitze und intensive Regenfälle prägten Deutschlandwetter
Ausgeprägte Schafskälte im Juni, eine gewaltige Hitze- und Dürrewelle im Juli, Rekordniederschläge im August: Der Sommer 2010 zeigte sich als eine Jahreszeit der Extreme. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2.100 Messstationen. Der Sommer 2010 erinnerte damit ein wenig an den Sommer 2006, der ähnliche Wetterbedingungen brachte.
... scinexx.de

Atomkraft: Weiterer Erfolg der Gorleben-Gegner vor Gericht -
VG Lüneburg stoppt die Datensammelwut der Polizei
bi-luechow-dannenberg.de

Plastic World: Vorstoß gescheitert - Plastiktüten bleiben in Kalifornien erlaubt
Der kalifornische Senat hat sich gegen ein Gesetz zum Verbot von Plastiktüten gesperrt. Der Vorstoß der Demokraten des US-Bundesstaats wurden sogar von Gouverneur Schwarzenegger unterstützt, scheiterte aber letztlich offenbar an Industrieinteressen.
... handelsblatt.com

Update aus der Arktis: Aktivisten bleiben auf Ölplattform
Gute Nachrichten von der Ölplattform Stena Don: Die erste eisige Arktisnacht ist überstanden, die vier Greenpeace-Aktivisten halten ihre Stellung, die riskanten Ölbohrungen ruhen. Jetzt droht Grönlands Sicherheitschef, die Kletterer mit Polizeigewalt zu entfernen und rechtlich zu belangen. ... greenpeace.de

Meere & Küsten: Ministerin soll Aliens stoppen
Schutzstation Wattenmeer und WWF fordern Verbot für Muschelimporte

Husum/Hamburg: Anlässlich der heutigen Eröffnung der Miesmuschelsaison durch die schleswig-holsteinische Umweltministerin Juliane Rumpf fordern Schutzstation Wattenmeer und WWF ein sofortiges Ende der Importe gebietsfremder Miesmuscheln in das Wattenmeer. Seit Jahren importieren Fischer tausende von Tonnen an sogenannten Saatmuscheln (junge Miesmuscheln) aus Irland und Großbritannien. Die Muscheln werden in den Nationalpark gebracht. Nach dem Heranwachsen werden sie abgefischt und für den Verzehr verkauft. Nach Ansicht der Naturschutzorganisationen besteht die große Gefahr, dass mit den Muscheln gebietsfremde Arten in das Wattenmeer eingeschleppt werden. ... wwf.de

Politik machtlos gegen Wirtschaft: Merkel knickt vor den Atomkonzernen ein
Das Bundeskabinett hat dem diesjährigen Haushaltsbegleitgesetz zugestimmt. Die dringend benötigte Brennelementesteuer ist darin aber vorerst nicht enthalten. Die Atomkonzerne verhandeln derzeit mit der Bundesregierung über Alternativen zu einer Brennelementesteuer. In den vergangenen Wochen hatten sie versucht, mit einer Werbekampagne die öffentliche Meinung zu wenden. Die Bevölkerung ist jedoch weiterhin für die Steuer - wie neueste Umfragen zeigen.
... greenpeace.de

Taiji: Delfin-Schlacht vor Japans Küste - erst in der Bucht, jetzt auf dem Meer?
Jedes Jahr treiben Fischer aus Taiji in der Fangzeit von September bis März rund 2000 Delfine zusammen. Der Dokumentarfilm Die Bucht hatte das Gemetzel 2009 publik gemacht. Doch trotz weltweiter Proteste setzt bei der japanischen Regierung kein Umdenken ein.

Trotz weltweiter Aufmerksamkeit werden bei der durch den Oscar-gekrönten Film Die Bucht bekannt gewordenen blutigen Delfinjagd vor dem japanischen Fischerort Taiji nach Befürchtung der Biologin Sandra Altherr auch in diesem Jahr viele hundert Tiere getötet. Es sei zwar möglich, dass aus Sorge vor negativen Schlagzeilen direkt in der Bucht von Taiji weniger Delfine getötet würden, sagt die Expertin der Tierschutzorganisation Pro Wildlife. "Unsere Befürchtung jetzt ist aber, dass sich ein Teil der Jagd auf das offene Wasser verlagert."
Aufgewühlte Stimmung
Bereits im vergangenen Jahr seien in der Bucht von Taiji selbst anscheinend weniger Tiere getötet worden als in der Vergangenheit üblich, sagte Altherr. Es sei aber unklar, ob auch dies bereits darauf zurückzuführen gewesen sei, dass die Fischer zunehmend auf dem Meer und fernab von unerwünschten Zeugen auf Jagd gingen. "Ob auch insgesamt weniger Tiere getötet wurden, wissen wir nicht." Die offiziellen Fangzahlen der vergangenen Saison seien nicht veröffentlicht worden.
Die Fischer aus Taiji treiben jedes Jahr während der Fangzeit von September bis März rund 2000 Delfine in der Bucht zusammen. Einige werden gefangen und in Delfinarien gebracht, die übrigen mit Harpunen getötet und zu Fleisch verarbeitet. Ein Team um Regisseur Louie Psihoyos hatte die brutale Treibjagd für den Film The Cove (Die Bucht) teils mit versteckten Kameras gefilmt. Die Bilder von dem Delfin-Schlachten kamen 2009 erstmals in die Kinos und wurden in diesem Jahr in Hollywood mit einem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet. Die Stimmung in Taiji sei derzeit "ziemlich aufgewühlt", berichtete Altherr, die von einem Kontaktmann vor Ort über die Lage auf dem Laufenden gehalten wird.
Von der Politik kein Einlenken zu erwarten
Delfinjagden gebe es in Japan nicht nur in Taiji, sondern auch an anderen Orten, betonte Altherr. Vor der Küste des Landes würden jährlich bis zu 15.000 Delfine und Kleinwale gefangen und getötet. Von der japanischen Politik sei trotz des weltweiten öffentlichen Protestes kein Einlenken in dieser Frage zu erwarten. "Wir erwarten kein großes Umdenken bei der Regierung", sagte sie.
Hoffnungen setzten Tierschützer indes zunehmend auf einen Bewusstseinswandel in der japanischen Bevölkerung, für den es erste Anzeichen gebe. So laufe der Film Die Bucht seit diesem Sommer nach anfänglich heftigen Protesten "erstaunlich erfolgreich" in japanischen Kinos, berichtete Altherr. "Viele Aufführungen sind ausverkauft." Bis heute wüssten viele Japaner gar nicht, dass Delfinjagden an ihrer Küste stattfänden, da die Medien bislang kaum darüber berichteten. "Das ändert sich nun langsam." n-tv.de

STERN online berichtet: Hunderte Delfine werden bei blutiger Treibjagd sterben
Trotz weltweiter Aufmerksamkeit werden bei der durch den Oscar-gekrönten Film Die Bucht bekannt gewordenen blutigen Delfinjagd vor dem japanischen Fischerort Taiji nach Befürchtung der Biologin Sandra Altherr auch in diesem Jahr viele hundert Tiere getötet. ... stern.de

TV-Tipp: Eine Welt wird geteilt - Das Öl-Zeitalter (1/2)
Von den ersten Bohrungen im Jahr 1860 bis zum Irak-Krieg war und ist das Erdöl der wahre Motor der tragischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Der erste Teil beleuchtet die historischen Grundlagen der Aufteilung der Erdölressourcen - 20:15 - 21:05 Uhr auf ARTE.

Von den ersten Bohrungen im Jahr 1860 bis zum Irak-Krieg war und ist das Erdöl der wahre Motor der tragischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Die durch BP im Golf von Mexiko verschuldete Ölpest zeigt, wie sehr die Wirtschaften der Industriestaaten und der Schwellenländer wider alle offiziellen Erklärungen vollkommen vom Erdöl abhängen. Die zweiteilige Dokumentation lüftet in Gesprächen mit wichtigen politischen und wirtschaftlichen Akteuren einige Schleier dieser geheimnisumwobenen Geschichte. Der erste Teil beleuchtet die historischen Grundlagen der Aufteilung der Erdölressourcen.
Die Rivalität zwischen dem Amerikaner Rockefeller und den Brüdern Alfred und Ludvig Nobel prägte von Anfang an die Erdölindustrie. Der Erste Weltkrieg wurde hauptsächlich dank der Öltransporte von Rockefellers Standard Oil Company gewonnen. Als der amerikanische Magnat 1916 von der Unterzeichnung des geheimen Sykes-Picot-Abkommens und der britisch-französischen Aufteilung des Nahen Ostens erfuhr, dessen schwarzes Gold er ausbeuten wollte, setzte er die Lieferungen aus.
1928 besiegelten die Erdölmagnaten durch ein Abkommen, dessen Inhalt bis 1952 geheim blieb, die Aufteilung der weltweiten Lagerstätten.
Der Zweite Weltkrieg wurde für die Erdölmultis zur Quelle gigantischer Profite. Aufgrund eines korrupten Preissystems mussten die alliierten Marineverbände eine horrende Summe für die dringend benötigten Erdöllieferungen zahlen. arte.tv
Eine Welt wird geteilt: Das Öl-Zeitalter (2/2)
Die zweite Folge beleuchtet die Hintergründe des Öl-Geschäfts, die der Öffentlichkeit bisher sorgfältig verschwiegen wurden - 21:05 - 22:05 Uhr auf ARTE.

Zeitzeugen erklären, inwiefern die Ölkrise von 1973 nur eine riesige, von den Ölfirmen veranstaltete Manipulationskampagne war, die den Ölpreis in die Höhe treiben sollte, um mit dem entstandenen Gewinn Investitionen in Alaska und der Nordsee zu finanzieren. Zum ersten Mal erläutert Roger Robinson, der diese Strategie mittrug, wie die Reagan-Regierung Mitte der 80er Jahre die saudi-arabische Ölproduktion unterstützte, um durch einen allgemeinen Kursverfall den Zusammenbruch der Sowjetunion auszulösen.
Außerdem wird offenbar, dass die offiziellen Zahlen der weltweiten Ölreserven gefälscht und tatsächlich um 300 Milliarden Barrels niedriger sind als die Ölstaaten angeben. Diese Schlüsselinformationen verdeutlichen die Rolle des Öls in der Weltpolitik - denn der Krieg um die Ressourcen ist bereits in vollem Gange. Der ehemalige CIA-Direktor James Woolsey bestätigt: "Ich fürchte, dass wir nicht nur für ein paar Jahre im Krieg sind, sondern für Jahrzehnte. Am Ende werden wir Sieger sein - aber das Öl wird über diesen Krieg entscheiden." arte.tv

Wo ist das Öl im Golf von Mexiko?
Daten zu Abbau und Ausdehnung der Unterwasser-Ölwolken veröffentlicht

kus.: Seit knapp einem Monat ist das Bohrloch im Golf von Mexiko, aus dem monatelang Öl floss, versiegelt. Nun werden Daten und Schätzungen zum Verbleib des Öls publiziert. So hat die Wetter- und Ozeanografiebehörde der USA (NOAA) Anfang August einen Bericht veröffentlicht, in dem sie mit Hilfe eigener und externer Experten aufschlüsselt, wie viel des Deepwater-Horizon-Öls noch – in welchem Zustand – vorhanden sein dürfte.
Die Rechnung der NOAA geht davon aus, dass insgesamt 4,9 Millionen Barrel Öl aus dem Bohrloch ausgetreten sind, davon jedoch 17 Prozent direkt abgefangen werden konnten. In den Golf flossen demnach rund 4,1 Millionen Barrel. Von diesen wurden laut der Behörde knapp 10 Prozent verbrannt oder von der Meeresoberfläche abgeschöpft. Über 60 Prozent treiben noch, so der Bericht, mehr oder weniger fein verteilt im Golf, wurden an Stränden angespült oder im Sediment vergraben, sie würden fortlaufend natürlich abgebaut. Weitere gut 30 Prozent seien verdunstet oder im Meerwasser gelöst; was bedeutet, dass nur das „verdunstete“ Öl tatsächlich „verschwunden“ ist. Forscher der University of Georgia haben diese Rechnung nachvollzogen; zudem schlüsselten sie die Kategorie „verdunstet und gelöst“ auf und bezogen ein, wie viel Öl mittlerweile abgebaut sein dürfte. So kamen sie zum Schluss, dass noch zwischen 70 und 79 Prozent des ins Meer geflossenen Öls vorhanden sein dürften. ... nzz.ch

Grillen: Lauschen für die Gesundheit
Das Zirpen der Grillen macht ihren Nachwuchs widerstandsfähiger

Zuhören macht robust – zumindest bei Grillen: Grillenmännchen, die während ihrer Jugend das Zirpen anderer Grillen hören, verstärken ihr eigenes Immunsystem. Das hat ein britisch-amerikanisches Forscherteam jetzt entdeckt. Die Wissenschaftler liefern auch gleich eine Erklärung: Über die Laute anderer Männchen schließen die heranwachsenden Grillen darauf, wie dicht die Tiere zusammenleben – sind es viele, verstärkt der Nachwuchs sein Immunsystem. Dieses Verhalten bietet den Wissenschaftlern zufolge Grillen (Teleogryllus oceanicus) einen Überlebensvorteil, denn je mehr Tiere in einem Gebiet leben, desto wahrscheinlicher breiten sich dort Parasiten aus. ... wissenschaft.de

Hirschkuh Vera belegt Stress durch Waldbesucher
Deutsche Wildtier Stiftung fordert Pilzsammler zu mehr Rücksicht auf

Rotwild braucht Ruhe! Deshalb setzt sich die Deutsche Wildtier Stiftung für störungsfreie Gebiete ein, in die sich Hirsche und andere Wildtiere zurückziehen können. In einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) wurde untersucht, welche Störungen das Wild am meisten beunruhigen. Das überraschende und eindeutige Ergebnis: einsame Pilzsammler stressen die Tiere mehr als lärmende Waldarbeiter mit ihren Maschinen.
Hirschkuh Vera und ihr Kalb wurden beide von den Wissenschaftlern der FVA mit einem Halsband-Sender ausgerüstet. „Der Fahrer einer großen, lärmenden Holzerntemaschine hat beim Fällen von Bäumen das Muttertier und ihr Kalb immer wieder beobachtet“, sagt Friedrich Burghardt, wissenschaftlicher Betreuer des Projektes. Die Positionsdaten des Halsband-Senders zeigen: „Vera blieb in ihrem gewohnten Tageseinstand und ließ sich durch den Lärm der großen Maschine nicht stören oder gar vertreiben!“ Ganz anders jedoch reagierte die Hirschkuh auf einen Projektmitarbeiter, der sich wie ein Pilzsucher durch den Wald bewegte. „Während die Hirschkuh die Nähe des extrem lauten Forstfahrzeugs tolerierte, ergriff sie mit ihrem Kalb vor dem Pilzsucher die Flucht und kehrte erst nach über 24 Stunden in ihren Tageseinstand zurück.“
„Dieses Ergebnis zeigt, wie gut Rotwild die Gefahr durch Menschen einschätzen kann“, erläutert Andreas Kinser, Forst- und Jagdexperte der Deutschen Wildtier Stiftung. „Unkalkulierbare Störungen wie Wanderer, Mountainbike-Fahrer oder Pilzsucher, die die üblichen Wege verlassen, werden von Rotwild als Bedrohung angesehen.“ Diese Störungen führen zu Wildschäden im Wald. Denn die Tiere haben bei der Flucht einen erhöhten Energiebedarf, den sie aus Angst nicht im Offenland, sondern im Wald an jungen Bäumen decken. Die Deutsche Wildtier Stiftung bittet deshalb alle Waldbesucher, auf den Wegen zu bleiben. Pilzsucher müssen gar nicht erst versuchen, still und leise durch den Wald zu schleichen. „Das Wild nimmt sie längst wahr, bevor der Mensch das Tier gesehen hat. Verhält sich der Pilzsammler normal laut, kann das Wild die Störung orten und sich eher darauf einstellen“, empfiehlt Kinser. (Link update: 11.12.2011) deutschewildtierstiftung.de




31.08.2010 TV-Tipp: Sonnenschein am Meeresgrund
Dokumentation/Reportage: Folge I um 19:05 - 20:00 Uhr & Folge II: 20:05 - 21:00 Uhr bei N-TV

Ozeane bedecken mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche - und doch sind sie ein großes Geheimnis. Denn die Welt unterhalb der Wasseroberfläche kennt kaum jemand - sie liegt in völliger Dunkelheit und ist bis heute zu lediglich 5 Prozent kartographiert. Was kaum jemand ahnt: unterhalb des Meeresspiegels befindet sich eine gigantische Parallelwelt! Zum ersten Mal zieht diese Reportage den Stöpsel der großen Badewanne Erde und legt die gigantischen Berge und Schluchten der Unterwasserwelt frei! Mithilfe modernster Computeranimation wird das bislang Unsichtbare sichtbar gemacht - ein Einblick, der unser Verständnis von der Beschaffenheit unserer Erde für immer verändern wird. ...

Bergbau in der Tiefsee:
Die Metalllagerstätten der Meere werden derzeit erkundet
Auch Deutschland hat bereits Lizenzen erworben

Hamburg/Kingston: "Es ist wie die Entdeckung eines unbekannten Kontinents. Wir wissen wenig über das Leben in der Tiefsee, aber mein Eindruck ist, dass die Unternehmen Blut geleckt haben und an die Rohstoffe im Meeresboden heranwollen." Dies sagt die Journalistin Sarah Zierul. Die 32-Jährige hat gerade ihr Buch "Der Kampf um die Tiefsee" in Hamburg vorgestellt, für das sie Schauplätze besucht hat, an denen Bodenschätze bereits ausgebeutet werden (etwa die Ölfelder vor Angola) oder zukünftig gewonnen werden sollen.
Das Fördern von Öl in mehreren Tausend Metern Meerestiefe ist längst in großem Stil im Gange - mit hohen Umweltrisiken, wie gerade die Havarie im Golf von Mexiko gezeigt hat. "Zum Glück geschah dies vor der US-Küste, die zur Unfallbekämpfung technisch erheblich besser ausgestattet ist als etwa die westafrikanischen Länder", sagt Prof. Colin Devey, Stellvertretender Direktor des IFM-Geomar der Universität Kiel. Allerdings hatte die Ölpest im Golf ein Ausmaß, das selbst der hoch entwickelten Industrienation ihre technischen Grenzen zeigte.
Was passiert, wenn in den Ölfeldern vor Angola etwas schiefläuft, mögen sich Zierul und Devey nicht ausmalen. Dort hat der französische Ölkonzern Total zwei riesige Förderschiffe stationiert, die Dalia (Dahlie) und die Girasol (Sonnenblume). Zierul besuchte die Dalia: eine schwimmende Ölfabrik, mit 140 Mitarbeitern, 37 Förderanschlüssen in 1200 bis 1500 Meerestiefe und Lagertanks von der Kapazität eines Supertankers. "Der Golf von Guinea wird in der Fachwelt bereits als neuer Persischer Golf gehandelt", fährt Zierul fort. Experten schätzen, dass im Meeresboden vor der Westküste Afrikas 100 bis 120 Milliarden Barrel Öl (ein Barrel sind 159 Liter) lagern - fast 17 Prozent der globalen Vorkommen. ... abendblatt.de

Golf von Mexiko: Ölkommando statt Fischfang
Die Ölpest hat Fischern am Golf von Mexiko den Lebensunterhalt entzogen. Der Ölkonzern BP hat viele von ihnen angeheuert und zahlt gut. Das verführt zum Bleiben.

Momma Bear hat bewegte Zeiten hinter sich. Das Fischerboot von Dwayne Baham aus dem Hafenort Buras am Golf von Mexiko ist vor fünf Jahren vom Hurrikan Katrina übel zugerichtet worden. Als der Sturm vorbei war, stand das Boot auf dem Kopf. Nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko war Momma Bear zwischenzeitlich im Auftrag des Ölkonzerns BP im Einsatz. Baham half mit dem Boot beim Eindämmen der Ölpest. Seit zwei Wochen erfüllt die Momma Bear endlich wieder ihren eigentlichen Zweck: Nach der Freigabe eines großen Teils des Golfs ist das Boot nun wieder zum Shrimpfang unterwegs. Ein Anlass zur Entwarnung ist das für den 50 Jahre alten Baham aber noch immer nicht: Die Shrimppreise sind rapide gefallen, und ihn bewegt die Frage, welche langfristigen Folgen die Ölpest für den Fischfang in der Region haben wird.
Baham und viele Fischer an der Golfküste haben dramatische Monate hinter sich. Die Ölpest hat ihnen schlagartig den Lebensunterhalt entzogen: Die ölverschmutzten Gewässer wurden weitgehend für den Fischfang gesperrt, den Menschen verging der Appetit auf Shrimps und andere Spezialitäten vom Golf. Das war verheerend für die Region, denn sosehr sich hier auch die Ölindustrie ausgebreitet hat, die Fischerei ist noch immer ein gewaltiger Wirtschaftsfaktor. Fast 70 Prozent der gesamten amerikanischen Shrimp-Produktion kommen aus dem am Golf gelegenen Bundesstaat Louisiana. ... faz.net

BP verschiebt Ölbohrungen im Mittelmeer
London (dpa): Der britische Energiekonzern BP hat den Start von Tiefseebohrungen im Mittelmeer verschoben. Man strebe den Beginn der Arbeiten vor der Küste Libyens "für Ende des Jahres an", sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag der Nachrichtenagentur DPA.

Ursprünglich war geplant, eine Ölquelle in der libyschen Mittelmeerbucht Große Syrte bis Jahresende erschlossen zu haben. Die Bohrungen sollten "in wenigen Wochen beginnen", hatte es noch im Juli geheißen.
Der Konzern steht nach der Ölpest im Golf von Mexiko unter Druck wenn es darum geht, in ökologisch sensiblen Gebieten und an riskanten Orten neue Quellen anzuzapfen. In der vergangenen Woche hatte sich der Konzern aus dem Wettstreit um Bohrlizenzen vor der Küste Grönlands zurückgezogen. Die Naturschutzorganisation Greenpeace hatte solche Bohrungen als zu gefährlich eingestuft, weil es im Falle einer Ölpest im Winter unter einer dicken Eisdecke keine Möglichkeiten zur Eindämmung gebe.
Vor der libyschen Küste will BP 250 Meter tiefer nach Erdgas und Erdöl bohren als bei der missglückten Tiefseebohrung im Golf von Mexiko. Erneute Sicherheitsbedenken wurden bislang zurückgewiesen.
Nun will sich der Londoner Konzern aber weit mehr Zeit nehmen: "Endgültige Pläne und Vorbereitungen werden erstellt und überprüft", sagte der BP-Sprecher. "Keine Arbeiten werden beginnen, bis wir sicher sind, dass wir ohne Risiko vorgehen können." ... sueddeutsche.de

Riskanter raubbau an der Natur – Öl: Greenpeace stoppt riskante Ölbohrung vor Grönland
Über eine Woche harrte die Esperanza unter den kritischen Blicken der dänischen Kriegsmarine aus – im Morgengrauen startete die Aktion vor der Westküste Grönlands: Vier Greenpeace-Aktivisten kletterten auf die Bohrinsel Stena Don und stoppten die Probebohrungen der britischen Ölfirma Cairn Energy in der ökologisch sensiblen Arktis.
Trotz scharfer Beobachtung seitens des dänischen Marineschiffs HDMS Vaedderen und zahlreichen Polizeibooten konnten die Aktivisten heute morgen um 7.44 Uhr Ortszeit die Bohrinsel erklettern. Dort installierten sie ihre Zelte, die nun an Seilen rund 15 Meter über der eisigen See hängen. Die Kletterer haben genügend Vorräte, um mehrere Tage auf der Bohrinsel zu verharren. Ziel ist es, die riskanten Tiefseebohrungen von Cairn Energy zu unterbrechen und zum Abbruch zu bewegen. Im sogenannten Iceberg Alley (Eisberg-Passage) beobachtet Greenpeace seit neun Tagen die riskanten Probebohrungen der Bohrinsel Stena Don und des Bohrschiffs Stena Forth. ... greenpeace.de

Klimaschutz: Kernkraft kann auslaufen
WWF: „Energieszenarien liefern keine Argumente für verlängerte Laufzeiten“

Berlin: Heute hat die Bundesregierung das in Auftrag gegebene Gutachten für die zukünftige deutsche Energieversorgung vorgestellt. Der WWF erkennt in den acht Szenarien keine stichhaltigen Argumente für eine verlängerte Laufzeit der Kernkraftwerke. Die Dokumente verdeutlichen: Wenn man einen hohen Sicherheitsstandard der Anlagen als Mindeststandard voraussetze, werde der Weiterbetrieb der Kernkraftwerke keinen spürbaren Einfluss auf das Erreichen der Klimaschutzziele haben. Auch die Effekte auf Beschäftigung und Bruttoinlandsprodukt seien bei hohen Nachrüstkosten für Kernkraftwerke nicht sichtbar. Bei der Entwicklung der Strompreise seien die Auswirkungen ebenfalls vernachlässigbar. ... wwf.de

Was sollen wir davon halten?: Geheimdienst ist wegen Stuttgart 21 aktiv
Extremistische Gruppierungen versuchen nach Angaben von Sicherheitsbehörden, Kapital aus den Protesten gegen das Milliarden-Bahnprojekt Stuttgart 21 zu schlagen. Warum der Geheimdienst jetzt ein Auge auf die Proteste geworfen hat

Stuttgart: Parteien aus dem linksextremistischen Spektrum wie die DKP (Deutsche Kommunistische Partei), MLPD (Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands) und die Linke wollten den Protest seit längerem instrumentalisieren, hieß es am Dienstag beim baden-württembergischen Verfassungsschutz auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart. Sie versuchten, die Unzufriedenheit in der Bevölkerung aufzunehmen und mit ihrer Kritik am politischen System zu verbinden. Deswegen beobachtet der Verfassungsschutz die Proteste.
Es sei den Linksextremisten bisher aber nicht gelungen, ihren Einfluss so auszudehnen, dass sie breite Bündnisse erzielten. Über konkrete Störabsichten extremistischer militanter Gruppen liegen dem Landesamt derzeit keine Informationen vor. “Auch können Aussagen zu Stärke und Zusammensetzung eines etwaigen Schwarzen Blocks nur anlässlich konkreter Aufrufe und Absichtserklärungen getroffen werden. Solche sind gegenwärtig nicht erkennbar.“ Der Name Schwarzer Block leitet sich aus der meist einheitlich schwarzen Kleidung der gewaltbereiten und militanten Demonstranten ab, die auch ihr Gesicht oft mit schwarzen Tüchern verhüllen. Hervorgegangen ist der Block nach Erkenntnissen von Verfassungsschützern aus der militanten Szene der Hausbesetzer und Kernkraftgegner Ende der 70er Jahre. ... op-online.de

Protestaktion in Berlin: Unterschriften gegen Tiefsee-Bohrungen
8x10 Meter ist das Banner groß - viel Platz für die Unterschriften, die Dienstag und Mittwoch zusammenkommen sollen. Greenpeace fordert am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor einen Stopp der riskanten Ölbohrungen im Nordost-Atlantik. Die bevorstehende OSPAR-Konferenz im September ist dafür die perfekte Gelegenheit!
... greenpeace.de

TU Braunschweig & Calumma tarzan spec. nov.:
Neuen Chamäleonart auf Madagaskar entdeckt - „Tarzan“ braucht den Schutz der gefährdeten Regenwälder
In den Regenwäldern Madagaskars hat ein Forscherteam der Technischen Universität Braunschweig, der Universität Antananarivo, der Zoologischen Staatssammlung München und des hessischen Landesmuseums Darmstadt eine bisher unbekannte Chamäleon-Art entdeckt.

Um auf die besondere Bedrohung dieser Reptilienart und ihres Lebensraums aufmerksam zu machen, haben die Forscher ihre Entdeckung nach dem Dschungelhelden Tarzan benannt. Calumma tarzan spec. nov., so der wissenschaftliche Name dieser neuen Art, bewohnt ausschließlich die Regenwälder mittlerer Höhenlagen an Madagaskars zentraler Ostküste. Das Gebiet wurde bereits beinah vollkommen entwaldet. Übrig blieben lediglich winzig kleine Restbestände, deren Größe oftmals nicht mal der eines Fußballplatzes entspricht.
Philip-Sebastian Gehring, Doktorand in Braunschweig und Erstautor der Artenbeschreibung: „Das Tarzan-Chamäleon soll mit seinem prominenten Namen für den Schutz dieser letzten kleinen Waldinseln werben, da diese unmittelbar durch die rasant fortschreitende Abholzung bedroht sind.“ Der Fund dieser neuen Art war eine große Überraschung für die Forscher. „Es kommt nur selten vor, dass neue Reptilienarten gefunden werden, die sich auf den ersten Blick als solche erkennen lassen. Doch die abgeflachte Schnauze des Tarzan-Chamäleons ist unter Chamäleons einzigartig, sodass wir sofort erkennen konnten, dass wir etwas ganz besonderes vor uns haben“, so Dr. Frank Glaw von der Zoologischen Staatssammlung in München. Neben dieser neuen Chamäleon-Art konnten die Forscher in diesen Wäldern eine höchst vielfältige Flora und Fauna vorfinden, deren Fortbestand nur durch die sofortige Einrichtung von Schutzgebieten in dieser Region gewährleistet werden kann. idw-online.de
Referenz:
Gehring, P.-S., M. Pabijan, F. Ratsoavina, J. Köhler, M. Vences & F. Glaw:
A Tarzan yell for conservation: a new chameleon, Calumma tarzan sp. n., proposed as flagship species for the creation of new nature reserves in Madagascar. - Salamandra 46(3) pp. 151–163.

30.08.2010 Kampagnen von Young Panda – im Jahr des Tigers
Kleine Tiger-Fans basteln weltgrößte Tigertatze

WWF Kinderclub Young Panda feiert ein großes Tigerfest. ... wwf.de

Parasiten im Schlafzimmer: Bettwanzen breiten sich in Deutschland aus
In Teilen New Yorks gelten Bettwanzen (Cimex lectularius) schon als Plage. Auch in Deutschland sind die Blutsauger auf dem Vormarsch. Mit mangelnder Hygiene hat ein Befall nichts zu tun, die Parasiten lassen sich schwer stoppen. Ihre Stiche sind extrem unangenehm. ... stern.de

Stuttgart 21: AktivistInnen besetzen großen Abrissbagger
Bau- und Vergabestopp jetzt!

(eine gemeinsame Pressemitteilung von Robin Wood und Parkschützer-Initiative)
Am frühen Morgen haben AktivistInnen von Robin Wood und der Parkschützer-Initiative in einer gemeinsamen Aktion die Abrissarbeiten für das Prestigeprojekt Stuttgart 21 am Stuttgarter Hauptbahnhof erneut verhindert. Drei AktivistInnen kletterten auf den Abrissbagger und spannten Transparente mit den Aufschriften "Hallo...?! Geht's noch?" und "Bau-Stopp" am Greifarm. Sie sind zur Stunde (5:00 Uhr) noch auf dem Bagger. Sieben weitere AktivistInnen, die sich am Boden aufhielten, wurden inzwischen von der Polizei (von SEK-Beamten) in Gewahrsam genommen. ... robinwood.de

28.08.2010 TV-Tipp - Naturgewalten Hautnah:
Dokumentation - BBC Exklusiv: Im Auge des Sturms - Hurrikan Katrina hautnah

22:35 Uhr - 00:40 Uhr – VOX; Deutsche Erstausstrahlung! Großbritannien 2010; Länge: 125 Minuten. ... vox.de
Pitt und Bullock zum Katrina-Gedenken in New Orleans: greenpeace-magazin.de

Bundespräsident will Zeichen für mehr Umweltschutz setzen
Berlin/Bremen (ots):
Wulff überreicht am 31. Oktober Deutschen Umweltpreis der DBU - "Woche der Umwelt" 2012 gesichert

Johannes Rau und Horst Köhler haben es vorexerziert, Christian Wulff wird die Tradition fortsetzen: Bei der Verleihung des Deutschen Umweltpreises der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) am 31. Oktober in Bremen wird der Bundespräsident die mit 500.000 Euro höchstdotierte Umweltauszeichnung Europas an die neuen Preisträger überreichen, die im September feststehen werden. ... presseportal.de

Soziale Insekten: Ameisengenom entschlüsselt
Epigenetische Unterschiede steuern Verhalten und Kastenstatus

Nach der Honigbiene ist jetzt das zweite Genom eines sozialen Insekts sequenziert worden: das Erbgut der Ameise. Von der Entschlüsselung, die sogar an zwei Ameisenarten gleichzeitig durchgeführt wurde, erhoffen sich die Wissenschaftler vor allem wertvolle Aufschlüsse über die Regulation der Gene durch externe Faktoren, die so genannte Epigenetik. Wie sie in Science berichten, lieferten die Analysen schon die ersten Einblicke in die Regulation des Verhaltens innerhalb einer Ameisenpopulation. ... scinexx.de

Vorbildlich, umweltschonend und Zukunkftsweisent: Ökostadt im Erdöl-Land Masdar City in Abu Dhabi
Sie gilt als Prototyp für die Stadt der Zukunft, als erste „Ökostadt“ der Welt, als „grüne“ Wohlfühlmetropole inmitten der Wüste: Masdar City in Abu Dhabi. Rund 50.000 Menschen sollen hier in Zukunft leben und arbeiten. Und der Clou: Vollkommen emissionsfrei, ohne gigantische Müllberge und mit einem ebenso futuristischen wie nachhaltigen Verkehrssystem. ... scinexx.de

27.08.2010 Klimaschutz: WWF Stellungnahme zum CCS Gesetzesentwurf
Berlin: Regine Günther, Leiterin Klima- und Energiepolitik des WWF Deutschland, zur heutigen Anhörung zum Gesetzentwurf über die CCS-Technologie (Carbon Dioxide Capture and Storage, das bedeutet Abtrennung und unterirdische Speicherung von Kohlendioxid):

„Wenn wir bis 2050 in Deutschland unsere Treibhausgasemissionen um 95 Prozent reduzieren wollen, müssen wir nicht nur unsere Energieversorgung auf Erneuerbare Energien umstellen, sondern auch Emissionen, die bei der Herstellung von Stahl oder Zement anfallen, vermeiden. Aus heutiger Sicht benötigen wir dazu den Einsatz von CCS-Technologien. Daher müssen wir die CCS-Technologie schnellstmöglich auf ihre Einsatzfähigkeit prüfen und entscheiden, ob Emissionen in geologischen Formationen im Untergrund gespeichert werden können. Auch die energieintensive Industrie muss ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. ... wwf.de

Atomkraft: Selbstverpflichtung ist ein fauler Deal
Greenpeace fordert erhöhte Brennelementesteuer und Laufzeitverkürzung

Greenpeace lehnt eine freiwillige Selbstverpflichtung der Atomkonzerne, in Erneuerbare Energien als Gegenleistung für verlängerte Laufzeiten ihrer Reaktoren zu investieren, strikt ab. Bisherige Selbstverpflichtungen der deutschen Industrie haben sich in der Vergangenheit als weitestgehend unwirksam erwiesen. Greenpeace fordert deshalb von der Bundesregierung erneut die Einführung einer erhöhten Brennelementesteuer (Bermerkung: Die nicht auf den Endverbraucher aufgeschlagen wird!) und eine Laufzeitverkürzung für Atomkraftwerke. ... greenpeace.de

Kampagnen: Wenn es Nacht wird in Deutschland, ist der Tiger unterwegs
WWF startet „Running Tiger Tour“: 20 Meter große Tigerprojektion „rennt“ durch die Frankfurter City.
... wwf.de

Neues aus dem Allwetterzoo in Münster
Sieben neue Panoramabilder der Anlagen:
Der Zoo zeigen nicht nur die „neuen“ Afrikapanoramen oder die veränderte Katta-Insel, sondern auch schöne Ansichten von der Freianlage der Gorillas, von den Flamingos oder aus dem Aquarium. ... allwetterzoo.de

Neue Reptilien-Seite:
Zwar besitzt der Allwetterzoo kein Haus nur für Reptilien, sodass Terrianer oder Freunde von Schlangen, Schildkröten & Co. beinahe durch den ganzen Zoo laufen müssen. Doch nun fasst eine separate Seite all’ die Orte im Allwetterzoo, an denen Echsen leben, und beschreiben einige Arten der rund 90 Reptilien in mehr als 20 Arten. ... allwetterzoo.de

Die "Lovestory" bei den Orang-Utans im Allwetterzoo:
Aus Frankreich stammt ein Neuzugang in der ZoORANGerie: „Mandi“, ein wirklich schönes Orang-Utan-Weibchen. Sie eroberte die Herzen von „Pongo“ und dem kleinen „Ito“ im Sturm und hat sich inzwischen prima eingelebt. Zeitgleich mit „Mandi“ trafen neue „Untermieter“ in der ZoORANGerie ein: Neun im Zoo Frankfurt geborene Zwergotter. Die quirligen Schwestern hatten nie zuvor Orang-Utans gesehen! Doch mittlerweile klappt das Zusammenleben so gut wie eh und je. Genau wie ihre Vorgänger – unser letztes Geschwisterpärchen der Zwergotter war Ende März in den Tierpark Eckenhagen umgezogen – klauen die kleinen Räuber den Orang-Utans mit Vorliebe das Futter! ... allwetterzoo.de

Süßwasser, Meere & Küsten:
Planungsunterlagen zur Elbvertiefung nicht mehr zu retten -
Antrag auch nach dritter Auslegung nicht genehmigungsfähig
Bundesamt für Naturschutz, NLWKN, die Landkreise Cuxhaven, Stade und Steinburg äußern sich kritisch / Alternativenprüfung mangelhaft / Kompensation lückenhaft / Verbände fordern Einstellung des Verfahrens

Nach der deutlichen Kritik verschiedener Landes- und Bundesbehörden sowie der Kommunen entlang der Unterelbe fordern der WWF Deutschland und der BUND die sofortige Einstellung des Verfahrens für die aktuell geplante Elbvertiefung. Die Umweltorganisationen haben die von den so genannten „Trägern öffentlicher Belange“ (TÖB) abgegebenen Stellungnahmen ausgewertet und sehen sich in weiten Teilen in ihrer eigenen Kritik bestätigt. Die Fachbehörden kritisieren, dass die Vorgaben des Europäischen Naturschutzrechts auch in der bereits dritten Auslegung nicht ausreichend berücksichtigt wurden, obwohl sie genau dieses bereits vor drei Jahren eingefordert hatten.
Deutschlands oberste Naturschutzbehörde, das Bundesamt für Naturschutz (BfN) kommt zu der Auffassung, dass die mehrfach überarbeiteten Unterlagen immer noch nicht „mit dem Bundesnaturschutzgesetz konsistent“ und „mit Blick auf eine erforderliche Beteiligung der Europäischen Kommission nochmals aufzuarbeiten“ sind. Das Amt bewertet die nach dem EU-Recht zwingend vorgeschriebene Prüfung von Alternativen zur Elbvertiefung als unzulänglich und kommt zu der Auffassung, dass der vorgeschlagene Ausgleich (die Kohärenzsicherung nach EU-Recht) in vielen Aspekten „zu überarbeiten“ und „zu ergänzen“ ist. ... wwf.de

SZ: Gegenleistung für Laufzeitverlängerung
Berlin (dpa): Die deutschen Atomkonzerne sollen nach dem Willen der Bundesregierung als Gegenleistung für längere Kraftwerkslaufzeiten Geld in den Ausbau von Ökostrom investieren, wie die Süddeutsche Zeitung (Freitagausgabe) unter Berufung aus Regierungskreisen berichtet. Das Blatt schreibt weiter, es sei eine freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen im Gespräch. Dafür würde die Koalition auf die bisher erwogene Zwangsabgabe zusätzlich zur Brennelementesteuer verzichten.
Noch im Juli hatten Union und FDP eine solche Abgabe erwogen, um einen Teil der Gewinne abzuschöpfen, die längere Laufzeiten den Betreibern der Kernkraftwerke bringen würden. Mittlerweile sei die Regierung jedoch der Auffassung, dass eine Dreifachbelastung der Konzerne aus Steuer, Abgabe und schärferen Sicherheitsanforderungen einzelne Atommeiler unrentabel machen würde. Deshalb dürften am Ende nur die Brennelementesteuer sowie freiwillige Ökoinvestitionen der Firmen übrig bleiben.
Die Steuer soll mit 2,3 Milliarden Euro pro Jahr zur Sanierung des Bundeshaushalts beitragen. Sie wäre zudem eine Art Ausgleich für die Milliardenkosten, die dem Bund bei der Sanierung des Atommülllagers Asse entstehen. greenpeace-magazin.de

Atom-Debatte: "Der Staat schenkt den Energiekonzernen Milliarden"
Interview: Michael Bauchmüller
Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes, erhebt im SZ-Interview schwere Vorwürfe gegen die Stromkonzerne. Die Atomlobby habe bei ihrem "energiepolitischen Appell" mit falschen Fakten operiert.
sueddeutsche.de

Sei ein Frosch: Die Haut der Hüpfer könnte zur Quelle für neue Antibiotika avancieren
Arabische Forscher haben aus Froschhaut gewonnene Substanzen nachgebaut und so verändert, dass sie als Antibiotika dienen könnten. Bekannt ist, dass bestimmte Proteine, die von Drüsen in der Froschhaut produziert werden, gegen Krankheitserreger wirken. Den Wissenschaftlern um Michael Conlon von der United Arab Emirates University in Al-Ain gelang es nun, diese Proteine künstlich herzustellen und Probleme zu beseitigen, die bisher einen Einsatz beim Menschen verhinderten. Einige Substanzen könnten bereits in den nächsten fünf Jahren in klinischen Studien getestet werden.
wissenschaft.de

Michael Conlon (United Arab Emirates University, Al-Ain) et al.: 240.
National Meeting of the American Chemical Society

Tödliches Eigentor: Grüner Duft wird Tabakschwärmerraupen zum Verhängnis
Das Dilemma der hungrigen Raupen: Beim Fressen wandeln sie ungewollt und schlagartig pflanzliche Inhaltsstoffe in Locksignale um und verraten sich so, zu ihrem tödlichen Verhängnis, ihren eigenen natürlichen Feinden

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena haben in Freilandstudien herausgefunden, dass Tabakschwärmerraupen (Manduca sexta) über ihre Verdauungssekrete in Tabakblätter eine besondere Substanz abgeben, die einen dort vorhandenen Blattduftstoff (green leaf volatile) schlagartig in ein duftendes Locksignal umwandelt. Mit diesem als (E)-2-Hexenal bezeichnetem Signal locken die Raupen ungewollt ihre eigenen Feinde an: insektenfressende Raubwanzen (Geocoris). Diese attackieren zielgenau nicht nur die frisch geschlüpften Raupenbabys, sondern vertilgen gleichzeitig die vom Muttertier abgelegten Eier.
Pflanzen haben ein ausgeklügeltes Verteidigungssystem. Sie sind in der Lage, sich nicht nur direkt gegen Fraßfeinde zu wehren, indem sie Giftstoffe produzieren, sondern auch indirekt. Sie geben spezielle duftende Moleküle in die Atmosphäre ab, die von insektenfressenden Schlupfwespen oder Raubwanzen wahrgenommen werden; diese fliegen dann zur attackierten Pflanze und fressen oder parasitieren deren Schädling - zum Überlebensvorteil der Pflanze.

MAX News: Wie Pflanzen ihre Schädlinge austricksen: Die Chemie muss stimmen

Originalveröffentlichung:
S. Allmann, I. T. Baldwin: Insects betray themselves in nature to predators by
rapid isomerization of green leaf volatiles. Science, DOI: 10.1126/science.1191634

Komplette Pressemitteilung als PDF-Datei:
Tödliches Eigentor (Update: 11.12.2011): Grüner Duft wird Tabakschwärmerraupen zum Verhängnis


Weizen-Wunder: Forscher entschlüsseln Erbgut des Getreides (ob das so gut ist?)
Englischen Wissenschaftlern ist es gelungen, das Weizengenom nahezu vollständig zu entschlüsseln. Ihr Wissen um die ungefähre Abfolge der einzelnen Erbgutbausteine des Getreides wollen die Forscher nun Züchtern zugänglich machen. Das Ziel: Die Entwicklung noch leistungsfähigerer Weizensorten. Während die Sequenzierung des menschlichen Genoms noch ganze 15 Jahre in Anspruch nahm, benötigten die Wissenschaftler für das Weizengenom lediglich ein Jahr – obwohl es mit geschätzten 100.000 Genen um ein Vielfaches größer ist als das des Menschen. Das sei den großen Fortschritten in der DNA-Technologie zu verdanken, erklären Neil Hall von der University of Liverpool und sein Team in einer Mitteilung der Universität.
... wissenschaft.de

26.08.2010 Nach dem einen Brand ist vor dem neuen Brand!
Die Waldbrände und Brandherde der letzten 24 Stunden, vom 25.
bis 26.08.2010, 23:00 Uhr (MEZ); Insgesamt sind 9548 Punkte zu sehen.


Online Referenz:
NASA/University of Maryland. (2002) MODIS Hotspot / Active Fire Detections. Data set.
MODIS Rapid Response Project, NASA/GSFC [producer], University of Maryland, Fire Information
for Resource Management System [distributors]. Available on-line [http://maps.geog.umd.edu]



Russland nach dem Feuer: Schäden in ungeahnter Größe
Die Waldbrände in Russland richten einen wirtschaftlichen Schaden in Höhe von 200 Milliarden Euro an - so viel wie die gesamten Jahresausgaben des russischen Staatshaushalts. Die verbrannte Fläche ist größer als der Waldbestand Deutschlands.