deafarbnzh-CNenfifrhawhijakominofaptruessv
03.10.2019

Landinvasion durch den Schlammspringer, Periophthalmodon septemradiatus, in Süß- und Salzwasser (Brackwasser) des Mekong-Flusses



Hieu Van Mai, Loi Xuan Tran, Quang Minh Dinh, Dinh Dac Tran, Mizuri Murata,
Haruka Sagara, Akinori Yamada, Kotaro Shirai & Atsushi Ishimatsu.


Es gibt seit langem eine Kontroverse darüber, ob Wirbeltiere im Paläozoikum aus marinen oder Süßwasserumgebungen hervorgegangen sind. Mehrere Hypothesen haben Küsten-, Ästuar- und Uferbereiche als Orte des Übergangs vorgeschlagen. Hier berichten wir über die Ökologie des amphibischen Fisches Periophthalmodon septemradiatus, von dem wir annehmen, dass er sich in einem Prozess der Nischenerweiterung in terrestrische Lebensräume von Ästuar- zu Süßwasserumgebungen entlang des Mekong-Flusses in Vietnam befindet. Adulte Fische sind hochgradig terrestrisch und wurden während unserer Untersuchung nicht dabei beobachtet, sich ins Wasser zu wagen. Es wurde Balzverhalten beobachtet, und befruchtete Eier wurden sowohl in Brack- als auch in Süßwasserumgebungen aus Höhlen geborgen. Die kleinsten Fische, die in einer Entfernung von 12, 96 und 148 km von der Flussmündung gesammelt wurden, waren Jungtiere, die kurz nach dem Beginn eines amphibischen Lebens standen. Diese Ergebnisse deuten auf eine Fortpflanzung sowohl in Brack- als auch in Süßwasserumgebungen hin. Im Gegensatz dazu deutet das Sr:Ca-Verhältnis des Otolithen auf das Schlüpfen der Larven nur im Brackwasser hin. Die Analyse eines 940-Basenpaar (bp)-Segments der mitochondrialen Cytochrom c-Oxidase-Untereinheit II und eines 934-bp-Segments der mitochondrialen D-Schleife zeigte keine genetische Segregation zwischen den Populationen. Der Fisch könnte eine einzigartige Gelegenheit bieten, zu untersuchen, wie der Umgebungssalzgehalt die Biologie und Ökologie eines lebenden Wirbeltiers während des Übergangs vom Wasser zum Land beeinflusst. ...

Mai, H.V., Tran, L.X., Dinh, Q.M. et al., 2019