22.06.2011

Universum: Der Atem der Erde

Ein Film von Alfred Vendl und John Capener, heute, 20:15 - 21:00 Uhr auf [3sat]

Kaum etwas auf der Erde kann ohne Sauerstoff leben. Dieses unglaublich vielseitige Element hat den Planeten, wie wir ihn kennen, erst bewohnbar gemacht. Universum erzählt mit Der Atem der Erde die Geschichte der Erde aus der Perspektive jenes Elements, das hinter (fast) allen Lebensformen steckt - seien es Rieseninsekten, Dinosaurier im Miniaturformat oder Fische, die an Land gehen. Der Film visualisiert die faszinierende, Millionen Jahre lange Lebensgeschichte eines Sauerstoff-Atoms und seine unendliche Reise durch Zeit und Raum.

Boleophthalmus pectinirostris on Mudflat

Schlammspringer - lebt im Schlamm und ist in der Lage, Luft
zu "schlucken" und über feuchte Partien im Maul Sauerstoff
für die Atmung zu gewinnen, sodass er an Land überleben
kann. Der Schlammspringer kann auch über seine - nasse -
Haut atmen.
Bild, 2011 Boleophthalmus pectinirostris. & Krabbe

Diese Dokumentation zeigt in verblüffenden Bildern, wie die unsteten Sauerstoffteilchen zu treibenden Kräften des Lebens werden konnten. Und verrät, weshalb man beim Ansehen dieser Dokumentation wahrscheinlich dasselbe Sauerstoffatom einatmet wie Dschingis Khan mehr als tausend Jahre zuvor. Das österreichisch-britische Gestalterduo Alfred Vendl und John Capener beschritt für dieses Filmprojekt in vielerlei Hinsicht Neuland. "Jeder weiß natürlich, dass alles um uns aus Atomen aufgebaut ist", erklärt John Capener. "Aber für die meisten von uns besteht kein unmittelbarer Bezug zwischen unserer und der atomaren Welt. Wir haben mit diesem Film versucht, genau diesen Bezug herzustellen." ...

Schlammspringer & Sauerstoff
Wie heute lebende Tiere das Sauerstoffangebot nutzen, ist ebenso vielfältig, faszinierend und noch vielfach unerforscht. So wurde erst kürzlich herausgefunden, wie Schlammspringer die wechselnden Sauerstoffkonzentrationen im Uferbereich der Ozeane nutzen. Diese kleinen Fische können nicht nur an Land gehen und Luftsauerstoff atmen, sie füllen auch selbst gebaute unterirdische Luftreservoirs, (nicht nur) um sich vor Räubern zu retten. Manche im Wasser lebende Insekten wiederum nutzen die tollsten physikalischen Tricks, um ihr Leben lang unter Wasser zu bleiben und trotzdem Luftsauerstoff zu atmen. ... [3sat.de]