31.07.2012

[WWF] Österreich sichert Kinderstuben für Fische

9.000 Mangroven-Setzlinge pflanzte dieses Jahr der [WWF] auf der Insel Gau im Fidischi-Archipel!



LPR 2010 Mangroven: Einheimischer pflanzt eine neue
Mangrove. Foto: © Jürgen Freund
Unersetzlich sind Mangrovenwälder – sie schützen die tropischen Küsten vor Erosion. Unzählige Meerestiere nutzen diese Gezeitenwälder als Rückzugsraum und Laichgründe. Doch leider verschwinden Mangroven durch Abholzung immer schneller. Weitere drei Jahre arbeitet der WWF daran, im Südpazifik diese wichtigen Kinderstuben für Fische wiederherzustellen.

Der Fidischi-Archipel zählt zu den Perlen im Südpazifik und umfasst rund 844 Inseln, auf einer Fläche von 1.3 Millionen km². Der WWF engagiert sich in einem drei Jahre andauernden Projekt für diesen wunderschönen Lebensraum.

Die Gewässer beinhalten die schönsten und intaktesten Meeresgebiete weltweit mit einer Vielzahl an Lebensräumen wie Korallenriffen, Mangrovenwäldern, Seegraswiesen, Lagunen, Flüssen und tiefen ozeanischen Steilkanten. Sie zeichnen sich durch eine hohe Artenvielfalt aus, wobei viele Tiere ausschließlich dort beheimatet sind, wie der vom Aussterben betroffene Macgillivray-Sturmvogel (Pseudobulweria macgillivrayi), auch Fidschi-Sturmvogel genannt.




„Fledermaus-Schule“ (Platax boersii) im Korallendreieck:
Dieses Korallendreieck des indopazifischen Ozeans ist
eine der artenreichsten Meeresregionen. Hier kommen drei
Arten von Fledermausfischen vor: der Goldene Fledermaus-
fisch (Platax boersii, auf dem Foto), Platax orbicularis
und Platax teira. Foto: © Jürgen Freund/WWF-Canon
Die Insel Gau – nachhaltige Nutzung mariner und terrestrischer Ressourcen
Gau ist die fünftgrößte Insel der Fidschis, mit einer Bevölkerung von 3000 Personen. Die Gewässer rund um Gau sind Heimat von fünf der sieben weltweit vorkommenden Meeresschildkrötenarten.
Der Nagali-Kanal, westlich von Gau, ist durch seine Massenansammlung von Grauen Riffhaien (Carcharhinus amblyrhynchos) bekannt, eine für diese Art hochrelevantes Rückzugsgebiet. Er ist einer der wenigen bekannten Orte, wo Haie zur Fortpflanzung zusammenkommen und außerdem Laichplatz anderer Großfische. Zusätzlich stellt der Kanal eine wichtige Wanderroute für viele Wal-und Delphinarten dar.

Die Riffe von Gau zählen zum Vatu-i-Ra Meeresgebiet, die Heimat von über 300 Korallenarten und über 1000 Fischarten ist.

Einzigartiges Ökosystem stark gefährdet
Viele Gebiete sind bereits stark überfischt und Großfische wie Zackenbarsche und Stachelmakrelen eine Seltenheit. Die Nachfrage nach Seegurken, Haifischflossen und lebenden Rifffischen in Asien führt zu einem weiteren Raubbau an Korallenriffen.

Der Verlust natürlicher Küstenvegetation, der Eintrag von Nährstoffen und Sedimenten belastet die Lagunen und Korallenriffe. Die Fragilität der Inselökosysteme ist auch durch negative Auswirkungen des Klimawandels, wie der Anstieg des Meeresspiegels, gefährdet.



Mitarbeiter beim Mangrovenpflanzen.
Foto: © Georg Scattolin
Die Naturschätze der Insel müssen daher in Zukunft durch effektives Management natürlicher Ressourcen erhalten werden. Der WWF Österreich hat dieses Projekt initiiert, um die Existenz (nachhaltiger Fischfang!) und Lebensqualität der lokalen Bevölkerung für nachkommende Generationen zu sichern.

Mangrovenwälder sind unersetzliche Öko- systeme zum Schutz der Küsten vor Erosion und unzählige Meerestiere nutzen diese undurchdringlichen Gezeitenwälder als Rückzugsraum und Laichgründe. Durch Abholzung verschwinden die Mangroven- wälder an tropischen Küsten immer schneller. Der WWF hat dieses Jahr bereits 9000 neue Bäume zur Wiederaufforstung der Mangroven auf Gau gepflanzt. Wir arbeiten weiter daran, den ganzen Mangrovengürtel auf der Insel wieder herzustellen.


LPR 2010 Mangroven: Ziele des Projektes

  • Entwicklung von Maßnahmen zur nachhaltigen Ressourcennutzung gemeinsam mit der Bevölkerung.


  • Der Mangrovengürtel wird erhalten und wo nötig aufgeforstet um die Küstenerosion aufzuhalten.


  • Einrichtung von einem Netz von Meeresschutzgebieten, die von der lokalen Bevölkerung gemanagt werden.


Quelle: [wwf.at]
Fidschi-Factsheet als PDF: ---
Fotos: Mit freundlicher Erlaubnis des [WWF] Österreich