mangroven-in-tibar-osttimor-pneumatophoren-aerial-wurzeln-I.jpg
 
deafarbnzh-CNenfifrhawhijakominofaptruessv
08.08.2011

Report:
Schwere Ölverschmutzung im Niger-Delta


Nigeria: grave pollution pétrolière en pays Ogoni,
selon un rapport du PNUE [UNEP]

(Nigeria: Schwere Ölpest in Ogoni-Land, nach einem [UNEP]-Bericht)

[UNEP] reports widespread oil damage in Nigeria delta

Schmutziges Trinkwasser, verseuchte Böden und Krebsgefahr: Die Schäden und Gefahren durch schonungslose Erdölförderung im Nigerdelta werden erst in 25 bis 30 Jahren wieder behoben sein.

Davon geht ein Bericht des Umweltprogrammes der Vereinten Nationen ([UNEP - United Nations Environment Program]) aus, der am Donnerstag dem nigerianischen Staatspräsidenten Goodluck Jonathan übergeben und am Freitag in London vorgestellt wurde. Der lange erwartete Bericht fiel damit deutlich negativer aus, als erwartet.

Die [UNEP]-Experten glauben, der Sachschaden gehe in die Milliarden. Neben den Beeinträchtigungen des Trinkwassers und damit der Gesundheit der Menschen seien vor allem die Mangrovenwälder in Gefahr, heißt es in dem Bericht. Der in der Gegend gefangene Fisch sei zwar verzehrbar, weil sich die Tiere saubere Gewässer suchen. Die Existenz der örtlichen Fischer sei aber wegen der Abwanderung der Schwärme gefährdet.

Die schlimmsten Schäden könnten bei ernsthaftem Bemühen in fünf Jahren behoben werden. Die Renaturierung dauere Jahrzehnte. Jedoch müssten zunächst dringend die Lecks in den Leitungen gestopft werden, um weitere Verunreinigungen zu stoppen.

Für die Ölförderung im nigerianischen Ogoniland ist vor allem der britisch-niederländische Ölkonzern Royal Dutch Shell gemeinsam mit der staatlichen nigerianischen Ölgesellschaft verantwortlich. Shell hatte die Ölförderung im Ogoniland 1993 nach Massenprotesten der einheimischen Bevölkerung eingestellt. Es werden aber weiterhin Pipelines und Raffinerien betrieben.

Shell übernahm die Verantwortung für zumindest zwei Öllecks. „Wir werden weiter mit unseren Partnern in Nigeria, darunter die Regierung, zusammenarbeiten, um die Probleme zu lösen und die nächsten Schritte gehen, um Ogoniland aufzuräumen“, hieß es in einer Stellungnahme der Shell Petroleum Development Company of Nigeria (SPDC). Ölanlagen wurden in Nigeria wiederholt von Kriminellen und Separatisten zerstört oder beschädigt (so heißt es!).

Aus den Leitungen und Raffinerieanlagen tritt aber noch immer Öl aus. „Die Ölförderung ist für mehr als 50 Jahre eine Schlüsselindustrie für die nigerianische Wirtschaft gewesen. Aber viele Nigerianer haben einen hohen Preis bezahlt, wie diese Untersuchung zeigt“, sagte der Exekutivdirektor des UN-Umweltprogrammes, Achim Steiner. Die Wartung der Anlagen sei völlig unzureichend. Shell habe nicht einmal die konzerneigenen Vorgaben für Gesundheitsschutz und Sicherheit eingehalten.

Dem UNEP-Bericht zufolge könnte die Aufräumaktion in Nigeria die größte der Geschichte werden. In einem Dorf im Westen des Gebietes, das größer als Bayern ist, wurden Werte des krebserregenden Giftes Benzen gemessen, die den von der Weltgesundheitsorganisation vorgeschlagenen Höchstwert um das 900fache überschreiten. Auf dem Grundwasserspiegel, aus dem sich die Trinkwasserbrunnen speisen, wurden bis zu 8 Zentimeter starke Schichten mit Raffinerieöl gemessen. focus.de

Weitere Artikel der letzten Tage:

Umweltverschmutzung im Nigerdelta Die vergessene Ölkatastrophe
Das Nigerdelta könnte so schön sein wie die Everglades. Wäre da nicht die Erdölförderung, die aus dem Paradies einen verschmutzten, lebensfeindlichen Flecken macht. Es könnte 30 Jahre dauern, bis alles wieder sauber ist, sagt die UNO. Dafür wäre die größte Aufräumaktion der Geschichte nötig.

Schwerste Schäden durch Ölpest im Nigerdelta
Eine Studie der Uno über Umweltschäden in der Ogoni-Region bringt Nigerias Regierung und Shell in Bedrängnis

Niger-Delta massiv mit Öl verseucht
Bereits 1993 wurde die Ölförderung im nigerianischen Niger-Delta eingestellt. Aber noch immer strömen tausende Liter Öl aus lecken Leitungen in die Umwelt.

Nigeria - Reiches Land mit armen Menschen

Besuchsland Nigeria: Afrikas Megamarkt ist nicht blöd

Publish the Menu module to "offcanvas" position. Here you can publish other modules as well.
Learn More.