Im Jahr 1995 hatte ich das Glück und durfte, damals noch
Periophthalmus spec., als Art im Aquarium pflegen. Lange hatte
ich gerätselt, um welche Art es sich hierbei handelte. Bis mir 2003
zu Ohren kam das eine neue Art beschrieben wurde, es stellte sich
heraus das es Ps. walailakae waren. Fotos: © R. Theuer, 1995






Etymologie (Herkunft und Bedeutung der Wörter.):

Periophthalmus : von peri = rund herum und ophthalmos = Auge; Schlammspringer der Gezeitenzone, deren Augen auf Stielen sitzen und unabhängig voneinander beweglich sind, dem Fisch also einen Rundumblick ermöglichen.

Schmettkamp, 1985

walailakae : Der Artenname wurde anlässlich des zehnten Jahrestags der Gründung der Walailak Universität in Thailand vergeben.

Darumas & Tantichodok, 2002



Umgangssprachliche Namen:

Deutsch:
Schlammspringer
Walailakes - Schlammspringer*
Englisch:
Mudskipper
Walailak's Mudskipper**
Yellow-spotted Mudskipper

* vorgeschlagener Name ** vorgeschlagener Name von Polgar, 2011
*** - - -

Synonyme (für Details siehe Nomenklatur):

Periophthalmus walailakae

Darumas & Tantichodok, 2002






Karte noch in Bearbeitung!
Weltkarte zeigt das/die ungefähre/n Verbreitungsgebiet/e von
Periophthalmus walailakae.





Ps. walailakae; die drei Bilder zeigen zwei Artgenossen bei Revier-
streitigkeiten. Im ersten Bild: Links unten im Bild hüpft unbedarft ein
weiterer Schlammspringer (Periophthalmus argentilineatus) hinzu.
Singapore: Insel Paulau Ubin, Chek Jawa, 2007.
Fotos: © wildsingapore.com



Yellow-spotted Mudskipper; im Aquarium fotografiert, über lange Zeit
wurde diese Art mit Periophthalmodon schlosseri verwechselt.
Singapore: Sungei Buloh Wetland, 2005. Foto: © wildsingapore.com



Beeindruckend ist die Tarnfärbung im Wattschlick, diese Anpassung
erfolgt um Fressfeinde oder Artgenossen zu täuschen. Singapore:
Sungei Buloh Schutzgebiet, 2009. Foto: © wildsingapore.com

Verbreitung:

"Straße von Malakka; Fundorte: Andamanisches Meer, Südliches Thailand." Singapur in der Marina-Bucht: Rochor-Kanal.

Tan et al., 2010
Darumas & Tantichodok, 2002


Maximum registrierte Länge:

11,6 cm SL ♂
12,7 cm SL ♀

Darumas & Tantichodok, 2002


Diagnose:

D1 VI - IX; (alle Elemente der D2 10 - 12; alle Teile der Analflosse 9 - 12*); Schuppenzahl in Längsrichtung 53 - 72; TRDB 10 - 20; Kopftiefe 14.3 - 22.9% SL; Länge der Analflossenbasis 14.0 - 27.1% SL; Länge der D2 Basis 17.0 - 28.7% SL. D1 ohne Streifen oder Punkte: vollständig dunkelbraun mit weißem Rand, der bei der Konservierung durchsichtig wird; Stacheln der Schwanz- und Brustflossen mit Gruppen dunkelbrauner Flecken; Bauchflossen mit deutlichem Frenum, vollständig zu einer runden Scheibe verwachsen. Die Gattung konnte durch Synapomorphie noch nicht bestimmt werden.

D1:  VI - IX
D2: (10 - 12*)
PA:09 - 12

Darumas & Tantichodok, 2002: Thailand
Jafaar et al., 2006: Singapore
* Schwankungsbereiche enthalten beide Datensätze; Polgar & Khaironizam, im Druck


Farbgebung (lebend):

"Die Hintergrundfärbung an Rücken und Flanken ist bräunlich, mit zahlreichen weißen bis blassgelben Flecken an den Seiten, Wangen und an der Kehle, so groß wie der freiliegende Bereich der zu Grunde liegenden Schuppe. 4 - 7 diagonale, unregelmäßige, sattelförmige dunkle Streifen im Rückenbereich; unregelmäßige, schwarze Flecken auf den Wangen; kurze, unregelmäßige, schwarze Streifen oftmals sichtbar hinter den Augenhöhlen. Weißer Bauch. D1 annähernd dunkelbraun, ferner gelegen schwarz, weißer Rand. D2 mit transparentem Hintergrund, mitteldunkelbrauner Streifen und rötlicher Rand bei einigen Individuen; 2 - 3 horizontale Gruppierungen von schwarzen Punkten auf den Flossenstacheln bei einigen Individuen; Hintergrund der kaudalen und pektoralen Flossen gräulich, mit Gruppierungen dunkelbrauner Flecken auf den Flossenstacheln; Analflosse weiß; Bauchflossen zum Bauch hin weiß, zum Rücken hin dunkler."

Darumas & Tantichodok, 2002; pers. Beob.: Halbinsel Malaysia


Farbgebung (präserviert):

"Grundfarbe bleiches bis dunkles Braun am Rücken und an den Seiten, zum Bauch hin gelblich bis gräulich; unregelmäßige Sattelstreifen und dunklere oder bleichere Punkte und Flecken können nach einer Weile verschwinden; D1 Hintergrund vollständig dunkelbraun, inframarginal dunkler mit durchsichtigem Rand; D2 Hintergrund lichtdurchlässig mit dunkelbraunem Mittelstreifen, und 2 - 3 horizontalen Serien dunkelbrauner Punkte auf den Flossenstacheln; Hintergrund der kaudalen und pectoralen Flossen ist gräulich, mit einer Serie von dunkelbraunen Punkten auf den Flossenstacheln, die auf den Brustflossen oftmals verschwinden, sich auf der Schwanzflosse jedoch halten; Anal- und Beckenflossen sind transparent."

Darumas & Tantichodok, 2002; pers. Beob.


Ernährung:

"Fleisch fressend, opportunistisch" (Krustentiere, Insekten, etc.: Khaironizam & Norma-Rashid, 2002; pers. Beob..


Fortpflanzung:

"Gräbt Mulden, 9 - 13 cm breit und 100 - 120 cm tief, im hohen Mangrovenwald (Darumas & Tantichodok, 2002, pers. Beob.); die Details des Fortpflanzungszyklus sind in der Literatur noch nicht beschrieben worden: Er folgt vermutlich dem allgemeinen Modell aller gleichartigen Spezies."


Ökologische Notizen:

"Nicht verbreitet in Mangrovensystemen, vom niederen bis zum höheren Wald; verbreiteter in Singapur (Jaafar, Z. , pers. Komm.); größere Individuen leben ebenfalls oberhalb der höheren Gezeitenzone; seine Färbung erlaubt effiziente Tarnung auf dem Waldboden; es gibt ebenfalls Beschreibungen von nächtlichem Verhalten in Thailand (Darumas & Tantichodok, 2002); diese Beobachtungen wurden noch nicht von anderen Autoren auf der malaysischen Halbinsel und Singapur bestätigt (Jaafar et al., 2006; Polgar & Khaironizam, 2008)"; andererseits wurde Nachtaktivität schon bei anderen gleichartigen Spezies festgestellt. (z. B. Ps. argentilineatus e/o Ps. kalolo. Colombini et. al., 1996)

Polgar, pers. Beob.: Halbinsel Malaysia


Bemerkungen:

"Diese Spezies wurde lange fehlerhaft als Periophthalmodon schlosseri identifiziert, vermutlich wegen der relativ großen Länge, den schwarzen Streifen hinter den Augenhöhlen, und der Färbung der Rückenflosse (Jaafar et al., 2006). Im Feld kann man ihn vom Periophthalmodon schlosseri durch Untersuchung der Färbung der Wangen und Kiemendeckel unterscheiden: Ps. walailakae fehlen die weiß-blauen, schillernden Punkte, wie sie andere Arten haben" (Khaironizam M. Z., pers. Komm.; pers. Beob.)


Weitere Fotos:


Illustration/en:




  • Polgar, G. (Editor), 2008:
    TheMudskipper. World Wide Web electronic publication. Übersetzung der Seite von Herrn G. Polgar. www.themudskipper.org. version (10/11/2008).

  • Ria Tan, 2008:
    Wild Singapore: World Wide Web electronic publication. www.wildsingapore.com