Periophthalmodon schlosseri
Periophthalmodon schlosseri
Periophthalmodon schlosseri im Schauaquarium, ca. 10 cm groß.
Leider handelte es sich um ein Einzeltier (Beifang). Das normale Ver-
halten war deutlich unterdrückt, eine Normalfärbung (schöne Aus-
färbung: siehe weitere Fotos) zeigte sich nicht. Augen deutlich dunkel
bis Schwarz, ein eindeutiges Zeichen für Stress, wahrscheinlich ver-
ursacht durch die hohe Besucherzahl und fehlenden Flucht- und Aus-
weichmöglichkeiten. Als Futter gab es Roten Mückenlarven, dabei
zeigte es etwas mehr Aktivität. Fotos: © Ralf Theuer, 2003.


Periophthalmodon schlosseri
Periophthalmodon schlosseri
Vor der Fütterung bewegte sich das Exemplar im Becken kaum.
Gleiches Exemplar wie die ersten zwei Fotos (oben).
Fotos: © Ralf Theuer, 2003.
Etymologie (Herkunft und Bedeutung der Wörter.):

Periophthalmodon: Ist eine zusammengesetzte Form von "Periophthalmus" und aus dem griechischen "odous" (Zahn), das sich auf die zwei oberen Zahnreihen und der starken Ähnlichkeit mit der Gattung Periophthalmus bezieht.
Siehe Murdy: 'Periophthalmodon' is a compound form from 'Periophthalmus' and the Greek 'odous' (tooth), which refers to the prominent teeth and strong similarity to the genus Periophthalmus."

schlosseri: die Arten wurde nach Dr. J. Alb. Schlosser benannt, er sammelte das ursprüngliche Material für Pallas Beschreibung aus dem Jahre 1770, auf Amboyna. Pallas wollte damit seinem langjährigem Freund besondere Ehre zukommen lassen.
Siehe Murdy: "The species is named after J. A. Schlosser, who collected the material for the original description."

Pallas, 1770
Murdy, 1989


Umgangssprachliche Namen:

China:
许氏齿弹涂鱼, 許氏齒彈塗魚
(Xu shi chi tan tu yu – Xu’s: Teethed mudskipper)
Deutsch:
Asiatischer Schlammspringer
Riesen - Schlammspringer
Schlammspringer
Schlossers - Schlammspringer*
Schlosserische Trichterfisch (Pallas, 1770)
evtl.: Javanischer Schlammspringer ?
Englisch:
Giant mudskipper
Mudskipper
Teethed mudskipper
Indonesien:
Belodok, Blodok, Gabus lawut, Tembakul
Italien:
Saltafango di Schlosser**
Japan:
ジャイアント・マツドス キツパー (= Giant mudskipper)
Malaysien:
Belacak lumpur, Belacak, Belodok, Belontok, Gabos (Pallas, 1770), Gabus laut, Gabus lawut, Ikan belacak gergasi, Kod India, Lisah, Tembakul
Philippinen:
Bia
Vietnam:
Cá thòi lòi, Cá thòi lòi sơ - lốt - sơ

* vorgeschlagener Name ** vorgeschlagener Name von Polgar, 2011

Synonyme (für Details siehe Nomenklatur):

Gobius schlosseri
Gobius septemradiatus
Periophthalmodon schosseri
Periophthalmodon schlosseri
Periophthalmodon schlosseri argentiventralis
Periophthalmodon schosseri
Periophthalmus phya
Periophthalmus ruber
Periophthalmus schlosseri
Periophthalmus schlosseri

FishBase








Periophthalmodon schlosseri Sungai Tungkal
Habitat von Periophthalmodon schlosseri, fotografiert auf Sumatra
in Sungai Tungkal. Foto: © Hans-G. Evers, 2010


Periophthalmodon schlosseri
Periophthalmodon schlosseri
Inaktives Verhalten im Aquarium (gleiches Exemplar wie oben: erste
vier Fotos). Fotos: © Ralf Theuer, 2003.

Verbreitung:

Indien: Ostindien: Hugli, Sundarbans, Uttar Bhag; Bangladesch (Nordost Bengal); Thailand: Andaman See und gegenüber davon im Golf von Thailand. Phangna, nordöstlich auf der Insel Phuket, Lem Ngob, Singora, Chol Buri-Stadt (auf Schlammflächen mit einzelnen Mangroven); Vietnam: Mekong-Delta und im Tra Vinh-Fluss; Philippinen; Malaysia: Malakka, Selangor auf Schlammflächen, Pulau Obi und Chang (bei Singapore), Kwala Langat, Südseite des Muar-Flusses (Muar, Johore), Straße von Malakka (Parit Jawa); Singapore: Pulau Pisang, Chek Jawa, Sungei Buloh Nature Park, Marina-Bucht; Indonesien: Sumatra, Java (Djakarta, Tegal, Nord Madura), Borneo (Sebatic), Kalimantan und Nord Borneo, Sulawesi (früher Celebes), Insel Ambon und Papua-Neuguinea: Irian Jaya, Strickland-Fluss und in Niederländisch-Neuguinea (Mimika-Fluss); Australien: Derby, Cairns, Cape York (Queensland), Insel Melville.

FishBase
Murdy, 1989
Tan et al., 2010
Kottelat et al., 1993
Harrison & Miller, 1992


Maximum registrierte Länge:

240 mm SL (Standardlänge): Swennen et al., 1995
270 mm TL (Totallänge): Murdy, 1989


Diagnose:


Farbgebung (lebend):


Farbgebung (präserviert):


Ernährung:


Fortpflanzung:

Hierüber gibt es sehr viele Erkenntnisse! Es kann leider noch etwas dauern bis genauere Informationen verfügbar werden.


Ökologische Notizen:


Bemerkungen:


Weitere Fotos:

Foto links: Periophthalmodon schlosseri, im Hintergrund sind die Luftwurzeln einer Mangrove zu sehen. Foto rechts: Periophthalmodon schlosseri, fotografiert beim Luftholen oder sich treiben lassen. Durch Luftholen und „abschließen“ der Kiemenkammern wird ein Auftrieb erzeugt, um eine bessere Übersicht über das Gelände zu bekommen. Beide Fotos sind in Sungai Tungkal auf Sumatra entstanden. Fotos: © Hans-G. Evers, 2010, mit freundlicher Erlaubnis.



Illustrationen:

Linkes Bild: Zeichnungen von Periophthalmodon schlosseri, von Johnstone, 1903, damals Beschrieb er diese Art als Periophthalmus phya. Gesammelt wurden die Tiere im Jambu und Patani, an der Flussmündung der Malaiischen Halbinsel. Bild rechtes: Aus Rainboth, W. J., 1996. Fundort der Tiere: Kambodscha, Mekong River. Bearb. der Zeichnung durch R. Theuer, 2008.

Periophthalmodon barbarus (Linne). Ein Tier von 197 mm Länge, aus Cooktown, Queensland, Australien. Aus McCulloch &
Ogilby, 1919 (Plate XXXI: Fig.2). Bearb. der Zeichnung durch R. Theuer, 2011.



  • Froese, R. and D. Pauly. Editors. 2008:
    FishBase. World Wide Web electronic publication. www.fishbase.org, first visited (02/2007), version (02/2008).

  • Polgar, G. (Editor), 2011:
    TheMudskipper. World Wide Web electronic publication. www.themudskipper.org. version (04/09/2011).